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Renault Novaquatre Oldtimer kaufen

Der Renault Novaquatre verbindet den sparsamen Ansatz eines Mittelklassewagens mit der robusten Technik größerer Renault-Modelle der Vorkriegsjahre. Konzipiert als erschwingliche Alternative mit großvolumigem Motor und kompakter Karosserie, nimmt er eine besondere Rolle in der Geschichte des französischen Automobilbaus ein.

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Bild 1/6 von Renault Novaquatre (1939)
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1939 | Renault Novaquatre

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Renault Novaquatre Oldtimer: Preise & Marktwerte

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Geschichte des Renault Novaquatre

Der Renault Novaquatre wurde im Herbst 1937 präsentiert und markierte für Renault einen neuen Ansatz im Segment der Mittelklassewagen. Während Europa vor gewaltigen Umbrüchen stand, reagierte Renault mit einem durchdachten Modell für preisbewusste Käufer. Der Novaquatre nutzte die Karosserie des deutlich kleineren Celtaquatre, erhielt jedoch den kräftigen, wassergekühlten 2,4-Liter-Vierzylindermotor aus dem größeren Primaquatre. Diese Mischung bot damals ein ungewöhnlich gutes Verhältnis von Größe, Gewicht und Leistung für einen wirtschaftlich orientierten Wagen. Bis 1940 lief der Novaquatre vom Band, bevor der Krieg die Automobilproduktion stark einschränkte.

Modellgeschichte

Der Novaquatre entstand als günstige Alternative zum robusten Primaquatre, ohne auf dessen leistungsfähigen Motor zu verzichten. Mit seiner Präsentation 1937 wurde er zwischen dem kleinen Juvaquatre und dem Primaquatre positioniert. Seine Karosserie, weitgehend identisch mit der des Renault Celtaquatre, wurde mit Komponenten des Primaquatre sowie zeitgemäßen Details kombiniert. Mit Einführung des Novaquatre reagierte Renault auf eine wachsende Käuferschicht, die Wert auf Wirtschaftlichkeit, jedoch auch auf solide Technik legte. Der Produktionszeitraum endete 1940, als kriegsbedingte Einschränkungen die Modellpalette radikal veränderten.

Besonderheiten des Renault Novaquatre

Eine besondere Eigenschaft des Novaquatre ist die ungewöhnliche Kombination aus kompakter Karosserie und großem Hubraum: Die Karosserie des Celtaquatre beherbergt den 2,4-Liter-Motor des Primaquatre mit 2383 cm³. Diese Bauweise ermöglichte für damalige Verhältnisse ausgezeichnete Fahrleistungen bei gleichzeitig günstigen Betriebskosten. Die Typencodes BDJ, BDR und BFH kennzeichnen die Entwicklungsschritte und Varianten. Darüber hinaus gilt der Novaquatre als typischer Vertreter des französischen Automobilbaus vor dem Zweiten Weltkrieg, der auf Alltagstauglichkeit und Langlebigkeit setzte.

Technische Daten

Sondermodelle und Sammlerversionen

Es sind keine expliziten Sondermodelle dokumentiert, die Fertigung erfolgte während der kurzen Produktionszeit lediglich mit mehreren Typencodes (BDJ, BDR, BFH), die kleine technische Anpassungen widerspiegeln.

Schwachstellen und typische Probleme

Konkrete Schwachstellen sind aus den verfügbaren Informationen nicht dokumentiert. Interessenten sollten jedoch generell auf die für Fahrzeuge der Vorkriegszeit typischen Aspekte wie Rostbefall an tragenden Teilen und Funktionsfähigkeit der Elektrik achten sowie das Wartungs- und Historienprotokoll sorgfältig prüfen.

Motor, Fahrverhalten, Getriebe und Handling

Mit dem robusten 2,4-Liter-Motor aus dem Primaquatre und einer kompakten Karosse bot der Novaquatre damals eine seltene Mischung aus Wendigkeit und Leistungsfähigkeit. Die Alltagstauglichkeit stand im Mittelpunkt, weshalb auch ein vergleichsweise komfortables Fahrwerk zum Einsatz kam. Die Kraftübertragung erfolgte über ein manuelles Getriebe, das für die Verhältnisse der Zeit als zuverlässig galt. Die Lenkung ist typisch französisch direkt, das Bremsverhalten entspricht dem Stand der späten 1930er. Die Hauptmodelle sind durch die Typencodes BDJ, BDR und BFH gekennzeichnet, welche geringfügige technische und ausstattungsbezogene Unterschiede markieren.

Innenraum, Ausstattung und Design

Der Renault Novaquatre überzeugte durch eine sachliche, aerodynamisch geprägte Karosserie, wie sie für das Ende der 1930er Jahre in Frankreich typisch war. Im Innenraum dominieren funktionelle Bedienelemente, während Sitz- und Türpolster aus robusten Stoffen oder Kunstleder bestanden. Farbliche Ausführungen orientierten sich an den damaligen Standards, häufig dezent, jedoch in zeittypischer Zweifarb-Lackierung. Accessoires waren eher selten, individuelle Ausstattungswünsche wurden direkt mit dem Händler verhandelt. Ein Blickfang sind die ausladenden Kotflügel und die hohe Gürtellinie.

Weitere Besonderheiten

Der Novaquatre war vor allem wegen seiner Baukastenstrategie – Kombination verschiedener Modellelemente innerhalb des Renault-Programms – ein wirtschaftlicher Kompromiss und ein Sinnbild für Pragmatismus im Automobilbau dieser Zeit.

Zusammenfassung

Der Renault Novaquatre verkörpert französische Vorkriegs-Ingenieurskunst: innovative Kombination von Karosserie und großvolumigem Motor, gebaut für Alltag, Langlebigkeit und wartungsfreundliche Mechanik. Für Kenner französischer Marken ist er heute ein seltenes Stück Zeitgeschichte.