1968 | Mercedes-Benz 280 SL
1968 Mercedes-Benz 280 SL · dunkelgrün · 99.000 mi · Manual · No reserve
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## Verkauf per Auktion Dieses Fahrzeug wird als Lot 015 bei der Auktion Sammlung Sonderklasse von Humer Granner & Co verkauft. - Rufpreis: 20.000 EUR - Ohne Limit - Auktion: 7-11-2026 14:00 - Besichtigung: 5-11-2026 bis 7-11-2026 - Ort: Gewerbeparkstraße 17, 4101 Feldkirchen an der Donau - Gebotsoptionen: In person | Online live | Telephone | Written bid ## Fahrzeugdaten - Fahrgestellnummer: 113.044-10-004989 - Kraftstoff: Petrol - Farbe: 268 dunkelgrün - Laufleistung: 99000 mi - Getriebe: Manual - Weitere Bilder und Details: https://hg.auction/lots/1968-mercedes-benz-280-sl/ ## Zur Baureihe W 113 Ende der 1950er Jahre begann man sich in Stuttgart mit einem Problemzu befassen, für das es eigentlich keine Lösung gab. Es galt den Superlativ,das Überauto, den Mercedes aller Mercedes abzulösen, den 300 SL. Und als wäre das nicht Aufgabe genug, sollte auch für dessen kleinen Bruder, den 190 SL, ein Nachfolger her, und das beides zugleich in ein und demselben Automobil. Friedrich Geiger, seines Zeichens Leiter der Versuchsabteilung und selbst Autodidakt der Automobildesigns, holte sich zwei junge Zeichenkünstler, den Franzosen Paul Bracq und den Italiener Bruno Sacco, in seineMannschaft und überantwortete den Jungspunden das Himmelfahrtskommando. Der Rennsport war für Mercedes seit dem Drama von Le Mans 1955 passé. Es gab kein Renngerät mehr, das sich zähmen und auf die Straße bringen ließ. Außerdem war die Welt eine andere geworden. Die Zeit der Einzelstücke war vorbei, Wohlstand war erreichbar und das Tor über den Atlantik in die Neue Welt weit offen. Dort hatten schon die beiden Auslaufmodelle reüssiert und so sollte es auch der Neue, nur in einem Vielfachen an Stückzahl. Soweit der Plan. Die technische Basis lieferte die neue Limousinen-Generation, deren Unterbau einfach um 30 cm gestutzt und deren Motor auf 2,3 Liter aufgebohrt und mittels Einspritzung auf 150 PS frisiert wurde. Ein gestrafftes, gleichsam sportliches wie komfortables Fahrwerk und fast fertig war der Alleskönner. Insassenschutz hieß die Fleißaufgabe, mit Bela Barenyi hatte man schließlich den Verfechter der Knautschzone an Bord. Paul Bracq war federführend und nach mehreren Anläufen stand im März 1963 der 230 SL in seiner fertigen Hülle auf dem Automobilsalon in Genf. Die war von klarer Linie, unaufgeregt und dennoch zeitlos elegant. Oder gerade deshalb. Das feste Coupédach vermochte hingegen etwas zu irritieren. Ging doch dessen Wölbung entgegen der bekannten Richtung. Manch Schreiberling wollte darin eine Reminiszenz an fernöstliche Tempelarchitektur erkennen, tatsächlich war es der Steifigkeit geschuldet. Seinen Rufnamen trägt der SL dennoch bis heute: Pagode. Noch am Messestand war jede Nostalgie verflogen, schienen die Vorgänger vergessen, solch ein Hype entstand um den 230 SL. Andere waren vielleicht stärker, schneller, teurer, doch traf der neue SL den Zeitgeist punktgenau. Jeglicher Zweifel ob der Unlösbarkeit der Aufgabe war verflogen, der Erfolg vom ersten Moment an gewiss, trotz des standesgemäßen Preises von DM 22.000. Ende 1966 folgte der 250 SL, der vieles besser können sollte. Vier Scheibenbremsen, mehr Hubraum, mehr Drehmoment bei gleicher Leistung. Ersteres hätte es getan, denn der Motor lief rau und war nicht vollgasfest. Nach nur einem Jahr kam die Erlösung in Form des 280 SL, der finalen Ausbaustufe des Alleskönners. Bruno Sacco nannte die Pagode rückblickend einmal einen Schritt in die falsche Richtung. Zu nahe am 190 SL anstelle des 300 SL sei er gewesen. Diesen Fehltritt hätten viele wohl gerne gemacht.

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