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Thurner

Das deutsche Unternehmem Thurner wurde 1969 von Rudolf Thurner in Bernbeuren gegründet. Der deutsche Sportwagenhersteller ist nahezu unbekannt und fertigte nur ein einziges Sportwagenmodell in Handarbeit.

Die Thurner-Geschichte

Firmengründer Rudolf Thurner war neben seinem Broterwerb als Versicherungskaufmann seit Ende der 1950er in seiner Freizeit als Rennfahrer aktiv. Nach diversen Markenpokalen schaffte er den Sprung bis in die damalige Formel 3. Aus dieser Leidenschaft heraus entstand die Idee, einen eigenen Sportwagen zu konzipieren.

Im Jahre 1968 entwickelte Thurner einen Prototyp, den er mit einer Handvoll Bekannten ohne Erstellung von Konstruktionsplänen zusammenbaute. Durch Medienberichte wurde der Automobilhersteller NSU auf Thurner aufmerksam und bat um eine Vorstellung seiner Fahrzeugidee. NSU hatte kein Interesse an einer Serienproduktion, unterstützte Thurner aber in der Folge mit Teilen eigener Modelle.

Daraufhin gründete Thurner sein Unternehmen das als Rudolf Thurner, Karosseriebau & Sportwagen firmierte. Sein einziges Modell trug die Bezeichnung Thurner RS und wurde in den Gebäuden einer alten Spinnerei in Handarbeit gefertigt. Weder Thurner noch einer seiner Mitarbeiter besaßen erweiterte Mechanik-Kenntnisse, dennoch wies der Thurner RS eine gute Qualität in der Verarbeitung auf.

Thurner nutzte als Grundlage für seinen Sportwagen eine verkürzte Bodengruppe des NSU 1200 C. Im Heck wurden die vierzylindrigen Motoren des NSU TT verbaut, der serienmäßig bereits 65 PS bei knapp 1,2 Litern Hubraum leistete. Vom NSU TT stammten auch die charakteristischen Doppelscheinwerfer.

Die Karosserie bestand aus Kunststoff über einen Stahlrohrrahmen. Die Scheinwerfer waren hinter lang gezogenem Plexiglas untergebracht, die sich in die lange Schnauze des Thurner RS einfügten. Der Zweisitzer hatte zwei Flügeltüren sowie die Frontscheibe eines Porsche 904, was die sportliche Optik des RS unterstützte. Fahrer und Beifahrer saßen ausgesprochen tief in dem RS. Mit seinem geringen Gewicht von 640 Kilogramm wies er beim Fahren Eigenschaften eines Go-Karts auf und konnte entsprechend um die Kurven gebracht werden.

Neben der standardmäßigen Ausführung gab es den Thurner RS auch in einer Rennvariante. Für die Rennversion wurde ein Einspritzmotor von NSU-Abt mit 135 PS genutzt. Daneben wurden auch drei Fahrzeuge mit einer breiteren Karosserie gebaut.

Nach einem Brand in den Fertigungsgebäuden im Jahr 1974 entschied sich Thurner, die Produktion einzustellen. Zwischen 1969 und 1974 wurden etwas mehr als 120 Fahrzeuge gefertigt.