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Röhr

Hans Gustav Röhr zählte in der Zwischenkriegszeit zu den innovativsten Automobilkonstrukteuren Deutschlands. Begonnen hatte er seine Ingenieurslaufbahn mit der Entwicklung von Flugzeugmotoren bei den Priamuswerken, doch der Flugzeugbau lag nach dem Ersten Weltkrieg aufgrund der Erlasse der Sieger brach.

Röhr - Geschichte

Zusammen mit dem Ingenieur Josef Dauben schuf Röhr erste Prototypen und erwarb 1926 die Falcon-Werke im hessischen Ober-Ramstad, die gerade Pleite gegangen waren. Die Röhr Auto AG wurde mit einem Aktienkapital von 1 Million Reichsmark ausgestattet und die Kleinserienfertigung im ehemaligen Falcon-Betrieb startete im Herbst 1927 mit dem Typ Röhr 8. Dieser Wagen erregte in Fachkreisen großes Aufsehen durch seine flache Silhouette - die Karosserie (von Autenrieth in Darmstadt)ruhte auf einem Tiefbett-Kastenrahmen aus Stahlblech. Durch den niedrigen Schwerpunkt des Aufbaues verfügte der Röhr Wagen über ausgezeichnete Fahrereigenschaften! Zudem war der Röhr 8 der erste Vollschwingachser. Schwachpunkt war allerdings der Achtzylinder-Reihenmotor. Er war in seiner Klasse leistungsschwach und hatte höhen Ölverbrauch, was den anfangs guten Ruf der Röhr-Wagen stark lädierte.

Im Jahr 1929 geriet das Werk in wirtschaftliche Schwierigkeiten - der 800-Mann-Betrieb war zahlungsunfähig. Die Konstrukteure Röhr und Dauben wanderten zu den Adler-.Werken nach Frankfurt ab, während eine Schweizer Holding-Gesellschaft die Reste der Röhr Auto AG ersteigerte und die Neue Röhr AG ins Leben rief.

Röhr - Klassiker

Im Jahr 1933 kam sogar ein 3,3-Liter-Röhr-Wagen mit einer Maschine von Ferdinand Porsche auf den Markt (das Aggregat war ursprünglich für Wanderer bestimmt gewesen). Dieses Modell wurde meist mit Stromlinienkarosserie versehen. Um die Leistungskraft des Motors anzuheben, wurde er beim Modell Olympier mit einem Zoller-Kompressor ausgerüstet (Premiere 1934 auf der Internationalen Automobil-Ausstellung in Berlin). Der Röhr 8 F Cabrio mit Gläser Karosserie von 1933 verfügte über einen 3,2-Liter-Motor, der 75 PS brachte. Der Röhr-Junior von 1933 war eine Lizenz des 30-PS-Tatra 30.

In Lizenz baute Röhr neben den Luxusfahrzeugen noch einen Kleinwagen nach Tatra-Lizenz. Die Röhr Junior war die modifizierte Ausgabe des Tatra 57.  Im Jahr 1935 wurde das Werk in Ober-Ramstad erneut geschlossen, die Firma meldete Konkurs an. Das Modell Junior wurde mitsamt Werkzeugen, Teilelager und Lizenz an Stoewer (Stettin) verkauft und überlebte in Stettin noch bis 1939. Eine Gesellschaft für Verwertung von Industrieanlagen mbH baute zudem noch einige Röhr Wagen vom Typ F Ende 1935/36.