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Reynard

Reynard Motorsport zählte zu den größten Produzenten von Rennwagen. Das Unternehmen fertigte bis 2001 Fahrzeuge für unterschiedliche Rennklassen an.

Die Anfänge von Reynard Motorsport

Der Grundstein für die Entwicklung von Reynard Motorsport wurde im Jahr 1973 mit der von Adrian Reynard gegründeten Firma Sabre Automotive Ltd. gelegt. Als ehemaliger erfolgreicher Formel-Ford-Fahrer kümmerte sich Reynard um die Fahrzeugentwicklung. Den geschäftlichen Part absolvierte Rick Gorne, der den Rennwagenverkauf forcierte. 1977 kehrte Gorne dem Unternehmen allerdings den Rücken, das nun vollständig in den Besitz von Adrien Reynard überging, der ihm den Namen Reynard Motorsport gab. Ab 1979 konnten Reynards Rennwagen in der Formel Ford ihre ersten Erfolge feiern. In den frühen 80er Jahren gelang es der Firma stark zu expandieren. Allein 1984 wurden mehr als 170 Fahrzeuge für die Formel Ford hergestellt. Außerdem erhielt diese Rennsportklasse 661 Reynard-Chassis. 1984 kam mit dem Ingenieur Paul Owens ein Mitarbeiter mit Formel-1-Erfahrung hinzu. Gemeinsam mit dem Australier Malcolm Oastler, einem weiteren neuen Ingenieur, wusste er über den Umgang mit Kohlefasermaterialien Bescheid. Dadurch war Reynard in der Lage 1985 Rennwagen mit Karbonchassis an die Formel 3 zu liefern wie den Reynard 853. Im gleichen Jahr gelang auch der erste Sieg eines Reynard-Wagens in der Formel 3. Insgesamt wurden bis 1993 360 Formel-3-Rennwagen von Reynard Motorsport angefertigt.

Reynard Motorsport in der Formel 3000

1988 stieg Reynard in die Formel 3000 ein und war dort auf Anhieb mit einem Sieg im spanischen Jerez de la Frontera erfolgreich. Bis 1991 verwendeten 13 von 20 Formel-3000-Teams ein Reynard-Chassis. Neun von insgesamt zehn Rennen wurden von Reynard-Fahrern entschieden. 1992 setzten sogar 13 von 16 Teams auf Reynard-Rennwagen und fuhren damit sämtliche Jahressiege ein. 1993 wurde das gesamte Starterfeld in der Formel 3000 ausschließlich von Reynard-Fahrern gebildet. 1995 endete das Engagement von Reynard in der Formel 3000. Insgesamt konnte die Firma 220 Rennwagen an diese Motorsportklasse verkaufen. 1992 hatte Reynard den Versuch unternommen in die Formel 1 einzusteigen. Allerdings war dieses Ansinnen nicht von Erfolg gekrönt und brachte das Unternehmen in wirtschaftliche Probleme. So entschied sich Reynard Motorsport nach einer Neuorientierung für ein Engagement in der Champ-Klasse. Dort wurde 1994 der erste Reynard-Sieg von Michael Andretti eingefahren. Neben seinen Einsätzen im Motorsport befasste sich Reynard in den 90er Jahren auch als Produzent von Flugzeugsitzen aus kohlenstoffverstärktem Kunststoff für die britische Fluglinie Virgin Atlantic.

Das Ende von Reynard Motorsport

Das Jahr 2001 brachte den Ruin für Reynard Motorsport. Gründe dafür waren ein gescheiterter Börsengang der Firma an der Wertpapierbörse New York Stock Exchange sowie der Erwerb des Unternehmens Ridley & Scott, der Reynard stark finanziell belastete. Das Werk in Brackley wurde von B.A.R. übernommen, während sich Team Australia die Rechte am Champ-Car-Wagen sicherte. Die Sparte der Sportwagen sowie von Formel Nippon ging an das International Racing Management.