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Ralt

Das australische Unternehmen Ralt wurde 1974 von Ron Tauranac gegründet. Ralt baute ausschließlich Monoposto-Rennwagen (Formel-Fahrzeuge) für diverse Formel-Rennserien, mehrere Meisterschaften konnten gewonnen werden. Nach dem Verkauf des Unternehmens blieb Ralt als Marke bis 2009 erhalten.

Ralt - Die Anfänge

Der Name Ralt leitet sich von den Anfangsbuchstaben Ron und Austin Lewis Tauranac her, dem Firmengründer und dessen Bruder, der ebenfalls an der Fahrzeugentwicklung beteiligt war. Die beiden Brüder waren bereits in den 1950er Jahren im Rennsport als Konstrukteure aktiv und nutzten dort für ihre einzelgefertigten Rennfahrzeuge den Namen Ralt. Vier verschiedene Rennwagen entstanden in dieser Zeit.

Die Tauranacs blieben dem Rennsport verbunden, Ron Tauranac wurde einer der Teambesitzer des Brabham-Rennstalls. Nachdem er seine Anteile an Bernie Ecclestone veräußerte, gründete Ron Tauranac Ralt als eigenständiges Unternehmen für die Produktion von Formel-Fahrzeugen im Jahr 1974. Das erste Modell, der RT1, war ein simples, aber zuverlässiges und qualitativ hochwertiges Rennfahrzeug, das in der Formel 2, der Formel 3 und der Formel Atlantic zwischen 1975 und 1978 eingesetzt wurde.

Ralt - Weitere Geschichte

Im Jahr 1979 folgte der RT2. Entwickelt wurde der RT2 für das Toleman-Team in der Formel 2. Weitere Fahrzeuge gingen an Privatfahrer, ein weiteres wurde in der Can-Am-Serie eingesetzt. Diverse Weiterentwicklungen und Nachbauten fanden sich in den Folgejahren bei unterschiedlichen Rennveranstaltungen wieder. Der RT2 war zudem die Basis für weitere Ralt-Fahrzeuge: dem RT3 für die Formel 3, der RT4 für die Formel Atlantic sowie den RT5 für die Formel Super Vee. Der RT4 wurde zudem in der ersten Hälfte der 1980er im australischen Formel 1 Rennen eingesetzt - zu der Zeit nicht im Kalender der Weltmeisterschaft. Als Motoren wurden für den RT4 meist Ford-Aggregate genutzt, für den RT2 gab es eine Kooperation mit Honda.

Im Jahre 1985 wurden in erster Linie die RT2 und RT3 weiterentwickelt. In der aus der Formel 2 hervorgegangenen Formel 3000 wurde der RB20, in den beiden Folgejahren der RT20 und RT21 entwickelt. Motoren von Honda oder Cosworth wurden von den Rennteams verwendet. Der dominante RT3 (u. a. mit Ayrton Senna am Steuer) wurde vom RT30, später dem RT31 abgelöst. Die Fahrzeuge waren dank ihres asymmetrischen Designs besonders auffällig.

Aufgrund des starken Wettbewerbsdrucks und den zunehmenden Schwierigkeiten, sich an diesem speziellen Markt zu halten, verkaufte Tauranac Ende 1988 sein Unternehmen an March. Tauranac blieb zunächst bei Ralt, das unter March als eigenständige Marke und Chassisbauer erhalten blieb.

Ralt - Fortführung als Marke und Ende

Die weitere Geschichte Ralts ist relativ komplex. Unter March wurden weiterhin Motorsportchassis insbesondere für die Formel 3 bis 1993 produziert. Mit dem Ausverkauf von March wechselte auch Ralt den Besitzer. Steve Ward führte die Marke weiter, Ralt-Fahrzeuge waren weiterhin hauptsächlich in der Formel 3 anzutreffen. Aber auch in US-amerikanischen Rennserien kamen immer wieder Chassis von Ralt zum Einsatz, etwa bis 2007. In weiteren Einsätzen in Australien war Ralt bis 2009 vertreten.