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Puma Oldtimer kaufen
Puma verband brasilianische Rennsportideen mit leichter GFK-Karosserie und bewährter DKW-, Volkswagen- oder Chevrolet-Technik. Finden Sie Puma Oldtimer vom kompakten GTE bis zum seltenen GTB und prüfen Sie Herkunft, Aufbau und Teilebasis besonders genau.
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Fahrzeug inserieren"Puma" Inserats-Referenzen von Classic Trader
Im Folgenden finden Sie Inserate zu Ihrer Suche, die nicht mehr auf Classic Trader verfügbar sind. Für eine bessere Kaufentscheidung können Sie sich mit Hilfe dieser Informationen ein besseres Bild über Verfügbarkeit, Wertentwicklung und aktuellen Preis eines "Puma" machen.

1978 | Puma GTE 1600
Puma - GTE 1600 Coupé - NO RESERVE - 1978

1974 | Puma Dune Buggy GT
Stripper - Dune Buggy 1.6 - NO RESERVE - 1974

1967 | Puma GT

1976 | Puma GTS 1600
Puma GT 1600 Cabrio in Marineblau Metallic aus 2. Hand GFK-Karosserie (1976)

1978 | Puma GTE 1600 S

1978 | Puma GTE 1600 S

1976 | Puma GTE 1600
Import aus Brasilianischer Sammlung

1980 | Puma GTS 1600
Puma 1600 GT Targa der einzige auf dem deutschen Markt extrem selten (1980)

1984 | Puma GTV-033 S

1967 | Puma GT
Beautiful - A Very Rare Opportunity

1978 | Puma Dune Buggy GT
Dune Buggy - AUTOMIRAGE Anno 1978

1982 | Puma GTB
GT V

1973 | Puma GT 1600
The Puma is a Volkswagen-based specialty sports car built in Brazil.

1980 | Puma GTE 1600
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Fahrzeug inserierenGeschichte einer brasilianischen Sportwagenmarke
Puma ist kein Ableger der gleichnamigen Sportartikelmarke und auch kein Ford Puma, sondern eine der eigenständigsten brasilianischen Sportwagen-Geschichten. Ihr Ursprung liegt im Umfeld von Genaro „Rino“ Malzoni, Vemag und dem Autódromo de Interlagos. Für die Saison 1964 entstand aus DKW-3=6-Technik ein leichter GT Malzoni: Frontantrieb, 981-cm³-Dreizylinder-Zweitakter und eine von Hand geformte Karosserie. Nach zeitgenössisch dokumentierten Ergebnissen gewann der Wagen fünf Rennen in Interlagos 1964; aus der Rennidee wurde ein kleiner Hersteller.
Die Gesellschaft Lumimari – der Name setzt sich aus den Vornamen der Beteiligten Luiz Roberto Alves da Costa, Milton Masteguin, Mário César de Camargo Filho und Rino Malzoni zusammen – baute zunächst GT Malzoni. 1966 erschien der verfeinerte Puma GT mit DKW-Motor. Seine Stückzahl ist mit rund 125 gering; die Quellen unterscheiden sich bei einzelnen Frühserien. Entscheidend war die Übernahme von Vemag durch Volkswagen 1967: DKW-Motoren und Fahrgestelle fielen weg. Puma reagierte nicht mit dem Ende, sondern mit einem grundlegenden Wechsel.
Ab 1968 trug ein verkürztes Volkswagen-Karmann-Ghia-Fahrgestell die GFK-Karosserie; der luftgekühlte Boxer saß nun hinten. Daraus gingen GT und ab 1970 der exportorientierte GTE hervor. Das E wird üblicherweise als Export gelesen. Puma lieferte nach Europa, Nord- und Mittelamerika, Afrika und Asien; in den USA wurden Wagen teils als Kit angeboten. Der offene Spider wurde 1971 eingeführt und später zum GTS weiterentwickelt. Die frühen Coupés mit seitlichen, an Haifischkiemen erinnernden Lufteinlässen heißen unter Kennern „Tubarão“.
1974 stellte Puma daneben den größeren GTB – Gran Turismo Brasil auf Chevrolet-Opala-Basis. Er war kein bloßes GTE-Derivat, sondern ein frontmotoriger, luxuriöser Reisewagen mit Reihensechszylinder, Leder, elektrischen Fensterhebern und teilweise Klimaanlage. Der GTB S2 von 1978 erhielt eine flachere Front und ein zeitgemäßeres Erscheinungsbild. 1980 ersetzten GTI und GTC die bisherigen VW-basierten GTE/GTS, während der P-018 die spätere, kantigere Formensprache einführte. Nach wirtschaftlichen Problemen, Bränden und wechselnden Eigentümern endete die relevante Pkw-Produktion der historischen Marke Anfang der 1990er Jahre. Gerade diese wechselnde Lieferkette erklärt, warum ein Puma immer nach Baujahr, Basisfahrzeug und Ausführung beurteilt werden muss.
Warum Puma Sammler fasziniert
Pumas Besonderheit ist die Verbindung aus lokaler Industriepolitik und pragmatischem Sportwagenbau. Brasilien schützte seinen Markt über lange Zeit mit hohen Einfuhrbarrieren. Malzoni und sein Team konnten deshalb verfügbare Großserientechnik nutzen und ihr eine eigenständige, leichte Form geben. Die GFK-Hülle rostet nicht wie Stahl, verlangt aber eine andere Expertise: Materialermüdung, schlecht ausgeführte Reparaturen, verdeckte Risse und verzogene Befestigungspunkte sind wichtiger als der Glanz des Lacks.
Der GTE ist der zugänglichste Vertreter: luftgekühlter VW-Boxer, Vierganggetriebe, einfache Ersatzteillogik und niedriges Gewicht. Das Produktionsarchiv des britischen VW-Puma-Clubs nennt rund 8.705 GTE, 7.077 GTS, 610 GTI und 1.751 GTC; bei alten Kleinserien sind diese Zahlen als belastbare Orientierung, nicht als gerichtsfeste Werksliste zu lesen. Der GTB ist wesentlich seltener: 701 S1 und 888 S2 werden regelmäßig genannt. Ein originaler GT Malzoni oder DKW-Puma steht noch darüber, ist aber ein Spezialistenkauf mit wenig Vergleichsmaterial.
Für europäische Käufer ist die Mischung aus Exotik und Reparierbarkeit reizvoll. VW-Motor, Bremsen und Fahrwerksprinzipien sind nicht geheimnisvoll; Puma-spezifisch sind dagegen Karosserie, Scheiben, Leuchtenzuordnung, Zierleisten, Innenraum und Dokumentation. Ein Wagen mit sauberer brasilianischer Historie, nachvollziehbarer Ausfuhr und passenden Fahrgestellnummern ist deshalb meist wertvoller als ein optisch spektakulär restauriertes Fahrzeug ohne Herkunftskette.
Technische Daten der wichtigsten Puma
Beim GTE änderten sich die Maße spürbar: Die frühe Karmann-Ghia-basierte Karosserie misst etwa 3.960 × 1.580 × 1.160 mm und wiegt rund 680 kg. Mit dem Brasília-Unterbau ab 1976 wuchs sie auf rund 4.000 × 1.665 × 1.200 mm und etwa 750 kg. Der serienmäßige 1,6-Liter-Boxer leistet rund 70 PS; zeitgenössische und spätere Umbauten bis 2,1 Liter existieren, müssen aber genau belegt sein. Der GTB verbindet seinen 4,1-Liter-Sechszylinder mit Einzelradaufhängung vorn und Starrachse an Blattfedern hinten; rund 193 km/h werden häufig genannt. Nicht jede Leistungsangabe in einer Anzeige beschreibt allerdings den Auslieferungszustand.
Marktübersicht und Kauftipps
Der Markt ist klein und international. Als reale, jüngere Anhaltspunkte – keine Schätzwerte – erzielte ein Puma GT 1600 von 1976 bei Catawiki im April 2024 16.900 €, ein GTE 1600 von 1978 im November 2024 17.000 €. Ein restaurierter GTE von 1974 wurde bei Bring a Trailer 2023 für 19.000 US-Dollar verkauft; ein 1975er erzielte dort 2022 29.500 US-Dollar. Angebotspreise aus Brasilien und Europa, etwa 18.000 € für einen restaurierten 1974er, zeigen vor allem Transport-, Zustands- und Dokumentationsunterschiede. Für einen GTB gibt es wegen der kleinen Zahl belastbarer internationaler Verkäufe keine ähnlich sichere Skala.
Kaufen Sie nicht nach Typenschild allein. Erstens gehört die Fahrgestellnummer zum Baujahr, zur Plattform und zu den Papieren? Bei exportierten Volkswagen-basierten Pumas können ausländische Dokumente den Wagen als Volkswagen führen. Das ist erklärbar, muss aber mit brasilianischen Unterlagen, Importpapieren und einer schlüssigen Identität verbunden sein. Zweitens: Liegen Fotos der Restaurierung vor? GFK kann unter dickem Spachtel schön aussehen. Prüfen Sie Kotflügelkanten, Hauben, Türscharniere, Befestigungen am Bodenrahmen und die Bereiche um Scheibenrahmen und Scheinwerfer auf Risse, Wellen, unpassende Spaltmaße und Faseraustritt.
Drittens ist die Stahlbasis trotz Kunststoffhaut entscheidend. Bei VW-Pumas kontrolliert man Bodenplatte, Wagenheberaufnahmen, Vorderachskopf, Fahrwerkaufnahme, Pedalboden und Batteriebereich auf Durchrostung oder schlecht eingeschweißte Bleche. Eine rostfreie GFK-Schale über einem schlechten Chassis ist kein guter Kauf. Beim GTB gehören Rahmen, Vorderwagen, Federaufnahmen und die Karosseriebefestigung auf die Hebebühne. Viertens: Testen Sie Luftkühlung, Öldruck, Kaltstart, Getriebe, Bremsen und die Elektrik. Ein leistungsgesteigerter Boxer oder ein GTB mit Fremdmotor kann fahrbar sein, verliert ohne periodengerechte Dokumentation aber an Sammlerqualität.
Für Deutschland müssen Vollabnahme, technische Daten, Beleuchtung und Geräuschverhalten vor dem Kauf besprochen werden; der H-Status ist keine automatische Folge des Alters. Importieren Sie aus Brasilien, kalkulieren Sie Verschiffung, Zoll, Steuer, Standzeit und eine Vor-Ort-Begutachtung. Ein europäisch zugelassener Puma spart Wege, ersetzt aber keine Prüfung. Ersatzteile für den VW-Antrieb sind gut verfügbar, originaler Zierrat nicht. Ein Kauf sollte daher Fotos, Rechnungen, Clubkontakte und eine Liste fehlender Puma-spezifischer Teile einschließen.
Fahrerlebnis zwischen Käfer und Gran Turismo
Ein GTE fährt nicht wie ein deutscher Serien-Sportwagen gleicher Leistung. Hinter dem dünnen Lenkrad sitzen Fahrer und Beifahrer tief, die vorderen Kotflügel stehen sichtbar im Blickfeld, und der luftgekühlte Boxer arbeitet hinter ihnen. Das geringe Gewicht macht den Wagen bei moderatem Tempo lebendig; der lange Hebelweg des Vierganggetriebes, mechanische Geräusche und die direkte Wärme des Motors gehören dazu. Respekt vor dem Heckmotor und gute Reifen sind wichtiger als Jagd nach theoretischen Höchstwerten.
Der offene GTS/GTC verschiebt den Charakter zum sonnigen Wochenendwagen. Ein geschlossenes, frühes „Tubarão“-Coupé wirkt dagegen wie ein brasilianischer Entwurf auf europäischer Basis: flach, leicht und überraschend kompakt. Der GTB ist die andere Seite der Marke. Sein Chevrolet-Sechszylinder liefert Drehmoment, die lange Haube und die reichere Ausstattung erzeugen eher ein kräftiges Gran-Turismo-Gefühl als Käfer-Leichtigkeit. Wer beide kennt, versteht Puma nicht als einen einzigen Autotyp, sondern als Hersteller mit zwei klaren Ideen.
Design, Material und Identität
Rino Malzoni prägte die Grundidee; Anísio Campos wird besonders mit der Formgebung der frühen Puma GT verbunden. Die Karosserie aus glasfaserverstärktem Kunststoff war kein billiger Ersatz für Blech, sondern ein Mittel für kleine Serien und schnelle Änderungen. Sie erlaubte Pumas geschwungene Nase, die niedrige Dachlinie und beim frühen GTE die charakteristischen seitlichen Kiemen. Ab 1976 wurden Fenster und Linien kantiger, weil die Brasília-Basis breiter war und Sicht sowie Innenraum verbessert werden sollten.
Beim Besichtigen entscheidet Detailtreue. Stammen Leuchten, Felgen, Instrumente, Spiegel und Stoßfänger aus der richtigen Serie? Puma nutzte bewusst Teile anderer brasilianischer Großserienmodelle; eine Teilenummer kann daher korrekt sein, obwohl sie nicht nach Puma aussieht. Umgekehrt verraten moderne Universalleuchten, grobe Armaturenumbauten und zugeschweißte Luftauslässe oft eine Restaurierung ohne Vorbild. Originale GFK-Struktur, passende Innenraumdetails und die frühe Formensprache sind bei einem GTE meist überzeugender als übertriebene Verbreiterungen oder ein fragwürdiger „Rennlook“.
Fazit: Puma mit Verstand auswählen
Ein Puma Oldtimer ist ein ungewöhnlicher Zugang zur brasilianischen Automobilgeschichte: GTE und GTS bieten Leichtbau und vertraute VW-Technik, der GTB eine seltene, kräftige Gran-Turismo-Alternative. Entscheidend sind nicht Lackfarbe oder die bloße Seltenheit, sondern eine belastbare Identität, ein gesunder Unterbau, sachkundige GFK-Arbeit und eine dokumentierte Mechanik. Finden Sie passende Puma Angebote auf Classic Trader und lassen Sie besonders frühe, importierte oder stark umgebaute Fahrzeuge vor dem Kauf von einem Kenner prüfen.