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Merlin

Der Engländer Leonard Witton entwickelte mit dem Merlin einen Roadster nach englischem Vorbild. Seine Geburtsstunde hatte der Merlin aber nicht in England. Von Kanada aus startete Witton um in den USA und Europa Automobilgeschichte zu schreiben.

Merlin – eine einfache Idee

Für den Entwurf des Merlin zeichnet der Brite Leonard Witton verantwortlich. Seine Idee war einfach und führte zur Konstruktion und zum Bau legendärer Modelle, die noch heute eine beliebte Fangemeinde haben. Alle Modelle, die von Leonard Witton produziert wurden, waren Roadster nach englischem Vorbild. Bei der Planung machte sich Witton nicht die Mühe, den englischen Roadster neu zu erfinden. Stattdessen setzte er auf Altbewährtes und fügte einfach zusammen, was seiner Meinung nach zusammen gehört. Das Ergebnis ist eine gelungene Mischung verschiedener Roadster aus englischer Produktion. Die Roadster der Marken Morgan, Jaguar, MG dienten Witton als Vorlage. Beim Anblick eines Merlin werden sofort die Ähnlichkeiten mit seinen erfolgreichen Vorlagen erkennbar. Von vorne ähnelt er einen Morgan, von hinten einem MG und von der Seite erinnert er unverkennbare an einen Jaguar.

Merlin – ein fahrbarer Untersatz, eine Karosserie mit Stoffdach und fertig

Bei der Konstruktion setzte Witton ebenfalls auf bewährte Technik. Für seine Roadster verwendete das Unternehmen Fahrwerke und Rahmen bewährter Modelle. Dazu zählen der VW Käfer und verschiedene Modelle von Ford. Der erste Roadster wurde 1969 in Kanada hergestellt. Je nach Modell, Rahmen und Fahrwerk hatten die Merlin Roadster auch unterschiedlich starke Motoren. Vom luftgekühlten VW Heckmotor bis zum V8 eines Ford Mustang reichte die Motorenliste. 1972 entstand noch ein weiterer Wagen, der ebenfalls in Kanada gebaut wurde. Die beiden Roadster wurden als Witton vermarktet. Nachdem Witton in die USA immigriert war, entstand der Tiger Roadster. Vom Modell Tiger wurden Karosserie und Ausstattung nach England exportiert, wo sie auf der Basis eines VW aufgebaut wurden. In England wurde der Roadster als Merlin TA vermarktet. Das Modell wurde überarbeitet und auf der Basis eines Ford Cortina als Merlin TF angeboten, wobei TF sinngemäß für Type Ford steht.

Merlin – ein Modell, verschiedene Unternehmen

Der Merlin TF wurde bis Ende 1984 produziert. Rund 350 Stück des legendären Roadster verließen das Werk der Thoroughbred Cars LTD in Essex. Bereits 1983 begann Thoroughbred Cars LTD mit dem Verkauf des größeren Roadster Merlin Monro. Nach der Liquidation von Thoroughbred Cars LDT im Jahr 1984 übernahm das Unternehmen Paris Cars die Produktion und brachte den Roadster Monro 1985 mit einer kleinen Änderung wieder auf den Markt. Der Modellname Monro wurde in Plus 2 umbenannt. Der Merlin Plus zwei ist länger als der TF und enthält zwei zusätzliche Notsitze. Zirka 700 Stück wurden vom Plus 2 hergestellt. Paris Cars stellte die Produktion 1998 ein. Die Projekte Merlin Casino und Merlin Freedom wurden von Paris Cars nicht mehr verwirklicht.