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Gilbern

Die britische Automarke Gilbern wurde von der Gilbern Sports Cars Ltd. entwickelt. Die sportlichen Modelle waren zunächst als Bausatz erhältlich und wurden erst später als Komplettfahrzeuge vertrieben. Gilbern gehörte zu den wenigen Automobilherstellern, die in Wales ansässig waren.

Die Geschichte von Gilbern

Die Gilbern Sports Cars Ltd. wurde im Jahr 1959 vom Metzger Giles Smith und dem deutschen Ingenieur Bernhard Friese in Pontypridd in Wales gegründet. Friese hatte Erfahrung in der Herstellung von GFK-Karosserieteilen und baute zunächst einen Prototyp für den Eigengebrauch. Dieses Fahrzeug war die Grundlage der späteren Gilbern-Automobile. Die Firma war in einer kleinen Fabrik in Church Village ansässig, zog aber zu Beginn der Serienfertigung in den Ortsteil Llantwit Fardre, wo ein größeres Fertigungsgebäude vorhanden war. Zunächst wurden nur Bausätze entwickelt, die ambitionierte Kunden selbst zusammenbauen mussten. Erst später entstanden auch Fertigmodelle.

Im Jahr 1968 wurde Gilbern nach einer Suche nach Investoren von der Ace Capital Holding Ltd. aufgekauft. Diese Firma war eigentlich für die Herstellung von Spielautomaten bekannt geworden. Nach erfolgter Übernahme verließ das Gründungsmitglied Smith das Unternehmen. An seine Stelle traten die Geschäftsführer Mike Leather und Maurice Collins. 1970 wurde Ace von der Unterhaltungsgesellschaft Mecca Ltd. aufgekauft. Gilbern wurde schließlich zunächst an Maurice Collins verkauft, der das Unternehmen letztlich im Jahr 1972 an Mike Leather weiterveräußerte. Die hochwertigen Fahrzeuge waren zu damaliger Zeit recht kostspielig. Der Preis stieg noch weiter an, als für Fahrzeugbausätze die Mehrwertsteuer angehoben wurde. Die Fertigung wurde daher 1973 eingestellt.

Die Klassiker von Gilbern

Einer der Klassiker war der Gilbern GT, der als erstes Modell produziert wurde. Angetrieben wurde das Fahrzeug durch einen Vierzylinder-Motor mit 1.800 cm³. Insgesamt war dieser Wagen untermotorisiert, sorgte aber mit seinem sportlichen Design für großen Zuspruch. In den Fertigungsjahren 1959 bis 1967 wurden nur 280 Fahrzeuge gebaut. Als Nachfolger wurde der Gilbern Genie entwickelt. Er war wesentlich größer und besaß einen V6-Motor mit bis zu 3 Litern Hubraum. Optisch erinnerte er stark an den Gilbern GT. Im Produktionszeitraum 1966 bis 1969 wurden 197 Fahrzeuge hergestellt. Ab Juli 1969 wurde der Nachfolger, der Gilbern Invader, produziert. Für den Antrieb sorge ein V6-Motor von Ford mit 3 Liter Hubraum. Neben einem Coupé wurde auch ein Shooting Brake, ein sogenannter Schneewitchen-Sarg, gebaut. Dieses Modell wurde bis zuletzt 604 mal gebaut. Im Jahr 1970 entstand der schnittige Gilbern T11, der als Einzelstück auf dem Genfer Autosalon vorgestellt wurde. Angetrieben wurde der Sportwagen durch einen Vierzylinder vom Austin Maxi.

Das Logo von Gilbern

Das Gilbern Logo präsentiert sich in einem Rechteck mit weißem Grund und schwarzer Umrandung. Neben einem stilisierten G wird auch der Firmenname Gilbern abgebildet. Weitere Hinweise zur Entstehung liegen nicht vor.