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Champion

Der ehemalige Versuchs-Ingenieur bei BMW, Hermann Holbein, baute nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst einige Rennwagen mit Teilen des BMW 328, bevor er in Zusammenarbeit mit der Zahnradfabrik Friedrichshafen den Kleinwagen Champion zur Serienreife entwickelte und den Serienbau vorbereitete. Im Jahr 1949 entstand der erste Prototyp mit Aluminiumkarosserie und Holzboden, Ende des Jahres wurde schon ein Champion Typ Ch-2 an einen Kunden ausgeliefert.

Champion - Geschichte

Die Presse nannte den Wagen den "Liliputaner der bereiften Welt". Bis April 1950 waren die ersten 120 Wagen verkauft. Allerdings wiesen sie einige grobe Mängel an der Radaufhängung und am Getriebe auf, so dass Holbein sie in seinen Fahrzeugbau-Betrieb zurückrufen musste. Eine teure Angelegenheit, zumal unter anderem das Getriebe und die Achsschenkelhalter der Auswechslung bedurften. In der Folgezeit wurde der Champion ständig verbessert.

Auf der Berliner Automobil-Ausstellung im Mai 1950 präsentierte Holbein den Roadster Champion Ch-250 sowie den Prototyp des stärkeren Ch-400. Mit einer westfälischen Interessentengruppe kam ein Vertrag über eine größere Serienfertigung zustande. Holbein wechselte auf den ehemaligen Militär-Flugplatz Mönkeloh bei Paderborn und startete die Montage im Februar 1951. Die Karosserien stammten von Drauz (Heilbronn). Zwischen den einzelnen Champion Wagen wurden immer wieder auch Kühlschränke und Lichtmasten aufs Band gelegt. Im Jahr 1952 lief die unrentable Serie aus.

Champion - Klassiker

Die Rheinische Automobilfabrik Hennhöfer & Co. (RAF) übernahm die gesamten Produktionseinrichtungen und begann in Ludwigshafen zunächst mit der Montage von Champion Wagen aus Paderborner Teilen (Dezember 1952). Erst im April 1953 lief die Neufertigung mit Heinkel-Motoren (400 ccm) an. Doch schon im gleichen Jahr kam es zur Produktionsniederlegung.

Der Däne Henning Thorndal übernahm den Betrieb und ließ im Juni 1954 das Band wieder anlaufen. Er hielt bis November 1954 durch und verordnete dann eine lange Winterpause, in der er spurlos verschwand und 6 Millionen Mark Schulden hinterließ. 1955 übernahmen die Brüder Maisch die zweisitzige Kleinwagen-Konstruktion mitsamt Produktionsanlagen, Lagervorräten und allen Rechten. Unter dem Markennamen Maico kam der Champion, nunmehr aber als Viersitzer, noch einmal auf den Markt und versuchte sich zwischen VW Käfer und den Lloyd LP 400 zu drängen.

Der Maico MC 500 G wurde als zweitüriger Kombinationswagen ausgeführt. Er war vom Champion 400 abgeleitet und wurde von September 1955 bis Dezember 1956 hergestellt. Der Champion Ch-2 wurde Ende der vierziger Jahre elfmal als zweisitziger Roadster gebaut. Leichtbau par excellence: Der 250-ccm-Motorradmotor saß im Heck des 1949 präsentierten Ch-2.