|

Motobi Motorrad kaufen

Giuseppe Benellis eigenwilliges Erbe aus Pesaro: Die eiförmigen Motoren machten Motobi zwischen 1950 und 1974 zur Kultmarke für sportlich ambitionierte Fahrer. Neun italienische Meistertitel in der 175er-Klasse beweisen die technische Brillanz der "Krafteier" auf kurvigen Passstrassen.

Weiterlesen

Suchergebnisse

Bild 1/20 von Motobi Imperiale Sport (1956)
1 / 20
CHF 2’092
🇮🇹
Händler
Fahrzeug ansehen

"Motobi" Inserats-Referenzen von Classic Trader

Im Folgenden finden Sie Inserate zu Ihrer Suche, die nicht mehr auf Classic Trader verfügbar sind. Für eine bessere Kaufentscheidung können Sie sich mit Hilfe dieser Informationen ein besseres Bild über Verfügbarkeit, Wertentwicklung und aktuellen Preis eines "Motobi" machen.

Abgelaufenes Inserat
Bild 1/9 von Motobi 50 Sport (1970)

1970 | Motobi 50 Sport

-

CHF 1’637vor 4 Monaten
🇮🇹
Händler
Abgelaufenes Inserat
Bild 1/21 von Motobi 200 Sprite (1965)

1965 | Motobi 200 Sprite

1965 Motobi, SS200 Sprite, Erstlack, Kraftei

CHF 6’140vor 7 Monaten
🇩🇪
Privat
Abgelaufenes Inserat
Bild 1/10 von Motobi 125 Sport Special (1968)

1968 | Motobi 125 Sport Special

MOTOBI BENELLI MOTOBI 125 DERIVATA CLASSICA

CHF 3’638vor 11 Monaten
🇮🇹
Händler
Abgelaufenes Inserat
Bild 1/10 von Motobi Catria 175 (1957)

1957 | Motobi Catria 175

MOTOBI Catria Special

CHF 1’619vor 12 Monaten
🇮🇹
Händler
Abgelaufenes Inserat
Bild 1/50 von Motobi 250 Sport Special (1968)

1968 | Motobi 250 Sport Special

-

CHF 6’185vor 12 Monaten
🇮🇹
Händler
Abgelaufenes Inserat
Bild 1/10 von Motobi Catria 175 (1957)

1957 | Motobi Catria 175

MOTOBI Catria 175 Sport

CHF 1’728letztes Jahr
🇮🇹
Händler
Abgelaufenes Inserat
Bild 1/23 von Motobi 125 Sport Special (1972)

1972 | Motobi 125 Sport Special

Motobi Sport special

Preis auf Anfragevor 2 Jahren
🇳🇱
Händler
Abgelaufenes Inserat
Bild 1/10 von Motobi Catria 175 (1957)

1957 | Motobi Catria 175

MOTOBI Catria 175 Sport

CHF 2’092vor 2 Jahren
🇮🇹
Händler
Abgelaufenes Inserat
Bild 1/10 von Motobi Ardizio 125 (1958)

1958 | Motobi Ardizio 125

MOTOBI ARDIZIO 125

CHF 5’821vor 2 Jahren
🇮🇹
Händler
Abgelaufenes Inserat
Bild 1/18 von Motobi 48 Sport Special (1968)

1968 | Motobi 48 Sport Special

CHF 3’638vor 2 Jahren
🇮🇹
Händler
Abgelaufenes Inserat
Bild 1/24 von Motobi 200 Spring Lasting (1954)

1954 | Motobi 200 Spring Lasting

-

Preis auf Anfragevor 2 Jahren
🇮🇹
Händler
Abgelaufenes Inserat
Bild 1/9 von Motobi Tornado 650 S (1971)

1971 | Motobi Tornado 650 S

MOTOBI 650 Tornado, conservato, iscritta FMI

CHF 5’458vor 3 Jahren
🇮🇹
Händler

Geschichte & Erbe

Die Entstehung der Marke Motobi ist untrennbar mit einem familiären Zerwürfnis im Hause Benelli verbunden, das bis heute als einer der dramatischsten Brüche in der italienischen Motorradindustrie gilt. Giuseppe Benelli, der älteste der sechs Brüder und der technische Visionär hinter vielen frühen Erfolgen der Traditionsmarke aus Pesaro, verliess 1949 nach heftigen Differenzen das Familienunternehmen. Es ging dabei nicht nur um geschäftliche Strategien, sondern um die grundlegende Ausrichtung der Produktion und die Anerkennung seiner ingenieurstechnischen Leistungen. Statt sich im Alter von 60 Jahren zur Ruhe zu setzen, was in der damaligen Zeit durchaus üblich gewesen wäre, gründete er die FAMOSA (Fabbrica Auto Motocicli Officine Strada Adriatica) und begann unter dem Namen Moto B Pesaro – später zu Motobi verkürzt – mit der Produktion eigener Motorräder. Dieser Schritt markierte den Beginn einer der faszinierendsten Episoden der italienischen Motorradgeschichte, die besonders bei Kennern in der Schweiz und im nahen Italien bis heute hochgeschätzt wird. Man muss sich die Situation vorstellen: Zwei rivalisierende Fabriken, geführt von Brüdern, die kaum noch miteinander sprachen, produzierten in derselben Stadt Motorräder, die sich in ihrer Philosophie grundlegend unterschieden.

Das erste Modell, die 98 B von 1950, setzte bereits den gestalterischen Grundstein. Es handelte sich um einen bescheidenen 98-cm³-Zweitakter, doch Giuseppe Benelli verfolgte eine radikale Vision: Aerodynamik und Ästhetik sollten verschmelzen. Der liegende Einzylinder war in ein Gehäuse gehüllt, das aufgrund seiner Rundungen sofort auffiel. In Italien nannte man diese Form liebevoll „l'uovo“ (das Ei), während im deutschsprachigen Raum später der Begriff „Kraftei“ geprägt wurde. Diese Konstruktion war kein reiner Selbstzweck; der horizontale Zylinder sorgte für einen niedrigen Schwerpunkt und eine hervorragende Kühlung durch den direkten Fahrtwind, was die Maschinen besonders für die anspruchsvollen Bedingungen in den Alpen und im Appennin prädestinierte.

1953 folgte die Erweiterung des Programms durch die B200 Spring Lasting, einen Zweizylinder-Zweitakter mit 200 cm³. Dieses Modell war technologisch wegweisend, da es über einen Pressstahlrahmen verfügte, der Leichtigkeit mit Stabilität verband. Die Spring Lasting-Reihe wurde schnell zum Liebling der Langstreckenfahrer, was sich in Erfolgen bei der legendären Milano-Taranto widerspiegelte. Doch Giuseppe Benelli gab sich mit dem Zweitakt-Prinzip nicht zufrieden. Er wusste, dass für echtes Prestige und dauerhaften Erfolg im Rennsport der Viertakter unumgänglich war.

Der Durchbruch gelang 1956 mit der Einführung der 125er Imperiale und der 175er Catria. Diese Modelle trugen die eiförmigen Gehäuse nun um einen modernen Viertakt-Motor mit obenliegenden Ventilen (OHV). Besonders die Catria wurde zu einem Symbol für technische Überlegenheit in den kleineren Hubraumklassen. Als Giuseppe Benelli 1957 verstarb, übernahmen seine Söhne Luigi und Marco die Leitung. Unter ihrer Regie erfolgte 1962 die Versöhnung mit dem Rest der Benelli-Familie. Motobi kehrte physisch unter das Dach des Benelli-Werks zurück, bewahrte jedoch bis in die 1970er-Jahre seine eigenständige Identität und den Fokus auf die sportlichen Einzylinder.

Die späten 1960er-Jahre brachten mit der Sport Special und der Tipo S nochmals technische Höhepunkte. Diese Maschinen leisteten in der 250er-Version über 20 PS und erreichten Geschwindigkeiten von über 140 km/h – für damalige Verhältnisse in dieser Klasse ein Spitzenwert. Mit der Übernahme durch Alejandro de Tomaso im Jahr 1971 begann jedoch der langsame Niedergang. 1974 lief die letzte echte Motobi vom Band, bevor der Markenname vorerst in der Versenkung verschwand. Für Schweizer Sammler bleibt die Marke jedoch ein Geheimtipp, da sie italienisches Flair mit einer für die Epoche untypischen mechanischen Zuverlässigkeit verbindet.

Highlights und technische Besonderheiten

Das Herzstück jeder Motobi ist zweifellos das Motorgehäuse. Die eiförmige Umschliessung des Kurbeltriebs und des Zylinderfusses ist bis heute das Erkennungsmerkmal schlechthin. Giuseppe Benelli liess sich dabei von der deutschen Imme R100 inspirieren, perfektionierte das Konzept jedoch für den Einsatz in leistungsstarken Viertaktern. Die horizontale Lage des Zylinders ermöglichte es, das Gewicht so tief wie möglich im Rahmen zu platzieren. Wer einmal eine Motobi über einen Schweizer Pass wie den Gotthard oder den Grimsel gesteuert hat, weiss dieses Handling zu schätzen.

Ein weiteres Highlight ist der Pressstahlrahmen, der bei vielen Modellen wie der Spring Lasting zum Einsatz kam. Während die Konkurrenz oft auf schwere Rohrrahmen setzte, ermöglichte die Pressstahl-Bauweise eine aerodynamischere Linienführung und ein geringeres Gesamtgewicht. In Kombination mit den damals fortschrittlichen Teleskopgabeln und den hinteren Schwingen boten die Motobi-Maschinen ein Fahrwerk, das ihrer Zeit oft voraus war.

Besondere Erwähnung verdient die Stossstangensteuerung der OHV-Modelle. Trotz der eigentlich konventionellen Ventilsteuerung schafften es die Ingenieure in Pesaro, die Reibung und die bewegten Massen so weit zu reduzieren, dass die Motoren bemerkenswert drehfreudig waren. Die 175er Sport-Varianten konnten mühelos mit den damals aufkommenden OHC-Modellen von Ducati konkurrieren. Diese Effizienz führte zu neun italienischen Meisterschaften zwischen 1959 und 1972, oft gegen deutlich finanzstärkere Werksteams.

Für den Exportmarkt, insbesondere die USA, entstanden unter der Ägide der Berliner Motor Corporation spezielle Modelle wie die Fireball oder die Sprite. Diese Maschinen verfügten oft über modifizierte Getriebeübersetzungen und optische Anpassungen, die sie heute zu gesuchten Raritäten machen. In der Schweiz sind diese US-Importe selten, doch wenn sie auftauchen, erzielen sie aufgrund ihrer speziellen Historie oft Höchstpreise auf dem Klassikermarkt.

Technische Daten im Überblick

Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die wichtigsten Modelle, die für Sammler in der Schweiz von besonderem Interesse sind.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Leistungsdaten je nach Vergaserbestückung (oft Dell'Orto) und Auspuffanlage variieren können. Für Schweizer Strassen sind besonders die 175er-Modelle ideal, da sie ein perfektes Verhältnis von Gewicht zu Leistung bieten.

Marktübersicht und Kauftipps

Der Markt für Motobi-Oldtimer in der Schweiz ist klein, aber äusserst stabil. Während Marken wie Ducati oder MV Agusta preislich oft in astronomische Höhen entschwinden, bleibt Motobi ein erschwinglicher Einstieg in die Welt der italienischen Oberklasse-Klassiker. Die Preise werden meist in CHF verhandelt, wobei man für ein fahrbereites Exemplar der Imperiale 125 mit etwa 3'500 bis 5'500 CHF rechnen muss.

Besonders begehrt sind die 175 Sport-Modelle. Diese erzielen in restauriertem Zustand und mit dokumentierter Historie Preise zwischen 6'000 und 9'500 CHF. In Ausnahmefällen, wenn es sich um eine Maschine mit nachweisbarer Rennhistorie (z.B. Bergrennen in Italien oder der Schweiz) handelt, können die Beträge auch die 12'000-CHF-Marke überschreiten. Wer ein Projekt zum Restaurieren sucht, findet im grenznahen Italien oft Basisfahrzeuge ab 1'500 CHF, muss aber die Kosten für den Import und die strengen Schweizer MFK-Vorschriften (Motorfahrzeugkontrolle) einkalkulieren.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Ein kritischer Punkt bei jeder Motobi ist die Originalität des Motors. Da viele Teile über die Jahre zwischen Benelli und Motobi getauscht wurden, sollten Käufer genau auf die Motornummern achten. Ein „Kraftei“ mit einem späteren Benelli-Zylinderkopf verliert massiv an Sammlerwert, da die thermischen Eigenschaften und die mechanische Laufruhe beeinträchtigt werden können. Ein weiterer Schwachpunkt sind die Dichtungen am eiförmigen Gehäuse. Durch die horizontale Lage des Zylinders neigen diese Stellen bei unsachgemässer Montage zu Ölverlust, was besonders bei der strengen Schweizer MFK (Motorfahrzeugkontrolle) zu Problemen führen kann. Prüfen Sie das Gehäuse nach einer Probefahrt genau auf Leckagen, insbesondere am Zylinderfuss und an den seitlichen Deckeln.

Wer eine Motobi in der Schweiz als Veteran zulassen möchte, muss sicherstellen, dass alle Anbauteile der Epoche entsprechen. Ein moderner Vergaser oder eine elektronische Zündung ohne historisches Gehäuse können die Anerkennung gefährden. Viele Schweizer Sammler nutzen die Proximität zum Grenzübergang bei Chiasso, um auf den italienischen Märkten in Novegro oder Imola nach den raren Originalteilen zu suchen. Der Aufwand lohnt sich jedoch, da eine Motobi mit Veteranenstatus nicht nur steuerlich begünstigt ist, sondern auch ihren Wert über Jahrzehnte hinweg stabil hält.

Ein kritischer Punkt bei jeder Motobi ist die Originalität des Motors. Da viele Teile über die Jahre zwischen Benelli und Motobi getauscht wurden, sollten Käufer genau auf die Motornummern achten. Ein „Kraftei“ mit einem späteren Benelli-Zylinderkopf verliert massiv an Sammlerwert. Ein weiterer Schwachpunkt sind die Dichtungen am eiförmigen Gehäuse. Durch die horizontale Lage des Zylinders neigen diese Stellen bei unsachgemässer Montage zu Ölverlust. Prüfen Sie das Gehäuse nach einer Probefahrt genau auf Leckagen.

Die Ersatzteilsituation ist zweigeteilt. Verschleissteile wie Zündkerzen, Ketten oder Reifen sind problemlos verfügbar. Schwieriger wird es bei modellspezifischen Blechteilen oder den charakteristischen eiförmigen Gehäusedeckeln. Hier hilft oft nur der Gang zu spezialisierten Händlern in Pesaro oder der Kontakt zum Benelli Motobi Club. In der Schweiz gibt es keinen dedizierten Motobi-Club, doch die Besitzer sind oft in allgemeinen Italo-Oldtimer-Clubs gut vernetzt.

Für Schweizer Käufer ist der Veteraneneintrag im Fahrzeugausweis ein wichtiges Qualitätsmerkmal. Er bescheinigt nicht nur die technische Einwandfreiheit, sondern auch einen hohen Grad an Originalität. Eine Motobi mit MFK-Veteran ist in der Regel eine sichere Investition.

Fahrverhalten und Charakter

Das Fahrerlebnis auf einer Motobi lässt sich am besten mit dem Begriff „leichtfüssig“ beschreiben. Sobald man auf der schmalen Sitzbank Platz nimmt, spürt man die kompakten Dimensionen. Der tiefe Schwerpunkt, bedingt durch den liegenden Zylinder, verleiht der Maschine eine Handlichkeit, die man bei zeitgenössischen Konkurrenten oft vermisst. In engen Kehren, wie sie für die Schweizer Alpen typisch sind, lässt sich die Motobi mit minimalem Kraftaufwand dirigieren.

Der Motor der Catria 175 oder der 175 Sport überrascht durch seine Laufruhe. Im Gegensatz zu vielen anderen Einzylindern der 1950er-Jahre vibriert das Kraftei deutlich weniger. Das Drehzahlband ist angenehm breit, wobei der Motor ab 4'000 U/min erst richtig zum Leben erwacht. Das typische mechanische Geräusch der Stossstangen-Steuerung mischt sich mit einem sonoren Klang aus dem oft verwendeten Silentium-Auspuff. Es ist ein Sound, der Präsenz markiert, ohne aufdringlich zu wirken – perfekt für eine Sonntagsausfahrt am Zürichsee oder durch das Emmental.

Die Bremsleistung der Trommelbremsen ist für das geringe Gewicht der Maschinen (meist unter 110 kg) absolut ausreichend. Dennoch erfordert das Fahren einer Motobi vorausschauendes Handeln. Die Teleskopgabel vorne arbeitet für die damalige Zeit präzise, während die hinteren Stossdämpfer auf schlechten Strassenbelägen an ihre Grenzen kommen können. Wer jedoch den Rhythmus der Maschine gefunden hat, erlebt eine Harmonie zwischen Mensch und Technik, die modernen Motorrädern oft abgeht. Es ist kein Zufall, dass viele Besitzer einer Motobi ihre grossen Maschinen in der Garage lassen, wenn es um den reinen Fahrspass auf kurvigen Landstrassen geht.

Design und Erscheinung

Das Design einer Motobi ist ein Statement gegen den Mainstream. Während viele Hersteller in den 1950er-Jahren versuchten, durch Chrom und barocke Formen zu glänzen, blieb Giuseppe Benelli der Linie der funktionalen Ästhetik treu. Die Aerodynamik stand im Vordergrund, was zu der berühmten Eiform führte. Diese Formgebung war radikal modern und wirkt selbst heute noch futuristisch.

Besonders faszinierend ist die Integration des Tanks in die Gesamtlinie. Bei den Sport-Modellen ist der Tank oft langgezogen und verfügt über Kniekissen, die dem Fahrer einen engen Kontakt zur Maschine ermöglichen. Die Lackierungen waren meist klassisch in Rot-Silber oder Schwarz-Gold gehalten, wobei der charakteristische Motobi-Schriftzug auf dem Tank das Logo mit dem Adler stolz präsentiert.

Ein oft übersehenes Designdetail sind die Kühlrippen. Diese sind nicht einfach nur gerade, sondern folgen der Rundung des Gehäuses, was die thermische Effizienz verbessert und gleichzeitig die visuelle Dynamik unterstützt. Auch der Übergang vom Motor zum Getriebe ist fliessend gestaltet, was das Kraftei wie eine Skulptur aus einem Guss wirken lässt. Für Designliebhaber ist eine Motobi nicht nur ein Fortbewegungsmittel, sondern ein Kunstobjekt der italienischen Nachkriegsmoderne.

Fazit für Sammler

Eine Motobi zu besitzen bedeutet, Teil einer exklusiven Gemeinschaft zu sein, die technisches Verständnis mit dem Sinn für aussergewöhnliches Design verbindet. Für den Schweizer Markt ist die Marke besonders attraktiv, da sie eine Brücke zwischen der grossen italienischen Rennsporttradition und einer handhabbaren Technik schlägt. Die Maschinen sind wartungsfreundlich genug für ambitionierte Schrauber, bieten aber genügend Prestige, um auf jedem Oldtimer-Treffen, sei es in Luzern oder bei den Older Classics in Kemptthal, bewundernde Blicke auf sich zu ziehen.

Die Preise für gut erhaltene Exemplare steigen moderat, was Motobi zu einer soliden Wertanlage macht. Vor allem aber ist es der Fahrspass, der den Ausschlag gibt. In einer Welt von computergesteuerten High-Tech-Bikes bietet das Kraftei ein analoges, ehrliches Erlebnis. Wer ein Stück lebendige Geschichte sucht, das nicht nur in der Garage steht, sondern aktiv auf der Strasse erlebt werden will, kommt an einer Motobi kaum vorbei. Suchen Sie nach Modellen mit Veteranenstatus und geniessen Sie die Fahrt auf einer der eigenwilligsten und zugleich brillantesten Konstruktionen, die Pesaro je verlassen haben.