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Benelli Motorrad kaufen
Benelli steht seit 1911 für italienische Motorradgeschichte mit technischem Mut und Charakter. Wer eine Benelli kaufen will, findet bei Classic Trader seltene Klassiker mit eigenständigem Auftritt und grossem Sammlerwert.
Suchergebnisse

1984 | Benelli 354 Sport II
Benelli I 354 S-italienische Schönheit

1971 | Benelli 125 Sport Special
- Lieferung weltweit -

2003 | Benelli Tornado Tre 900
2003 Benelli Tornado Tre LE900 899cc

2005 | Benelli TNT Titanium
2005 Benelli TNT Titanium 1,130cc

1999 | Benelli Pepe 50
Benelli PEPE 50

1974 | Benelli 125 Sport Special
Benelli 125 2C

1960 | Benelli Letizia 98
Benelli LETIZIA 98
"Benelli" Inserats-Referenzen von Classic Trader
Im Folgenden finden Sie Inserate zu Ihrer Suche, die nicht mehr auf Classic Trader verfügbar sind. Für eine bessere Kaufentscheidung können Sie sich mit Hilfe dieser Informationen ein besseres Bild über Verfügbarkeit, Wertentwicklung und aktuellen Preis eines "Benelli" machen.

2003 | Benelli Tornado Tre 900
2003 Benelli Tornado Tre LE900 899cc

1971 | Benelli 125 Sport Special
Benelli 125 2C

1955 | Benelli Leoncino 2T
1955 Benelli Leoncino da restaurare

1978 | Benelli Magnum 5V
Gebaut für Drehzahl, Dynamik und sportlichen Anspruch

1976 | Benelli 125 Sport Special
Benelli 125 SPORT SPECIAL

1954 | Benelli Leoncino Bassotto
Benelli Leoncino Bassotto
Geschichte & Herkunft
Benelli gehört zu den traditionsreichsten Motorradmarken Italiens und hat eine Geschichte, die eng mit Mut, Familie und technischem Ehrgeiz verbunden ist. Gegruendet wurde das Unternehmen 1911 in Pesaro an der Adriaküste. Hinter dem Start stand Teresa Benelli, die ihren sechs Söhnen mit einer Werkstatt eine Zukunft schaffen wollte. Aus der kleinen Reparaturpraxis wurde Schritt für Schritt ein Hersteller, der weit ueber die Region hinaus Beachtung fand.
Die fruehen Jahrzehnte waren von handwerklicher Praezision und Motorsportbezug gepraegt. Benelli baute nicht einfach Motorräder fuer den Alltag, sondern suchte frueh nach Leistung, Standfestigkeit und Rennspeed. Dieser Fokus praegt die Marke bis heute. Wer ein Benelli Motorrad kaufen moechte, entdeckt deshalb nicht nur ein altes Fahrzeug, sondern ein Kapitel italienischer Industriegeschichte.
Besonders wichtig fuer den Sammlermarkt ist die Rennsportbilanz. Benelli gewann zwei Weltmeistertitel in der 250-cm³-Klasse: 1950 mit Dario Ambrosini und 1969 mit Kel Carruthers. Beide Erfolge waren mehr als nur sportliche Triumphe. Sie zeigten, dass die Marke trotz begrenzter Mittel technologisch mit den Grossen mithalten konnte. Gerade diese Mischung aus Understatement und Ambition macht Benelli fuer Sammler so interessant.
In den 1970er-Jahren folgte dann die wohl kuhnste Phase der Firmengeschichte. Unter Alejandro de Tomaso wurde Benelli neu ausgerichtet. Statt bloss mit der japanischen Konkurrenz mitzuhalten, wollte man mit technischen Sonderwegen auffallen. Das Resultat waren Modelle, die heute zu den gefragtesten italienischen Klassikern zaehlen: 650 Tornado, 500 Quattro, 750 Sei und 900 Sei. Diese Baureihen bilden das Rueckgrat des heutigen Oldtimer-Marktes.
Die grosse Besonderheit: Benelli waählte nicht den einfachen Weg. Die Marke setzte auf Mehrzylinder, auffaellige Konstruktionen und eigenstaendige Loesungen. Genau deshalb werden Benelli Motorräder heute von Kennern gesucht, die Charakter statt Mainstream moegen. Im Schweizer Markt ist das besonders attraktiv, weil seltene Klassiker hier oft mit tiefer Stückzahl, sauberer Historie und klaren Einfuhrdokumenten gehandelt werden.
Highlights
Das bekannteste Benelli Motorrad ist ohne Frage die 750 Sei. Sie war das erste Serienmotorrad der Welt mit Sechszylindermotor. Schon dieser Satz reicht fast als Erklaerung fuer den besonderen Stellenwert. 1974 in Serie gegangen, war die Maschine ein technisches Statement gegen die Konkurrenz aus Japan und Grossbritannien. Sechs Zylinder in Reihe waren im Motorradbau damals eine kleine Sensation.
Die 750 Sei wurde von Carrozzeria Ghia entworfen, genauer gesagt von Paolo Martin. Das Design ist typisch fuer die Zeit, aber zugleich mutig und klar. Der breite Tank, die saubere Linienfuehrung, die markanten Ventildeckel und vor allem die sechs einzelnen Auspuffrohre machten das Motorrad unverwechselbar. Fuer viele Sammler ist genau diese Erscheinung der Grund, weshalb eine Benelli nicht einfach nur alt, sondern faszinierend wirkt.
Die 750 Sei ist auch klanglich ein Ereignis. Der laufruhige Sechszylinder erzeugt einen Ton, den man mit keiner anderen klassischen Maschine verwechselt. Wer das erste Mal eine gut eingestellte Sei hoert, versteht sofort, warum sie bis heute einen festen Platz in der Szene hat. Dazu kommt die geringe Stueckzahl von rund 3'200 gebauten Exemplaren. Damit bleibt sie selten genug fuer den Sammlermarkt, ohne komplett unerreichbar zu sein.
Der 900 Sei fuehrt diese Idee weiter, aber mit mehr Hubraum und mehr Eigenheiten. Mit 906 ccm, rund 1'878 gebauten Exemplaren und einer langen Bauzeit von 1978 bis 1989 ist er technisch und historisch ebenfalls interessant. Er gilt oft als die praktischere Wahl fuer Liebhaber, die ein Benelli Sechszylinder Motorrad kaufen wollen, aber nicht zwingend das erste Modell suchen.
Der 500 Quattro ist der heimliche Geheimtipp. Mit seinem Vierzylinder-Reihenmotor und 498 ccm ist er leichter zu verstehen als die grossen Sechszylinder und dennoch klar in der Benelli-DNA verwurzelt. Er verbindet italienisches Flair mit technischer Eigenstaendigkeit und ist im Markt oft noch zu moderateren Preisen zu finden.
Der 650 Tornado schliesslich ist die rare Alternative fuer Kenner, die den offenen, leicht rauen Charakter klassischer Parallel-Twins schaetzen. Mit rund 3'000 gebauten Einheiten ist auch er kein Massenmodell. In der Kombination aus geringer Stueckzahl, guter Fahrbarkeit und italienischer Marke liegt sein Reiz.
Technik
Benelli Motorräder der klassischen Aera sind technisch interessant, weil sie oft zwischen Tradition und Experimentieren stehen. Genau das macht ihre Faszination aus, aber auch ihre Wartungsanforderungen. Wer eine Benelli kaufen moechte, sollte deshalb nicht nur auf Optik und Preis schauen, sondern auf Zustand, Vollstaendigkeit und Wartungshistorie.
Die 750 Sei ist technisch besonders spannend. Ihr Reihensechszylinder basiert auf einer Konstruktion mit drei Doppelvergasern, fuenfgangigem Getriebe und Kettenantrieb. Der Motor ist laufruhig, drehfreudig und fuer lange Strecken gebaut. Die Maschine ist aber auch anspruchsvoll, wenn es um Synchronisation, Ventilspiel und Zue ndung geht. Viele Exemplare wurden im Laufe der Zeit auf elektronische Zuendung umgeruestet, was im Alltag meist eine sinnvolle Verbesserung darstellt.
Beim 500 Quattro lohnt sich ein Blick auf die Fahrwerkskomponenten. Die Kombination aus Vierzylinder, ordentlichem Chassis und italienischer Ausstattung machte das Modell schon damals attraktiv. Mit rund 45 PS ist er kein extremer Leistungsraesler, aber ein sauber abgestimmtes Classic-Bike, das auf Landstrassen viel Freude macht. Gerade fuer Sammler, die ein Benelli Motorrad mit moderaterem Aufwand suchen, ist das interessant.
Der 650 Tornado ist als OHV-Twin traditioneller aufgebaut. Sein Charakter ist direkter, weniger poliert als der des Sechszylinders, aber gerade das macht ihn sympathisch. Mit seiner relativ kleinen Serie und dem markanten Auftritt spricht er Sammler an, die eine klassische Linie bevorzugen.
Der 900 Sei bringt mehr Hubraum, aber auch mehr Gewicht und einige eigene Themen. Seine technische Basis ist mit der 750 Sei verwandt, doch die spaeten Baujahre zeigen teils Details, die fuer den Alltagsbetrieb und die Wartung relevant sind. Hier entscheidet der Zustand oft viel staerker als das Baujahr.
Marktübersicht
Der Markt fuer Benelli Klassiker ist in der Schweiz ueberschaubar, aber klar segmentiert. Die interessantesten Fahrzeuge sind vor allem die Sechszylinder, allen voran die 750 Sei. Daneben haben auch 900 Sei, 500 Quattro und 650 Tornado ihren festen Platz, vor allem wenn sie original, vollstaendig und dokumentiert sind.
Preise 2024-2025 in CHF
- 750 Sei: CHF 16'000-24'000 fuer restaurierte Fahrzeuge, CHF 8'000-15'000 fuer gute Gebrauchte
- 900 Sei: CHF 9'000-17'000 je nach Zustand und Originalitaet
- 500 Quattro: CHF 5'000-13'000
- 650 Tornado: CHF 4'000-10'000
Die Preisbildung folgt bei Benelli stark der Vollstaendigkeit. Originale Verkleidungsteile, korrekte Auspuffanlagen, saubere Papiere und stimmige Nummern sind oft entscheidender als eine reine Lackauffrischung. Bei der 750 Sei ist die 6-in-6-Auspuffanlage ein zentraler Werttreiber. Neue Anlagen wurden bzw. werden in Turin gefertigt, sind aber kostspielig. Wer hier ein komplettes, originales System findet, hat einen echten Vorteil.
Auch die Serienzugehoerigkeit spielt eine Rolle. Bei der 750 Sei gelten spaetere Serie-2-Fahrzeuge als robuster und damit im Alltag oft als etwas entspannter. Frühe Serie-1-Modelle vor Rahmennummer 5'294 koennen Getriebe- und Kurbelwellen-Themen aufweisen. Das muss nicht heissen, dass solche Exemplare schlecht sind. Es heisst aber, dass eine genaue Pruefung unabdingbar ist.
Bei der 900 Sei ist die Lage anders. Hier beeinflussen vor allem der technische Gesamtzustand und die Verfuegbarkeit kritischer Motorteile den Wert. Uebermasskolben sind kaum zu finden, was eine Restauration teuer und riskant machen kann. Deshalb wird der Markt oft konservativ bewertet. Ein gepflegtes, fahrbereites Exemplar ist deutlich attraktiver als ein unklarer Restaurationsfall.
In der Schweiz kommen bei Importen aus der EU zusaetzlich Kosten fuer Transport, Verzollung und Zulassung hinzu. Das sollte in die Budgetplanung immer einbezogen werden. Fuer Oldtimer mit mehr als 30 Jahren kommen zudem die Anforderungen der MFK und oft auch eine Abstimmung mit TCS oder Fachstellen fuer die Veteraneneintragung dazu. Ein sauber dokumentiertes Fahrzeug mit nachvollziehbarer Historie spart hier Zeit und Geld.
Schwachstellen und Kaufcheck
Benelli 750 Sei
- Getriebe und Kurbelwelle bei fruehen Serien: Vor allem bei sehr fruehen Exemplaren sind Fertigungstoleranzen ein Thema. Saubere Schaltbarkeit pruefen.
- Oelverlust: Typisch sind Undichtigkeiten an Dichtungen und Deckeln.
- Unterbrecherzuendung: Wartungsintensiv, elektronische Umruestung oft empfehlenswert.
- Ventilspiel: Regelmaessige Kontrolle noetig.
- Nockenwellenkette: Spannzustand und Laufgeraeusche beachten.
- Vergaser-Synchronisation: Entscheidend fuer ruhigen Motorlauf.
- 6-in-6-Auspuff: Teuerster Einzelposten, Komplettheit sehr wichtig.
- Elektrik: Kontaktbloecke und Schalter koennen korrodieren.
Benelli 900 Sei
- Uebermasskolben: Kaum verfuegbar, deshalb Motorzustand sehr genau pruefen.
- Kupplung: Schlupf ist ein bekanntes Thema.
- Oelverbrauch: Hoeher als bei vergleichbaren Japanern der Zeit.
- Ventilspiel: Haeufige Kontrolle notwendig.
- Elektrik und Kontakte: Korrosion an Steckern und Schaltern.
Benelli 500 Quattro
- Vergaser und Zue ndung: Saubere Abstimmung wichtig fuer kultivierten Lauf.
- Originalteile: Vollstaendige Anbauteile verbessern den Sammlerwert deutlich.
- Laufkultur: Unruhiger Leerlauf deutet oft auf Wartungsstau hin.
Benelli 650 Tornado
- Oelundichtigkeiten: Altersbedingt haeufig.
- Elektrik: Kontakte und Kabelbaum genau ansehen.
- Ersatzteile: Spezifische Komponenten koennen schwieriger zu finden sein.
Ersatzteile und Unterhalt
Bei Benelli hilft ein gutes Netzwerk enorm. Als Ansprechpartner in Europa gilt Benelli-Bauer in Deutschland. Hinzu kommt, dass einige Teile mit Moto Guzzi verwandt oder identisch sind, was die Beschaffung erleichtern kann. Bremsen, Instrumente oder Federbeine sind manchmal ueber solche Kanäle besser zu finden als ueber reine Benelli-Suchen.
Wer eine Benelli kaufen moechte, sollte deshalb immer nach der Teilelage fragen. Gibt es Ersatzschluessel? Sind Originalpapiere vorhanden? Sind Auspuffe, Seitendeckel, Instrumente und Embleme vollstaendig? Gerade bei seltenen italienischen Klassikern entscheidet die Vollstaendigkeit oft ueber die spaetere Freude.
Fahrverhalten
Eine Benelli faehrt sich nicht neutral. Sie vermittelt immer eine deutliche Rueckmeldung, was sie besonders fuer Fahrer attraktiv macht, die Charakter suchen. Das gilt fuer den grossen Sechszylinder genauso wie fuer den kompakteren Vierzylinder und den Twin.
Die 750 Sei beeindruckt mit laufruhigem, weichem Motorlauf. Sie beschleunigt nicht brachial, sondern mit stetigem Druck. Genau das gibt ihr eine elegante Art des Fahrens. Auf langen Strecken ist sie angenehmer als viele sportlichere Klassiker ihrer Zeit. Der Motor laeuft seidig, das Getriebe verlangt aber saubere Schaltbewegungen. Wer sich auf die Maschine einstellt, erlebt einen sehr harmonischen Klassiker.
In schnellen Kurven zeigt die 750 Sei, dass sie trotz ihrer Breite gut kontrollierbar ist. Das Gewicht ist spu erbar, aber nicht hinderlich, solange Fahrwerk und Reifen in gutem Zustand sind. Die Bremse entspricht allerdings klar dem Stand der 1970er-Jahre. Vorausschauendes Fahren gehoert bei jedem Benelli Klassiker dazu.
Der 900 Sei wirkt im Vergleich massiver. Sein groesserer Motor bringt zwar mehr Hubraum, aber nicht zwingend mehr Leichtigkeit. Je nach Einstellung kann er ein etwas schwerfaelligeres Gefuehl vermitteln, bleibt aber auf der Landstrasse langstreckentauglich. Viele Liebhaber schaetzen gerade diese Mischung aus Wucht und Souveraenitaet.
Der 500 Quattro ist fahrdynamisch fuer viele ein besonders angenehmer Kompromiss. Er verbindet die typischen Benelli-Reize mit niedrigerem Gewicht und etwas einfacherem Handling. Fuer Strassenfahrten und sonnige Ausfahrten ist das ein staerkeres Argument als reine Spitzenleistung.
Der 650 Tornado ist direkter und klassischer. Sein Charakter erinnert an eine Zeit, in der Motorräder noch weniger gefiltert, aber emotionaler waren. Wer ein Benelli Motorrad kaufen will, um aktiv zu fahren statt es nur zu bestaunen, sollte den Tornado nicht ueberspringen.
Design
Benelli hat nie einfach nur funktionale Technik gebaut. Die Modelle sollten auffallen, und zwar auf eine sehr italienische Art. Besonders die 750 Sei zeigt das deutlich. Das Design von Paolo Martin fuer Ghia verbindet technische Klarheit mit einem Auftritt, der auch Jahrzehnte spaeter sofort Wiedererkennung schafft.
Die Proportionen sind markant. Der breite Motor bestimmt den optischen Eindruck, waehrend der Tank und die Linienfuehrung das Motorrad gestreckt wirken lassen. Die sechs Auspuffendrohre sind dabei mehr als nur Technik. Sie sind ein visuelles Signet, das zur Benelli 750 Sei gehoert wie das Emblem auf dem Tank.
Auch die Instrumente haben einen eigenen Wert. Das Cockpit wirkt aus heutiger Sicht fast architektonisch: Anzeigen, Warnleuchten und Schalter sind klar angeordnet und vermitteln den Eindruck eines ernsthaften, hochwertig gedachten Motorrads. Gerade in einer Zeit, in der viele Hersteller pragmatisch bauten, war das ein starkes Statement.
Der 900 Sei uebernimmt diese Sprache, wirkt aber spaeter, voluminöser und etwas kompromissloser. Manche sehen darin den Reiz, andere bevorzugen die klarere Eleganz der 750 Sei. Am Ende ist das Geschmackssache. Sammler sollten deshalb nicht nur auf den technischen Ruf schauen, sondern auch auf die persoenliche Wirkung des Designs.
Der 500 Quattro ist optisch weniger dramatisch, aber sauber proportioniert. Seine Formensprache ist klassisch italienisch und angenehm unaufgeregt. Der 650 Tornado bringt mehr Tradition mit und wirkt in seiner Einfachheit sehr authentisch.
Farben und Originalitaet spielen beim Wert eine grosse Rolle. Originale Lackierungen, korrekte Decals und zeitgemaesse Details sind fuer den Markt oft wichtiger als eine perfekt polierte, aber ungenaue Restauration. Wer Wert auf Authentizitaet legt, sollte lieber ein ehrliches, komplettes Fahrzeug kaufen als ein ueberrestauriertes mit falschen Details.
Sonstiges
Benelli ist auch deshalb spannend, weil die Marke in der klassischen Motorradwelt immer ein wenig quer stand. Nicht so gross wie die japanischen Hersteller, nicht so bodenstaendig wie manche britischen Marken, aber voller technischer Ambition. Genau daraus entsteht der Sammlerreiz. Ein Benelli ist nie nur Transportmittel gewesen. Es ist immer auch ein Ausdruck von Ingenieurslust.
Die Verknuepfung mit dem Rennsport ist dabei nicht bloss Marketing. Die zwei 250-cm³-WM-Titel haben das Markenbild nachhaltig gepraegt. Sie zeigen, dass Benelli sowohl auf der Rundstrecke als auch auf der Strasse ueberdurchschnittlich ambitioniert war. Dieser Hintergrund hilft heute auch beim Verstaendnis der Strassenmodelle: Die technische Extrameile kam nicht von ungefaehr.
Fuer Schweizer Sammler ist zudem der Aspekt der Seltenheit wichtig. Ein Benelli Klassiker faellt auf, ohne laut zu sein. Er wirkt kenntnisreich, nicht protzig. Wer in der Schweiz ein solches Motorrad kaufen will, entscheidet sich oft bewusst gegen den Mainstream und fuer ein Fahrzeug mit Geschichte, Seltenheit und einer gewissen Schrauber-Ehrlichkeit.
Fazit
Benelli ist eine Marke fuer Liebhaber, die technische Eigenstaendigkeit schaetzen. Die grosse Ikone der Marke ist die 750 Sei, doch auch 900 Sei, 500 Quattro und 650 Tornado haben ihren festen Platz im Markt. Gemeinsam ist ihnen der hohe Wiedererkennungswert, die italienische Herkunft und der Mix aus Rennsporttradition und unkonventioneller Entwicklung.
Wer ein Benelli Motorrad kaufen moechte, sollte vor allem auf Originalitaet, Wartungsstand und Ersatzteillage achten. Die guten Fahrzeuge sind gesucht, aber noch auffindbar. In der Schweiz kommen zwar Import- und Zulassungskosten dazu, doch dafuer ergibt sich oft ein sehr spannendes Gesamtpaket fuer Sammler mit Anspruch.
Die 750 Sei bleibt der Referenzpunkt: das erste Sechszylinder-Serienmotorrad der Welt, mit starkem Klangbild, klarem Design und hohem Sammlerwert. Die 900 Sei bietet mehr Hubraum und eigene Reize, verlangt aber sorgfaeltige Pruefung. 500 Quattro und 650 Tornado sind interessante Alternativen fuer Kenner, die weniger Hype und mehr Charakter suchen.
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