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Monteverdi Oldtimer kaufen

Monteverdi verbindet Schweizer Eigenständigkeit mit italienischer Karosseriekunst und kräftigen Chrysler-V8. Vom High Speed bis zum Safari sind diese seltenen Klassiker für Käufer mit Sinn für Herkunft, Technik und Charakter.

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Suchergebnisse

Bild 1/35 von Monteverdi Safari (1978)
1 / 35

1978 | Monteverdi Safari

1. Hand / Erstlack / original 51.565 km!

CHF 240'563
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"Monteverdi" Inserats-Referenzen von Classic Trader

Im Folgenden finden Sie Inserate zu Ihrer Suche, die nicht mehr auf Classic Trader verfügbar sind. Für eine bessere Kaufentscheidung können Sie sich mit Hilfe dieser Informationen ein besseres Bild über Verfügbarkeit, Wertentwicklung und aktuellen Preis eines "Monteverdi" machen.

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Bild 1/7 von Monteverdi Sierra (1980)

1980 | Monteverdi Sierra

Monteverdi - Sierra - 1980

Preis auf Anfragevor 2 Jahren
NL flag
Händler
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Bild 1/32 von Monteverdi Sahara (1979)

1979 | Monteverdi Sahara

Optisch und technisch umfangreich saniert, sehr selten

CHF 74'002vor 5 Jahren
DE flag
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Bild 1/32 von Monteverdi Sahara (1979)

1979 | Monteverdi Sahara

1 von ca. 30 gebauten Fahrzeugen, aus 1. Hand, garantierte Kilometer, Veteran

CHF 38'900vor 7 Jahren
CH flag
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Bild 1/32 von Monteverdi Safari (1978)

1978 | Monteverdi Safari

Sehr originales Fahrzeug aus Schweizer Auslieferung mit Veteraneneintrag

CHF 34'900vor 7 Jahren
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Bild 1/35 von Monteverdi High Speed 375 L (1971)

1971 | Monteverdi High Speed 375 L

1 of only 6 RHD examples - Famous previous owners - Simply stunning!

Preis auf Anfragevor 9 Jahren
GB flag
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Bild 1/20 von Monteverdi Sahara (1978)

1978 | Monteverdi Sahara

Andere Monteverdi Sahara with only 81.086 kms!

CHF 39'338vor 9 Jahren
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Bild 1/27 von Monteverdi High Speed 375 L (1970)

1970 | Monteverdi High Speed 375 L

Monteverdi 375L

CHF 251'298vor 10 Jahren
🌎
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Bild 1/20 von Monteverdi High Speed 375 L (1973)

1973 | Monteverdi High Speed 375 L

Preis auf Anfragevor 10 Jahren
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Bild 1/15 von Monteverdi Sierra (1980)

1980 | Monteverdi Sierra

Luxus-Rarität - nur 20 Stück gebaut !

CHF 63'866vor 10 Jahren
CH flag
Privat
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Monteverdi Sahara

1980 | Monteverdi Sahara

Sahara A Vollcabrio / Convertible

CHF 24'899vor 12 Jahren
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Geschichte einer Schweizer Luxusmarke

Ein Monteverdi ist mehr als ein seltenes Automobil: Er ist ein Stück Schweizer Unternehmertum aus einer Zeit, in der kleine Hersteller noch mit Ferrari, Maserati oder Aston Martin konkurrieren konnten. Peter Monteverdi führte in Binningen bei Basel zunächst eine erfolgreiche Garage und handelte unter anderem mit BMW, Lancia und später Ferrari. Seine Rennwagenaktivitäten, technische Erfahrung und der Wunsch nach einem eigenen Gran Turismo führten 1967 zur Präsentation des High Speed 375 S an der IAA in Frankfurt. Damit entstand eine Marke, die bewusst nicht auf einen selbst entwickelten Motor setzte, sondern auf eine kluge internationale Verbindung: Schweizer Chassis und Endmontage, italienische Karosserien und amerikanische V8-Technik.

Der erste High Speed war ein niedriger Zweisitzer mit einer von Pietro Frua gezeichneten Karosserie. Unter der langen Haube arbeitete ein Chrysler-V8 mit 7,2 Litern Hubraum. Das Modellkürzel 375 bezog sich auf die damalige SAE-Bruttoangabe von 375 bhp; sie darf nicht unbesehen mit einer DIN- oder heutigen Nettoleistung gleichgesetzt werden. Gerade diese nüchterne Einordnung ist beim Lesen von Inseraten wichtig. Entscheidend für den Fahreindruck waren ohnehin das enorme Drehmoment und die entspannte Kraftentfaltung des Big Block.

Bereits 1968 begann die Zusammenarbeit mit Carrozzeria Fissore in Savigliano. Fissore konnte die handwerklich gebauten Aufbauten verlässlicher liefern und entwickelte den Stil weiter. Ab 1969 rückte der High Speed 375 L als 2+2 in den Mittelpunkt: ein ernsthafter Fernreisewagen mit zwei zusätzlichen Sitzen, Klimaoption, Leder und Holz. Daneben gab es den kürzeren 375 S, wenige Cabriolets sowie ab 1971 die grosse Limousine 375/4. Die Stückzahlen sind je nach Quelle und Modell nicht vollständig dokumentiert; das ist kein Makel einer Recherche, sondern Teil der Monteverdi-Geschichte. Wer eine exakte Produktionszahl behauptet, sollte sie deshalb stets mit einer belastbaren Fahrgestellliste abgleichen.

1970 zeigte Monteverdi in Genf den Hai 450 SS, einen Mittelmotor-Supersportwagen mit Chrysler-426-Hemi. Der extrem flache Zweisitzer blieb sehr selten; auch beim späteren Hai 450 GTS sind Prototypen, Umbauten und Kleinserien klar voneinander zu trennen. Für Sammler ist das faszinierend, für Käufer bedeutet es: Fahrgestellnummer, Werkskorrespondenz und historische Fotos haben deutlich mehr Gewicht als ein blosses Modellabzeichen.

Mit der Ölkrise und dem veränderten Luxusmarkt endete die High-Speed-Ära Mitte der 1970er-Jahre. Peter Monteverdi reagierte pragmatisch: Ab 1976 entstanden Safari und Sierra auf bewährter International-Harvester-Technik. Der Safari war ein luxuriös ausgestatteter Geländewagen auf Scout-II-Basis, der Sierra eine viertürige Limousine auf International-Harvester-Traveller-Fahrgestell. In den 1980er-Jahren folgten die auf Mercedes-Benz W126 beruhenden Tiara und die auf Fiat-/Dodge-Omni-Technik basierenden Kleinwagen der Fuego-Familie. Diese späteren Automobile zeigen die breite Palette der Marke, doch ihr Sammlerkern bleibt in der Schweiz klar bei High Speed, Hai, Safari und Sierra.

Peter Monteverdi starb 1998. Sein Museum in Binningen bewahrte lange viele Fahrzeuge und Unterlagen; nach dessen Schliessung 2016 gelangten einzelne Autos wieder in den Markt. Für einen Schweizer Käufer ist die lokale Herkunft besonders reizvoll: Ein Monteverdi wurde zwar international geschaffen, seine Marke, Endabnahme und Identität sind aber untrennbar mit dem Raum Basel verbunden.

Was Monteverdi besonders macht

Die Formel hinter Monteverdi war überzeugend einfach: europäische Form, amerikanische Kraft, Schweizer Individualität. Während ein italienischer Zwölfzylinder hohe Spezialkenntnisse verlangt, sind viele mechanische Grundkomponenten eines High Speed Chrysler-Mopar-Technik. Das bedeutet nicht, dass ein Monteverdi billig zu unterhalten wäre. Es bedeutet jedoch, dass Motor, TorqueFlite-Automat und Teile der Brems- oder Elektrikversorgung eher mit einem spezialisierten Chrysler-Betrieb besprochen werden können als mit einem reinen Exotenrestaurator.

Der High Speed 375 L verkörpert diese Idee am deutlichsten. Sein V8 liefert schon bei niedrigen Drehzahlen Schub, die De-Dion-Hinterachse sorgt für eine anspruchsvollere Hinterachsführung als bei einem einfachen amerikanischen Serienwagen, und die Vierrad-Scheibenbremsen entsprechen dem Anspruch eines schnellen GT. Die von Fissore gebaute Karosserie trägt weder die lauteste noch die verspielteste italienische Linie jener Jahre. Ihre langen Proportionen, die flache Dachlinie und der markante Grill wirken heute zurückhaltend und eigenständig.

Der Hai setzt einen Gegenpol. Er ist kein komfortabler 2+2, sondern ein radikaler, sehr niedrig gebauter Mittelmotorwagen. Seine Seltenheit und die spektakuläre Hemi-Verbindung machen ihn zu einem Spitzenstück, aber nicht automatisch zum vernünftigsten Einstieg in die Marke. Beim Safari wiederum zählt die Verbindung aus kantigem International Scout II, sehr aufwendigem Innenraum und Schweizer Luxusanspruch. Er eignet sich für Käufer, die einen ungewöhnlichen Klassiker tatsächlich benutzen wollen. Der Sierra ist die diskrete Alternative: viel Platz, Chrysler-V8 und der ungewöhnliche Gedanke einer Schweizer Luxuslimousine auf amerikanischer Basis.

Allen ernsthaften Monteverdi gemeinsam ist ihre Individualität. Handarbeit führt zu Abweichungen bei Details, Ausstattungen und im Aufbau. Ein Satz, der in einem Teilekatalog für Fahrgestellnummer 2140 passt, muss für ein anderes Auto nicht stimmen. Genau deshalb ist eine gute Dokumentation wichtiger als bei vielen Grossserienklassikern. Originale Schweizer Fahrzeugausweise, frühere ausländische Zulassungen, Rechnungen, Fotos vor der Restaurierung und Korrespondenz mit Kennern schaffen Vertrauen und erklären den Preis.

Technische Daten der wichtigen Monteverdi

Die nachstehende Übersicht ordnet repräsentative Modelle ein. Bei Monteverdi können Motorisierung, Getriebe, Masse und Ausrüstung je nach Baujahr oder Kundenwunsch abweichen. Leistungsangaben früher Chrysler-Motoren sind oft SAE gross; in einer Kaufentscheidung sollten sie nicht als direkt vergleichbare DIN-Werte gelesen werden.

Beim High Speed verdient das Chassis besondere Aufmerksamkeit. Monteverdi verwendete einen rechteckigen Rohrrahmen mit vorderer Doppelquerlenker-Aufhängung und De-Dion-Hinterachse. Die hinteren Scheibenbremsen sitzen bei manchen Ausführungen innenliegend. Diese Konstruktion erklärt, warum Wartung und eine saubere Reparatur nicht mit der Versorgung eines beliebigen Mopar gleichzusetzen sind. Der Motor ist robust, das Auto darum herum handgebaut und speziell.

Marktübersicht und Kauftipps

Monteverdi ist ein schmaler, internationaler Markt. Das Angebot kann über Monate ausbleiben, dann erscheinen plötzlich mehrere Fahrzeuge aus langjährigen Sammlungen. Ein Preisvergleich nur anhand von Inseratspreisen ist deshalb wenig aussagekräftig. Wichtiger sind tatsächlich erzielte Zuschläge, Zustand, Fahrgestellnummer, Herkunft und die Frage, ob ein Auto fahrbereit, restauriert oder ein Projekt ist.

Konkrete Marktbelege zeigen die Spannweite. Bonhams verkaufte am 18. Juni 2023 in Chéserex einen 1970er High Speed 375/L mit Fissore-Karosserie für CHF 155'250 inklusive Aufgeld. Das Fahrzeug war ohne Zulassungspapiere und brauchte eine Wiederinbetriebnahme; genau diese Einschränkungen erklären, weshalb dieser Betrag nicht als Richtwert für einen erstklassig dokumentierten Schweizer Wagen taugt. Im Februar 2025 erzielte ein 1973er High Speed 375 L bei Bring a Trailer USD 330'000. Dieses Auto stand bis 2016 im Monteverdi Museum, verfügte über frühere niederländische Papiere und dokumentierte Arbeiten von 2024. Die beiden Resultate belegen nicht eine simple Preissteigerung, sondern den hohen Wert von Provenienz, Fahrbereitschaft und nachvollziehbarer Pflege.

Für einen in der Schweiz angebotenen High Speed kann die grobe Marktordnung daher von einem restaurierungsbedürftigen oder lückenhaft dokumentierten Exemplar im mittleren sechsstelligen CHF-Bereich bis deutlich darüber für ein hervorragendes, original erhaltenes oder sehr gut restauriertes Auto reichen. Hai, frühe Frua-Wagen und besondere 375/4 folgen keiner einfachen Preisliste: Seltenheit allein genügt nicht. Ein unklarer Hai kann ein langwieriges Forschungsprojekt sein, ein sauber belegter Wagen dagegen internationales Auktionsinteresse wecken. Safari und Sierra liegen meist deutlich tiefer, können aber bei korrosionsfreier Substanz und vollständiger Innenausstattung kostspielig werden.

Vor dem Kauf sollte ein Monteverdi nicht bloss besichtigt, sondern marquespezifisch untersucht werden. Erstens muss die Identität stimmen: Fahrgestellnummer am Rahmen und Typenschild, Motornummer, Karosserieplaketten, alte Fahrzeugausweise und Rechnungen sollten eine schlüssige Kette ergeben. Die Nummern sind mit den verfügbaren Register- und Experteninformationen abzugleichen. Bei einem Fahrzeug mit Museumsbezug ist zu klären, ob dieser Bezug fotografisch oder schriftlich dokumentiert ist; ein später angebrachtes Schild ist kein Herkunftsnachweis.

Zweitens kommt die Struktur. Bei High Speed und Hai ist der Zustand des Rahmens wichtiger als frischer Lack. Ein Fachbetrieb soll Schweller, Bodenbleche, Aufnahmen der Vorderachse, De-Dion-Befestigungen, Feder- und Dämpferaufnahmen sowie alle Reparaturstellen prüfen. Magnet, Endoskop und Fotos einer Restaurierung helfen, ersetzen aber keine Begutachtung auf der Hebebühne. Unsaubere Spaltmasse können vom handgefertigten Ursprung stammen; ungleichmässige Türen, Risse, schlecht zugängliche Schweissnähte oder eine asymmetrische Achsgeometrie können hingegen auf einen Schaden oder strukturelle Korrosion hinweisen.

Drittens muss der Chrysler-V8 nach langer Standzeit sorgfältig beurteilt werden. Ölverlust am Motor oder Getriebe ist bei einem alten US-V8 nicht automatisch ein Ausschlussgrund. Kritisch sind niedriger Öldruck im warmen Zustand, Rauch, übermässiges Kurbelgehäusedruckverhalten, Kühlprobleme, klappernde Hydrostössel und ein schlecht schaltender TorqueFlite. Ein Kompressions- und bei Bedarf Leak-down-Test, die Sichtprüfung des Kühlsystems sowie eine Probefahrt mit warmem Getriebe sind sinnvoll. Ersatzteile für den 440 und die TorqueFlite sind international vergleichsweise gut beschaffbar. Spezielle Auspuffteile, Kühler, Fahrwerkskomponenten, Zierleisten, Verglasung und Interieurteile sind dagegen oft Einzelanfertigungen oder nur über das Netzwerk erhältlich.

Beim Safari gilt zusätzlich: Die robuste Scout-II-Basis macht die Ersatzteilversorgung nicht automatisch leicht, und Rost an Rahmen, Karosserie, Hinterachsaufnahmen und Wagenboden ist oft teurer als ein mechanischer Defekt. Originales Leder, Teppiche, Holzapplikationen und die Monteverdi-spezifischen Umbauten sind wertbestimmend. Ein günstiger Safari mit fehlenden Innenraumteilen kann am Ende mehr kosten als ein teurer, ehrlicher Wagen.

Für Käufer in der Schweiz ist auch die Zulassung Teil des Kaufpreises. Wird ein Monteverdi dauerhaft importiert, verlangt das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit die Anmeldung bei der Einfuhr sowie unter anderem Kaufvertrag oder Rechnung, ausländische Zulassung und Identitätsnachweis. Die Zollstelle stellt für die kantonale Zulassung den Prüfbericht 13.20 A aus. Für alte Kleinserien ohne moderne Typgenehmigung kann eine Einzelprüfung bei der kantonalen Stelle nötig sein. Deshalb sollten technische Daten, vorhandene Abgas- und Geräuschnachweise, Beleuchtung, Bereifung und der Kilometerzähler vor dem Kauf mit dem zuständigen Strassenverkehrsamt besprochen werden.

Auch die Abgaben sind im Budget in CHF zu rechnen, nicht nur der Kaufpreis im Ausland. Bei der Einfuhr fallen je nach Ursprung und Nachweisen Zoll, die Automobilsteuer von 4 Prozent sowie Schweizer Mehrwertsteuer an; die konkrete Berechnung und ein möglicher Präferenznachweis sind vor dem Zuschlag mit dem Zoll zu klären. Der Bonhams-Hinweis zum Chéserex-Lot nannte für eine Einfuhr in die Schweiz damals rund 12,5 Prozent aus gewichtsbasiertem Zoll, Automobilsteuer und damaliger Mehrwertsteuer. Das ist ein Auktionshinweis, keine allgemeingültige Offerte und keine aktuelle Steuerberatung. Gerade bei CHF-starken oder wechselkursbewegten Auslandskäufen gehören Transport, Verzollung, Versicherung und allfällige MFK-Anpassungen in die Kalkulation.

Ein über 30 Jahre alter Monteverdi kann je nach Kanton als Veteranenfahrzeug eingetragen werden. Üblich sind originale oder zeitgenössische Ausführung, sehr guter Pflegezustand, private Nutzung und eine begrenzte jährliche Fahrleistung; die kantonale Praxis ist verbindlich. Als Vorteil sind längere Prüfabstände möglich. Der Veteraneneintrag ist aber kein Freipass für Umbauten. Moderne Felgen, nicht zeitgenössische Motoränderungen oder unpassende Beleuchtung können sowohl die Originalität als auch die MFK-Fähigkeit beeinträchtigen. Ein vollständiger Schweizer Fahrzeugausweis mit früheren Prüfungen ist daher ein spürbarer Vorteil.

Fahrerlebnis zwischen GT und Muscle Car

Ein guter High Speed fährt sich nicht wie ein leichter italienischer Sportwagen und auch nicht wie eine amerikanische Limousine. Der lange Vorderwagen, die tiefe Sitzposition und der grosse V8 schaffen zunächst Gelassenheit. Der Motor drückt ohne hektisches Hochdrehen an, der Automat sortiert die Gänge unaufgeregt, und auf einer langen Autobahnetappe wird verständlich, weshalb Monteverdi den Wagen als luxuriösen Hochgeschwindigkeits-GT verstand. Im warmen Innenraum mit Leder, Holz und den typischen Instrumenten entsteht eine Atmosphäre, die eher zu einer Fahrt von Basel über den Gotthard an die Riviera als zu einem kurzen Sonntagssprint passt.

In Kurven verlangt der High Speed Respekt. Gewicht, Lenkkraft und Breite sind nach heutigen Massstäben präsent. Ist Fahrwerk, Reifen und Bremse korrekt abgestimmt, vermittelt die De-Dion-Achse aber ein kontrollierteres Gefühl, als das V8-Format vermuten lässt. Ein müder Dämpfer, alte Reifen oder falsche Geometrie verderben diesen Eindruck sofort. Der Hai ist das Gegenteil: tief, laut, direkt und thermisch fordernd. Ein Safari bringt seine Faszination aus der aufrechten Sitzposition und dem absurden Kontrast von Nutzfahrzeugbasis und Salonambiente. Diese Unterschiede sind ein guter Grund, vor dem Kauf mehrere Monteverdi-Typen zu fahren statt nur dem seltensten Exemplar nachzujagen.

Design, Karosserie und Verarbeitung

Monteverdi kaufte keine anonyme Serienkarosserie ein. Die frühen Frua-Wagen tragen die Handschrift eines etablierten Turiner Gestalters: klar gezeichnete Flächen, sehr flaches Gewächshaus und ein eleganter, fast zarter Auftritt. Die Fissore-Modelle übersetzten diese Idee in eine besser nutzbare 2+2-Form. Sie wurden nicht einfach in Italien fertig produziert; die Rahmen kamen aus der Schweiz, die Aufbauten gingen nach Basel zurück und wurden dort komplettiert. Dieses Pendeln zwischen Ländern ist ein Teil der Konstruktion und erklärt, weshalb einzelne Details sich unterscheiden können.

Beim 375 L macht die Proportion den Reiz aus. Die Haube ist lang, der Fahrgastraum weit nach hinten versetzt, das Heck formal ruhig. Trotz amerikanischem V8 wirkt der Wagen nie wie eine Kopie eines Muscle Cars. Die Limousine 375/4 überträgt dieselbe Front in ein ungewöhnlich langes Vier-Türen-Format und richtet sich an Käufer, die Chauffeurkomfort ohne Mercedes- oder Rolls-Royce-Konformität wollten. Der Hai zeigt dagegen die 1970er in Reinform: Keilform, extrem geringe Höhe, breite Spur und sichtbare technische Entschlossenheit.

Bei einer Restaurierung ist Zurückhaltung wertvoll. Falsche Felgen, moderne Ledernähte, überpolierte Hölzer, geänderte Schalter oder ein nicht zeitgenössischer Farbton können ein auf den ersten Blick schönes Auto entwerten. Das Ziel muss nicht Patina um jeden Preis sein, sondern eine dokumentierte, fachgerechte und zur Fahrgestellgeschichte passende Ausführung. Bei Monteverdi ist Originalität oft teurer zu ersetzen als Mechanik.

Herkunft, Szene und Quellenlage

Die Monteverdi-Szene ist klein, aber international. Kontakte zu Markenclubs, ehemaligen Spezialisten und Besitzern helfen oft schneller als eine allgemeine Ersatzteilsuche. Das gilt besonders für Karosserieteile, originale Dokumente und die Einordnung von Fahrgestellnummern. Käufer sollten dennoch kritische Distanz wahren: Eine mündliche Aussage ist hilfreich, ein datiertes Foto, ein Fahrzeugausweis oder eine Rechnung ist stärker.

Für die Preis- und Herkunftsprüfung sind die erwähnten Resultate nachvollziehbar einsehbar: Bonhams, High Speed 375/L, CHF 155'250 und Bring a Trailer, High Speed 375 L, USD 330'000. Für Einfuhrformalitäten ist die offizielle Information des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit massgebend; Details der MFK und Veteranenzulassung entscheidet das zuständige kantonale Strassenverkehrsamt. Solche Primärquellen gehören in jede Fahrzeugakte, weil sie Unsicherheit in eine überprüfbare Kosten- und Zulassungsplanung verwandeln.

Fazit: Den passenden Monteverdi finden

Monteverdi Oldtimer sind keine austauschbaren Klassiker. Ein High Speed 375 L ist die überzeugendste Wahl für den Käufer eines handgebauten Schweizer GT mit nutzbarem Chrysler-V8. Ein früher Frua-Wagen oder ein Hai richtet sich an Sammler, die aussergewöhnliche Seltenheit mit entsprechendem Forschungsaufwand verbinden wollen. Safari und Sierra öffnen die Marke für Liebhaber eigenwilliger Luxusfahrzeuge mit anderer Nutzungsperspektive.

Finden Sie Monteverdi-Angebote mit möglichst vollständiger Historie, kalkulieren Sie alle Beträge in CHF inklusive Einfuhr und MFK, und lassen Sie Rahmen, Identität sowie technische Basis vor Vertragsabschluss prüfen. Wer nicht nur die Seltenheit kauft, sondern das konkrete Fahrzeug versteht, erhält einen der eigenständigsten Klassiker der Schweizer Automobilgeschichte.

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