DKW Munga Oldtimer kaufen
Der DKW Munga ist ein robuster Geländewagen der 1960er Jahre, ursprünglich für Militär und Behörden gebaut, heute begehrt bei Sammlern und Oldtimerfreunden. Er überzeugt mit seiner Vielseitigkeit, einfacher Technik und ausgeprägter Geländefähigkeit.
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1957 | DKW Munga
2025-04-05 16:30:03 | DKW F91 "MUNGA"
"DKW Munga" Inserats-Referenzen von Classic Trader
Im Folgenden finden Sie Inserate zu Ihrer Suche, die nicht mehr auf Classic Trader verfügbar sind. Für eine bessere Kaufentscheidung können Sie sich mit Hilfe dieser Informationen ein besseres Bild über Verfügbarkeit, Wertentwicklung und aktuellen Preis eines "DKW Munga" machen.
1959 | DKW Munga
MUNGA
1966 | DKW Munga
AUTO UNION Munga F91-4, targa SI, documenti originali, ASI-CRS
1966 | DKW Munga
AUTO UNION Munga F91-4, targa SI, documenti originali, ASI-CRS
1957 | DKW Munga
F91/6
1966 | DKW Munga
DKW-Munga 1966
1964 | DKW Munga
OTHERS-ANDERE DKW MUNGA F91 UNION
1964 | DKW Munga
OTHERS-ANDERE DKW MUNGA F91 UNION
1964 | DKW Munga
Ko 9,95DKW Munga met 4 nieuwe banden, trekhaak en complete remrevisie
1965 | DKW Munga
1964 | DKW Munga
OTHERS-ANDERE DKW MUNGA F91 UNION
1968 | DKW Munga
DKW - Munga F91/4 Auto Union
1961 | DKW Munga
1985 | DKW Munga
AUTO UNION DKW F91 MUNGA
1957 | DKW Munga
Geschichte des DKW Munga
Der DKW Munga wurde zwischen 1956 und 1968 von der Auto Union GmbH in Ingolstadt produziert. Die Entwicklung zielte auf ein multifunktionales, geländegängiges Fahrzeug besonders für den Einsatz bei Militär und Behörden ab. Der Name 'Munga' steht für 'Mehrzweck-Universal-Geländewagen mit Allradantrieb'. Über 46.000 Einheiten wurden gebaut, hinzu kamen zahlreiche Teilesätze und eine kleinere Serie des Lizenztyps 'Candango' in Brasilien. Neben der Bundeswehr, Polizei und Bundesgrenzschutz nutzten auch internationale Streitkräfte, wie die niederländische Armee (2100 Fahrzeuge), französische und britische Behörden den Munga. Exportiert wurde er zudem nach Südafrika und Nordamerika. Privatkunden waren die Ausnahme, der zivile Markt spielte kaum eine Rolle. Die Produktion endete 1968, der Nachfolger wurde der VW Iltis (Typ 183).
Modellentwicklung und Varianten des DKW Munga
Die Munga-Baureihe bestand aus mehreren Varianten: Munga 4 (4 Sitzplätze), Munga 6 (6 Sitzplätze), und Munga 8 (8 Sitzplätze). Die Sitzanordnung variiert je nach Modell – Munga 4 mit zwei Vordersitzen und zwei Rücksitzen, Munga 6 und 8 mit erweiterten Sitzbänken im Heck. Ursprünglich ausgestattet mit einem 900cm³ Zweitaktmotor (36 PS), wurde der Motor später mehrfach modifiziert und erreichte in den letzten Ausbaustufen mit dem '1000er' Aggregat bis zu 44 PS. Drei Karosserievarianten waren verfügbar, darunter der klassische Wannenaufbau und Pritschenausführungen. Im Laufe der Bauzeit wurden technische Verbesserungen umgesetzt, insbesondere am Fahrwerk und beim Allradantrieb.
Besonderheiten und Statistik
Der DKW Munga ist ein Paradebeispiel für funktionale Ingenieurskunst der Nachkriegszeit. Die Konstruktion ist kompromisslos robust, alle Komponenten sind auf lange Lebensdauer und einfache Wartung ausgelegt. Erwähnenswert sind Sonderausstattungen wie Vorrichtungen zum Fallschirmabwurf, abnehmbare Lkw-Plane, spezielle Cabrio-Türen sowie diverse zivile und militärische Anhängerkupplungen, oft von Westfalia. Praktisch alle Ersatz- und Verschleißteile sind fachlich wiederherstellbar oder als Austausch verfügbar.
Technische Daten
Sondermodelle des DKW Munga
Zu den seltenen und begehrten Varianten zählen die Munga-Versionen mit Fallschirmabwurf-Vorrichtung sowie limitiert ausgestattete Fahrzeuge für spezielle militärische Anwendungen. Der brasilianische Typ "Candango" nimmt eine Sonderstellung ein: Er basiert technisch auf dem Munga, wurde jedoch lokal bei VEMAG gefertigt und unterscheidet sich in Detailausstattung und Technik leicht vom deutschen Original. In Militärkreisen waren zudem technisch modifizierte Ausführungen im Umlauf, beispielsweise für amphibische Einsätze oder für besonders kalte Klimazonen.
Schwachstellen und Wartung
Typische Schwachstellen des DKW Munga sind altersbedingt Korrosion an Chassis und Karosserie, insbesondere im Bereich der Bodengruppe und Wagenheberaufnahmen. Auch die Gummielemente wie Manschetten, Simmerringe und Dichtungen an Achsen und Getriebe bedürfen regelmäßiger Prüfung und Erneuerung. Die Zweitakt-Technik ist vergleichsweise pflegeleicht, setzt aber eine gewissenhafte Wartung, insbesondere bei der Gemischaufbereitung und Zündung voraus. Ersatzteile wie Bremszylinder, Differential oder komplette Getriebe sind über spezialisierte Anbieter erhältlich. Achtung: Umbauten auf alternative Motoren sind möglich, allerdings sollte dabei auf technische Abnahme und Originalität geachtet werden.
Motorisierung, Fahrverhalten und Geländegängigkeit
Der Dreizylinder-Zweitaktmotor entwickelt aus geringem Hubraum eine für die Zeit beachtliche Leistung, was dem Munga ein agiles Ansprechverhalten und solide Geländekapazitäten beschert. Die Allradtechnik ist einfach aber zuverlässig ausgelegt, dank zuschaltbarem Antrieb und kurzer Übersetzung bewältigt der Munga schwieriges Terrain wie Steigungen, Schlamm oder Sand problemlos. Auf der Straße sind Geschwindigkeiten bis zu 98 km/h möglich. Trotz der Belastbarkeit verlangt die Technik regelmäßige Wartung im Bereich der Schmierung, Zweitaktgemisch und Zündung. Beliebt sind vor allem die Munga 4 und Munga 6 wegen der kompakten Abmessungen und der vielseitigen Sitzkonfiguration. Modelle mit 1000er-Motor und verbesserten Fahrwerkselementen weisen eine spürbar bessere Performance auf.
Innenraum, Ausstattung und Design
Das Design ist funktional und robust, im typischen Stil von Militärfahrzeugen der 1950er/60er Jahre. Die Standardfarbe ist meist Olivgrün oder Tarnlackierung, wobei militärische Modelle dominieren. Der Innenraum ist spartanisch: robuste Sitze, reduziert auf das Nötigste, simple Instrumentierung und abwaschbare Oberflächen betonen die Nutzfahrzeugcharakteristik. Zubehör wie abnehmbare Türen, Lkw-Plane, spezielle Anhängerkupplungen und seltene Fallschirmabwurf-Systeme runden das Optionsspektrum ab. Besonders auffällig: die hohe Bodenfreiheit und die kantige, kompromisslos auf Funktion getrimmte Karosserie.
Weitere Besonderheiten
Der DKW Munga kann mit verschiedenen technischen Dokumentationen ausgeliefert werden, was eine Historienpflege und Wartung deutlich vereinfacht. Einige Exemplare werden in Deutschland und Belgien als Oldtimer zugelassen (H-Kennzeichen), was steuerliche Vorteile bietet. Darüber hinaus kann der Munga je nach Bedarf auch als Basis für technische Umbauten, etwa als Blockkraftheizwerk, dienen.
Zusammenfassung
Der DKW Munga zeichnet sich durch seine kompromisslose Praxisorientierung, zuverlässige Allradtechnik und hohe Verfügbarkeit von Ersatzteilen aus. Besonders Fahrzeuge aus Militärbeständen mit seltenen Ausstattungsdetails sind gesucht. Die klare Dominanz im DKW-Oldtimerangebot spiegelt sein anhaltendes Interesse unter Enthusiasten wider. Wer ein robustes, technisch interessantes und vielseitig nutzbares Offroad-Fahrzeug aus deutscher Produktion sucht, findet im Munga einen charakterstarken Oldtimer mit Alltagstauglichkeit.
