1934 | MG NA Magnette
1934 MG NA „Magnette“ Roadster. Im Auktionsverkauf. Schätzwert: 40.000 € - 60.000 €. Ohne Mindestpreis!
1934 MG NA „Magnette“ Roadster. Im Auktionsverkauf. Schätzwert: 40.000 € - 60.000 €. Ohne Mindestpreis!
1934 MG NA „Magnette“ Roadster. Im Auktionsverkauf. Schätzwert: 40.000 € - 60.000 €. Ohne Mindestpreis!
1934 MG NA „Magnette“ Roadster. Im Auktionsverkauf. Schätzwert: 40.000 € - 60.000 €. Ohne Mindestpreis!
Seltener Vorkriegs-Roadster mit Königswellen-SechszylinderEiner von nur 176 gebauten Two-Seat RoadsterOriginalkarosserie und originaler MotorSeit 1985 nur zwei Besitzer
Als MG 1934 den NA Magnette präsentierte, war die Marke längst dafür bekannt, aus überschaubaren Zutaten erstaunlich ernsthafte Sportwagen zu bauen. Der NA setzte dieses Rezept fort, allerdings mit einem technischen Leckerbissen unter der langen Motorhaube, der ihn deutlich von den einfacheren MG-Modellen abhob.
Sein Herzstück war ein gerade einmal 1.271 cm³ großer Reihensechszylinder. Dessen obenliegende Nockenwelle wurde über eine Königswelle angetrieben – eine aufwendige Konstruktion, die man eher in deutlich exotischeren Maschinen vermutet hätte. 56 PS bei 5.500 U/min klingen heute nach wenig, trafen damals aber auf ein leichtes Auto und einen Motor, der Drehzahlen nicht nur vertrug, sondern geradezu danach verlangte. Dazu kam der unverwechselbare Klang eines kleinen Sechszylinders. „Autocar“ ermittelte seinerzeit immerhin 129 km/h Höchstgeschwindigkeit. Mitte der 1930er Jahre war das alles andere als langsam.
Auch die Presse zeigte sich angetan. „The Motor“ widmete dem NA im Juni 1934 einen großen Bericht, nachdem ein Wagen innerhalb von nur drei Monaten 6.000 Meilen zurückgelegt hatte – bemerkenswert für einen leichten Sportwagen, der gleichzeitig für rund 80 mph gut war.
Massenware wurde der Magnette trotzdem nie. Zwischen 1934 und 1936 entstanden lediglich 738 NA, davon knapp 300 als offene Roadster. Und weil englische Automobilgeschichte ohne eine gewisse Portion Skurrilität nur halb so unterhaltsam wäre, begann MG die Fahrgestellnummern nicht etwa bei eins. Der erste NA trug die Nummer 251 – entsprechend der damaligen Telefonnummer des Werks in Abingdon.
Heute liegt genau darin der Reiz des NA Magnette. Er ist klein und leicht wie ein klassischer MG, besitzt aber einen technisch anspruchsvollen Sechszylinder, dessen Konstruktion, Drehfreude und Klang ihm einen ganz eigenen Charakter verleihen. Ein kleiner MG mit erstaunlich großem Maschinenbau unter der Haube.
Dieser NA wurde am 8. Mai 1934 für eine britische Dame auf das Kennzeichen BPF 851 zugelassen. Am 17. Juli 1973 kam er in renoviertem Zustand nach Bern in die Schweiz, wo ihn am 5. Dezember 1984 der Vorbesitzer kaufte. Beachtliche 39.500 Schweizer Franken wechselten für die Preziose den Besitzer.
In den folgenden Jahren wurde der Roadster technisch umfangreich überholt. Allem voran gab es 1985 einen neuen Tacho mit Kilometerskalierung und eine Überholung der Bremsanlage. 1988 wurde bei rund 1.000 Kilometern der Motor generalsaniert, später die Kupplung erneuert sowie Lichtmaschine und Vergaser instandgesetzt und vieles mehr. Am 26. August 1993 startete man beim legendären Klausen-Memorial-Rennen. Dafür wurden noch die Felgen und die vorderen Stoßdämpfer erneuert. Rechnungen über insgesamt rund 75.000 Schweizer Franken dokumentieren die umfangreichen Arbeiten und Investitionen. 1999 wurde der Roadster aus gesundheitlichen Gründen abgestellt.
Im Sommer 2018 entdeckte der Einbringer den schnittigen MG, abgedeckt in der Garage seines Eigentümers. Erst im April 2019 konnte er den Wagen mit rund 4.200 Kilometern auf dem Tacho erwerben. Nach technischer Durchsicht und einem Ölservice gab es die HU-Plakette und die Zulassung.
Besonders bemerkenswert ist seine außergewöhnliche Originalsubstanz. Nach Angaben des Triple-M Registers besitzt der Wagen noch seine anhand der Stempelungen identifizierbare Originalkarosserie. Auch der originale Motor, Nr. 545/34 NA, befindet sich weiterhin im Fahrzeug. Es sei jedoch dazu gesagt, dass sich kürzlich etwas Kühlwasser im Öl fand, wobei die Ursache noch nicht lokalisiert werden konnte.
Der MG wurde regelmäßig, zuletzt aber immer weniger gefahren, weil die heimatliche Garage voll ist. Er fasziniert jedes Mal aufs Neue, selbst wenn man nur lässige 80 km/h anstelle der wohl möglichen 80 mph fährt. Man merkt: Er will schneller. Ein tolles Gefühl, in diesem gut 90-jährigen Sportwagen durch die Landschaft zu jagen.
Mit seinem Königswellen-Sechszylinder, originaler Karosserie und originalem Motor präsentiert sich NA 0292 als bemerkenswert authentischer Vertreter der sportlichen MG-Vorkriegsära – selten, technisch faszinierend und hervorragend dokumentiert.
Chassis: NA0292
Motor / Engine: 545
Papiere / Documents: Deutsche historische Zulassung
Schätzwert / Estimate: € 40.000 – 60.000 Ohne Limit / Without Reserve
Ort / Location: CLASSIC EXPO Salzburg Messezentrum Salzburg Am Messezentrum 1 5020 Salzburg
Datum / Date: 17. Oktober 2026 11:00 bis 13:00 und ab 16:00
Besichtigung / Viewing: 16. und 17. Oktober 2026

Lassen Sie dieses Fahrzeug von Experten prüfen!
Bereits über 100'000 Oldtimer-Fans erhalten unsere besten Inserate
Erhalten Sie als erstes eine handverlesene Auswahl der interessantesten Autos, Motorräder und Auktionsangebote von Classic Trader – direkt in Ihren Posteingang.