1957 | Jaguar XK 150 FHC
Jaguar XK150 Fixed Head Coupé (1957). Schätzpreis CHF 60'000 bis CHF 70'000
Jaguar XK150 Fixed Head Coupé (1957). Schätzpreis CHF 60'000 bis CHF 70'000
Jaguar XK150 Fixed Head Coupé (1957). Schätzpreis CHF 60'000 bis CHF 70'000
Jaguar XK150 Fixed Head Coupé (1957). Schätzpreis CHF 60'000 bis CHF 70'000
Die letzte und ausgereifteste XK-Generation – der Jaguar XK150 Fixed Head Coupé von 1957
Mit der Einführung des XK120 im Jahr 1948 gelang Jaguar ein Paukenschlag. Das elegante Sportcoupé war nicht nur das schnellste Serienfahrzeug seiner Zeit, sondern begründete auch den legendären Ruf der Marke als Hersteller leistungsstarker und zugleich luxuriöser Sportwagen. Auf den XK120 folgte 1954 der XK140, bevor Jaguar Ende 1957 den XK150 präsentierte – die technisch und konstruktiv ausgereifteste Evolutionsstufe der berühmten XK-Baureihe.
Hingegen blieb die Grundkonstruktion genau gleich: Ein rigides Chassis, einfache Ausstattung und reichlich Drehmoment, dazu ein Fahrwerk für schnelles Kurvenfahren. Die grösste Neuerung befand sich hinter den Rädern: Scheibenbremsen, rennerprobt wie der XK-Reihensechszylinder. Mit beidem war Jaguar in Le Mans erfolgreich gewesen.
Äusserlich unterschied sich der XK150 durch seine grössere Panorama-Windschutzscheibe, breitere Türen, eine niedrigere Gürtellinie und eine modernisierte Frontpartie mit einem markanten Kühlergrill. Der Innenraum bot deutlich mehr Komfort und Platz, wodurch sich der XK150 noch stärker als luxuriöser Gran Turismo positionierte. Gleichzeitig blieb er seinen sportlichen Wurzeln treu und vereinte eindrucksvolle Fahrleistungen mit jener eleganten Linienführung, welche die XK-Modelle bis heute zu den schönsten britischen Sportwagen überhaupt macht.
Angetrieben wird der XK150 von dem legendären Reihensechszylinder mit 3’442 cm³ Hubraum, der mit seinen zwei obenliegenden Nockenwellen zu den bedeutendsten Motorenkonstruktionen der Nachkriegszeit zählt. In der Standardausführung leistet das Aggregat 193 PS und überzeugt durch seine aussergewöhnliche Laufruhe, sein kräftiges Drehmoment und seine hohe Elastizität. Zusammen mit dem präzise schaltbaren Vierganggetriebe bietet der XK150 ein kultiviertes Fahrerlebnis, das sportliche Dynamik und komfortables Reisen auf eindrucksvolle Weise verbindet.
Mehr Komfort war vor allem eine Forderung der Kunden aus den USA, dem wichtigsten Markt für europäische Sportwagen in jener Zeit. Genau dort wurde unser XK150 ursprünglich ausgeliefert. Es ist das 49. gebaute Coupé mit Linkslenkung und damit ein extrem frühes Exemplar. Ein Heritage Certificate aus dem Werksarchiv ist bestellt, um mehr über die Frühgeschichte dieses Coupés zu erfahren. Klar ist, der oder die Erstbesitzerin orderte den XK150 – typisch amerikanisch – mit Automat. Dazu gab es den von Jaguar-Ingenieur Tom Jones erfundenen und patentierten Speed Hold-Hebel, der verhindert, dass der Automat bei Bergfahrten ständig in den 3. Gang schaltet.
Unser XK150 kam später nach Deutschland und dann in die Schweiz. Vor 14 Jahren wurde er in Italien komplett neu lackiert, wobei der Lack heute mehrere Blasen aufweist. Technisch ist er in einem sehr soliden Zustand, die letzte Veteranen-MKF stammt von 2024, des Weiteren ist er auch im Besitz des Jaguar Heritage Trust Certificates. Vor allem aber wurden Motor, Getriebe und Bremsen ab 2020 bei einem Schweizer Jaguar-Spezialisten revidiert.

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