1937 | BMW 326 Autenrieth

1937 BMW 326 Cabriolet 4-Fenster Autenrieth. Im Auktionsverkauf. Schätzwert: 50.000 € - 70.000 €. Ohne Mindestpreis!

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Beschreibung

1937 BMW 326 Cabriolet 4-Fenster Autenrieth. Im Auktionsverkauf. Schätzwert: 50.000 € - 70.000 €. Ohne Mindestpreis!


Seltene 2-türige Sonderkarosserie von AutenriethUngewöhnliche und gefällige FarbkombinationUmfangreich dokumentierte RestaurierungAus einer bedeutenden BMW-Sammlung


Im Februar 1936 präsentierte BMW auf der Berliner Automobil-Ausstellung mit dem neuen 326 ein Modell für die gehobene Mittelklasse, ein Segment, das man bislang hatte brachliegen lassen. Außerhalb seiner Stammklientel hatte BMW bis dahin den Anstrich eines Herstellers gehobener und leistungsstarker Kleinwagen. Das wollte man mit dem 326 ändern, dementsprechend war der Neuankömmling zugleich der erste BMW, den es mit vier Türen gab. Anstelle von Sportlichkeit und Fahrleistung rückten Komfort und Ausstattung in den Vordergrund.


Das Konzept stammte von Fritz Fiedler, der mit dem M78 wenige Jahre zuvor schon für den ersten Reihensechszylinder im Hause BMW verantwortlich gewesen war. Das für den 326 neu entwickelte Fahrwerk zeichnete sich durch hydraulische Hebelstoßdämpfer an beiden Achsen und zwei längsliegende Torsionsstäbe an der Hinterachse nach dem Vorbild des Citroën Traction Avant aus. Erstmals kam bei einem BMW ein hydraulisches Bremssystem zum Einsatz. Beim Motor hingegen vertraute man auf den bewährten Sechszylinder aus dem 319, dem man mit 1.971 ccm und zwei 26er-Solex-Vergasern mehr Hubraum und mit 50 PS mehr Leistung spendierte. Geschaltet wurde mit einem teilsynchronisierten Vierganggetriebe mit Freilauf in den ersten beiden Gangstufen. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 115 km/h war man für damalige Zeiten höchst souverän motorisiert.


Die Karosserien der viertürigen Limousinen lieferte Ambi-Budd aus seinem Presswerk in Berlin-Johannisthal, während BMW in Eisenach die Kotflügel, Trittbretter, Motorhauben und Verkleidungsbleche selbst fertigte. Neben der Limousine gab es den 326 auch als zweitüriges Cabriolet 4-Fenster und als Cabriolet 4-Türen, deren Karosserien gänzlich bei Autenrieth in Darmstadt gefertigt wurden. Außerdem konnte man auch das nackte Fahrgestell bestellen, was 641 Kunden taten. Vom Cabriolet 4-Türen entstanden nur 1.093 Stück, während vom Cabriolet 4-Fenster 4.060 und von der Limousine gar 10.142 Exemplare gebaut wurden. Mit 7.300 Reichsmark war das Cabriolet 4-Türen die teuerste Variante, deutlich vor dem zweitürigen Cabriolet für 6.050 Reichsmark und der Limousine mit 5.500 Reichsmark – 5.810 mit Schiebedach. Trotz dieser alles andere als günstigen Preise entwickelte sich der 326 für BMW zum absoluten Verkaufsschlager, von dem in jenen Jahren deutlich mehr verkauft wurden als von allen anderen Modellen zusammen.


1939 vereinheitlichte BMW das Erscheinungsbild der gesamten Modellpalette, und auch der 326 bekam anstelle der markanten, geteilten Doppelstoßstangen an Bug und Heck jeweils eine durchgehende Stoßstange. 1941 lief die Produktion kriegsbedingt nach 15.936 gebauten Exemplaren aus. Nach Kriegsende lag Eisenach in der sowjetischen Besatzungszone, und aus den Resten des zu 60 % zerstörten Werks wurden noch drei Cabriolets und 18 Limousinen – andere Quellen sprechen von insgesamt 16 Fahrzeugen – fertiggestellt und an die Militärkommandantur geliefert.


Aus dem 326 wurde der EMW 340 weiterentwickelt, der 1949 offiziell auf den Markt kam. Ähnlich beeindruckt vom 326 war man auch in England, wo die Fahrzeuge vor Kriegsbeginn als Frazer-Nash vermarktet wurden. Die neu gegründete Automobilsparte der Bristol Aeroplane Company nahm sich der Baupläne an und brachte ab 1947 eine ganze Reihe von Modellen auf den Markt, die ihren Ursprung in den bayerischen Vorkriegswagen nicht einmal zu verstecken versuchten. Selbst die Niere übernahm man anfangs gänzlich ungeniert.


Dieses BMW 326 Cabriolet soll ursprünglich nach Prag ausgeliefert worden sein, vermutlich in Grün mit roten Polstern. 1981 soll der BMW wieder in den Westen gelangt sein. Der Vorbesitzer kaufte ihn 2001 in teilzerlegtem Zustand und ließ ihn komplett restaurieren. Zuvor hatten sich bereits zwei Besitzer an dem Projekt versucht. Fotos zeigen einzelne Schritte der Restaurierung, der gewaltige Aufwand lässt sich erahnen. Man sieht eine komplett gespengelte Karosserie in blankem Zustand, das Dach bei der Erneuerung, einen leeren Innenraum, der neu ausgestattet wird, aufwendige Lederarbeiten, frisch verchromte Zierteile und einen wohl gerade überholten Motor …


In Summe hat jemand viel Geld in die Hand genommen, um sein Traumauto wieder in frischem Glanz erstrahlen zu lassen. Er ließ den BMW nach seinen Vorstellungen ganz in blau wiederauferstehen: zweifarbiger blauer Lack, kombiniert mit blauem Verdeck. Der Innenraum folgte dem Farbschema mit blauem Leder und selbstverständlich auch blauem Teppich. 2002 war die Restaurierung abgeschlossen.


Durch das Farbenspiel zieht der BMW noch mehr Blicke auf sich, als dies ein 326 Cabriolet für gewöhnlich tut. Als Besonderheit verfügt dieses Cabriolet über seitliche Radabdeckungen im Stile des BMW 327, wohl ein damaliges Extra des Karosseriebauers. In Verbindung mit den schönen Lochscheibenrädern ergibt das eine prunkvolle Erscheinung.


Im April 2003 zierte dieser 326 das Titelbild der DAVC-Clubmitteilungen. Noch im selben Jahr begann man mit der Teilnahme an diversen Veranstaltungen. Man fuhr nach Bernkastel-Kues, im Saarland bestritt man die Saar-Lor-Lux. Beim Concours d’Elegance in Schwetzingen wurde der BMW von einem Damenteam vorgestellt, und auch einer Einladung nach Baden-Baden folgte man gerne.


2004 suchte ein namhafter Händler im Auftrag des Einbringers nach feinen BMW-Modellen, da dieser zu jener Zeit seine ohnehin schon umfangreiche BMW-Sammlung abrundete. Restaurator und Sammler wurden sich schnell einig. Für den 326 bedeutete das allerdings das Ende der großen Ausfahrten. Von nun an stand er zumeist in Ausstellungen.


Die Farbkombination hebt dieses Autenrieth-Cabriolet deutlich von seinen Modellkollegen ab, die Spats geben ihm zudem eine ganz eigene Note und lassen den Wagen insgesamt wuchtiger erscheinen. Ein besonderes Auto, das seit seiner Restaurierung viel Freude bereitet hat.


 


 


Chassis: 78702


Motor / Engine: 91006


Papiere / Documents: Deutsche historische Zulassung (abgelaufen)


Schätzwert / Estimate: EUR 50.000 – 70.000 Ohne Limit / Without reserve


Ort / Location: CLASSIC EXPO Salzburg Messezentrum Salzburg Am Messezentrum 1 5020 Salzburg


Datum / Date: 17. Oktober 2026 11:00 bis 13:00 und ab 16:00


Besichtigung / Viewing: 16. und 17. Oktober 2026


Auktionsangebot und Mitbieten

Zustand & Zulassung

Zugelassen
Fahrbereit
Nicht angegeben

Fahrzeuggutachten

Nicht vorhanden
Inspection Report
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Technische Details

Fahrzeugdaten

Marke
BMW
Modellreihe
326
Modell
326 Autenrieth
Baureihe
Typ 326
Erstzulassung
Nicht angegeben
Baujahr
1937
Tachostand (abgelesen)
Fahrgestellnummer
78702
Motornummer
91006
Getriebenummer
Nicht angegeben
Anzahl Besitzer
Nicht angegeben

Technische Details

Karosserieform
Cabriolet
Leistung (kW/PS)
37/50
Hubraum (cm³)
1971
Zylinder
6
Anzahl Türen
Nicht angegeben
Lenkung
Links
Getriebe
Manuell
Gänge
Nicht angegeben
Antrieb
Heck
Bremse Front
Trommel
Bremse Heck
Trommel
Kraftstoff
Benzin

Fahrzeugkonfiguration

Außenfarbe
Andere
Herstellerfarbe
-
Innenfarbe
Andere
Innenmaterial
Andere

Sonderausstattung

78702
91006
Deutsche historische Zulassung (abgelaufen)
CLASSIC EXPO Salzburg Messezentrum Salzburg Am Messezentrum 1 5020 Salzburg
17. Oktober 2026 11:00 bis 13:00 und ab 16:00
16. und 17. Oktober 2026
EUR 50.000 – 70.000 Ohne Limit / Without reserve

Anfahrt

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