1957 | Austin-Healey 100/6 (BN4)
1957 Austin Healey 100/6 BN4 „3000“. Im Auktionsverkauf. Schätzwert: 28.000 € - 38.000 €.
1957 Austin Healey 100/6 BN4 „3000“. Im Auktionsverkauf. Schätzwert: 28.000 € - 38.000 €.
1957 Austin Healey 100/6 BN4 „3000“. Im Auktionsverkauf. Schätzwert: 28.000 € - 38.000 €.
1957 Austin Healey 100/6 BN4 „3000“. Im Auktionsverkauf. Schätzwert: 28.000 € - 38.000 €.
Seit 1993 beim aktuellen BesitzerVor Jahren umfangreich restauriertMit höchst seltenem originalen HardtopTechnik-Upgrade in den Papieren eingetragen
Als Austin-Healey 1956 den 100/6 präsentierte, war der ursprüngliche Healey 100 gerade einmal drei Jahre alt. Trotzdem war es Zeit für mehr. Vor allem in Amerika, dem wichtigsten Absatzmarkt, waren sechs Zylinder offenbar überzeugender als vier.
Der bisherige Vierzylinder wich deshalb dem 2,6-Liter-Reihensechszylinder aus dem BMC-Regal. Anfangs leistete er 102 PS, später dank überarbeitetem Zylinderkopf und Ansaugtrakt 117 PS. Gleichzeitig wuchs der Radstand um fünf Zentimeter. Beim BN4 nutzte man den gewonnenen Platz für zwei kleine Notsitze im Fond. Wer dort Platz nehmen musste, sollte allerdings weder besonders groß noch besonders nachtragend sein.
Auch äußerlich entwickelte sich der Healey weiter. Der charakteristische Kühlergrill wurde breiter und ovaler, auf der Motorhaube saß nun eine markante Lufthutze. Geblieben war das Erfolgsrezept: kräftige Mechanik, wenig Gewicht und eine Karosserie, die erheblich teurer aussah, als das Auto tatsächlich war.
Gebaut wurde der BN4 zunächst in Longbridge, ab 1957 verlagerte sich die Produktion nach Abingdon. 1958 folgte der zweisitzige BN6, ehe 1959 mit dem 3000 bereits die nächste Evolutionsstufe erschien.
1993 kaufte der Einbringer den Healey in den USA als solide Restaurierungsbasis. Den 3-Liter-Motor ließ er noch in den USA bei einem Spezialisten bleifreitauglich überholen, die restlichen Arbeiten wurden in Deutschland ausgeführt. Fotos belegen den immensen Aufwand, der dabei getrieben wurde. Über die Jahre hinweg wurde die Karosserie vollständig restauriert, ebenso wurden Motor, Achsen und Bremsanlage überholt. Vorne wurde auf Scheibenbremsen umgerüstet, passend zum stärkeren Motor. Ölkühler und Overdrive runden das Technikpaket ab.
Das Getriebe blieb hingegen unbeachtet, ärgerlicherweise kratzt der zweite Gang. Das Softtop wurde erneuert, die komplette Innenausstattung in Leder angefertigt. In Ginstergelb vom Alfa Spider lackiert und mit Chromspeichenrädern ausgestattet, ist der Healey ein richtiger Hingucker. Das zusätzliche originale Hardtop, eine Rarität für sich, gibt ihm noch den besonderen optischen Kick.
1997 startete der Healey eine kurze Filmkarriere als Begleiter von Tatort-Kommissar Miroslav Nemec im Film „Herz über Kopf“. Benutzt wurde der Roadster beim Einbringer wenig. Zu viele andere Autos und die Liebe zum Reisen haben die Laufleistung um lediglich rund 4.000 Meilen erhöht.
Bei der kürzlichen Durchsicht vor der Hauptuntersuchung im August 2026 gab es Lob für den technischen Zustand, lediglich ein etwas erhöhtes Lenkspiel wurde mündlich angemerkt.
In Summe ist er kein Auto für Mitläufer. Dieser Healey sticht hervor und polarisiert. Passenderweise ergänzen sich Optik und Leistungsfähigkeit optimal. Satte Leistung und Überholprestige haben hier zueinandergefunden.
Chassis: BN4L-S-44734
Motor / Engine: –
Papiere / Documents: Deutsche historische Zulassung
Schätzwert / Estimate: € 28.000 – 38.000
Ort / Location: CLASSIC EXPO Salzburg Messezentrum Salzburg Am Messezentrum 1 5020 Salzburg
Datum / Date: 17. Oktober 2026 11:00 bis 13:00 und ab 16:00
Besichtigung / Viewing: 16. und 17. Oktober 2026

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