1967 | Lotus 49

Ex Jim Clark, Winner GP Kyalami

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Lotus 49

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1967 | Lotus 49

Ex Jim Clark, Winner GP Kyalami
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Germany

 
Racing car
302/410 kw/hp
9 km
Christian Zöllner

ChromeCars

  • Vehicle details

    Vehicle data
    Make Lotus
    Model 49
    Model name 49
    Year of manufacture 1967
    Chassis number R4
    Condition category Restored
    Mileage 9 km
    First registration 01/1968
    Technical details
    Body style Racing car
    Body detail Racing car
    Power (kw/hp) 302/410
    Cubic capacity (ccm) 2,995
    Cylinders 8
    Doors 0
    Steering Centered
    Transmission Manual
    Gears 5
    Drive Rear
    Front Brake Disc
    Fuel Petrol
    Individual configuration
    Exterior colour Green
    Interior colour Red
    Interior material Leather

Description

Das  Model Lotus 49 gilt bis heute als eines der erfolgreichsten Monoposti (Einsitzer), die je in der Formel 1 bewegt wurden. Der von Colin Chapman konstruierte Rennwagen, der über einen von Keith Duckworth und Mike Costin neu entwickelten Cosworth DFV Motor verfügte, wurde erstmals 1967 bei einem Rennen  eingesetzt und gewann gleich sein Debüt beim Grand Prix in Zandvoort mit Jim Clark am Lenkrad.
 
Später fuhren Größen wie Jo Siffert, Graham Hill, Jochen Rindt und Emerson Fittipaldi und viele andere das Modell und lenkten es über die nächsten drei Jahre zu sehr vielen Erfolgen.
 
Von dem Lotus  49 wurden neun Chassis gebaut, aus denen zwölf Fahrzeuge entstanden, darunter Lotus 49, Lotus 49B und Lotus 49C. Bis heute existieren noch acht Fahrzeuge aus dieser Reihe.

Der Lotus mit der Nummer 49 R4 wurde Ende 1967 gebaut und hatte seinen ersten Renneinsatz am 1. Januar 1968 in Südafrika. Am Steuer saß die britische Rennlegende Jim Clark. Er startete in diesem Rennen nicht nur von der Pole Position, er fuhr auch die schnellste Runde und gewann das Rennen am Ende furios. Für Clark war es der 25. Triumph in einem Grand-Prix-Rennen und gleichzeitig sein letzter Grand-Prix-Sieg.


Nach Clarks Triumph wurde der Lotus noch im Januar 1968 an das Rob-Walker-Racing-Team verkauft und sollte eigentlich der neue Wagen des Schweizer Fahrers Jo Siffert werden. Dessen erster Renneinsatz war für den17. März 1968 geplant, beim Race of Champions in Brands Hatch.

Beim Training verunfallte Siffert jedoch mit dem Wagen: Nach der zweiten oder dritten Runde war er aus der Bahn „geflogen“ und soll daraufhin ganz blass zu Fuß zur Box zurückgekehrt sein und gesagt haben: „Ich glaube, ich habe mich überschätzt“. Zum Glück war Siffert wohlauf, der 49er zeigte jedoch deutliche Unfallspuren.

Der R4 wurde daraufhin zu Rob Walker in die Pippbrook Garage nach Dorking zurückgebracht, um das Auto dort wieder aufzubauen. Unglücklicherweise fing der Wagen bei Schweißarbeiten Feuer, das sich daraufhin in der
gesamten Werkstatt ausbreitete. Neben dem Lotus 49 verbrannten an diesem Tag ein Cooper-Maserati, ein Bugatti, ein Delage und zwei neue Cosworth Motoren. Nach dem Brand endete die bislang recht kurze Geschichte des Lotus 49 R4 erst einmal…

Im Juli 1987 vermachte Rennstallbesitzer Rob Walker seinem Chefmechaniker John Chisman den Lotus 49 R4. Er bat ihn, den Wagen vollständig zu restaurieren, damit aus ihm wieder ein „original Rob Walker Racing Team Car“ werde. Da Jim den Wagen aufgrund von finanziellen Engpässen nicht fertigstellen konnte, verkaufte er die Restaurationsbasis im Jahr 1990 an den britischen Autosammler Tom Wheatcroft. Doch auch er schaffte es nicht, Chassis #4 wieder einsatzbereit zu machen und vermachte den Wagen 1995 David McLaughlin.
 
McLaughlin sorgte mit seiner deftigen Finanzspritze dafür, dass der Lotus nun endlich komplett restauriert wurden konnte. Ein Großteil der Arbeiten, die über mehrere Jahre andauerten, erfolgte bei Hall and Fowler (heute: Hall and Hall), einer renommierten Adresse für die Restauration historischer Grand-Prix-Wagen. Als Vorlage dienten die Chassisnummern R3 und R7.
 
Der R4 wurde mit einem originalen Ford Cosworth-DFV Motor und einem ZF 5 DS12-Getriebe aufgebaut und in den Farben vom letzten Einsatz des Rob-Walker-Racing-Teams lackiert: blau und weiß. 1998 war es endlich soweit: der Lotus war fertiggestellt und erstrahlte in neuem alten Glanz.

Der Erste Einsatz des R4 nach seiner Wiedergeburt fand 1999 in Goodwood beim Revival der Glover Trophy statt. Doch wie schon 31 Jahre zuvor, ereilte den Lotus erneut ein vorzeitiges Aus. Jack Brabham´s McLaren M5A touchierte den Lotus 49, der diesmal von Jackie Oliver pilotiert wurde.

Die Folge war, dass der R4 erneut aufwendig aufgebaut werden musste. Diesmal lackierte man den Wagen danach jedoch in seinen ursprünglichen Farben von 1968: grün und gelb. Fortan wurde der Lotus 49 innerhalb Europas in diversen Museen und Ausstellungen gezeigt – immer in Verbindung mit dem Classic-Team Lotus.

Im Jahr 2008 fand der R4 seinen bis dato letzten Besitzer. Das Fahrzeug verließ den europäischen Kontinent und präsentierte sich fortan in einer privaten japanischen Sammlung. 2012 zeigte sich der Wagen zum vorerst letzten Mal in der Öffentlichkeit – und zwar bei den Lotus Days in Fuji, wo auch Clive Chapman, Sohn vom Firmengründer Colin Chapman und Leiter des Lotus Team Classic, mit dabei war.

Anlässlich der Veranstaltung in Fuji ließ es sich Clive Chapman nicht nehmen, den 49 R4 persönlich zu signieren.

Race Results Lotus 49 R4:
1. Januar 1968 Grand Prix Südafrika, Kyalami  Startnummer 4  Jim Clark
Ergebnis:  Zeittraining  1. Platz, Rennen:  1. Platz  (schnellste Rennrunde)

17.März 1968 Race of Champions, Brands Hatch  Jo Siffert
Ergebnis: nicht gestartet nach Unfall im freien Training

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