Description

Highlights

Dieser 1956 Lincoln Premiere Hardtop Coupé ist kein gewöhnlicher Vertreter seiner Baureihe, sondern ein dokumentiertes Stück amerikanischer Kustom-Geschichte. Als „Royal Empress“ von Gene Winfield und Bill Reasoner aufgebaut und später von John D’Agostino weiterentwickelt, gewann der Wagen 1991 sowohl den Al Slonkaer Award als auch den Harry Bradley Design Achievement Award. 2006 gelangte der Custom von Bill Abate in die Sammlung von John O’Quinn und wurde anschließend erneut individualisiert – unter anderem mit der heutigen Lackierung in Tequila Sunrise Orange und einem neu gestalteten Innenraum. In dieser Phase erhielt der Lincoln seinen heutigen Namen „Dreamsicle“.

Allgemeines zum Fahrzeug

Der Lincoln Premiere debütierte 1956 als neues Spitzenmodell der Marke neben dem Continental Mark II. Die vorliegenden Unterlagen beschreiben den Modelljahrgang als deutlichen Bruch mit der zuvor zurückhaltenderen Formensprache. Als gestalterische Einflüsse werden der Mercury X-800 von 1954 und der Lincoln Futura von 1955 genannt. Mit einem auf 126 Zoll angewachsenen Radstand, großvolumigem V8 und „Turbo Drive“-Automatik stand der Premiere für eine selbstbewusst futuristische amerikanische Luxusidee der Mitte der 1950er-Jahre.

Die Verkäuferdokumentation nennt für das Serienmodell einen 368-ci-V8 mit 285 PS. Beim hier angebotenen Custom wurde diese Basis im Lauf seiner Entwicklung jedoch verändert. Für den heutigen Fahrzeugzustand sind 368 ci Hubraum und 300 PS dokumentiert und verifiziert. Damit steht bei diesem Exemplar weniger die Werksoriginalität im Vordergrund als seine individuelle Entstehungs- und Umbaugeschichte innerhalb der amerikanischen Kustom-Szene.

Dieses Fahrzeug

Exterieur

Schon optisch macht der „Dreamsicle“ deutlich, dass er nicht als restaurierter Serien-Lincoln verstanden werden will. Die Karosserie trägt die verifizierte Lackierung Tequila Sunrise Orange. Die Fotografien zeigen einen tief wirkenden Hardtop-Custom mit langer Haube, fließender Dachlinie, ausgeprägt breiten Flanken und zahlreichen Chromdetails. Die orangefarbene Lackierung wird durch Weißwandreifen und 15-Zoll-Stahlfelgen mit Radkappen ergänzt.

Die heutige Gestaltung ist das Ergebnis mehrerer dokumentierter Entwicklungsstufen. Die ursprüngliche „Royal Empress“-Konfiguration geht auf Gene Winfield und Bill Reasoner zurück. Später wurde der Wagen von John D’Agostino weiter verfeinert. Nach dem Erwerb durch John O’Quinn im Jahr 2006 erfolgte eine weitere Individualisierung, bei der unter anderem die heutige Farbgebung entstand.

Interieur

Der Innenraum ist als Custom-Ausführung in Perlmuttweiß ausgeführt. Die Bilder zeigen eine bewusst stark individualisierte Gestaltung, die farblich einen klaren Kontrast zur orangefarbenen Karosserie setzt. Der Innenraum gehört damit ebenso zur späteren Custom-Identität des Fahrzeugs wie die Außenlackierung.

Die heutige Interieurkonfiguration wurde im Rahmen der vorliegenden Dokumentation verifiziert. Sie ist ausdrücklich nicht als werksoriginale Premiere-Ausstattung von 1956 zu verstehen, sondern als Bestandteil der dokumentierten Weiterentwicklung des Fahrzeugs zum „Dreamsicle“.

Technik

Unter der Motorhaube arbeitet ein 368-ci-V8 mit 300 PS. Die Kraftübertragung erfolgt über eine „Turbo Drive“-Automatik an die Hinterräder. Der Motorraum ist sichtbar mit zahlreichen Chrom-Applikationen aufgewertet und folgt damit ebenso konsequent der Show-Car-Ästhetik wie Exterieur und Innenraum.

Am Heck verfügt der Lincoln über eine Luftfederung. Vorn ist laut Fahrzeugbeschreibung eine Einzelradaufhängung verbaut. Die technische Konfiguration mit 368-ci-V8, 300 PS, Automatik und Luftfederung wurde für den heutigen Fahrzeugzustand bestätigt.

Matching Numbers und Matching Colors wurden nach den geprüften Unterlagen verifiziert. Ein belastbarer Kilometerstand liegt hingegen nicht vor; der im Datensatz erscheinende Wert von 0 km wird ausdrücklich nicht als tatsächliche Laufleistung interpretiert. Ein separates Zustands- oder Wertgutachten liegt nicht vor.

Historie

Die Provenienz ist der zentrale Punkt dieses Lincoln. Die dokumentierte Geschichte beginnt mit der „Royal Empress“, die von Gene Winfield und Bill Reasoner geschaffen wurde. Später nahm John D’Agostino weitere Verfeinerungen vor. 1991 gewann das Fahrzeug den Al Slonkaer Award sowie den Harry Bradley Design Achievement Award – zwei Auszeichnungen, die seine damalige Bedeutung innerhalb der Show- und Kustom-Szene unterstreichen.

2006 erwarb der Sammler John O’Quinn den Wagen von Bill Abate. Unter O’Quinn wurde der Lincoln nochmals überarbeitet. Die Lackierung in Tequila Sunrise Orange und die Neugestaltung des Innenraums gehören zu dieser Phase. Damit wandelte sich die „Royal Empress“ zur heute bekannten Erscheinung als „Dreamsicle“.

Die Namen Winfield, Reasoner, D’Agostino, Abate und O’Quinn sind in den geprüften Unterlagen dokumentiert. Gerade diese Abfolge macht den Wagen sammlerisch interessant: Sein Wert entsteht nicht primär aus einer unveränderten Werkskonfiguration, sondern aus der belegten Beteiligung mehrerer bedeutender Persönlichkeiten der amerikanischen Kustom- und Sammlerszene.

Service und Dokumente

Die Unterlagen zur Identität und Custom-Historie wurden geprüft. Dokumentiert sind sowohl die Entstehung als „Royal Empress“ als auch die spätere Weiterentwicklung durch John D’Agostino und die Überarbeitung nach dem Erwerb durch John O’Quinn im Jahr 2006. Auch die beiden Auszeichnungen von 1991 sind belegt.

Zum technischen Wartungsverlauf liegen in den gelieferten Daten keine detaillierten Angaben vor. Das Fahrzeug ist aktuell als nicht zugelassen und nicht fahrbereit hinterlegt. Vor einer Inbetriebnahme sollte sein technischer Zustand daher fachkundig geprüft werden. Ein Gutachten liegt nicht vor.

Zusammenfassung

Dieser Lincoln Premiere ist nicht danach zu beurteilen, wie nah er einem Serienfahrzeug von 1956 geblieben ist. Seine sammlerische Bedeutung liegt gerade im Gegenteil: in einer dokumentierten Kustom-Biografie, die Gene Winfield, Bill Reasoner, John D’Agostino, Bill Abate und John O’Quinn miteinander verbindet.

Die Awards von 1991, die spätere Entwicklung von der „Royal Empress“ zum „Dreamsicle“ und die heute verifizierte Konfiguration in Tequila Sunrise Orange mit perlmuttweißem Custom-Interieur geben dem Fahrzeug eine klar eigenständige Identität. Für Sammler amerikanischer Show Cars und historischer Kustoms ist damit weniger die Frage nach serienmäßiger Originalität entscheidend als die belegte Provenienz und die Kontinuität seiner Umbaugeschichte.

Persönlicher Eindruck

Bei diesem Lincoln ist Zurückhaltung schlicht nicht das Thema. Tequila Sunrise Orange, Weißwandreifen, Chrom im Motorraum und Luftfederung – das Auto will gesehen werden. Entscheidend ist aber, dass hinter der Show eine belastbare Geschichte steht. Winfield, Reasoner, D’Agostino und später O’Quinn: Das liest sich weniger wie eine normale Fahrzeughistorie als wie ein Who’s who der amerikanischen Kustom-Szene. Genau deshalb ist der „Dreamsicle“ mehr als nur ein auffälliger 1956er Lincoln.

Condition & Registration

Registered
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Technical Details

Vehicle data

Make
Lincoln
Model series
Premiere
Model name
Premiere Hardtop Coupé
Manufacturer code
60B
First registration date
Not provided
Year of manufacture
1956
Mileage (read)
Chassis number
Not provided
Engine number
Not provided
Gearbox number
Not provided
Matching numbers
No
Number of owners
Not provided

Technical details

Body style
Coupe
Power (kW/hp)
210/285
Cubic capacity (cm³)
6030
Cylinders
8
Doors
Not provided
Steering
Left (LHD)
Gearbox
Automatic
Gears
Not provided
Transmission
Rear
Front brakes
Drum
Rear brakes
Drum
Fuel type
Petrol

Individual Configuration

Exterior color
Orange
Power Assisted Steering
Yes
Interior color
White
Interior material
Imitation leather
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