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Marcos Oldtimer kaufen

Marcos verbindet britischen Leichtbau mit flachen Glasfaserkarosserien und Motoren von Volvo, Ford oder Rover. Finden Sie einen seltenen Marcos Oldtimer, bei dem Rahmen, Zulassung und Herkunft ebenso überzeugen wie die Form.

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Suchergebnisse

Bild 1/15 von Marcos 1800 GT (1972)
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Umbau

1972 | Marcos 1800 GT

1972 Marcos 1800 Prototype '72

€ 52.500
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Bild 1/13 von Marcos Mantis GT3 (2006)
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2006 | Marcos Mantis GT3

“Best value for money in Endurance Legends”

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Bild 1/16 von Marcos Mantara LM600 EVO (2000)
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Bild 1/32 von Marcos Mini Marcos 1300 GT (1978)
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1978 | Marcos Mini Marcos 1300 GT

SOMMERPREIS 2026 @ CITY MOTORS

€ 16.000
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Bild 1/35 von Marcos Mantis XP (1968)
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Bild 1/17 von Marcos Mantis Challenge (1999)
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1999 | Marcos Mantis Challenge

“Anglo-Dutch Challenger”

€ 75.000
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Bild 1/15 von Marcos 3000 GT (1969)
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1969 | Marcos 3000 GT

Sonstige Marcos 

€ 59.900
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"Marcos" Inserats-Referenzen von Classic Trader

Im Folgenden finden Sie Inserate zu Ihrer Suche, die nicht mehr auf Classic Trader verfügbar sind. Für eine bessere Kaufentscheidung können Sie sich mit Hilfe dieser Informationen ein besseres Bild über Verfügbarkeit, Wertentwicklung und aktuellen Preis eines "Marcos" machen.

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Bild 1/8 von Marcos LM500 (1994)

1994 | Marcos LM500

Marcos LM 500 race car | 1994 | Route 66 Auctions - For sale by auction. Estimate 29500 EUR

Preis auf Anfragevor 8 Monaten
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Bild 1/8 von Marcos 1600 GT (1968)

1968 | Marcos 1600 GT

Marcos 1600 GT | 1968 | Route 66 Auctions - For sale by auction. Estimate 23500 EUR

Preis auf Anfragevor 10 Monaten
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Bild 1/8 von Marcos 1600 GT (1968)

1968 | Marcos 1600 GT

Marcos 1600 GT | 1968 | Route 66 Auctions - For sale by auction. Estimate 23500 EUR

Preis auf Anfragevor 11 Monaten
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Bild 1/16 von Marcos 3.0 Liter (1969)

1969 | Marcos 3.0 Liter

€ 54.900letztes Jahr
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Bild 1/50 von Marcos 1500 GT (1967)

1967 | Marcos 1500 GT

1967 Marcos 1500 GT. Im Auktionsverkauf. Schätzwert: 14.000 € - 20.000 €. Ohne Mindestpreis!

Preis auf Anfrageletztes Jahr
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Bild 1/12 von Marcos 1800 GT (1965)

1965 | Marcos 1800 GT

Oldtimer mit H-Zulassung, sehr selten !

€ 36.000letztes Jahr
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Bild 1/40 von Marcos 1800 GT (1965)

1965 | Marcos 1800 GT

1965 Marcos 1800GT FIA GTP1

Preis auf Anfrageletztes Jahr
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Bild 1/9 von Marcos 1600 GT (1968)

1968 | Marcos 1600 GT

Being sold by the CEO of Marcos Motor Company

€ 21.498vor 2 Jahren
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Geschichte einer eigensinnigen britischen Marke

Bei Marcos war Kleinserie nie ein nachträgliches Etikett, sondern das Konstruktionsprinzip. Jem Marsh und Frank Costin gründeten die Marke 1959; der Name setzt sich aus den ersten Silben ihrer Familiennamen zusammen. Costin brachte Erfahrung aus Aerodynamik und Flugzeugbau mit, Marsh die praktische Seite des Rennwagenbaus. Die ersten Marcos-Rennwagen trugen deshalb einen verklebten Sperrholzaufbau. Das war kein nostalgischer Rückgriff, sondern ein sehr leichter und steifer Verbund nach einem im britischen Flugzeugbau erprobten Gedanken.

1964 wurde daraus der 1800 GT, die prägende Straßenform der Marke. Dennis und Peter Adams zeichneten ein Coupé, das mit rund 1,08 Metern Höhe erstaunlich tief war. Unter der langen, nach vorn klappenden Haube saß der 1,8-Liter-B18 von Volvo, bekannt aus dem P1800. Die ersten Autos hatten Holzchassis, Vierganggetriebe mit Overdrive und teilweise eine De-Dion-Hinterachse. Etwa 100 Volvo-1800 entstanden. Der Fahrer sitzt fast liegend; statt eines verschiebbaren Sitzes lässt sich der Pedalkasten verstellen. Dieses ungewöhnliche Layout ist bis heute ein entscheidender Teil des Marcos-Erlebnisses.

Auf den 1800 folgten 1500, 1650 und besonders der 1600 GT mit Ford-Kent- beziehungsweise Crossflow-Vierzylinder. Der 1600 war mit 192 gebauten Wagen die zahlreichste frühe Ausführung. 1969 änderte sich die Konstruktion grundlegend: Das aufwendig gefertigte Holz wich einem geschweißten Rahmen aus quadratischen Stahlrohren. Damit kamen Ford-Essex-V4 und der 3-Litre mit 2.994 cm³ großem Essex-V6 und 140 bhp. Für Nordamerika und später weitere Märkte gab es auch den Volvo-B30-Reihensechszylinder; Marcos Heritage nennt 172 gebaute B30-Autos. Die längere Haubenwölbung und die andere Gewichtsverteilung sind beim Besichtigen wichtiger als bloß der Schriftzug am Heck.

Der viersitzige Mantis M70 war 1970 der Versuch, in eine andere Klasse vorzustoßen. Sein Triumph-2.5-PI-Reihensechser und die futuristische 2+2-Karosserie machten ihn technisch interessant, wirtschaftlich jedoch nicht erfolgreich: Nur 32 entstanden. Hohe Entwicklungskosten, Probleme mit US-Exporten und der Umzug belasteten den Betrieb; 1971 endete die erste Produktionsepoche. Marsh hielt allerdings Service, Teile und Registerwissen am Leben und sicherte später Formen sowie Namensrechte.

1981 kehrte Marcos zurück, zunächst wieder mit dem alten GT-Konzept in Komponentenform. Für Käufer ist das ein wesentlicher historischer Unterschied: Ein später Marcos kann ein sorgfältig gebautes Auto sein, aber eben auch ein individuell vollendetes Komponentenfahrzeug. 1983 erschien die Mantula mit Rover-V8, ab 1986 auch als Spyder und mit unabhängiger Hinterradaufhängung. Vom Mantula Coupé entstanden rund 170, vom Spyder 119. Ab 1992 positionierte die nur werkseitig gebaute Mantara Marcos moderner; 137 Exemplare wurden gefertigt.

In den 1990er-Jahren wurde die Marke durch GT-Rennwagen sichtbar. LM500 und LM600 traten in der BRDC-Serie, BPR und in Le Mans an. Der 6,13-Liter-Chevrolet-V8 des LM600 leistete rund 530 bhp; vier Chassis werden für 1995/96 geführt. Der 1997 präsentierte, zweisitzige Mantis war kein Nachfolger des M70 im klassischen Sinn, sondern ein niedriges Straßenauto mit 4,6-Liter-Ford-Quad-Cam-V8. 51 Straßen-Mantis entstanden bis 2002. Weitere Wiederbelebungen brachten TS und TSO, doch die reguläre Fertigung endete 2007. Für einen österreichischen Käufer ist diese wechselhafte Geschichte kein Gegenargument, solange sie mit Fahrgestellnummer, Rechnungen und den richtigen Papieren nachvollziehbar bleibt.

Was einen Marcos auszeichnet

Eine Glasfaserkarosserie, Frontmotor, Hinterradantrieb und wenig Gewicht verbinden fast alle Marcos. Dennoch ist es falsch, die Marke als eine einheitliche Baureihe zu behandeln. Ein früher GT mit Holzstruktur, eine in den 1980ern fertiggestellte Mantula und eine späte Mantis teilen nur Teile ihrer Technik. Die konkrete Spezifikation ist wichtiger als das Emblem.

Der frühe GT ist das leichteste und formal reinste Angebot. Ein korrekt erhaltener 1800 mit Volvo B18, Laycock-Overdrive und früher Achskonstruktion wirkt besonders konsequent. Ford-Vierzylinder machen ihn nicht minder attraktiv; für Kent- und Crossflow-Motoren sind Verschleißteile im europäischen Handel oft einfacher zu beschaffen. Der 3-Litre bringt souveräneres Drehmoment und höhere Reisetauglichkeit, legt mit seinen schweren Graugussmotoren aber auch Last auf die Vorderachse.

Die Mantula kombiniert die alte Adams-Silhouette mit einem sehr kompakten V8. Der Rover-Achtzylinder stammt ursprünglich aus dem Buick-215-Konzept, ist leicht gebaut und im britischen Spezialistenumfeld bestens bekannt. Rund 190 bis 200 bhp in einem etwa eine Tonne leichten Coupé ergeben keine abstrakte Zahl, sondern unmittelbaren Schub. Eine Mantula ist damit für viele der zugänglichste Marcos: emotional, kräftig und mechanisch vergleichsweise verständlich. Voraussetzung ist, dass ihr Entstehungsweg transparent bleibt.

Mantara und GTS bringen Einzelradaufhängung, zeitgemäßere Elektrik und je nach Ausführung den 3,9-Liter-Rover-V8 oder einen Rover-T16-Turbo. Die Mantis schließlich steht für die extreme Seite der Marke: breiter Aufbau, 32 Ventile, rund 352 bhp und eine sehr kleine Stückzahl. Sie ist kein günstiger Ersatz für einen modernen Supersportwagen, sondern ein handgebautes Sammlerauto mit eigenem Ersatzteil- und Diagnosebedarf. Ein überladener Umbau ohne Unterlagen ist bei keiner Marcos-Generation ein Vorteil.

Für Österreich gehört zur Besonderheit auch die Zulassungsfrage. Ein britischer Rechtslenker kann authentisch und preislich interessant sein, auf engen Alpenstraßen und beim Überholen aber bewusst gewählt werden müssen. Viele Fahrzeuge kommen aus Großbritannien, den Niederlanden, Belgien oder Deutschland. Gute Kommunikation mit einem Marcos-Spezialisten und dem Owners Club ist bei so kleinen Serien wertvoller als eine allgemeine Teilekatalognummer. Marcos Heritage hält für zahlreiche Modelle Wissen und Komponenten bereit; fahrzeugspezifische Scheiben, Leuchten, Dichtungen und Innenraumteile bleiben dennoch vor dem Kauf zu prüfen.

Technische Daten wichtiger Marcos

Kleine Serien, Motorrevisionen und Komponentenbauten erklären abweichende Angaben. Für die Zulassung und die Bewertung eines bestimmten Autos zählen daher Datenblatt, Motornummer, Fahrgestellnummer und der tatsächlich verbaute Zustand.

Bei allen Motoren lohnt die Originalitätsprüfung. Ein revidierter Austauschmotor kann technisch ausgezeichnet sein, bei einem frühen 1800 oder dokumentierten Rennwagen aber den Sammlerwert verändern. Vergaser, Ansaugung, Overdrive, Achsen und Bremsspezifikation sollten zur Fahrgestellakte passen. Bei einer in Österreich erforderlichen Einzelgenehmigung erleichtert ein vollständiges, fahrgestellnummerbezogenes Datenblatt mit Gewichten, Leistung, Rad-Reifen-Kombination, Geräuschwerten und Höchstgeschwindigkeit die Vorführung erheblich.

Marktübersicht und Kauftipps

Der Marcos-Markt ist international, dünn besetzt und stark von Substanz abhängig. Deshalb sind Zustandsnoten allein wenig aussagekräftig. Zwei jüngere, tatsächlich erzielte Auktionsresultate markieren die Spannweite: Ein restaurierungsbedürftiger Marcos 3-Litre mit Volvo-B30 wechselte im April 2025 bei Bring a Trailer für 20.000 US-Dollar den Besitzer. Ein 1969er 1600 GT mit aufgearbeiteter Karosserie, Teilen der Holzstruktur, Antrieb und Fahrwerk erzielte dort im Juni 2026 29.500 US-Dollar. Das sind keine Euro-Preislisten und keine Garantie für ein österreichisches Fahrzeug; sie zeigen jedoch, dass dokumentierte Arbeit und fahrbereite Substanz mehr zählen als Seltenheit auf dem Papier.

Für eine österreichische Kalkulation kommen zum Kaufpreis Transport, Begutachtung, mögliche Nachrüstung und die Genehmigung. Bei einem Import aus einem EU-Staat entstehen zwar grundsätzlich weder Zoll noch Einfuhrumsatzsteuer, doch ein Marcos hat üblicherweise keine moderne EU-Betriebserlaubnis. Dann ist eine Einzelgenehmigung bei der Landesprüfstelle wahrscheinlich. Ausländische Zulassungsdokumente, Kaufvertrag, Erstzulassungsnachweis, technische Daten und aussagekräftige Fotos gehören vor der Überstellung in die Akte – nicht erst nach dem Kauf.

Die NoVA sollte nie pauschal in den Preis eingerechnet oder ausgeblendet werden. Ein über 30 Jahre altes, originales, nicht mehr produziertes Modell kann bei Einreihung als Sammlungsstück von geschichtlichem Wert von der NoVA befreit sein. Das ist aber kein Automatismus allein wegen des Alters. Bei einem Import aus der EU richtet sich die NoVA eines nicht befreiten Gebrauchtwagens grundsätzlich nach der bei der ersten EU-Zulassung geltenden Rechtslage und dem nachgewiesenen gemeinen Wert. Vor Vertragsabschluss sind Landesprüfstelle, Finanzamt beziehungsweise fachkundige Beratung mit den Papieren des konkreten Marcos einzubeziehen.

Wer einen Marcos als historisches Kraftfahrzeug typisieren möchte, muss ebenfalls genau hinsehen. Das Auto muss älter als 30 Jahre sein, in der approbierten Liste geführt werden oder eine Empfehlung erhalten können, originalgetreu und in gutem Zustand sein. Für die historische Zulassung gelten maximal 120 Nutzungstage pro Jahr, fahrtenbuchartige Aufzeichnungen und das zweijährige §57a-Intervall. Ein später Motor, moderne Felgen, auffällige Bremsanlage oder ein unklarer Kompressorumbau kann diese Einordnung erschweren. Zeitgenössische Änderungen sind nicht einfach frei wählbar, sondern brauchen nachvollziehbare Nachweise.

Die Besichtigung beginnt auf der Hebebühne. Beim GT bis ungefähr 1969 ist die Holzstruktur Kern der Prüfung. Leuchten Sie Fußräume, Kofferraum, Übergang zum Motorraum, Fensterrahmen und alle Bereiche mit möglichem Wassereintritt aus. Weiche Zonen, Delamination, dicke Versiegelung ohne Fotos oder aufgeschraubte Stahlplatten sind keine Kleinigkeit. Holz kann fachgerecht repariert werden, doch dafür braucht es Kompetenz mit dieser speziellen Konstruktion. Zu breite Reifen und erheblich höheres Drehmoment können eine für deutlich geringere Leistung ausgelegte Struktur zusätzlich belasten.

Stahlrahmen-Autos rosten unter ihrer Glasfaserhaut. Seitliche Längsrohre hinter den Schwellerverkleidungen, die Zonen hinter den Vorderrädern und die aufrechten Rohre vor den Hinterrädern sind mit Lampe, Hand und am besten Endoskop zu prüfen. Rost bedeutet oft Karosserie abheben. Nachträgliches Schweißen nahe der Glasfaser ist brandgefährlich und kein Ersatz für eine sauber dokumentierte Rahmenreparatur. Rechnungen, Fotos, Vermessungsprotokoll und Angaben zu Verzinkung oder Hohlraumkonservierung sind hier kaufentscheidend.

Bei Mantula und Mantara zählen Qualität und Geschichte des Aufbaus. Ein Bauordner mit Rechnungen, Fotos, Motor- und Getriebeherkunft sowie früheren Zulassungen ist wichtiger als ein glänzender Lack. Prüfen Sie beim Rover-V8 warmen Öldruck, Kühlung, Nockenwellengeräusche, Undichtigkeiten und die LT77-Schaltung. Beim Volvo B18/B30 gehören Kompression, Vergaser, Overdrive und Temperaturhaushalt auf die Liste; beim Essex-V6 Steuertrieb, Leckagen und Abstimmung. Späte Mantis verlangen eine Diagnose von Motorsteuerung, Kraftstoff- und Kühlsystem. Die originale Kunststoff-Öldruckleitung sollte durch eine belastbare Leitung ersetzt worden sein, weil austretendes Öl am heißen Krümmer ein ernstes Risiko ist.

Glasfaser rostet nicht, verdeckt aber Unfälle und Strukturprobleme. Haarrisse an Befestigungspunkten, ungleiche Spaltmaße, matte Gelcoatstellen, Blasen und schlecht passende Hauben sind Anlass für eine genaue Prüfung. Auch Tank, Differentialhalterung und obere Dämpferaufnahmen späterer Autos verdienen Aufmerksamkeit. Ein unabhängiger Vorkaufscheck durch jemanden, der Marcos tatsächlich kennt, ist bei den möglichen Folgekosten deutlich günstiger als eine rein optische Kaufentscheidung.

Fahrerlebnis zwischen Landstraße und Pass

Ein früher GT macht auch bei moderatem Tempo ernst. Die tiefe Sitzposition, die schmale Verglasung und die lange Haube lassen eine österreichische Landstraße unmittelbarer wirken als in einem späteren Großseriencoupé. Der kleine Volvo oder Ford braucht Drehzahl und einen Fahrer, der den Overdrive und die Gänge aktiv nutzt. Im Gegenzug lenkt der leichte Wagen prompt ein und vermittelt jede Veränderung des Belags. Wer bequemen Einstieg, viel Seitenraum und leise Autobahnreisen erwartet, wird ihn missverstehen.

Ein 3-Litre fährt gelassener aus Kehren, fühlt sich mit seinem Sechszylinder vorn jedoch weniger filigran an. Die Mantula setzt auf das Gegenteil des hochdrehenden Vierzylinders: Der Rover-V8 liefert Druck von unten, ein dunkles Auspuffgeräusch und im Spyder offene Sinneseindrücke. Die Hinterachse ab 1986 ist auf schlechten Straßen ein spürbarer Fortschritt. Gerade auf Passstraßen entscheiden frische Reifen, korrekt eingestellte Dämpfer und eine saubere Achsvermessung stärker über Vertrauen als eine hohe Prospektleistung.

Mantara und Mantis können deutlich schneller sein, behalten aber den handgebauten Charakter. Die Mantis verlangt Respekt vor Leistung und Sicht nach vorn über ihre Wölbungen; sie belohnt einen kundigen Fahrer mit direkter, unverfälschter Mechanik. Keiner dieser Marcos ist ein Auto, das man nach langer Standzeit einfach an einem schönen Sonntag ohne Vorbereitung weckt. Regelmäßige Bewegung, gute Flüssigkeiten und präventive Wartung gehören zum Fahrvergnügen.

Design und Konstruktion

Frank Costins Einfluss steckt im Leichtbaugedanken, die sichtbare Handschrift kommt von Dennis und Peter Adams. Der 1800 GT war bei seiner Präsentation außergewöhnlich flach, ohne italienische Formen zu kopieren. Die vorn angeschlagene Haube, die schmalen Fensterflächen und die eingezogenen Flanken erzeugen Spannung statt Zierrat. Dass die Grundform über GT, Mantula und Mantara fast drei Jahrzehnte weiterlebte, zeigt ihre Stärke als Markenbild.

Glasfaser ermöglichte kleine Serien ohne teure Presswerkzeuge. Der frühe Holzaufbau bestand aus hunderten verklebten Teilen und war anspruchsvoller Ingenieurbau, nicht improvisiertes Basteln. Der Stahlrohrrahmen reduzierte Fertigungszeit und vereinfachte Motorvarianten, schuf jedoch die heute entscheidende Korrosionsfrage. Mantula und Mantara modernisierten die alte Linie mit Spoilern, breiteren Radhäusern und besser ausgestatteten Innenräumen. Die Mantis brach bewusst damit: flacher, breiter und mit sichtbarer Nähe zum GT-Rennsport.

Rennsport, Clubs und Herkunft

Der Rennsport erklärt, warum Marcos trotz geringer Stückzahlen so präsent blieb. Der LM600 gewann 1995 die BRDC National Sports GT Championship; in Le Mans erreichte das Werksteam im selben Jahr einen siebten Klassenrang. In späteren Serien prägte auch der Niederländer Cor Euser die Geschichte. Solche Namen machen einen Renn-Mantis oder LM nicht automatisch wertvoll. Entscheidend sind Chassisakte, lückenlose Veranstaltungshistorie, heutige Spezifikation, Sicherheitsausrüstung und die Frage, ob das Auto in Österreich jemals straßenzulassungsfähig sein soll.

Die aktive Szene ist ein praktischer Vorteil. Der Marcos Owners Club, Marcos Heritage und spezialisierte Betriebe können Fahrgestellnummern, Bauzustände und typische Teileherkünfte einordnen. Vor allem bei aus Großbritannien kommenden Komponentenfahrzeugen hilft eine Registeranfrage, Werks-, Kit- oder späteren Wiederaufbau zu unterscheiden. Für österreichische Käufer ist sie zugleich eine Vorbereitung auf Datenblatt und Einzelgenehmigung.

Fazit: Marcos Oldtimer mit Akte kaufen

Ein Marcos Oldtimer ist ein Kauf für Menschen, die britische Individualität fahren und technische Verantwortung übernehmen wollen. Der 1800 oder 1600 GT steht für Leichtbau und die ursprüngliche Adams-Form, der 3-Litre für mehr Druck, die Mantula für V8-Charakter und die späte Mantis für ausgesprochene Seltenheit mit Rennsportnähe.

In Österreich entscheidet neben der Substanz die Zulassungsakte. Kaufen Sie frühes Holz erst nach fachkundiger Feuchte- und Strukturprüfung, Stahl erst nach Rahmenkontrolle auf der Bühne und Komponentenautos nur mit belegtem Aufbau. Sind Herkunft, Typisierung und Wartung nachvollziehbar, wird aus einem seltenen Angebot ein Marcos, der auf österreichischen Straßen ebenso überzeugt wie in einer Sammlung.

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