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Lola Oldtimer kaufen
Lola baute Rennwagen mit einer klaren Priorität: geringes Gewicht, präzise Rückmeldung und belastbare Technik für den Wettbewerb. Finden Sie auf Classic Trader dokumentierte Lola Klassiker – vom frühen Sportwagen bis zum V8-Prototypen.
Suchergebnisse

1967 | Lola T70
Lola T70 Mk3B Spyder

1972 | Lola T280
Lola T280 (DFV)

1971 | Lola T212
Lola T212
"Lola" Inserats-Referenzen von Classic Trader
Im Folgenden finden Sie Inserate zu Ihrer Suche, die nicht mehr auf Classic Trader verfügbar sind. Für eine bessere Kaufentscheidung können Sie sich mit Hilfe dieser Informationen ein besseres Bild über Verfügbarkeit, Wertentwicklung und aktuellen Preis eines "Lola" machen.

1978 | Lola T622
1978 Lola T622 Formula Libre/ Monoposto - Ex-Andrew Broadley

1972 | Lola T290
“Strong Coffee”

1967 | Lola T70
1968 Lola T70 Mk III

1984 | Lola T711
Lola T711 Corvette GTP (Group C)

1972 | Lola T290
Lola T290

1969 | Lola T70
UK ROAD REGISTERED

1969 | Lola T70

1969 | Lola T70

1975 | Lola T400-F5000
Complete and ready to use!

1967 | Lola T70
LOLA T70 MKB3

1973 | Lola T332
1973 Lola Lola 330/332 F5000 Chevrolet
Lola: britischer Rennwagenbau mit weltweiter Wirkung
Ein Lola Oldtimer ist fast nie ein klassisches Automobil im üblichen Sinn. Er ist ein Werkzeug für Rundstrecke, Bergrennen oder historische Rennveranstaltungen. Genau das macht die Marke für Käufer in Österreich interessant: Wer einen Lola erwirbt, kauft nicht bloß eine attraktive Karosserie mit großer Vergangenheit, sondern ein konkretes Chassis mit technischer Biografie, möglicher Startberechtigung und einem eigenen Ersatzteilbestand.
Die Geschichte begann 1958 in Großbritannien. Eric Broadley hatte zuvor mit seinem Cousin einen Ford-basierten Broadley Special gebaut und entschied sich danach für einen leichteren, konsequenteren Sportwagen. Der erste Lola Mk1 entstand in der Werkstatt von Maurice Gomm in West Byfleet und erhielt meist einen 1.098-cm³-Coventry-Climax-FWA. Broadley gründete mit seinen Ersparnissen Lola Cars Ltd.; die Bezeichnung bezog sich auf das Lied „Whatever Lola Wants“. Sein Geschäftsprinzip war jedoch denkbar sachlich: Ein Privatfahrer sollte einen konkurrenzfähigen Rennwagen kaufen, warten und auf einer Vielzahl von Strecken einsetzen können.
Der Mk1 traf den britischen Clubsport genau zum richtigen Zeitpunkt. Sein leichter Mehrrohrrahmen, die Aluminiumkarosserie der frühen Exemplare und später auch GFK-Aufbauten machten ihn beweglich und bezahlbarer als größere Rennwagen. Peter Ashdown und andere Fahrer erzielten rasch Klassensiege. Die Lola-Historie verzeichnet für den Mk1 etwa 35 gebaute Wagen in den ersten vier Jahren; das Chassis-Logbuch nennt 34, während weitere Quellen wegen unterschiedlicher Umbauten und Nachbauten höhere Zahlen annehmen. Schon diese Abweichung zeigt eine zentrale Regel beim Kauf: Produktionszahlen sind ein Anhaltspunkt, aber niemals Ersatz für die Prüfung der einzelnen Identität.
1963 folgte mit dem Mk6 GT ein großer Schritt. Broadley platzierte einen Ford-V8 hinter dem Fahrer und schuf ein sehr flaches Coupé, das beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans eingesetzt wurde. Ford wurde auf das Konzept aufmerksam und verpflichtete Broadley zeitweise für die Entwicklung des späteren GT40. Nach der Rückkehr in die Selbstständigkeit übertrug Lola die Erfahrung in ein noch klarer auf Kundensport zugeschnittenes Auto: den 1965 vorgestellten T70.
Der T70 wurde zum berühmtesten Lola. Zunächst als offener Gruppe-7-Spyder, später als Coupé, kombinierte er ein Aluminium-Monocoque mit großvolumigen Ford- oder Chevrolet-V8 und Hewland-Transaxle. John Surtees gewann 1966 die erste Can-Am-Meisterschaft in einem T70 Mk II Chevrolet. Das Penske-Team siegte 1969 mit Mark Donohue und Chuck Parsons im T70 Mk IIIB bei den 24 Stunden von Daytona. Damit bewies Lola, dass ein Kundenrennwagen nicht nur auf kurzen Sprints funktionieren musste.
Die Marke blieb aber bewusst breit aufgestellt. In der Zwei-Liter-Sportwagenklasse setzte Lola mit T210 und T212 auf leichtere Aluminium-Monocoques, Cosworth-FVC-Vierzylinder und ein kompaktes Fahrwerk. Helmut Marko gewann 1971 auf einem T212 die Europäische Zwei-Liter-Sportwagenmeisterschaft; für österreichische Enthusiasten ist das ein besonders greifbarer Teil der Lola-Geschichte. Der spätere T280 trug den drei Liter großen Cosworth-DFV-V8 in die Weltmeisterschaft für Sportwagen. Mit dem T332 und verwandten Typen prägte Lola außerdem Formel 5000, während die Firma später in Formel Ford, Formel 3000, Indycar und Sportprototypen aktiv blieb.
Die ursprüngliche Lola Cars Ltd. wurde 2012 insolvent. Historische Rennwagen, Konstruktionsunterlagen und die Marke blieben dennoch präsent. Dadurch existieren heute originale Chassis, zeitgenössisch reparierte Fahrzeuge, Wagen mit Ersatz-Monocoque, spätere Continuation Cars und Repliken nebeneinander. Diese Gruppen sind nicht pauschal besser oder schlechter; sie haben aber vollkommen unterschiedliche Werte, Zulassungsmöglichkeiten und Einsatzfelder.
Weshalb ein Lola kein gewöhnlicher Oldtimer ist
Lola baute für eine Aufgabe, nicht für einen Parkplatz vor dem Kaffeehaus. Das spürt man an jeder Baugruppe. Ein Gitterrohrrahmen oder Aluminium-Tub trägt eine dünne Karosserie; die Fahrwerksgeometrie ist verstellbar; Kühlung, Tankanlage und Getriebe sind auf schnelle Wartung ausgelegt. Komfortausstattung, Dämmung und Reserven gegen Fehlbedienung spielen kaum eine Rolle. Wer einen Lola kaufen möchte, sollte deshalb zuerst die geplante Verwendung benennen: Sammlung, Demonstrationsfahrten, Bergrennsport, Gleichmäßigkeitsveranstaltung oder ernsthafte historische Rundstrecke.
Die Leichtbauweise ist der gemeinsame Kern sehr verschiedener Lola. Beim Mk1 wog der bronzegeschweißte Rahmen nur rund 27 Kilogramm, während das komplette Auto je nach Ausführung knapp 370 bis 380 Kilogramm ohne Kraftstoff erreichte. Beim T70 ermöglichten Monocoque, Doppelquerlenker und flache GFK-Karosserie eine ungewöhnliche Verbindung aus großer V8-Leistung und vergleichsweise geringer Masse. T212 und T280 sind noch stärker vom Gedanken geprägt, dass Steifigkeit, Aerodynamik und Zugänglichkeit miteinander arbeiten müssen.
Für den Käufer ist ebenso wichtig, dass Lola auf verbreitete Rennkomponenten setzte. Hewland-Getriebe, Cosworth-Motoren und Chevrolet-Small-Blocks werden von erfahrenen Spezialisten in Europa weiterhin betreut. Das reduziert nicht automatisch die Kosten, schafft aber eine bessere technische Basis als bei einem exotischen Einzelmotor. Seltene Uprights, originale Magnesiumräder, historische Instrumente oder eine passende Karosserieform können dagegen lange Suchzeiten und hohe Rechnungen auslösen. Ein umfangreiches Paket aus Übersetzungen, Felgen, Naben, Anlasser, Nasen und Dokumentation kann bei einem Rennwagen wertvoller sein als eine kosmetisch perfekte Lackierung.
Besonders reizvoll ist die klare Spreizung innerhalb der Marke. Ein Mk1 belohnt das saubere Mitnehmen von Geschwindigkeit. Ein T70 verlangt Respekt vor Drehmoment und Bremsweg. Ein Zwei-Liter-Prototyp kommuniziert über Drehzahl, Einlenken und Aerodynamik; ein Formel-5000-Wagen mit V8 ist eine körperliche Aufgabe. Diese Unterschiede sind kein Argument, einzelne Typen auf einer Marken-Seite gegeneinander auszuspielen. Sie helfen vielmehr, die passende Lola-Welt zu wählen.
Technische Daten repräsentativer Lola
Die Daten beschreiben typische zeitgenössische Konfigurationen. Motoren, Übersetzungen, Flügel, Reifen und Karosserien konnten bei Kundenfahrzeugen variieren. Bei jedem angebotenen Wagen haben Fahrgestellakte und technische Bestandsaufnahme Vorrang vor einer Tabellenangabe.
Beim T70 ist die Motornummer wichtiger als eine allgemeine PS-Angabe. Ein 1966er Mk-II-Spyder mit 5,0-Liter-Chevrolet und Vierfachvergaser ist technisch und wirtschaftlich etwas anderes als ein Wagen mit 5,7-Liter-Rennmotor, Trockensumpf, anderer Nocke und zeitgenössisch korrekter Einspritzung. Ein Prüfstandsblatt, die Rechnung des Motorenbauers sowie Laufzeiten nach Revision sollten zur Akte gehören.
Beim T212 verdient der FVC besondere Aufmerksamkeit. Der hochdrehende Cosworth-Vierzylinder wird nach Betriebsstunden beurteilt, nicht nach einer Kilometerzahl. Das bei Iconic Auctioneers im Februar 2024 angebotene Chassis HU34B wurde mit 245 bhp aus 1,8 Litern, rund 550 Kilogramm, einem Fünfgang-Hewland und gültigem FIA Historic Technical Passport bis Ende 2029 beschrieben. Das Beispiel zeigt die fachliche Logik solcher Angebote: Motorbauer, HTP, Radsätze und betreuende Werkstatt sind konkrete wertbildende Informationen.
Marktübersicht und Kauftipps
Der österreichische Markt für Lola ist klein und international. Die meisten ernsthaften Angebote kommen aus Großbritannien, Frankreich, Italien, Deutschland, den USA oder von spezialisierten Rennwagenhändlern. Ein Preis in EUR kann daher zunächst nur die Währungsumrechnung eines Auslandspreises sein. Käufer sollten Transport, Besichtigung, unabhängiges Gutachten, mögliche Importabwicklung und die Kosten für eine sichere erste Saison von Anfang an einkalkulieren.
Reale Ergebnisse helfen bei der Einordnung, dürfen aber nicht als Preisliste gelesen werden. Ein 1966 Lola T70 Mk II Spyder wurde am 8. August 2024 bei Bring a Trailer für 255.000 US-Dollar verkauft. Das Chassis SL71/28 war eines von 33 Mk-II-Spyders, besaß dokumentierte USRRC- und SCCA-Vergangenheit und einen 5,0-Liter-Chevrolet. Ein 1967er T70 Mk II Spyder erzielte bei Gooding Christie’s 475.000 US-Dollar. Solche Abstände entstehen aus Historie, Spezifikation, Originalsubstanz, Rennbereitschaft und Marktzeitpunkt, nicht aus Baujahr und Karosserie allein.
Für einen T212 in FIA-Spezifikation nannte Iconic Auctioneers im Februar 2024 eine Schätzung von 150.000 bis 170.000 GBP; ein Zuschlag kam nicht zustande. Das ist ausdrücklich kein Verkaufswert, sondern ein aktueller Hinweis auf die Marktposition eines sauber beschriebenen Zwei-Liter-Prototyps. Ein günstigeres Projektauto kann durch Tub-Arbeit, Motorrevision, Fuel Cell, HTP-Antrag und fehlende Ersatzteile rasch teurer werden als ein sofort einsatzfähiger Wagen.
Vor Abschluss eines Kaufvertrags gehören mindestens diese Punkte in die Prüfung:
- Identität: Chassisnummern am Fahrzeug, Typenschild, Werks- oder Registerunterlagen, alte Wagenpässe und Eigentumskette müssen zusammenpassen. Bei historischen Rennwagen sind Ersatz-Tubs und umnummerierte Nachbauten ein bekanntes Risiko.
- Monocoque und Rahmen: Aluminium auf Kontaktkorrosion, Risse und harte Unfallreparaturen prüfen lassen. Kritisch sind Aufnahmen von Querlenkern, Bulkheads, Überrollstruktur und hinterem Hilfsrahmen. Eine gute Reparatur ist zulässig, muss aber fachlich und zeitlich nachvollziehbar sein.
- Antrieb: Laufstunden und Revisionen von Motor, Hewland, Kupplung, Sperrdifferenzial und Antriebswellen belegen lassen. Ölproben, Kompressionswerte und Prüfstandsprotokoll sind besser als eine bloße Aussage über guten Lauf.
- Fahrwerk: Magnesiumteile, Felgen, Uprights, Lenkhebel und Bremssättel benötigen eine sachkundige Rissprüfung. Neue Dämpfer oder Reifen ersetzen keine Prüfung der Geometrie und der tragenden Teile.
- Sicherheit und Rennzugang: Gültigkeit von FIA-HTP, Wagenpass, Gurten, Feuerlöschanlage und Fuel Cell kontrollieren. Ein HTP ist wertvoll, garantiert aber keine Nennung bei jedem Veranstalter; der konkrete Veranstalter entscheidet nach seinem Reglement.
- Lieferumfang: Zwei Radsätze, Übersetzungen, Karosserie-Ersatzteile, Datenblätter und Sonderwerkzeuge schriftlich einzeln aufführen. Ein nachträglich fehlender Satz originaler Felgen ist kein kleines Zubehörproblem.
Für Österreich kommt die Straßennutzung als eigene Frage hinzu. Ein reiner Rennwagen ist nicht automatisch sinnvoll oder unkompliziert zuzulassen. Bei einem Import muss das Fahrzeug in die österreichische Genehmigungsdatenbank aufgenommen werden; falls kein geeigneter Nachweis oder keine Eintragung durch einen Herstellervertreter möglich ist, kann eine Einzelgenehmigung bei der Landesprüfstelle erforderlich werden. Ausländische Papiere, technische Daten, die eindeutige Fahrgestellnummer und gegebenenfalls ein Gutachten müssen daher vor Kauf geklärt sein, nicht erst nach Ankunft des Transporters.
Der Status historisches Fahrzeug nach österreichischem KFG ist ebenfalls keine Formalität. Entscheidend sind Alter, historische Erhaltungswürdigkeit und ein genehmigungskonformer Zustand. Ein Originalrennwagen kann bei belegter Motorsportgeschichte besonders interessant sein; ein später aufgebauter Wagen mit modernen, nicht nachweisbar zeitgenössischen Änderungen kann dagegen Schwierigkeiten bereiten. Ein deutsches H-Kennzeichen oder eine ausländische historische Zulassung wird nicht automatisch übernommen. Für Rennwagen ohne Straßenzulassung kann die Nutzung auf Anhänger und Rennstrecke die vernünftigere Lösung sein.
Bei zugelassenen historischen Fahrzeugen ist die §57a-Begutachtung im Zweijahresintervall vorgesehen; die rote Pickerl-Plakette trägt die Aufschrift „Historisches Fahrzeug“. Dabei sind das Genehmigungsdokument und fahrtenbuchartige Aufzeichnungen wichtig. Für Kraftwagen gilt eine zeitliche Nutzungsbeschränkung von höchstens 120 Tagen pro Jahr. Wer einen Lola regelmäßig bei Testtagen, Clubausfahrten und Veranstaltungen einsetzen will, sollte diesen Rahmen realistisch mitdenken. Nicht dokumentierte Umbauten, etwa eine andere Beleuchtung, Bremsanlage oder ein abweichender Motor, können die positive Begutachtung gefährden.
Beim Erwerb aus einem EU-Staat ist die zollrechtliche Seite einfacher als bei einem Drittlandimport, doch Umsatzsteuerstatus und Vertrag bleiben relevant. Bei einem Import aus Großbritannien, den USA oder Südafrika sind Verzollung und Einfuhrumsatzsteuer vorab mit einem erfahrenen Spediteur oder Steuerberater zu klären. Historisch korrekt erhaltene Sammlerfahrzeuge können zolltariflich anders behandelt werden als normale Gebrauchtwagen; diese Einordnung hängt jedoch vom konkreten Auto und seinen Nachweisen ab. Eine Kaufentscheidung sollte nie auf einer pauschalen Zusage zur NoVA- oder Zollfreiheit beruhen.
Fahrerlebnis: Mechanik ohne Filter
Das Lola-Fahrerlebnis beginnt vor dem Start. Sitzposition, Gurte, Hauptschalter, Öltemperatur und Reifendruck verlangen Aufmerksamkeit. Die Sicht über die niedrige Front ist hervorragend, die Geräuschkulisse aber kompromisslos: Ansaugung, Getriebe, Steinschlag und Abgas sind Teil des Fahrens. Elektronische Stabilitätsprogramme, ABS oder komfortable Reserven gibt es nicht.
Ein Mk1 wirkt bei moderater Leistung erstaunlich lebendig. Sein niedrigeres Gewicht macht präzises Einlenken und sauberes Rollen durch die Kurve wichtiger als spätes Bremsen. Der T70 verschiebt die Wahrnehmung: Der V8 baut massiven Schub auf, während das breite Auto bei korrektem Setup erstaunlich direkt bleibt. Das Hewland verlangt entschlossene, aber nicht gewaltsame Schaltvorgänge. Kalte Slicks, falsche Übersetzung oder ein unruhiges Heck lassen sich nicht wegregeln.
Ein T212 vermittelt eine andere Art von Tempo. Der Cosworth will Drehzahl, die geringe Masse lässt jeden Bremspunkt und jede Lastverlagerung deutlich spüren. Ein T280 addiert die Kraft des DFV und höhere aerodynamische Last. Ein Formel-5000-Lola wie der T332 ist schließlich so nah am historischen Monoposto, wie es ein Käufer mit V8-Schub erleben kann. Der gemeinsame Nenner lautet Transparenz: Reifen, Dämpfer, Spur und Fahrstil sprechen unmittelbar mit dem Fahrer.
Form folgt der Runde
Eric Broadleys Arbeit verbindet technische Strenge mit großer Wirkung. Der Mk1 ist schlank und fast zierlich; seine offene Aluminiumform erinnert noch an die frühen britischen Sportwagen. Das Mk6-Coupé und der T70 machen daraus eine niedrige, gespannte Silhouette mit Kotflügeln, die Räder und Luftstrom sauber führen. Gerade das T70-Coupé wirkt trotz seiner großen V8-Technik nie massig.
Bei den späteren Prototypen tritt der Zweck noch sichtbarer hervor. NACA-Einlässe, Radkästen, Spoiler und Flügel sind keine Dekoration. Sie entstanden aus Kühlbedarf, Radweg und Anpressdruck. Bei einer Restaurierung sind daher Haubenform, Scheinwerferabdeckungen, Befestigungspunkte und periodisch passende Lackierung mehr als Geschmackssachen. Neue GFK-Teile können für einen aktiven Rennwagen sinnvoll sein, müssen aber offen als Ersatzteile beschrieben werden und dürfen die Herkunft nicht verschleiern.
Lola, Österreich und historischer Motorsport
Der Bezug zu Österreich ist bei Lola nicht konstruiert. Helmut Marko gewann 1971 die Europäische Zwei-Liter-Sportwagenmeisterschaft im T212 und half Lola damit auch zum Herstellertitel. Die europäischen Einsätze dieser Wagen führten über Strecken wie den Salzburgring, den Nürburgring, Monza und Imola. Für österreichische Besitzer liegt der natürliche Reiz daher weniger im täglichen Straßenbetrieb als in der Nähe zu einer lebendigen historischen Rennszene in Mitteleuropa.
Ein aktiver Einsatz verlangt allerdings Professionalität. Vor der Nennung zu einer Serie sollte der Käufer mit Veranstalter, Rennwerkstatt und Versicherer sprechen. „Le-Mans-eligible“ ist kein standardisierter Rechtsbegriff: Einladung, periodenspezifisches Auto, FIA-Pass und technische Abnahme sind verschiedene Dinge. Wer nur sammelt, profitiert ebenso von einer vollständigen Akte, weil alte Rennprogramme, Fotos, Ergebnislisten und Rechnungen aus einer abstrakten Geschichte einen nachvollziehbaren Wert machen.
Fazit: Lola mit Plan kaufen
Ein Lola Oldtimer passt zu Käufern, die Rennwagen als technische und historische Gesamtaufgabe verstehen. Mk1, T70, T212, T280 und T332 zeigen die Reichweite einer Marke, die vom leichten Clubsportwagen bis zum kompromisslosen Prototypen alles auf Fahrpräzision ausrichtete.
Finden Sie auf Classic Trader einen Lola, dessen Dokumentation, Einsatzmöglichkeit und Ersatzteilpaket zu Ihrem Vorhaben passen. In Österreich verdienen vor dem Kauf besonders Chassisidentität, Einzelgenehmigung, historischer Status und §57a-Pflichten Aufmerksamkeit. Der belegte, technisch sauber vorbereitete Wagen ist meist der bessere Kauf als ein vermeintlich günstiges Projekt mit ungeklärter Herkunft.


