1939 | Rosengart LR 539 Supertraction
Luciens Vermächtnis
Luciens Vermächtnis
Luciens Vermächtnis
Luciens Vermächtnis
Die französische Automarke Rosengart gab es von 1928 bis 1955. 1976 starb er im Alter von 95 Jahren. Lucien Rosengart hatte seine Fabrik in Neuilles-sur-Seine im Großraum Paris und fertige dort ab 1928 preisgünstige Fahrzeuge in Lizenz des englischen Austin Seven. Sein Volumenmodell war der Typ LR 2. Rosengart selbst war auch als Rennfahrer tätig und nahm an verschiedenen Rennen teil, darunter auch an der berühmten Rallye Paris-Dakar. Mit dem LR2 ließ er Weltrekord-Fahrten als Werbung unternehmen. 100.000 Kilometer pendelte der Wagen immer wieder zwischen Paris und der Provence hin und her – um zu beweisen, wie zuverlässig, preiswert und sicher das Auto ist. 1932 trifft Lucien Rosengart Gustave Baehr, der ihm von dem Frontantriebswagen der deutschen Firma Röhr in Darmstadt erzählt. Röhr hatte diesen Wagen für die Adler-Werke in Frankfurt am Main konstruiert. Rosengart fährt zu Röhr nach Deutschland. Um den Vorteil des Frontantriebs darzustellen, lässt Gustav Röhr eine Schubkarre über eine gerade Linie ziehen. Zuerst soll Lucien Rosengart die Schubkarre vorwärts so gut wie möglich über die Linie schieben und anschließend die Schubkarre über die Linie hinter sich herziehen. Das Experiment ist so verblüffend, dass Rosengart sofort überzeugt ist und die französischen Vertriebsrechte für den Adlerwagen kauft. Zurück in Paris machen sich Rosengart’s Ingenieure sofort an die Arbeit Prototypen zu bauen. Rosengart berichtet seinem Freund André Citroën von dem Prototyp und schließlich fahren beide in dem Rosengart Prototyp. Zufällig während eines heftigen Regenschauers, die die Wege im Pariser Park Bois de Bologne in Matsch verwandelt. Den Prototyp beeindruckt dies wenig und er zieht stur seine Bahn. Citroën ist sofort vom Projekt Supertraction (frei übersetzt so was wie Superzieher) überzeugt. André Citroën hat die finanziellen Mittel und entwickelt den sensationellen Traction Avant, von dem bis 1957 gut 750.000 Stück produziert werden.
Lucien Rosengart war gewissermaßen Geburtshelfer des Citroën Traction Avant und André Citroën gestattet ihm auf der Basis des Traction Avant ein eigenes Fahrzeug zu entwickeln, den Rosengart Super-Traction. Schon 1933, also bereits ein Jahr vor dem Serienanlauf des Traction Avant, werden die ersten Rosengart Super-Traction gebaut. Das Auto wird ständig verbessert und 1938 gipfelt die Entwicklung im Super-Traction LR 539. Das im Art déco Stil der klassischen Moderne gehaltene Blechkleid wurde vom hauseigenen Karosserie-Stylisten Robin entworfen und spiegelt den opulenten Geschmack der dreißiger Jahre des vergangenen Jahrhunderts wider. Anfang 1939 kann die Produktion richtig anlaufen und muss 1940 kriegsbedingt wieder eingestellt werden. In den Jahren 1938 und 1939 entstanden zum Stückpreis von 36.900 Francs (7.000 Francs mehr als für ein Citroën Traction Avant Cabriolet) 178 Cabriolets, ein paar Coupés sowie eine einzige viertürige Limousine – Lucien’s Privatfahrzeug. 1940, zu Beginn des Kriegs, wurden noch ein paar weitere Exemplare zusammengebaut. Auf Basis des LR 539 war auch ein Achtzylinderwagen mit Mercury-Motor namens Super-Trahuit geplant, von dem ein Prototyp gebaut wurde, der sogar noch erhalten ist. Der Rosengart Super-Traction vereinte amerikanische Moderne und französische Eleganz in Perfektion, er war im Frühjahr und Sommer 1939 der Liebling der französischen Concours d'Elegances. Vom ihm sind wahrscheinlich keine 50 Stück mehr erhalten, davon wahrscheinlich keine 20 in fahrbereitem Zustand.
Dieses Auto verließ am 23.05.1939 das Werk und wurde an einen Ingenieur nach Caracas in Venezuela ausgeliefert. Was während des Kriegs geschah, ist nicht überliefert, aber 1971 tauchte das Auto in Frankreich wieder auf. Bis 1976 war das Cabriolet dann zunächst im Department Gironde, dann in Saint-Crepin Ibouvillers in Frankreich zugelassen, bevor es nach Deutschland verkauft wurde. Bilder aus diesen Jahren zeigen einen teilzerlegten Scheunenfund. Der neue deutsche Besitzer aus Rheinland-Pfalz führt eine erste Restaurierung der Karosserie durch, um das Cabriolet wieder fahrbereit zu machen. Nach einem weiteren Besitzerwechsel im Jahr 1996 wurde der Wagen dann von Januar 2000 bis März 2003 aufwendig und fachgerecht von der auf Oldtimer-Restaurierungen spezialisierten Fachwerkstatt Diemer & Dahlheimer in St. Ingbert bei Saarbrücken restauriert. Das Fahrzeug wurde erneut komplett neu aufgebaut, der originale Motor und das originale Getriebe vollständig überholt. Das Leder der Sitze und das Cabrioverdeck sind komplett neu in einer Sattlerei wiederhergestellt worden. Die gesamte Restaurierungsgeschichte ist durch die vorliegenden Original-Rechnungen und Restaurierungsbilder im Eigentum des Besitzers lückenlos nachvollziehbar. Die Restaurierung gestaltete sich aufwendig. Zwar war das Fahrzeug im Originalzustand, der Lack und das Leder sowie alle Holzteile waren aber stark verwittert. Die Karosserie war in einem verhältnismäßig guten Zustand, mit nur wenigen Durchrostungen. Nach der Restaurierung wurde der Super-Traction dann in seiner jetzigen zweifarbigen Farbkombination dunkelblau-cremé am 17. März 2003 wieder zugelassen. Im Jahr 2011 kam der Super-Traction schließlich zu seinem vorletzten Besitzer nach Berlin und wurde seitdem regelmäßig für Ausfahrten, eine Fahrt sogar bis ins Allgäu, genutzt. Im Laufe der Jahre wurden weitere technische Optimierungen durchgeführt, u. a. eine moderate Leistungssteigerung im Zuge einer erneuten Motorrevision, eine Revision der hinteren Achsschwingen, Stoßdämpfer und Federn, die Nachfertigung der originalen Stoßstangen und Verzierungen, die Anschaffung der sehr seltenen Delage Bord-Uhr sowie die Umrüstung auf eine 12V Bordspannung. Da der vorletzte Besitzer, neben dem Rosengart, mehrere Citroën Oldtimer besitzt, ist uns das Auto seit 2012 bekannt und 2023 verkauften wir das Auto an einen Sammler hochkarätigster Vorkriegsautos in Bayern. Erst im Februar 2024 hatte unser Geschäftsführer Herr Kayser das Fahrzeug persönlich nach Bayern gebracht. Zuvor wurden für gut 20.000 € alle gefundenen Mängel beseitigt. Leider bekam der neue Besitzer in Bayern gesundheitliche Probleme und muss, auf ärztlichen Rat, seinen Lebensstil deutlich vereinfachen. Daher wird ein Großteil seiner Sammlung verkauft, so auch dieser voll einsatzfähige Rosengart, obwohl er seit unserer Auslieferung keinen Meter damit gefahren ist. Das tut uns sehr leid und wir wünschen ihm zunächst die allerbesten Genesungswünsche. Für Sie bietet sich die Möglichkeit, diesen seltenen Wagen sofort fahren und genießen zu können. Nur die Anmeldung auf Ihren Namen muss natürlich gemacht werden, aber das dauert nur eine Woche …
Wir unterziehen jedes Fahrzeug einer systematischen Prüfung – von der Karosserie über den Motor bis zur Elektrik. Auf dieser Basis erstellen wir drei Angebotsvorschläge. Sie entscheiden, welches Angebot am besten zu Ihnen passt.
Économie – 105.500 €
Geprüftes und voll fahrtüchtiges Fahrzeug, ohne Wartungsstau, mit H-Gutachten und im November 2025 abgelaufener Hauptuntersuchung.
Standard – 109.800 €
Zusätzlich inklusive einer großen Inspektion mit Ölwechsel, nach Standzeit instand gesetzten Bremsen und neuer Hauptuntersuchung.
Suprême – 113.200 €
Inklusive neuen klassischen Michelin X Reifen, sowie mit Hohlraum- und Unterbodenkonservierung mit Wachs.
Die Details zu den drei Angebotsvorschlägen senden wir Ihnen gerne zu. Oder Sie rufen uns einfach an und wir erläutern Ihnen alles persönlich.

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