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Sertum Motorrad kaufen

Sertum Motorräder sind seltene Zeitzeugen aus Mailand: technisch anspruchsvoll, optisch eigenständig und heute auf dem Schweizer Markt nur vereinzelt zu finden. Finden Sie bei Classic Trader aktuelle Sertum-Angebote und entdecken Sie Modelle, die Geschichte, Substanz und Sammlerwert verbinden.

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"Sertum" Inserats-Referenzen von Classic Trader

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Bild 1/3 von Sertum 250 VT4 (1946)

1946 | Sertum 250 VT4

ALTRE MOTO O TIPOLOGIE Sertum 250 CC VT4

CHF 10'520letztes Jahr
IT flag
Händler
Abgelaufenes Inserat
Bild 1/10 von Sertum 250 VT4 (1946)

1946 | Sertum 250 VT4

ALTRE MOTO O TIPOLOGIE Sertum 250 CC VT4

CHF 12'458vor 2 Jahren
IT flag
Händler
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Bild 1/9 von Sertum 250 VL (1935)

1935 | Sertum 250 VL

OTHERS-ANDERE SERTUM 250cc VL, matching number, targa oro ASI

CHF 11'996vor 3 Jahren
IT flag
Händler
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Bild 1/9 von Sertum 250 VT4 (1946)

1946 | Sertum 250 VT4

ALTRE MOTO O TIPOLOGIE Sertum 250 CC VT4

CHF 13'750vor 3 Jahren
IT flag
Händler
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Bild 1/15 von Sertum 250 VL (1935)

1935 | Sertum 250 VL

SERTUM 250 cc VL**CONSERVATA**

CHF 6'367vor 5 Jahren
IT flag
Händler
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Bild 1/25 von Sertum 175 Mirimin (1948)

1948 | Sertum 175 Mirimin

-

CHF 5'998vor 7 Jahren
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Bild 1/13 von Sertum 250 VL (1950)

1950 | Sertum 250 VL

-

CHF 5'998vor 7 Jahren
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Bild 1/13 von Sertum 250 VL (1947)

1947 | Sertum 250 VL

-

CHF 8'028vor 7 Jahren
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Geschichte der Marke Sertum

Sertum gehört zu jenen italienischen Motorradmarken, die erst auf den zweiten Blick ihre ganze Bedeutung entfalten. Gegruendet wurde die Marke 1932 in Mailand von Fausto Alberti, in einer Zeit, in der sich die italienische Motorradindustrie mit erstaunlicher Dynamik entwickelte und gleichzeitig von wenigen starken Namen praegt wurde. Sertum positionierte sich frueh als Hersteller fuer technisch bewusste Fahrer, die mehr suchten als nur Fortbewegung. Die Motorräder sollten robust sein, sauber verarbeitet wirken und im Alltag ebenso wie auf langen Strecken ueberzeugen.

Der Markenname war dabei bewusst gewählt und klang nicht zufaellig vornehm. Sertum stand fuer Anspruch, Tradition und einen gewissen Stolz auf praezise Mechanik. In der italienischen Motorradhistorie wird die Marke oft in einem Atemzug mit der sogenannten Pentarchie genannt: Benelli, Bianchi, Gilera, Moto Guzzi und Sertum. Diese Einordnung zeigt, dass Sertum in den 1930er-Jahren keineswegs ein Nischenanbieter im Randbereich war, sondern zu den relevanten Namen des Landes gehoerte.

Die ersten Jahre waren von einer bemerkenswerten Modellvielfalt gepraegt. Bereits frueh zeigte Sertum, dass man sowohl leichte Einzylinder als auch deutlich aufwendigere Maschinen bauen konnte. Mit der 175 VL legte die Marke einen soliden Grundstein, waehrend spaeter Modelle wie die 250er und die 500er-Reihen das technische Selbstverstaendnis weiter schärften. Besonders bemerkenswert ist, dass Sertum nie auf plakative Effekthascherei setzte. Die Motorräder wirkten eher sachlich als laut, eher handwerklich als glamourös. Genau das macht sie heute fuer Sammler so interessant.

Ein weiterer zentraler Punkt der Markengeschichte ist die sportliche und internationale Anerkennung. Sertum war in den International Six Days Trials sehr erfolgreich und holte in mehreren Jahren Goldmedaillen. Diese Resultate waren nicht nur sportliche Erfolge, sondern auch ein starkes Signal an den Markt: Sertum war in der Lage, haltbare und konkurrenzfaehige Motorräder zu bauen. Fuer heutige Sammler ist diese Wettbewerbsgeschichte ein wesentlicher Teil des Reizes.

Nach dem Zweiten Weltkrieg versuchte Sertum, sich neu zu positionieren. Die Nachkriegszeit brachte jedoch andere Anforderungen mit sich: guenstige Mobilitaet, einfache Unterhaltung und rasch verfuegbare Fahrzeuge waren gefragt. Italien und Europa drifteten zunehmend in Richtung leichter Motorräder und Roller. Sertum hatte zwar noch technisch interessante Modelle im Programm, reagierte aber zu langsam auf die veraenderten Erwartungen des Marktes. Der Rueckgang war damit nicht nur eine Frage der Technik, sondern vor allem der Marktstrategie.

1952 endete die Geschichte der Marke. Eine unguenstige Kombination aus finanziellen Belastungen, der falsch eingeschaetzten Marktentwicklung und einem gescheiterten Argentinien-Geschaeft fuehrte zur Zahlungsunfaehigkeit. Zurueck blieb eine kurze, aber beeindruckende Geschichte von rund zwanzig Jahren Motorradbau. Fuer den heutigen Markt ist genau diese Kuerze ein Vorteil: Sertum steht fuer Seltenheit, historische Dichte und einen klar abgrenzbaren Charakter.

Highlights fuer Sammler

Sertum ist keine Marke fuer Routinekaeufer. Wer sich fuer diese Motorräder interessiert, sucht meist bewusst etwas Eigenstaendiges. Der erste grosse Pluspunkt ist die Seltenheit. Auf dem Schweizer und europaeischen Markt tauchen Sertum-Motorräder nur sporadisch auf. Gerade deshalb loesen schon einzelne Angebote grosse Aufmerksamkeit aus. Wer eine Sertum kaufen moechte, sucht nicht einfach ein klassisches Motorrad, sondern ein seltenes Stueck italienischer Industriegeschichte.

Ein zweites Highlight ist die technische Vielfalt. Sertum deckte im Laufe der Jahre unterschiedliche Hubraumklassen ab und zeigte in fast jeder Baureihe einen eigenen Loesungsansatz. Die 175 VL steht fuer die fruehe, sachliche Marke mit sauberer Linienfuehrung. Die 250er-Modelle verbinden Alltagstauglichkeit mit sportlichem Anspruch. Die 500er-Reihen wiederum zeigen, wie ambitioniert Sertum in der oberen Mittelklasse dachte. Besonders die 500 Bicilindrica gilt unter Kennern als eines der spannendsten italienischen Vorkriegs-Motorräder ueberhaupt.

Hinzu kommt die Ausstrahlung im Detail. Sertum baute keine Motorräder, die nur auf Kraft oder Schnelligkeit setzten. Die Marke achtete auf mechanische Eigenstaendigkeit, auf durchdachte Rahmenloesungen und auf eine wertige Anmutung. Gerade diese Kombination aus Soliditaet und technischer Eigenheit macht die Fahrzeuge fuer Sammler attraktiv, die nicht nur fahren, sondern verstehen wollen, was vor ihnen steht.

Ein oft unterschätzter Aspekt ist der Bezug zur Schweizer Sammlerszene. In der Schweiz gelten seltene italienische Motorräder seit jeher als gesuchte Objekte, vor allem wenn sie gut dokumentiert und in sauberem Zustand erhalten sind. Eine Sertum passt in dieses Umfeld hervorragend, weil sie nicht in grossen Stueckzahlen auftaucht und weil ihr Marktwert staerker von Zustand, Originalitaet und Historie abhaengt als von reiner Bekanntheit. Genau das schafft Spannung fuer Auktionen, Privatverkaeufe und spezialisierte Classic-Trader-Angebote.

Zu den besonderen Modellen gehoeren auch die Militaerversionen. Die MCM 500 zeigt, dass Sertum nicht nur zivile, sondern auch robuste dienstliche Anwendungen beherrschte. Solche Ausfuehrungen sind heute besonders gesucht, weil sie Seltenheit, historische Relevanz und technische Tiefe vereinen. Wer ein solches Exemplar findet, hat meist ein Motorrad mit aussergewoehnlicher Dokumentationsqualitaet vor sich.

Technik im Ueberblick

Die technische Bandbreite von Sertum ist fuer eine Marke mit vergleichsweise kurzer Produktionszeit bemerkenswert. Viele Modelle basieren auf Einzylinder-Konzepten, doch die Umsetzung reicht von simplen Alltagsmaschinen bis zu aufwendigen V-Zweizylindern. Das macht Sertum fuer Technikfreunde interessant, weil die Marke Entwicklungen der 1930er- und 1940er-Jahre in kompakter Form sichtbar macht.

Gemeinsam ist vielen Sertum-Modellen die Luftkuehlung, die mechanische Klarheit und die solide Verarbeitung. Je nach Baujahr finden sich Seitenventil- oder OHV-Konzepte, magnetische oder batteriegestuetzte Zuendungen sowie klassische Trommelbremsen. Auffaellig ist zudem die konstruktive Sorgfalt im Fahrwerk. Spaetere Modelle erhielten ausgefeiltere Rahmen- und Federungslösungen, was den Fahrkomfort im Kontext der Zeit deutlich verbesserte.

Technisch spannend ist auch die Verbindung von Alltag und Leistung. Sertum versuchte nie, nur Renntechnik zu bauen. Stattdessen entstanden Motorräder, die in der Stadt, auf Landstrassen und bei Zuverlaessigkeitsfahrten funktionieren sollten. Diese Balance ist fuer heutige Besitzer wertvoll, weil sie die Fahrzeuge trotz ihres Alters fahrbar und nicht nur ausstellungsgeeignet macht.

Bei einer Besichtigung lohnt es sich, den Gesamtzustand genau zu pruessen: originale Motornummern, passende Rahmenplaettchen, typische Ausfuehrungen von Vergaser und Anbauteilen sowie die Vollstaendigkeit der seltenen Serienteile. Gerade bei einer Marke wie Sertum ist die technische Authentizitaet oft wichtiger als eine oberflaechlich glaenzende Restauration.

Marktuebersicht und Kauftipps

Der Sertum-Markt ist klein, aber anspruchsvoll. Wer heute eine Sertum kaufen moechte, trifft nur auf wenige Angebote, dafuer aber auf eine sehr informierte Kaeferschicht. Im Schweizer Kontext ist das besonders interessant, weil der Markt hier traditionell gut dokumentierte Sammlerfahrzeuge schätzt und fuer seltene Italiener oft beachtliche Preise bezahlt werden. Die Preisspanne haengt dabei stark vom Modell, vom Zustand und von der Originalitaet ab.

Restaurierte 175er und 250er liegen haeufig im Bereich von rund CHF 10'000 bis CHF 20'000, je nachdem, wie sauber die Arbeit ausgefuehrt wurde und ob die Maschine fahrbereit, weitgehend original oder vollstaendig neu aufgebaut ist. Eine 500 Monocilindrica bewegt sich oft im Bereich von CHF 18'000 bis CHF 28'000. Bei der 500 Bicilindrica beginnt der eigentliche Spitzenbereich: gute Exemplare koennen CHF 25'000 bis CHF 40'000 und mehr erreichen. Militärische Varianten und aussergewoehnlich gut dokumentierte Fahrzeuge koennen nochmals davon abweichen.

Wichtiger als der reine Preis ist bei Sertum der Zustand der Substanz. Originale Teile sind extrem rar, und viele Fahrzeuge wurden ueber Jahrzehnte mit improvisierten Loesungen zusammengehalten. Das heisst: Wer ein Exemplar besichtigt, sollte genau auf den Rahmen, die Geometrie, die Motornummern und die Vollstaendigkeit achten. Eine schoene Lackierung sagt bei Sertum wenig aus, wenn wichtige Komponenten fehlen oder nicht mehr original sind.

Ein zweiter Kauftipp betrifft die Ersatzteillage. Sertum-Teile sind nicht einfach im Regal zu finden. Vieles muss einzeln gesucht, aufgearbeitet oder neu gefertigt werden. Das betrifft etwa spezifische Halter, Motorkomponenten, Auspuffanlagen oder seltene Anbauteile. Standardbauteile lassen sich eher ersetzen, aber markenspezifische Teile verlangen Erfahrung und Geduld. Wer eine Sertum ohne Netzwerk kauft, sollte mit hohem Aufwand rechnen.

Auch die Dokumentation ist entscheidend. Papiere, alte Zulassungspapiere, Restaurationsunterlagen und Fotos sind nicht nur nette Beigaben, sondern direkte Werttreiber. In der Schweiz zahlt sich eine nachvollziehbare Historie besonders aus, weil Sammler hier oft sehr genau hinsehen. Bei Importfahrzeugen sollten Sie zudem pruessen, ob alle Unterlagen fuer eine problemlose Zulassung oder Vorfuehrung vorhanden sind.

Ein bemerkenswerter Schweizer Referenzpunkt ist ein 1941er Sertum 500, das bei Motorrad-Technik Wyss in der Schweiz mit CHF 5'150 angeboten wurde. Solche Beispiele zeigen, dass sich vereinzelt noch zugänglichere Einstiege finden lassen, auch wenn sie rasch verschwinden. Wer im Markt aktiv bleibt, geduldig sucht und technische Kompetenz mitbringt, hat die besten Chancen.

Kurz gesagt: Bei Sertum kaufen Sie nicht nur ein Motorrad, sondern eine Aufgabe. Das ist genau der Reiz fuer Sammler, die Substanz, Seltenheit und handwerkliche Tiefe schaetzen.

Fahrverhalten auf Strasse und Land

Das Fahrverhalten einer Sertum ist stark von Baujahr und Modellreihe abhaengig, folgt aber immer einem Grundprinzip: Sie fahren kein modernes Motorrad, sondern einen mechanischen Charakterkopf. Wer sich darauf einlaesst, erlebt ein sehr direktes, ehrliches Fahrgefuehl.

Die leichten 175er und 250er sind fuer gemuetliche Ausfahrten besonders angenehm. Sie wirken nicht nervoes, sondern berechenbar. Der Motor laeuft meist kultiviert, die Leistungsentfaltung ist linear, und die Maschine verlangt keine hektische Gangart. Gerade auf Schweizer Landstrassen mit moderatem Tempo spielen diese Modelle ihre Staerke aus. Sie laden dazu ein, Strecken wieder bewusster zu fahren und nicht nur zu absolvieren.

Die groesseren 500er gehen einen Schritt weiter. Die Monocilindrica vermittelt mehr Druck aus dem Drehzahlkeller und kann auf geraden Passagen erstaunlich souverän wirken. Die 500 Bicilindrica fuehlt sich dagegen deutlich glatter und entspannter an. Zwei Zylinder bedeuten bei Sertum nicht nur mehr Leistung, sondern vor allem mehr Laufruhe. Das macht die Maschine fuer genussvolle Touren attraktiv, solange man ihre Grenzen respektiert.

Zu diesen Grenzen gehoeren die Bremsen und das Fahrwerk. Nach heutigen Massstaeben ist die Verzögerung bescheiden, und auch die Federung verlangt Aufmerksamkeit. Wer Sertum faehrt, antizipiert frueher, plant Kurven sauber und laesst dem Motorrad Raum. Genau das gehoert zum Erlebnis. Sertum fordert keine sportliche Aggression, sondern sauberes, vorausschauendes Fahren.

Im Schweizer Strassenzustand profitieren solche Maschinen von kurzen Ausfahrten, wenig Stress und schoenem Wetter. Wer die Motorräder in Bewegung erhalten will, sollte regelmaessig fahren, statt sie nur einzulagern. Das schont Mechanik, Dichtungen und Zündung und macht zugleich die Besonderheit der Marke erlebbar.

Design und Wiedererkennungswert

Das Design von Sertum ist stark von norditalienischer Sachlichkeit gepraegt. Die Motorräder wirken weder verspielt noch ueberladen. Stattdessen zeigen sie eine ruhige Formensprache, die auf Funktion, Handwerk und ausgewogene Proportionen setzt. Genau dadurch behalten sie heute eine besondere Ausstrahlung.

Fruehe Sertum-Modelle erscheinen oft mit dunklen Lackierungen, dezenten Zierteilen und klassischer Speichenrad-Optik. Das wirkt zurueckhaltend, aber edel. Der Wiedererkennungswert entsteht nicht durch auffaellige Ornamentik, sondern durch Linienfuehrung, Tankform, Motorprasenz und die typisch italienische Leichtigkeit in der Proportion. Eine Sertum sieht nicht laut aus, aber sie bleibt im Gedächtnis.

Besonders spannend ist die Entwicklung ueber die Jahre. Die fruehen Modelle sind formal eher puristisch, waehrend spaetere Ausfuehrungen mit Schwingen, Schutzblechen und konstruktiven Details mehr technische Modernitaet ausstrahlen. Die MCM 500 bringt zudem einen funktionalen, beinahe sachlich-militaerischen Auftritt mit sich, der den Charakter der Marke nochmals anders lesbar macht.

Fuer Sammler ist das wichtig, weil Sertum keine Marke mit einem einzigen, starren Stilbild ist. Vielmehr laesst sich an den Modellen die Entwicklung von italienischem Motorraddesign zwischen den 1930er- und 1950er-Jahren gut nachvollziehen. Das macht eine gut erhaltene Sertum auch optisch zu einem Objekt mit Tiefe.

Wer ein Fahrzeug mit originalem Lack, stimmigen Anbauteilen und authentischer Patina findet, erlebt einen besonders starken Effekt. Gerade die Kombination aus Technik und Oberflaeche macht den Reiz aus. Eine Sertum muss nicht perfekt glaenzen, um begehrenswert zu sein. Oft ist es gerade die ehrliche Alterung, die ihr Gesicht schärft.

Sonstiges zu Rennsport, Export und Sammlerkultur

Sertum hat in der Renn- und Zuverlaessigkeitsgeschichte einen festen Platz. Die Erfolge bei den International Six Days Trials waren fuer die Marke mehr als bloss sportliche Randnotizen. Sie bestaetigten, dass die Maschinen unter harten Bedingungen funktionieren konnten. In einer Zeit, in der Zuverlaessigkeit oft direkt ueber den Markterfolg entschied, war das ein wichtiges Argument.

Auch fuer Sammler ausserhalb Italiens war genau diese internationale Wettbewerbsbilanz bedeutsam. Ein Motorrad mit nachweisbaren Erfolgen erhaelt automatisch mehr historische Dichte. Bei Sertum kommt hinzu, dass die Marke trotz dieser Erfolge heute kaum im Massenbewusstsein praesent ist. Daraus entsteht ein besonderer Reiz fuer Museen, private Sammlungen und spezialisierte Haendler.

Der Export spielte in der Markengeschichte ebenfalls eine Rolle, wenn auch kein dominierender. Einzelne Lieferungen gingen ins Ausland, und gerade bei der Nachkriegsproduktion versuchte Sertum, ueber Italien hinaus Absatz zu finden. Doch der internationale Erfolg blieb begrenzt und konnte die strukturellen Probleme der spaeten Jahre nicht aufwiegen.

In der Schweizer Sammlerkultur passt Sertum gut zu einem Markt, der technische Authentizitaet, Seltenheit und dokumentierte Herkunft schaetzt. Das Interesse ist oft weniger emotional laut als bei grossen Namen, dafuer sehr sachlich und qualifiziert. Wer eine Sertum aus der Schweiz heraus verkauft, profitiert typischerweise davon, wenn das Fahrzeug mit sauberer Historie, Bildern, alten Rechnungen und nachvollziehbarer Restauration angeboten wird.

Fazit zu Sertum

Sertum ist eine Marke fuer Kenner. Die Motorräder verbinden italienische Ingenieurskunst, sportliche Historie und ausgepraegte Seltenheit zu einem Gesamtbild, das im heutigen Markt nur schwer zu ersetzen ist. Wer eine Sertum kaufen moechte, bekommt kein beliebiges Oldtimer-Motorrad, sondern ein Fahrzeug mit Charakter, Herkunft und technisch-geschichtlicher Tiefe.

Fuer Schweizer Sammler ist das besonders attraktiv, weil seltene italienische Maschinen hier seit langem einen guten Ruf geniessen. Die Preisbandbreiten sind klar, der Aufwand ist hoch, aber der Ertrag an Fahrkultur und Sammlerwert ebenso. Eine gute Sertum ist nicht alltaeglich und auch nicht bequem wie ein moderner Klassiker mit dichtem Teileangebot. Doch genau darin liegt der Reiz.

Wer auf Originalitaet, Dokumentation und Substanz achtet, findet in Sertum ein Motorrad, das sich von vielen anderen Marken klar abhebt. Die 175 und 250 eignen sich als Einstieg in die Marke, die 500 Monocilindrica als charakterstarker Mittelweg und die 500 Bicilindrica als Krone fuer ambitionierte Sammlungen. Finden Sie jetzt die aktuellen Angebote auf Classic Trader und entdecken Sie, welche Sertum Motorrad-Exemplare verfuegbar sind.