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Norton Motorrad kaufen

Seit 1898 steht Norton für britische Ingenieurskunst und unvergleichliche Erfolge im Rennsport. Mit 42 Siegen bei der Tourist Trophy bleibt die Marke eine der bedeutendsten Namen für Sammler klassischer Motorräder in der Schweiz.

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Suchergebnisse

Auktion3 Tage, 08:22:30
Bild 1/10 von Norton Dominator 88 (1960)
1 / 10
Classic Auktion
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Bild 1/34 von Norton Commando 750 Roadster (1971)
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CHF 10’832
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Bild 1/15 von Norton Commando 750 (1970)
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1970 | Norton Commando 750

1970 Norton Commando 750 S '70

CHF 8’982
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"Norton" Inserats-Referenzen von Classic Trader

Im Folgenden finden Sie Inserate zu Ihrer Suche, die nicht mehr auf Classic Trader verfügbar sind. Für eine bessere Kaufentscheidung können Sie sich mit Hilfe dieser Informationen ein besseres Bild über Verfügbarkeit, Wertentwicklung und aktuellen Preis eines "Norton" machen.

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Bild 1/4 von Norton Commando 850 Roadster (1974)

1974 | Norton Commando 850 Roadster

CHF 10’832vor 3 Monaten
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Privat
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Bild 1/27 von Norton Commando 750 (1972)

1972 | Norton Commando 750

1972 Norton 750 Commando 745cc

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Bild 1/40 von Norton 16 H (1949)

1949 | Norton 16 H

1949 Norton 16H 490cc

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Bild 1/17 von Norton ES 2 IV (1962)

1962 | Norton ES 2 IV

1962 Norton ES2 490cc

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Bild 1/19 von Norton Dominator 99 II (1960)

1960 | Norton Dominator 99 II

1960 Norton Dominator 600 597cc

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Bild 1/47 von Norton Dominator 99 (1958)

1958 | Norton Dominator 99

1958 Norton Dominator 99 596cc

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Bild 1/43 von Norton Model 19 (1957)

1957 | Norton Model 19

1957 Norton Model 19S 596cc

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Bild 1/42 von Norton Model 50 (1957)

1957 | Norton Model 50

1957 Norton Model 50 348cc

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Bild 1/48 von Norton F1 (1990)

1990 | Norton F1

1990 Norton F1 Rotary 588cc

Preis auf Anfragevor 5 Monaten
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Bild 1/29 von Norton Atlas 750 (1966)

1966 | Norton Atlas 750

1966 Norton Triton 750cc

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Bild 1/37 von Norton Dominator 88 (1960)
Umbau

1960 | Norton Dominator 88

1960 Norton Domiracer 497cc

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Bild 1/48 von Norton Manx 40M (1957)

1957 | Norton Manx 40M

**Regretfully Withdrawn** 1957 Norton Manx Model 40 348cc - ex-Bob McIntyre

Preis auf Anfragevor 5 Monaten
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Geschichte & Erbe

Die Geschichte von Norton beginnt im Jahr 1898, als James Lansdowne Norton in Birmingham die Norton Manufacturing Co. gründete. Ursprünglich als Zulieferer für Fahrradteile gestartet, entwickelte das Unternehmen bereits 1902 sein erstes Motorrad, die Energette. Angetrieben von einem französischen Moto-Rexe-Motor, legte dieses bescheidene Gefährt den Grundstein für eine Marke, die das Gesicht des britischen Motorradbaus über Jahrzehnte prägen sollte. Der eigentliche Durchbruch gelang jedoch 1907, als Rem Fowler auf einer Norton den Sieg bei der allerersten Tourist Trophy (TT) auf der Isle of Man einfuhr. Dieser Triumph war der Startschuss für eine beispiellose Rennsport-Dynastie: Zwischen 1907 und 1993 errang Norton insgesamt 42 TT-Siege – eine Bilanz, die bis heute von kaum einem anderen Hersteller erreicht wurde.

In der Zwischenkriegszeit festigte Norton seinen Ruf als Produzent von Hochleistungsmaschinen. Unter der Leitung von Chefkonstrukteur Walter Moore entstand die CS1 mit OHC-Steuerung (Overhead Camshaft), die 1931 von der berühmten International abgelöst wurde. Diese Modelle dominierten in den 1930er Jahren den Grand-Prix-Sport und machten Norton zur ersten Adresse für ambitionierte Rennfahrer. Parallel dazu entwickelte sich das Model 16H mit seinem robusten 490-cm³-Seitenventilmotor zum zuverlässigen Alltagsbegleiter. Während des Zweiten Weltkriegs produzierte Norton rund 100.000 Exemplare der Militärversion WD16H, die als Kuriermaschine für die britische Armee weltweit im Einsatz war.

Nach 1945 begann die Ära, die Norton endgültig in den Olymp der Motorradgeschichte hob. Die Einführung des Featherbed-Rahmens (Federbett-Rahmen) im Jahr 1950 revolutionierte das Fahrwerksdesign. Entwickelt von den Brüdern Rex und Cromie McCandless, bot dieser Doppelrohr-Wiegerahmen eine Steifigkeit und Handlichkeit, die der Konkurrenz um Jahre voraus war. Die Norton Manx (1946–1962), ausgestattet mit diesem Rahmen und dem legendären DOHC-Einzylindermotor, wurde zur erfolgreichsten Rennmaschine ihrer Zeit. Zwischen 1949 und 1954 sicherte sich Norton acht Fahrer-Weltmeistertitel und neun Konstrukteurs-Titel in den Klassen 350 und 500 cm³.

In den 1960er Jahren verlagerte sich der Fokus zunehmend auf den US-Markt, was zur Entwicklung hubraumstärkerer Parallel-Twins führte. Die Norton Atlas mit 745 cm³ war eine Antwort auf den Hunger nach Leistung, doch sie litt unter starken Vibrationen. Dies führte 1967 zur Vorstellung der Norton Commando, dem wohl bekanntesten Modell der Marke. Dank des innovativen Isolastic-Systems, das Motor und Getriebe über Gummilager vom Rahmen entkoppelte, bot die Commando eine Laufruhe, die für britische Zweizylinder bis dahin undenkbar war. Von 1968 bis 1972 wurde sie fünfmal in Folge zur „Machine of the Year“ in Grossbritannien gewählt.

Trotz technischer Brillanz geriet Norton, wie viele britische Hersteller, in den 1970er Jahren in finanzielle Schwierigkeiten. Fusionen mit Villiers und später Triumph (NVT) konnten den Niedergang nicht aufhalten. 1974 kam das vorläufige Aus für die klassische Produktion, auch wenn die Commando in kleinen Stückzahlen noch bis 1977 weitergebaut wurde. In den 1980er Jahren versuchte man unter Norton Motors Ltd. ein Comeback mit Wankelmotor-Modellen wie der Classic und der Commander, die zwar technologisch interessant waren, aber keinen kommerziellen Erfolg brachten. Nach mehreren Besitzerwechseln und einer turbulenten Phase unter Stuart Garner wurde die Marke 2020 vom indischen Giganten TVS Motor Company übernommen. Heute werden in einer neuen Fabrik in Solihull wieder Norton-Motorräder gefertigt, die das Erbe der Marke mit moderner Technik in die Zukunft tragen.

Highlights & Besonderheiten

Was macht eine Norton so besonders für Sammler in der Schweiz? Es ist die Kombination aus drei Säulen: Rennsport-DNA, Fahrwerks-Innovation und der Charakter der Parallel-Twins.

Der Featherbed-Rahmen ist zweifellos das wichtigste technische Highlight. In einer Zeit, in der die meisten Motorräder noch auf instabilen Einrohrrahmen basierten, bot Norton ein Fahrwerk, das "wie ein Federbett" auf der Strasse lag – daher der Name. Die Verwendung von hochwertigem Reynolds-Stahlrohr und die geschlossene Doppelrohr-Konstruktion sorgten für eine Präzision, die Norton-Fahrern in Kurven einen entscheidenden Vorteil verschaffte. In Verbindung mit der Roadholder-Telegabel, die 1947 eingeführt wurde, setzte Norton Standards für Dämpfung und Stabilität, die erst Jahrzehnte später von japanischen Herstellern erreicht wurden.

Ein weiteres technisches Meisterwerk ist das Isolastic-System der Commando. Da die grossvolumigen Parallel-Twins konstruktionsbedingt starke Vibrationen erzeugten, entwickelte Dr. Stefan Bauer ein System aus drei Gummilagern. Diese entkoppelten die Antriebseinheit vom Rahmen, ohne die Fahrstabilität negativ zu beeinflussen. Für den Fahrer bedeutete dies: Die Kraft eines 750er oder 850er Twins ohne das lästige Kribbeln in Händen und Füssen. Für Sammler ist heute wichtig zu wissen, dass dieses System regelmässige Wartung und korrekte Einstellung erfordert, um seine volle Wirkung zu entfalten.

Die Norton Manx gilt als der "Heilige Gral" unter den Sammlerstücken. Mit nur etwa 1.200 gebauten Exemplaren zwischen 1946 und 1962 ist sie extrem selten. Besonders die späten Modelle mit dem "Short-Stroke"-Motor und dem verbesserten Featherbed-Rahmen erzielen auf Auktionen Höchstpreise. In der Schweiz sind originale Manx-Modelle kaum zu finden und wechseln oft nur unter der Hand in privaten Sammlerkreisen den Besitzer.

Die Norton Dominator-Serie, insbesondere die Modelle 88 (500 cm³), 99 (600 cm³) und die 650SS, sind heute gesuchte Klassiker, die oft im Schatten der Commando stehen. Dabei bieten sie das reinste Norton-Erlebnis mit dem Featherbed-Rahmen und dem klassischen Twin-Motor. Die 650SS von 1961 bis 1965 gilt mit ihren zwei Amal-Vergasern und einer Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h als eines der schnellsten Serienmotorräder ihrer Ära.

Für Liebhaber der 1970er Jahre ist die John Player Special (JPS) Commando ein absolutes Highlight. Mit ihrer markanten schwarz-goldenen Lackierung, die an die Formel-1-Boliden von Lotus erinnerte, ist sie ein optisches Statement. Nur etwa 1.500 Stück wurden produziert, was sie zu einer wertstabilen Investition macht. Auch die Commando Fastback mit ihrem charakteristischen Heckbürzel ist ein Design-Klassiker, der in keiner ernsthaften Sammlung fehlen darf.

Technische Daten

In der folgenden Tabelle finden Sie die wichtigsten technischen Eckdaten der populärsten Norton-Modelle für den Schweizer Markt.

Hinweise zur Technik:

  • Isolastic-Wartung: In der Schweiz ist der Zustand der Gummilager oft entscheidend für die MFK-Abnahme (Motorfahrzeugkontrolle). Ein "schwimmendes" Fahrwerk wird nicht toleriert.
  • Elektrik: Viele Schweizer Besitzer rüsten auf elektronische Zündanlagen (z.B. Boyer Bransden) um, um die Zuverlässigkeit bei Passfahrten zu erhöhen.
  • Veteranenstatus: Um in der Schweiz den begehrten Veteraneneintrag zu erhalten, muss die Maschine technisch und optisch in einem hervorragenden, originalgetreuen Zustand sein.

Marktübersicht und Kauftipps

Der Markt für Norton-Motorräder in der Schweiz ist exklusiv und stabil. Während in den Nachbarländern oft verbastelte Maschinen zu finden sind, legen Schweizer Sammler grossen Wert auf Originalität und Dokumentation. Dies spiegelt sich auch in den Preisen wider, die oft über dem europäischen Durchschnitt liegen, dafür aber meist Fahrzeuge in besserem Zustand bieten.

Preissegmente in der Schweiz (Stand 2024/2025):

  • Norton Commando 750/850: Für eine fahrbereite Maschine im guten Zustand müssen Sie mit CHF 9'000 bis CHF 14'000 rechnen. Top-restaurierte Exemplare mit Veteranenstatus können bis zu CHF 18'000 kosten.
  • Norton Dominator (88/99/650SS): Diese Modelle sind seltener. Eine gute 650SS liegt preislich oft zwischen CHF 12'000 und CHF 16'000. Einfachere Dominator-Modelle starten bei etwa CHF 8'000.
  • Norton ES2 / Model 50: Die klassischen Einzylinder sind für Puristen interessant und kosten je nach Zustand zwischen CHF 7'000 und CHF 11'000.
  • Norton Manx: Hier bewegen wir uns im Bereich von CHF 40'000 bis CHF 80'000 und darüber hinaus. Solche Maschinen werden in der Schweiz meist über spezialisierte Auktionshäuser oder private Netzwerke gehandelt.

Worauf Sie beim Kauf in der Schweiz achten sollten:

  1. Veteranenstatus: Prüfen Sie, ob das Motorrad bereits als Veteran zugelassen ist. Dies spart Versicherungskosten und verlängert die MFK-Intervalle auf sechs Jahre. Ein fehlender Status bei einer eigentlich alten Maschine kann auf nicht zeitgenössische Umbauten hindeuten.
  2. Matching Numbers: In der Schweiz wird grosser Wert auf die Übereinstimmung von Rahmen- und Motornummern gelegt. Dies ist ein wesentlicher Faktor für die Wertbeständigkeit.
  3. Isolastic-Zustand: Drücken Sie das Motorrad im Stand seitlich. Wenn der Motor mehr als ein paar Millimeter im Rahmen wandert, sind die Gummis fällig. Ein Austausch in einer Schweizer Fachgarage kann kostspielig sein.
  4. Ölleckagen: Ein gewisses "Markieren des Reviers" ist bei alten Briten normal, aber übermässiger Ölverlust führt bei der MFK unweigerlich zum Nichtbestehen. Achten Sie besonders auf die Primärkettenkastendichtung.
  5. Ersatzteilversorgung: Dank Spezialisten wie Flury Motors oder dem Norton Owners Club Switzerland ist die Teileversorgung in der Schweiz hervorragend. Viele Teile können auch direkt aus Grossbritannien (Andover Norton) bezogen werden, wobei hier Zoll und MwSt. zu beachten sind.

Käuferprofile:

  • Der Geniesser: Sucht eine Commando 850 Mk III mit Elektrostart für entspannte Ausfahrten am Genfersee oder im Engadin.
  • Der Purist: Bevorzugt eine Dominator mit Featherbed-Rahmen und geniesst das unmittelbare Feedback der Mechanik auf kurvigen Passstrassen.
  • Der Sammler: Jagt seltene Varianten wie die Fastback oder die JPS und legt Wert auf eine lückenlose Historie und perfekten Lack.

Fahrverhalten & Performance

Eine Norton zu fahren, ist ein Erlebnis, das alle Sinne anspricht. Sobald der grosse Parallel-Twin zum Leben erwacht, erfüllt ein tiefes, rhythmisches Grollen die Luft. Im Gegensatz zu modernen Motorrädern spürt man hier noch die mechanische Arbeit: Das Klacken der Ventile, das Saugen der Amal-Vergaser und die Vibrationen, die – bei einer gut eingestellten Commando – im Leerlauf zwar präsent sind, aber beim Losfahren wie von Zauberhand verschwinden.

Das Isolastic-System der Commando ist auf der Strasse ein Offenbarung. Während man auf einer Triumph Bonneville ab 100 km/h oft mit tauben Fingern zu kämpfen hat, gleitet die Norton fast schon unheimlich ruhig dahin. Dies erlaubt es, das enorme Drehmoment des Motors voll auszukosten. Besonders die 850er Modelle ziehen bereits ab 2'500 U/min kräftig durch und machen das Schalten auf kurvigen Schweizer Landstrassen fast optional. Der vierte Gang fungiert oft als "Fahrstufe" für alles zwischen 60 und 160 km/h.

Das Handling ist dank des Featherbed-Erbes auch bei den späteren Modellen hervorragend. Die Norton liegt satt auf der Strasse und lässt sich mit minimalem Kraftaufwand in Schräglage bringen. Die 50/50-Gewichtsverteilung sorgt für ein neutrales Kurvenverhalten, das Vertrauen einflösst. Auf Pässen wie dem Klausen oder dem Susten zeigt die Norton ihre wahre Stärke: Sie ist kein nervöser Kurvenfresser, sondern ein souveräner Athlet, der mit Präzision und Ruhe glänzt.

Die Roadholder-Gabel verrichtet ihren Dienst auch nach Jahrzehnten noch erstaunlich gut, sofern sie regelmässig gewartet wurde. Sie bügelt Unebenheiten sauber weg, ohne dabei schwammig zu wirken. Die Bremsleistung der frühen Trommelbremsen erfordert jedoch vorausschauendes Fahren. Die ab 1972 eingeführte Scheibenbremse vorne war ein grosser Fortschritt, verlangt aber im Vergleich zu modernen Anlagen deutlich mehr Handkraft. Die Mk III Modelle mit der hinteren Scheibenbremse bieten die beste Verzögerung für den heutigen Verkehr.

Der Sound einer Norton ist unverwechselbar. Es ist kein aggressives Kreischen, sondern ein autoritäres, kehliges Bellen, das beim Gaswegnehmen in ein wunderbares Brabbeln übergeht. In den Schweizer Alpen hallt dieser Klang von den Felswänden wider und sorgt garantiert für bewundernde Blicke bei jedem Zwischenstopp.

Design & Ausstattung

Nortons Designphilosophie war stets von britischem Understatement und funktionaler Ästhetik geprägt. "Form follows function" war hier kein Marketing-Slogan, sondern gelebte Realität. Jedes Teil an einer Norton wirkt massiv und für die Ewigkeit gebaut.

Die Norton Commando Fastback ist vielleicht das eleganteste Beispiel für dieses Design. Die fliessende Linie, die am Tank beginnt und in der integrierten Sitzbank-Heck-Kombination endet, war ihrer Zeit weit voraus. Sie verlieh dem Motorrad eine Dynamik, die auch heute noch modern wirkt. Die klassischen Farbkombinationen wie "Silver Smoke" oder das tiefe "British Racing Green" unterstreichen den edlen Charakter.

Ein wichtiges Detail für Kenner sind die Smiths-Instrumente. Die grossen, klar ablesbaren Uhren für Geschwindigkeit und Drehzahl sind kleine Kunstwerke der Feinmechanik. Auch die polierten Aluminium-Seitendeckel und die verchromten Auspuffanlagen (oft in der charakteristischen "Peashooter"-Form) tragen zum hochwertigen Erscheinungsbild bei.

In der Schweiz sieht man oft Maschinen, die mit zeitgenössischem Zubehör veredelt wurden. Dunstall-Auspuffanlagen oder Clip-on-Lenker (Stummellenker) sind beliebt, um den Café-Racer-Look zu betonen. Solange diese Umbauten dokumentiert und fachmännisch ausgeführt sind, mindern sie den Wert in der Schweiz kaum – im Gegenteil, sie erzählen oft die individuelle Geschichte des Fahrzeugs.

Die Ausstattung der Interstate-Modelle war auf Langstreckentauglichkeit ausgelegt. Der grosse 22-Liter-Tank und die breitere Sitzbank machen sie zum idealen Begleiter für Touren quer durch die Schweiz. Im Gegensatz dazu ist die Hi-Rider mit ihrem hohen Lenker und der gestuften Sitzbank ein Kind der US-Chopper-Welle der 70er Jahre – in der Schweiz ein seltener Exot, der heute aufgrund seiner Skurrilität wieder Fans findet.

Sonstiges

Norton ist mehr als nur ein Motorradhersteller; es ist ein kulturelles Phänomen. In Grossbritannien geniesst die Marke einen ähnlichen Status wie Aston Martin bei den Automobilen. Diese Aura strahlt auch auf die Schweizer Szene aus.

Rennsport-Legenden: Namen wie Geoff Duke, Mike Hailwood und Peter Williams sind untrennbar mit Norton verbunden. Williams war es auch, der in den 70er Jahren mit der "John Player Norton" bewies, dass der alte Parallel-Twin mit einem innovativen Monocoque-Rahmen selbst gegen die aufkommende japanische Vierzylinder-Konkurrenz noch siegfähig war. Diese Erfolge auf der Isle of Man sind der Treibstoff für den Mythos, der bis heute anhält.

Die Schweizer Szene: Die Schweiz hat eine sehr aktive Klassiker-Szene. Der Norton Owners Club Switzerland organisiert regelmässig Ausfahrten und Treffen, bei denen man Gleichgesinnte trifft und wertvolle Tipps austauschen kann. Veranstaltungen wie der "Love Ride" oder lokale Oldtimer-Treffen in Regionen wie dem Zürcher Oberland oder dem Seeland sind feste Termine im Kalender vieler Norton-Besitzer.

Film und Fernsehen: Die Norton Commando war das Motorrad der Wahl für viele Leinwandhelden. Von Clint Eastwood bis hin zu modernen Produktionen – die Silhouette einer Norton ist sofort erkennbar und steht für Coolness und Unabhängigkeit. Auch in der Schweizer Popkultur der 70er Jahre war die Norton ein Symbol für den Aufbruch und die Freiheit auf zwei Rädern.

Wankel-Experimente: Ein oft vergessener Teil der Geschichte sind die Wankel-Motorräder der 80er Jahre. Die Norton Interpol 2 (Polizeiversion) und die zivile Classic waren mutige Versuche, sich technisch neu zu erfinden. In der Schweiz gibt es nur eine Handvoll dieser Maschinen, was sie zu extrem exklusiven Sammlerstücken macht. Die Wartung dieser Motoren erfordert jedoch spezialisiertes Wissen, das heute nur noch wenige Experten besitzen.

Fazit

Wer eine Norton kauft, entscheidet sich für ein Stück lebendige Motorsportgeschichte. Es ist die Wahl für Individualisten, die den rohen Charme britischer Mechanik schätzen und gleichzeitig Wert auf ein Fahrwerk legen, das auch heute noch Spass macht.

In der Schweiz bietet der Markt hervorragende Möglichkeiten, qualitativ hochwertige Fahrzeuge zu finden. Ob es die legendäre Commando für die grosse Tour ist, eine elegante Dominator für das sonntägliche Treffen oder eine seltene Manx als Krönung einer Sammlung – eine Norton ist eine Investition, die nicht nur materiellen, sondern vor allem emotionalen Wert bietet.

Die Kombination aus dem unverwechselbaren Sound, dem zeitlosen Design und der Gewissheit, eine Maschine der erfolgreichsten TT-Marke aller Zeiten zu bewegen, macht jede Fahrt zu einem besonderen Ereignis. Mit der richtigen Pflege und dem Wissen um die technischen Eigenheiten wie das Isolastic-System ist eine Norton ein treuer Begleiter, der auch in Jahrzehnten noch für bewundernde Blicke sorgen wird. Finden Sie jetzt Ihre Norton auf Classic Trader und werden Sie Teil einer Legende, die niemals verblasst.


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