- Motoren
- FN (0 aanbiedingen)
FN Motorrad kaufen
Die belgische Fabrique Nationale aus Herstal prägte die Pionierzeit des Motorradbaus mit dem ersten Serien-Vierzylinder der Welt. Von der technologisch fortschrittlichen FN Four bis zur robusten M67 Sahara finden Sammler in der Schweiz exklusive Maschinen mit höchster Fertigungsqualität.
Zoekresultaten
Op dit moment zijn er geen overeenkomende advertenties voor uw zoekopdracht.
Benachrichtigung erstellen
Lassen Sie sich benachrichtigen, sobald ein Inserat veröffentlicht wird, das Ihren Suchkriterien entspricht.
Fahrzeug inserieren
Sie haben einen FN, den Sie verkaufen wollen? Dann erstellen Sie jetzt ein Inserat.
Fahrzeug inserieren"FN" Inserats-Referenzen von Classic Trader
Im Folgenden finden Sie Inserate zu Ihrer Suche, die nicht mehr auf Classic Trader verfügbar sind. Für eine bessere Kaufentscheidung können Sie sich mit Hilfe dieser Informationen ein besseres Bild über Verfügbarkeit, Wertentwicklung und aktuellen Preis eines "FN" machen.
1929 | FN M 70
M 70B
1931 | FN M 90
FN 500 M90 - 1931
1935 | FN 350
-
1927 | FN M 70 Sahara
1911 | FN 285T
MOTO FN 285T DELUXE VITESSE ANNO 1909
1950 | FN XIII 350
FN M13
1935 | FN M 70
FN 350cc M70 Deluxe 1935 350cc
1906 | FN 4 HP
FN 1906 367 cc 4 cyl aiv beautiful original four cilinder
1906 | FN 4 HP
FN 1906 367 cc 4 cyl aiv
1955 | FN XIII 350
1955 FN Moto Model 13 '55
Benachrichtigung erstellen
Lassen Sie sich benachrichtigen, sobald ein Inserat veröffentlicht wird, das Ihren Suchkriterien entspricht.
Fahrzeug inserieren
Sie haben einen FN, den Sie verkaufen wollen? Dann erstellen Sie jetzt ein Inserat.
Fahrzeug inserierenDie Geschichte von FN: Vom Waffenbau zur Weltspitze
Die Fabrique Nationale d'Armes de Guerre (FN) aus Herstal bei Lüttich ist heute vor allem für ihre Verteidigungssysteme bekannt, doch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war das Unternehmen einer der innovativsten Motorradhersteller der Welt. Gegründet im Jahr 1889, begann FN bereits um die Jahrhundertwende mit der Diversifizierung seiner Produktion. Dass ein Waffenhersteller den Schritt zum Zweirad wagte, war damals keine Seltenheit – Präzisionsmaschinen und hochwertige Stähle waren in beiden Branchen die Grundlage für Erfolg.
Die Motorradproduktion startete offiziell im Jahr 1901. Das erste Modell war im Grunde ein verstärktes Fahrrad, das von einem kleinen 133-cm³-Viertaktmotor angetrieben wurde. Mit einer Leistung von lediglich 1,25 PS und einem atmosphärischen Einlassventil (Schnüffelventil) war es ein bescheidener Anfang. Doch die Ingenieure in Herstal lernten schnell. Bereits 1903 folgte ein Modell mit 188 cm³, das bereits über einen Wellenantrieb (Kardan) verfügte – eine technische Besonderheit, die FN für die nächsten zwei Jahrzehnte definieren sollte.
Der grosse Wendepunkt kam 1905. Unter der Leitung des genialen Ingenieurs Paul Kelecom präsentierte FN die FN Four. Es war das weltweit erste in Serie produzierte Motorrad mit einem Reihenvierzylindermotor. In einer Zeit, in der die meisten Konkurrenten noch mit unzuverlässigen Einzylindern kämpften, wirkte die FN Four wie ein Fahrzeug aus der Zukunft. Der Motor war längs im Rahmen eingebaut, und die Kraftübertragung erfolgte sauber und wartungsarm über eine Kardanwelle zum Hinterrad. Diese Maschine zementierte den Ruf von FN als Premiummarke und wurde zum begehrten Exportgut, auch in die Schweiz, wo die hohe Verarbeitungsqualität sehr geschätzt wurde.
In den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg expandierte FN massiv. Die Vierzylindermodelle wurden stetig verbessert: Der Hubraum wuchs von ursprünglich 362 cm³ auf 412 cm³, dann auf 496 cm³ und schliesslich auf 748 cm³ bei den Modellen der frühen 1920er Jahre. FN war zu dieser Zeit einer der grössten Motorradexporteure der Welt und unterhielt Vertretungen in fast allen europäischen Ländern.
Nach dem Ersten Weltkrieg änderte sich der Markt. Die Nachfrage nach einfacheren, kostengünstigeren Maschinen stieg. FN reagierte 1923 mit der Einführung der M60, einem 350-cm³-Einzylinder mit seitengesteuerten Ventilen (SV). Kurz darauf folgte die M67, die durch eine spektakuläre Werbeaktion berühmt wurde: Eine Gruppe von Fahrern durchquerte mit diesen Maschinen den afrikanischen Kontinent. Die 8'800 Kilometer lange Expedition von Algerien bis nach Nairobi bewies die unglaubliche Robustheit der belgischen Konstruktionen und bescherte der M67 den Beinamen "Sahara". In der Schweiz, wo Zuverlässigkeit an Pässen und auf Schotterstrassen oberste Priorität hatte, wurde die "Sahara" zu einem Verkaufsschlager unter den Tourenfahrern.
In den 1930er Jahren erreichte FN mit Modellen wie der M86 und der M90 einen weiteren Höhepunkt. Diese Maschinen verfügten über moderne OHV-Motoren (obenliegende Ventile) und eine sportliche Auslegung. Besonders die M86 wurde in grossen Stückzahlen auch für das Militär produziert. Während des Zweiten Weltkriegs kam die zivile Produktion fast vollständig zum Erliegen, da das Werk in Herstal unter deutscher Besatzung für die Rüstung produzieren musste.
Die Nachkriegszeit war geprägt vom Wiederaufbau, doch FN konnte nicht mehr an die technologische Vorreiterrolle der Vorkriegsjahre anknüpfen. Man produzierte solide Maschinen wie die M22 oder die M13 mit ihrer charakteristischen gezogenen Kurzschwinge vorne, doch die Konkurrenz aus England und später Japan wurde immer erdrückender. In den 1950er Jahren versuchte FN mit Mopeds und Rollern im Massenmarkt Fuss zu fassen, doch die Margen waren gering. Im Jahr 1967 wurde die Motorradproduktion schliesslich eingestellt. Für Sammler in der Schweiz und weltweit bleiben die Maschinen aus Herstal jedoch Symbole für eine Ära, in der Ingenieurskunst und handwerkliche Perfektion keine Kompromisse kannten.
Highlights & technische Meilensteine von FN
Wer heute ein FN Motorrad kaufen möchte, sucht meist nach einem der technischen Highlights, die diese Marke so besonders machen. FN war nie ein Hersteller von Massenware im billigen Sinne; jede Konstruktion atmete den Geist der Präzision.
Die FN Four: Das Wunder von Herstal
Die FN Four ist zweifellos das wichtigste Modell der Markengeschichte. Ihre Einführung im Jahr 1905 war eine Sensation. Paul Kelecom nutzte die Vorteile des Vierzylinders – Vibrationsarmut und gleichmässige Kraftentfaltung – in einer Weise, die damals unerreicht war. Die frühesten Modelle hatten keinen Kickstarter; man startete die Maschine wie ein Fahrrad durch Treten der Pedale auf dem Ständer. Der Kardanantrieb war in das Rahmendesign integriert, was der Maschine ein sehr aufgeräumtes Äusseres verlieh.
Die Ära des Kardanantriebs
Von 1903 bis 1923 war der Kardanantrieb das Markenzeichen fast aller FN-Modelle. Während andere Hersteller mit rutschenden Lederriemen oder reissenden Ketten kämpften, bot FN eine geschlossene, weitgehend wartungsfreie Lösung an. Dies war besonders in Ländern mit schwierigen Strassenverhältnissen, wie der Schweiz der Jahrhundertwende, ein unschätzbarer Vorteil. Erst mit der Umstellung auf günstigere Modelle in den 1920er Jahren kehrte FN bei den meisten Maschinen zur Kette zurück.
Blockmotoren und Gehäusebau
FN war einer der Pioniere des sogenannten Unitary Construction (Blockmotor-Bauweise). Bei Modellen wie der M70 wurden Motor und Getriebe in einem gemeinsamen Gehäuse untergebracht. Das erhöhte die Steifigkeit und verringerte Ölverluste – ein Problem, das viele zeitgenössische britische Maschinen mit getrennten Einheiten plagte. Die belgische Präzision bei der Gussherstellung sorgte dafür, dass FN-Motoren oft deutlich "trockener" blieben als die Konkurrenz.
Die "Sahara"-Expedition als Gütesiegel
Die Leistung der drei belgischen Offiziere, die 1926/27 Afrika auf FN-Maschinen durchquerten, kann kaum überschätzt werden. Ohne Versorgungsnetz und auf Pfaden, die diesen Namen kaum verdienten, legten sie die Basis für den Ruf der M67 Sahara. Dieses Modell gilt heute als einer der besten klassischen Einzylinder für Zuverlässigkeitsfahrten. In der Schweizer Oldtimerszene ist die "Sahara" ein gern gesehener Gast bei Veranstaltungen wie dem Klausenrennen-Gedenken.
Militärische Robustheit
Aufgrund der Herkunft aus der Waffenproduktion waren FN-Motorräder für extreme Belastungen ausgelegt. Die FN M12 mit ihrem grossen 992-cm³-Boxermotor und Beiwagenantrieb war eine der leistungsstärksten Militärmaschinen ihrer Zeit. Auch wenn diese schweren Gespanne in der Schweiz selten sind, zeigen sie die enorme Bandbreite des belgischen Know-hows.
Technische Daten der wichtigsten FN-Modelle
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Entwicklung der FN-Technik von den Anfängen bis in die Nachkriegszeit.
Marktüberblick & Kaufberatung für FN Motorräder
Der Markt für FN Motorräder in der Schweiz ist exklusiv und stabil. Da FN-Maschinen oft über Generationen in Sammlungen verbleiben, ist das Angebot auf dem öffentlichen Markt begrenzt. Wer eine FN kaufen möchte, muss oft Geduld mitbringen und bereit sein, auch im umliegenden Ausland (Belgien, Frankreich, Deutschland) zu suchen.
Preissituation in der Schweiz (CHF)
Die Preise für FN-Klassiker haben in den letzten Jahren, getrieben durch das Interesse an früher Technik ("Veteran-Fahrzeuge"), deutlich angezogen.
- FN Four (Vierzylinder): Dies sind die "Blauen Mauritius" der Motorradwelt. Ein fahrbereites Exemplar in gutem Zustand unter CHF 40'000 zu finden, ist fast unmöglich. Top-restaurierte Maschinen der frühen Baujahre (1905–1910) können bei Auktionen in der Schweiz oder international Preise zwischen CHF 60'000 und CHF 100'000 erzielen. Projekte in Kisten starten selten unter CHF 20'000.
- FN M67 Sahara / M70: Diese Modelle sind in der Schweiz am häufigsten anzutreffen. Eine solide M70 im fahrbereiten Zustand kostet aktuell zwischen CHF 7'000 und CHF 12'000. Die prestigeträchtigere M67 Sahara liegt oft leicht darüber, im Bereich von CHF 10'000 bis CHF 16'000.
- Sportmodelle M86 / M90: Aufgrund ihrer Seltenheit und der guten Fahrleistungen sind diese 500er-Maschinen sehr begehrt. Rechnen Sie mit Preisen von CHF 15'000 bis CHF 25'000 für erstklassige Exemplare.
- Nachkriegsmodelle (M13, M22): Hier ist der Einstieg günstiger. Ordentliche Maschinen sind für CHF 4'000 bis CHF 8'000 zu finden, wobei die Ersatzteillage hier manchmal schwieriger ist als bei den populären Vorkriegsmodellen.
Worauf beim Kauf zu achten ist
Beim Kauf einer FN in der Schweiz steht oft die MFK-Veteranenprüfung im Fokus. Damit eine Maschine den begehrten Veteranenstatus erhält, muss sie sich in einem technisch und optisch einwandfreien, originalen Zustand befinden.
- Originalität: Besonders bei den frühen Vierzylindern wurden im Laufe der Jahrzehnte oft Vergaser oder Zündungen gegen modernere Teile ausgetauscht. Für den Werterhalt und den Veteranenstatus sind Originalteile entscheidend. Messingkomponenten (Tanks, Armaturen) sollten keine Risse oder groben Lötreparaturen aufweisen.
- Kardanantrieb: Bei den Four-Modellen ist das Winkelgetriebe am Hinterrad eine potenzielle Schwachstelle. Ersatzteile müssen oft einzeln angefertigt werden, was in der Schweiz mit hohen Werkstattkosten verbunden ist. Prüfen Sie das Spiel im Antriebsstrang.
- Motorzustand: Die T-Head-Motoren der frühen Jahre sind thermisch empfindlich. Achten Sie auf Risse im Zylinderguss. Bei den späteren OHV-Modellen (M86/M90) sollte die Ventilsteuerung mechanisch ruhig laufen; übermässiges Klappern deutet auf verschlissene Kipphebel oder Nockenwellen hin.
- Dokumentation: In der Schweiz steigert eine lückenlose Historie (alte Ausweise, Zollquittungen bei Importen) den Wert erheblich. FN-Maschinen, die nachweislich seit Jahrzehnten in der Schweiz immatrikuliert sind, gelten als besonders wertvoll.
Die Rolle des FAM (Freunde Alter Motorräder)
Für FN-Besitzer in der Schweiz ist die Mitgliedschaft im FAM fast obligatorisch. Der Club bietet nicht nur ein hervorragendes Netzwerk für die Teilesuche, sondern auch technisches Know-how, das bei Marken wie FN überlebenswichtig ist. Viele Experten innerhalb des Clubs kennen die spezifischen Eigenheiten der belgischen Maschinen und können bei der Vorbereitung auf die MFK-Prüfung helfen.
Das Fahrverhalten: Wie fühlt sich eine FN an?
Das Fahrerlebnis auf einer FN ist stark vom Baujahr abhängig, doch allen Maschinen gemeinsam ist ein gewisses Mass an mechanischer Kultiviertheit, das sie von vielen Zeitgenossen abhebt.
Das Seidenweiche Summen der FN Four
Wer zum ersten Mal eine FN Four fährt, ist oft überrascht, wie ruhig ein Motor aus dem Jahr 1905 laufen kann. Während Einzylinder dieser Ära den Fahrer mit heftigen Vibrationen massieren, schnurrt der kleine Vierzylinder fast wie eine moderne Maschine. Die Kraftentfaltung ist linear, wenn auch nach heutigen Massstäben sehr bescheiden. Das grösste Abenteuer ist die Bedienung: Man muss Zündzeitpunkt, Luftzufuhr und Gas manuell koordinieren. Das Fehlen einer wirksamen Vorderbremse (oft nur eine Felgenbremse oder gar keine) macht vorausschauendes Fahren zur überlebenswichtigen Kunst. Auf flachen Strassen rund um den Zürichsee oder im Seeland ist das Dahingleiten mit einer Four jedoch ein unvergleichliches Vergnügen.
Die Robustheit der Einzylinder
Eine M67 Sahara oder eine M70 fühlt sich deutlich konventioneller an. Der Motor hat ein kräftiges Drehmoment aus dem Drehzahlkeller. Diese Maschinen wurden für schlechte Strassen gebaut, und das merkt man dem stabilen Fahrwerk an. In den Schweizer Alpen schlägt sich eine gut abgestimmte Sahara erstaunlich gut; die Steigfähigkeit war eines der Verkaufsargumente in den 1920er Jahren. Das Schalten des Dreigang-Getriebes (oft per Handschaltung am Tank) erfordert etwas Übung, geht aber nach einer gewissen Eingewöhnungszeit leicht von der Hand.
Sportliches Flair der 30er Jahre
Die M86 mit ihrem 500-cm³-OHV-Motor bietet bereits ein Fahrgefühl, das dem eines modernen Motorrads näherkommt. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von über 120 km/h war sie in den 30er Jahren eine echte Rennmaschine. Der Sound ist tief und resonant, die Beschleunigung für einen Klassiker beeindruckend. Auf kurvigen Landstrassen im Jura zeigt diese FN, warum sie im Motorsport so erfolgreich war: Die Geometrie ist stimmig, und die Bremsleistung der Trommelbremsen ist (bei korrekter Wartung) für das Fahrzeuggewicht angemessen.
Design & Ästhetik: Die Handschrift des Waffenbauers
Das Design einer FN ist geprägt von einer funktionalen Eleganz, die oft als "technisch kühl" bezeichnet wird. Es gibt keine unnötigen Schnörkel; jede Linie dient einem Zweck.
Die Messing-Ära
Die frühen FN Four Modelle gehören zu den schönsten Beispielen der sogenannten Messing-Ära. Die grossen, polierten Messingtanks, die filigranen Handhebel und die offen liegende Mechanik machen diese Maschinen zu skulpturalen Meisterwerken. In einer Schweizer Sammlung wirkt eine solche Maschine oft wie ein mechanisches Uhrwerk im Grossformat. Das Zusammenspiel von schwarzem Lack, Nickel (oder später Chrom) und dem warmen Glanz des Messings ist charakteristisch.
Der Übergang zur Moderne
In den 1920er Jahren wandelte sich das Design. Die Tanks wurden voluminöser und umschlossen nun oft die oberen Rahmenrohre. Die M70 führte das beliebte "Sloper"-Design ein, bei dem der Zylinder leicht nach vorne geneigt ist. Dies verlieh dem Motorrad ein dynamisches, geducktes Aussehen, das in ganz Europa kopiert wurde. FN gelang es, trotz der Umstellung auf günstigere Massenfertigung, ein hohes Niveau an Oberflächengüte beizubehalten. Die Lackierung in "FN-Blau" oder klassischem Schwarz mit feiner Linierung ist ein Erkennungsmerkmal.
Details aus dem Präzisionsbau
Wenn man eine FN im Detail betrachtet, erkennt man die Herkunft aus der Waffenfabrik. Schraubenköpfe, Gussteile und Armaturen sind oft mit einer Präzision gefertigt, die man bei zeitgenössischen Konkurrenten vergeblich sucht. Es gibt kaum grobe Schweissnähte; alles wirkt wie aus dem Vollen gefräst oder perfekt gegossen. Diese Qualität ist es auch, die eine FN so langlebig macht – viele Maschinen, die heute in der Schweiz restauriert werden, haben eine Substanz, die nach fast 100 Jahren noch immer beeindruckt.
FN im Motorsport: Rekorde und Triumphe
Der Erfolg auf der Rennstrecke war für FN das wichtigste Marketinginstrument. Man wollte beweisen, dass die Maschinen aus Herstal nicht nur präzise, sondern auch die schnellsten und zuverlässigsten waren.
Bereits 1908 startete FN bei der legendären Isle of Man TT. Es war das erste Mal, dass ein Vierzylinder bei diesem härtesten Rennen der Welt antrat. R.O. Clark belegte den dritten Platz in der Multi-Cylinder-Klasse – ein bemerkenswerter Erfolg für die kleine 412-cm³-Maschine gegen deutlich hubraumstärkere Konkurrenz.
In den Goldenen Zwanzigern dominierte FN viele Langstreckenrennen und Zuverlässigkeitsfahrten in Europa. Zwischen 1922 und 1930 gewannen FN-Fahrer hunderte von Goldmedaillen bei nationalen und internationalen Wettbewerben. Besonders hervorzuheben sind die Weltrekorde: Im Jahr 1926 erzielte eine FN in der 350er-Klasse mehrere Geschwindigkeitsrekorde, die den Ruf der Marke als technologische Speerspitze festigten.
Auch in der Schweiz war FN im Motorsport präsent. Bei Bergrennen, die in der Schweiz eine lange Tradition haben, waren die belgischen Maschinen oft in den Siegerlisten zu finden. Die Kombination aus hoher Drehzahlfestigkeit der Motoren und stabilen Fahrwerken war auf den Schweizer Pässen ein entscheidender Vorteil. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg blieb FN sportlich aktiv, insbesondere im aufkommenden Motocross-Sport, wo die Belgier mit Modellen wie der M22 Cross grosse Erfolge feierten und mehrere Weltmeistertitel errangen.
Fazit: Warum eine FN ein besonderes Sammlerstück ist
Ein FN Motorrad zu kaufen, bedeutet, ein Stück echte Pioniergeschichte in die Garage zu holen. Ob es die technologisch bahnbrechende Vierzylinder-Konstruktion der frühen Jahre oder die unverwüstliche Einzylinder-Technik der Zwischenkriegszeit ist – eine FN steht immer für eine überdurchschnittliche Ingenieursleistung.
Für Sammler in der Schweiz bietet die Marke FN einen besonderen Reiz. Die Maschinen sind selten genug, um auf jedem Oldtimer-Treffen oder beim Concours d'Élégance Aufmerksamkeit zu erregen, aber dank der robusten Bauweise sind sie keine reinen Museumsstücke. Mit dem richtigen Netzwerk, wie dem FAM, lassen sich diese Zeitzeugen der Mobilitätsgeschichte auch heute noch auf Schweizer Strassen bewegen.
Wer Wert auf handwerkliche Perfektion, historische Relevanz und ein einzigartiges Fahrerlebnis legt, kommt an den belgischen Maschinen aus Herstal nicht vorbei. Eine FN ist nicht nur ein Motorrad; sie ist ein Denkmal für eine Zeit, als der Fortschritt noch auf zwei Rädern und mit dem Geruch von Castrol-Öl und Benzin daherkam. Die Investition in eine gut erhaltene oder fachgerecht restaurierte FN ist zudem wertstabil – denn echte Meilensteine der Technikgeschichte werden nie aus der Mode kommen.
Finden Sie jetzt Ihre FN auf Classic Trader und lassen Sie sich von der belgischen Präzision begeistern. Ob Sie eine Maschine für die Veteranenausfahrt suchen oder ein technisches Meisterwerk für Ihre Sammlung – eine FN wird Sie nicht enttäuschen. Entdecken Sie die aktuellen Angebote und Preise in der Schweiz und werden Sie Teil der weltweiten Gemeinschaft von FN-Enthusiasten.