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Brough Superior Motorrad kaufen
Zwischen 1919 und 1940 entstanden in Nottingham handgefertigte Meisterwerke, die als „Rolls-Royce der Motorräder“ Weltruhm erlangten. Jede Brough Superior wurde individuell nach Kundenwunsch gefertigt und vor der Auslieferung persönlich von George Brough auf ihre garantierte Höchstgeschwindigkeit getestet.
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Fahrzeug inserieren"Brough-Superior" Inserats-Referenzen von Classic Trader
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1939 | Brough-Superior SS 100
1938 Brough Superior SS100 990cc
1936 | Brough-Superior SS 100
1933 | Brough-Superior 680
Alpine Black
2020 | Brough-Superior SS 100
2020 Brough Superior SS100 Mk1 997cc
1933 | Brough-Superior 680
1933 Brough Superior 680 OHV 680cc
1938 | Brough-Superior SS 100
1938 BROUGH SUPERIOR SS100 – ‘BODMIN BROUGH’
1933 | Brough-Superior 680
1939 | Brough-Superior SS 80
1939 Brough Superior SS80 with Alpine 'Petrol Tube' Sidecar
2018 | Brough-Superior SS 100
2018 Brough Superior SS100
1936 | Brough-Superior SS 80
Brough Superior SS80
1932 | Brough-Superior 5-15
UK road registered, with UK V5C logbook
1939 | Brough-Superior SS 80
Auction Donington Park: 22.02.2017 Estimate: £ 75000 - 80000
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Fahrzeug inserierenGeschichte & Erbe
Die Geschichte von Brough Superior ist untrennbar mit der Vision ihres Gründers George Brough verbunden. Im Jahr 1919 legte er in Nottingham den Grundstein für eine Marke, die das Motorradfahren in den Stand einer Kunstform heben sollte. Der Name „Superior“ war dabei kein Zufall, sondern eine bewusste Kampfansage an die Konkurrenz – einschliesslich der Motorräder seines Vaters William E. Brough, der bereits seit der Jahrhundertwende eigene Maschinen konstruierte. George wollte keine Massenware produzieren, sondern das ultimative Luxusmotorrad für die wohlhabende Elite schaffen.
In den frühen 1920er Jahren begann die Produktion in kleinen, exklusiven Stückzahlen. Jede Maschine war ein Unikat, das in enger Abstimmung mit dem zukünftigen Besitzer entstand. Dieser Grad an Individualisierung war damals beispiellos. Ob Lenkerform, Tankgrösse oder spezielle Getriebeübersetzungen – George Brough erfüllte fast jeden Wunsch, solange er seinem hohen Qualitätsanspruch entsprach. Der berühmte Beiname „Rolls-Royce der Motorräder“ wurde der Marke 1923 von H. D. Teague in der Fachzeitschrift The Motor Cycle verliehen. George Brough erkannte das Marketingpotenzial sofort und liess sich die Nutzung des Slogans sogar offiziell von Rolls-Royce genehmigen, nachdem ein Abgesandter des Automobilherstellers die Fabrik in Nottingham besichtigt hatte und von der dortigen Präzision tief beeindruckt war.
Das erste grosse Erfolgsmodell war die SS80 (Super Sports), die ab 1922 die Strassen eroberte. Die Zahl 80 stand für die garantierte Höchstgeschwindigkeit von 80 Meilen pro Stunde (ca. 129 km/h). Für die damalige Zeit war dies ein beeindruckender Wert, der jede SS80 zu einem der schnellsten Fahrzeuge auf britischen Strassen machte. Doch George Brough wollte mehr. 1924 präsentierte er die SS100, die mit einer garantierten Höchstgeschwindigkeit von 100 mph (ca. 161 km/h) zur absoluten Legende wurde. Diese Maschinen nutzten die leistungsstarken V-Twin-Motoren von J.A. Prestwich (JAP), die George Brough nach seinen eigenen Spezifikationen modifizieren liess.
In den 1930er Jahren diversifizierte Brough Superior das Angebot. Neben den Spitzenmodellen SS80 und SS100 erschienen die SS680 OHV und die mächtige 11.50, die vor allem als Gespannmaschine geschätzt wurde. Ab 1935/36 erfolgte ein technischer Umbruch: Aufgrund von Lieferengpässen und dem Wunsch nach mehr Laufruhe wechselte Brough von JAP-Motoren zu Aggregaten von Matchless. Diese späten Matchless-Broughs gelten heute unter Kennern als die ausgereiftesten Maschinen der klassischen Ära.
Der Zweite Weltkrieg setzte der Produktion 1940 ein jähes Ende. Die Fabrik wurde für die Rüstungsproduktion (unter anderem für Rolls-Royce Merlin Flugmotoren) umgenutzt. Nach dem Krieg wurde die Motorradproduktion nie wieder aufgenommen, da die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für solch exklusive Luxusgüter nicht mehr gegeben waren. Insgesamt verliessen nur etwa 3.048 Motorräder das Werk in Nottingham. Davon existieren heute schätzungsweise noch rund 1.000 Exemplare, was die enorme Begehrlichkeit und den hohen Sammlerwert erklärt.
Die Marke blieb jedoch im kollektiven Gedächtnis der Motorradwelt lebendig. Im Jahr 2013 erwarb der britische Unternehmer Mark Upham die Namensrechte und startete in Zusammenarbeit mit dem französischen Designer Thierry Henriette eine Wiederauferstehung in Toulouse. Die modernen Brough Superior Motorräder, wie die neue SS100 oder die in Kooperation mit Aston Martin entstandene AMB 001, führen das Erbe von George Brough mit modernster Technik und exklusivem Design fort.
Highlights & Besonderheiten
Was eine Brough Superior von allen anderen Motorrädern ihrer Zeit abhob, war die kompromisslose Auswahl der Komponenten. George Brough verstand sich weniger als reiner Motorenbauer, sondern vielmehr als genialer Systemintegrator. Er kaufte die besten verfügbaren Teile auf dem Markt ein – Motoren von JAP oder Matchless, Getriebe von Sturmey-Archer, Gabeln von Webb oder Brampton – und veredelte sie zu einem harmonischen Gesamtwerk.
Ein zentrales Highlight war die individuelle Anpassung. Wenn ein Kunde eine Brough bestellte, wurde er oft vermessen wie bei einem Massschneider. Die Position der Fussrasten, die Krümmung des Lenkers und die Härte der Federung wurden auf die Anatomie und die Vorlieben des Fahrers abgestimmt. Jede SS100 wurde zudem vor der Auslieferung auf der Rennstrecke von Brooklands oder auf öffentlichen Strassen getestet. Erreichte eine Maschine die versprochenen 100 mph nicht, ging sie zurück in die Werkstatt, bis die Leistung stimmte. Ein vom Testfahrer (oft George Brough selbst) unterschriebenes Zertifikat bestätigte dem Käufer die Performance.
Technisch war Brough Superior seiner Zeit oft weit voraus. George Brough entwickelte zahlreiche Innovationen, die heute Standard sind. Dazu gehörten der erste Seitenständer, der erste abfahrbare Hauptständer (der es ermöglichte, die schwere Maschine ohne grossen Kraftaufwand aufzubocken) und die markanten Doppelscheinwerfer, die nicht nur die Sicht verbesserten, sondern den Maschinen auch ein unverwechselbares Gesicht gaben. Auch die Castle-Gabel, eine Weiterentwicklung der Harley-Davidson-Gabel, bot für die damalige Zeit einen exzellenten Federungskomfort und hohe Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten.
Ein weiteres Merkmal war die ästhetische Perfektion. Die Tanks waren nicht einfach nur Treibstoffbehälter, sondern skulpturale Objekte aus verchromtem Stahl oder poliertem Aluminium, oft mit kunstvollen Linierungen verziert. Die Auspuffanlagen mit ihren charakteristischen Fishtail-Endstücken sorgten nicht nur für einen sonoren Klang, sondern waren auch optisch ein Statement.
Die Verbindung zu prominenten Persönlichkeiten trug massgeblich zum Ruhm bei. Der bekannteste Brough-Enthusiast war zweifellos T. E. Lawrence, besser bekannt als Lawrence von Arabien. Er besaess im Laufe seines Lebens acht Brough Superior Maschinen, die er liebevoll „George I“ bis „George VIII“ nannte. Lawrence schätzte die Zuverlässigkeit und die enorme Geschwindigkeit seiner Broughs auf seinen langen Fahrten durch das britische Empire. Sein tragischer Tod bei einem Unfall auf seiner SS100 im Jahr 1935 zementierte den Status der Marke als Teil der Weltgeschichte.
Technische Daten
Die technischen Spezifikationen einer Brough Superior können stark variieren, da viele Maschinen nach Kundenwunsch modifiziert wurden. Dennoch lassen sich für die Hauptmodelle folgende Eckdaten festhalten:
Die Motoren von J.A. Prestwich (JAP) waren für ihre rohe Gewalt und Drehfreudigkeit bekannt, während die späteren Matchless-Aggregate (oft als „MX“-Serie bezeichnet) für ihre mechanische Ruhe und bessere Ersatzteilversorgung geschätzt werden. In der Schweiz sind vor allem die Matchless-Modelle aufgrund ihrer etwas moderneren Konstruktion beliebt, wenn es um die Zulassung als Veteranenfahrzeug geht.
Marktübersicht und Kauftipps
Der Markt für Brough Superior Motorräder ist einer der exklusivsten der Welt. In der Schweiz gibt es eine kleine, aber sehr engagierte Sammlerszene. Wer eine Brough in der Schweiz kaufen möchte, muss sich auf Preise im sechs- bis siebenstelligen Bereich einstellen. Die Wertentwicklung dieser Maschinen ist seit Jahrzehnten stabil nach oben gerichtet, was sie auch für Investoren hochinteressant macht.
Aktuelle Preisniveaus (2024–2025) in CHF
Die folgenden Preise basieren auf internationalen Auktionsergebnissen (Bonhams, H&H, RM Sotheby’s) sowie privaten Verkäufen und wurden in Schweizer Franken (CHF) umgerechnet:
- Brough Superior SS100 (JAP-Motor): Dies ist die „Blaue Mauritius“ unter den Motorrädern. Für ein authentisches Exemplar mit dokumentierter Geschichte (Matching Numbers) müssen Sie mit CHF 250'000 bis CHF 450'000 rechnen. Spitzenexemplare mit prominenter Vorbesitzerhistorie oder speziellen Rennspezifikationen können die Marke von CHF 500'000 weit überschreiten. Im März 2025 erzielte eine SS100, die einst George Brough selbst gehörte, bei einer Auktion in Grossbritannien umgerechnet über CHF 270'000.
- Brough Superior SS100 (Matchless-Motor): Die späten Modelle sind etwas häufiger (wenn man bei ca. 100 gebauten Exemplaren davon sprechen kann) und liegen preislich meist zwischen CHF 220'000 und CHF 320'000. Sie gelten als die besseren „Fahrmaschinen“.
- Brough Superior SS80: Der Einstieg in die Welt von George Brough beginnt bei der SS80. Ein fahrbereites Exemplar in gutem Zustand kostet zwischen CHF 60'000 und CHF 110'000. Restaurierungsobjekte oder Maschinen mit nicht originalen Motoren können bereits ab CHF 45'000 zu finden sein. Eine SS80 von 1939 wurde Ende 2024 für ca. CHF 48'000 versteigert.
- Brough Superior SS680 & 11.50: Diese Modelle liegen preislich oft zwischen der SS80 und der SS100, meist im Bereich von CHF 80'000 bis CHF 180'000, je nach Seltenheit und Zustand. Ein SS680-Projekt erzielte im Oktober 2025 einen Preis von ca. CHF 40'000.
- Moderne Brough Superior (Toulouse): Die seit 2013 produzierten Maschinen werden auf dem Gebrauchtmarkt zwischen CHF 55'000 und CHF 120'000 gehandelt. Die exklusive Aston Martin AMB 001 liegt neu bei ca. CHF 230'000.
Besonderheiten im Schweizer Markt
In der Schweiz spielt der Veteranenstatus eine entscheidende Rolle für den Wert und die Nutzbarkeit. Ein Motorrad mit Veteraneneintrag im Fahrzeugausweis muss mindestens 30 Jahre alt sein, sich in einem technisch einwandfreien und originalen Zustand befinden und darf nur eine begrenzte Kilometerleistung pro Jahr aufweisen (meist ca. 2'000 bis 3'000 km). Der Vorteil: Die MFK-Intervalle sind deutlich länger (alle 6 Jahre statt alle 2 Jahre), und die Versicherungsprämien sind oft niedriger.
Beim Import einer Brough Superior in die Schweiz fallen Automobilsteuer (4%), Mehrwertsteuer (8.1%) sowie Zollgebühren an. Da viele Broughs aus Grossbritannien stammen, ist seit dem Brexit eine genaue Kalkulation der Importkosten unerlässlich. Zudem verlangt die Schweizer MFK (Motorfahrzeugkontrolle) oft zeitgenössische Nachweise über die Lärm- und Abgaswerte, was bei Vorkriegsmaschinen jedoch meist über Ausnahmeregelungen gelöst werden kann.
Kauftipps für Sammler
- Provenienz und Dokumentation: Das wichtigste Dokument beim Kauf einer Brough ist der Auszug aus den Factory Build Records. Der Brough Superior Club in England verwaltet diese Archive. Hier lässt sich prüfen, ob Rahmen, Motor und Getriebe original zusammengehören (Matching Numbers). Eine Maschine ohne diese Bestätigung verliert massiv an Wert.
- Originalität vs. Restaurierung: In der Welt der Broughs wird eine ehrliche Patina oft höher bewertet als eine „Überrestaurierung“. Achten Sie auf originale Details wie die korrekten Instrumente von Smiths, die originalen Vergaser von Amal und die typischen Brough-Armaturen.
- Technische Prüfung: Ein V-Twin von 1930 ist ein mechanisches Wunderwerk, aber auch anfällig. Prüfen Sie die Kompression, achten Sie auf ungewöhnliche Geräusche aus dem Ventiltrieb und kontrollieren Sie das Getriebe auf saubere Schaltvorgänge. Ersatzteile sind extrem teuer und müssen oft einzeln angefertigt werden.
- Spezialisten hinzuziehen: Kaufen Sie niemals eine Brough Superior ohne die Begutachtung durch einen anerkannten Experten. In der Schweiz gibt es nur sehr wenige Werkstätten, die sich wirklich mit diesen Maschinen auskennen. Ein Kontakt zum Brough Superior Club ist für jeden ernsthaften Interessenten Pflicht.
Fahrverhalten & Erlebnis
Eine Brough Superior zu fahren, ist eine sensorische Überflutung. Es beginnt bereits beim Startvorgang. Das Fluten der Vergaser, das Einstellen der Zündung per Handhebel am Lenker und der kräftige Tritt auf den Kickstarter erfordern Zeremonie und Respekt. Wenn der grosse V-Twin zum Leben erwacht, erfüllt ein tiefer, rhythmischer Schlag die Luft – ein Geräusch, das man nicht nur hört, sondern im ganzen Körper spürt.
Auf der Strasse überrascht die Brough durch ihre unerwartete Agilität. Trotz des stattlichen Gewichts und des langen Radstands lässt sie sich dank des tiefen Schwerpunkts erstaunlich präzise dirigieren. Die Sitzposition ist „herrschaftlich“: Man thront auf der breiten Ledersitzbank, die Hände liegen entspannt auf dem breiten Lenker, und der Blick schweift über den glänzenden Chromtank.
Die Beschleunigung einer SS100 ist auch nach heutigen Massstäben beeindruckend. Das enorme Drehmoment des JAP- oder Matchless-Motors schiebt die Maschine bereits aus niedrigsten Drehzahlen kraftvoll voran. Es ist kein hektisches Hochdrehen, sondern ein souveräner, fast unaufhaltsamer Vorwärtsdrang. Bei Tempo 100 km/h gleitet die Maschine mit einer Ruhe dahin, die man einem fast 100 Jahre alten Fahrzeug kaum zutrauen würde.
Das Fahrwerk, insbesondere mit der Castle-Gabel, bügelt Unebenheiten überraschend gut weg. Dennoch darf man nicht vergessen, dass man eine Vorkriegsmaschine bewegt. Die Bremsen – Trommelbremsen mit Seilzugbetätigung – erfordern vorausschauendes Fahren und eine kräftige Hand. In den Schweizer Alpen ist beim Bergabfahren Vorsicht geboten; die Motorbremswirkung des grossen V-Twins ist hier Ihr bester Freund.
Das Schalten mit der Handschaltung (bei frühen Modellen) oder der frühen Fussschaltung erfordert Konzentration. Jeder Gangwechsel ist ein bewusster Akt, begleitet vom mechanischen Klicken des Sturmey-Archer-Getriebes. Es ist eine Form des „Slow Travel“, selbst wenn man schnell unterwegs ist. Man ist eins mit der Maschine, spürt jede Vibration und hört jedes mechanische Geräusch. Es ist ein ehrliches, unverfälschtes Fahrerlebnis, das moderne Motorräder mit ihrer Elektronik und Perfektion niemals bieten können.
Design & Ästhetik
George Brough war ein Ästhet. Er verstand, dass ein Motorrad nicht nur schnell sein musste, sondern auch Begehren wecken sollte. Das Design einer Brough Superior ist die perfekte Verkörperung des britischen „Understatements“ gepaart mit technischer Extravaganz.
Das prägende Element ist zweifellos der Satteltank. Seine langgestreckte, tropfenförmige Form verleiht der Maschine eine Dynamik, die auch im Stand spürbar ist. Die Kombination aus hochglanzpoliertem Chrom und tiefschwarzer Lackierung, akzentuiert durch goldene Zierlinien, ist zeitlos elegant. Viele Schweizer Sammler bevorzugen genau diese klassische Farbkombination, die den Status als „Rolls-Royce“ unterstreicht.
Ein weiteres markantes Merkmal sind die Auspuffrohre. Bei der SS100 verlaufen sie oft symmetrisch auf beiden Seiten und enden in den berühmten Fishtails. Diese Endstücke sind nicht nur funktional, sondern ein wichtiges Designelement, das das Heck der Maschine optisch verlängert.
Die Liebe zum Detail zeigt sich in jeder Schraube. Viele Teile wurden im Werk von Hand poliert oder vernickelt. Die Armaturen am Lenker, die Hebel für Zündverstellung und Luftzufuhr sowie die grossen, runden Instrumente von Smiths sind kleine Kunstwerke für sich. Selbst die Typografie des „Brough Superior“-Schriftzugs auf dem Tank strahlt Selbstbewusstsein und Exklusivität aus.
In der Entwicklung des Designs blieb George Brough seiner Linie treu, passte sie aber dezent dem Zeitgeist an. Während die frühen Maschinen der 1920er Jahre noch sehr filigran und fast fahrradähnlich wirkten, wurden die Modelle der späten 1930er Jahre massiver und muskulöser. Die SS100 mit Matchless-Motor wirkt wie ein Kraftpaket, das nur darauf wartet, entfesselt zu werden.
Das Design der modernen Brough Superiors aus Toulouse zollt diesen klassischen Linien Tribut. Die neue SS100 übernimmt die Form des Tanks und die markante Gabelgeometrie, interpretiert sie aber mit Materialien wie Titan und Carbon neu. Es ist eine gelungene Brücke zwischen der glorreichen Vergangenheit und einer exklusiven Zukunft.
Rennsport, Rekorde & Kultur
Brough Superior war von Beginn an eine Marke des Motorsports. George Brough wusste, dass Siege am Sonntag Verkäufe am Montag bedeuteten – zumindest in den Kreisen, die sich seine Maschinen leisten konnten. Er selbst war ein begnadeter Rennfahrer und startete regelmässig bei Sprintrennen und Bergrennen.
Ein Meilenstein war das Jahr 1924, als Bert le Vack auf einer Brough Superior in Arpajon, Frankreich, mit 191,59 km/h einen neuen Weltrekord für Motorräder aufstellte. Diese Rekordjagden waren fester Bestandteil der Marken-DNA. Später, im Jahr 1937, erreichte Eric Fernihough auf einer aufgeladenen Brough Superior unglaubliche 273,24 km/h – ein Rekord, der die Überlegenheit der Konstruktion eindrucksvoll unter Beweis stellte.
Auch in der Populärkultur hat die Brough Superior ihren festen Platz. Neben der bereits erwähnten Verbindung zu Lawrence von Arabien tauchen die Maschinen immer wieder in Filmen und Büchern auf, wenn es darum geht, Charakteren eine Aura von Exklusivität und Abenteuerlust zu verleihen. In der Schweiz sind Brough Superiors regelmässige Stars bei Veranstaltungen wie dem Concours d’Elegance oder der Swiss Classic World in Luzern. Wenn eine Brough auf den Platz rollt, ist ihr die Aufmerksamkeit des Publikums gewiss.
Die heutige Kultur rund um die Marke wird massgeblich vom Brough Superior Club geprägt. Dieser Club ist weit mehr als eine Interessengemeinschaft; er ist der Hüter des Grals. Mit eigenen Archiven, technischem Support und der Organisation von internationalen Treffen sorgt der Club dafür, dass diese wertvollen Maschinen nicht nur in Museen verstauben, sondern auf der Strasse bleiben. Für einen Schweizer Besitzer ist die Mitgliedschaft im Club der Zugang zu einer weltweiten Familie von Gleichgesinnten.
Fazit
Eine Brough Superior ist mehr als nur ein Motorrad; sie ist ein Stück Zeitgeschichte, ein technisches Meisterwerk und eine Wertanlage von Weltrang. Wer das Privileg besitzt, eine dieser Maschinen sein Eigen zu nennen, tritt in die Fussstapfen von Legenden wie George Brough und Lawrence von Arabien.
Für den Schweizer Markt bietet die Brough Superior eine einzigartige Kombination aus britischer Ingenieurskunst und zeitloser Eleganz, die perfekt zur hiesigen Vorliebe für Qualität und Exklusivität passt. Ob als Krönung einer Sammlung, als Investitionsobjekt oder als ultimative Fahrmaschine für klassische Ausfahrten – eine Brough Superior bleibt unerreicht.
Die Suche nach einem geeigneten Exemplar erfordert Geduld, Fachwissen und finanzielle Entschlossenheit. Doch die Belohnung ist das unvergleichliche Gefühl, den „Rolls-Royce der Motorräder“ zu bewegen. Finden Sie Ihre Brough Superior auf Classic Trader und werden Sie Teil einer Legende, die auch nach über 100 Jahren nichts von ihrer Faszination verloren hat.