Ferrari 857 Oldtimer kaufen
Der Ferrari 857 ist ein herausragendes Beispiel italienischer Motorsportgeschichte der 1950er Jahre – kompromisslos auf Rennstrecke entwickelt und äußerst selten. Der 857 verkörpert klassische Ferrari-Technologien, inklusive Vierzylinder-Frontmotor und leichten Aluminiumkarossen.
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1955 | Ferrari 857 S
Ferrari zertifiziert
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Fahrzeug inserierenFerrari 857 Oldtimer: Preise & Marktwerte
Geschichte des Ferrari 857
Der Ferrari 857 war 1955 das Resultat von Ferraris Bestreben, im internationalen Motorsport konkurrenzfähig zu bleiben. Entwickelt als Nachfolger des 750 Monza, sollte der 857 mit seinem auf knapp 3,5 Liter vergrößerten Vierzylinder und Chassis-Modifikationen vor allem Langstreckenrennen dominieren. Wenige Exemplare wurden gebaut – der Schwerpunkt lag klar auf agiler Fahrdynamik, niedrigem Gewicht und Motorleistung.
Modellgeschichte des Ferrari 857
Die 857-Modellreihe entstand auf Basis der Erfahrungen mit dem 750 Monza. Der Motor wurde von Aurelio Lampredi entwickelt, das Chassis bewusst weiter auf Leichtbau getrimmt. Nach dem 857 kamen im direkten Anschluss nur in sehr kleiner Anzahl optimierte weitere Entwicklungsstufen, etwa der 860 Monza. Seine Nachfolger trugen vor allem optimierte Motoren und weiterentwickelte Aufhängungen.
Besonderheiten des Ferrari 857
Ferrari verbaute im 857 einen großvolumigen Vierzylinder-Reihenmotor, bekannt für hohes Drehmoment und Standfestigkeit – für die damalige Zeit außergewöhnlich. Die Karosserieformen stammen von etablierten italienischen Designern und zeigen klare Rennsportlinien. Durch die sehr geringe Stückzahl ist jeder Ferrari 857 individuell dokumentiert und mit Motorsporthistorie versehen.
Technische Daten des Ferrari 857
Sondermodelle und Sammlerstücke
Beim Ferrari 857 handelte es sich schon im Ursprungsmodell um eine Kleinstserienfertigung – Einzelstücke mit unterschiedlichen Karosserievarianten, abhängig vom verwendeten Karosseriebau (u.a. Scaglietti, Fantuzzi). Spezialumbauten und Kunden-Rennwagen existieren dokumentiert, jedes Fahrzeug ist ein Einzelstück.
Schwachstellen und Wartungstipps zum Ferrari 857
Spezifische Schwachstellen sind bei Ferrari 857 in keiner gängigen Literatur dokumentiert, da Fahrzeuge praktisch ausschließlich im historischen Motorsport und Museumsbetrieb bewegt werden. Aussagekräftige Hinweise zur Wartung betreffen primär laufleistungsbedingten Verschleiß an Motor und Peripherie: Der Lampredi-Vierzylinder erfordert regelmäßige Kontrolle der Vergaser, Ventile, Zündung und Schmierung. Originalteile sind extrem rar. Fahrwerksbuchsen und Trommelbremsen müssen oft aufwendig revidiert werden.
Motor, Getriebe und Fahrverhalten
Der 857 wurde kompromisslos auf Motorsporttauglichkeit getrimmt: Der großvolumige Vierzylinder-Reihenmotor liefert bereits im unteren Drehzahlbereich hohe Drehmomente. Das Fahrwerk – starre Hinterachse und leichte Vorderachskonstruktion – begünstigt präzises Handling und gute Traktion auf klassischen Rennstreckenbelägen. Die Trommelbremsen verlangen an die Fahrtechnik Gewöhnung. Die mechanisch-präzise Handhabung und ein spartanisch-leichtes Interieur kennzeichnen das Fahrerlebnis. Hervorzuheben ist der Ferrari 857 S Monza, der über weitere Leistungsoptimierungen und Rennerfolge in Nord- und Südamerika verfügte. Jedes Exemplar unterscheidet sich in Details, abhängig von Renngeschichte und Karosseriebauer.
Interieur, Komfort, Exterieur und Design
Das Karosseriedesign wurde oft von Carrozzeria Scaglietti oder Fantuzzi umgesetzt: Flache, fließende Linien mit integrierten Scheinwerfern, aerodynamisch optimierte Cockpithaube, offene Roadster-Karosserie. Der Innenraum ist rein funktional: dünn gepolsterte Sitze, offener Schalthebel, Aluminiumapplikationen, puristische Armaturen. Farblich dominierten klassische Rot- und Blautöne. Spezielle Details wie Lederspannriemen über der Motorhaube trugen zur Renntauglichkeit und zum Stil bei. Sonderzubehör war selten – alles drehte sich um geringes Gewicht und sportliche Effizienz.
Weitere Besonderheiten
Viele Ferrari 857 besitzen eine dokumentierte Motorsporthistorie. Manche wurden auf internationalen Veranstaltungen, etwa in Le Mans oder Mille Miglia, eingesetzt. Die Fahrzeuge werden fast ausschließlich in Sammlungen oder im historischen Rennsport bewegt.
Zusammenfassung
Der Ferrari 857 ist ein Paradebeispiel für Ferraris 1950er-Rennsportkompetenz: Reiner Werksrenner, handgefertigt, bis ins kleinste Bauteil auf Funktion konstruiert – heute einer der seltensten und technisch anspruchsvollsten Ferrari-Oldtimer überhaupt.