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Fendt Oldtimer kaufen
Fendt steht für Schweizer Landtechnik mit Charakter: kompakte Klassiker aus dem Allgäu, robuste Technik und eine starke Szene auf Oldtimertreffen von Graubünden bis ins Berner Oberland. Wer einen Fendt Oldtimer kaufen will, findet vom Dieselross bis zum Favorit Fahrzeuge mit Stil, Substanz und echtem Sammlerwert.
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1957 | Fendt Dieselross F 17 L
1957 | Fendt Dieselross F 17 L

1957 | Fendt Farmer 2
Trattore Fendt - Dieselross Farmer 2 - NO RESERVE - 1957

1965 | Fendt Favorit 4
Fendt - Favorit 4 Allrad Rundhauber 1/1 - 1965

1962 | Fendt Fix 2 L
Fendt - Fix 2 FL120 - 1962

1965 | Fendt Favorit 2

1955 | Fendt Dieselross F 12 GH
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Fahrzeug inserierenGeschichte & Erbe
Fendt gehoert zu den Marken, die Landwirtschaft nicht nur begleitet, sondern mitgepraegt haben. Die Geschichte beginnt 1928 in Marktoberdorf im Allgaeu, wo aus einer kleinen Werkstatt heraus eine Firma entstand, die frueh auf eigene Loesungen setzte. Bereits 1930 verliess das erste Dieselross mit 6 PS den Hof und machte den Namen Fendt weit ueber die Region hinaus bekannt. Aus einem praktischen Kleinschlepper wurde ein Markenbild, das bis heute einen hohen Wiedererkennungswert hat.
Fuer Sammler ist genau dieser Ursprung so reizvoll: Fendt war nie nur ein Produzent von Nutzfahrzeugen, sondern immer auch Taktgeber fuer technische Entwicklung. Die fruehen Dieselross-Modelle wie F 18, F 22, F 28 und F 40 zeigen die Suche nach mehr Leistung, besserer Zugkraft und sauberer Verarbeitung. Gerade im Vergleich zu vielen Wettbewerbern der Zeit wirkte Fendt oft feiner abgestimmt und durchdachter konstruiert. Das ist auch ein Grund, weshalb heute selbst stark gebrauchte Exemplare noch begehrt sind.
In den 1950er-Jahren professionalisierte sich die Marke weiter. Mit dem F 12 GT erschien 1953 der erste Geraetetraeger, ein Konzept, das in der Traktorenwelt fast einzigartig blieb. Dass Fendt diesen Weg konsequent bis 2004 weiterfuhr, zeigt die besondere Linienstaerke der Marke. Der GT war nicht einfach ein Traktor, sondern eine mobile Arbeitsplattform fuer Landwirtschaft, Kommunaleinsatz und Sonderkulturen. Viele Fahrzeuge wurden hart genutzt, weshalb gute Originalsubstanz heute umso wertvoller ist.
1958 war ein Wendepunkt: Mit Fix, Farmer und Favorit begann die ff-Reihe. Der Name Dieselross verschwand aus dem Programm, die Technik blieb aber praegend. Der Favorit stand fuer die obere Leistungsklasse, der Farmer fuer das breite Mittelfeld und der Fix fuer kompakte Einsaetze. Diese Dreiteilung war fuer die Marke strategisch klug und machte Fendt in vielen Betrieben zum logischen Partner fuer verschiedenste Aufgaben.
In der Schweiz fanden Fendt-Traktoren frueh ein aufmerksames Publikum. Besonders in der alpinen Landwirtschaft wurden kompakte, wendige und robuste Maschinen geschaetzt. In Graubuenden, im Wallis und im Berner Oberland waren und sind Fendt-Modelle auf steilen Wiesen, engen Zufahrten und in Bergbetrieben sehr passend. Wer in solchen Regionen arbeitet, schaetzt nicht nur Leistung, sondern auch Traktion, Uebersicht und eine Maschine, die im Alltag vernuenftig bleibt.
Technisch setzte Fendt immer wieder Akzente. Die Turbomatik ab dem Farmer 3S von 1966 war fuer viele Fahrer ein echter Fortschritt, weil die oelhydraulische Kupplung das Anfahren deutlich sanfter machte. 1995 kam mit dem Favorit 926 Vario ein weiterer Meilenstein: das stufenlose Vario-Getriebe. Dieses Konzept veraenderte den Markt nachhaltig und machte Fendt schliesslich zu einer der technologisch bekanntesten Traktorenmarken Europas. Zwischen 1985 und 1999 fuehrte Fendt sogar die Zulassungsstatistik in Deutschland an. 1997 uebernahm AGCO die Marke, doch das technische und emotionale Erbe blieb unverwechselbar.
Highlights
Wer Fendt Oldtimer sucht, trifft auf mehrere sehr unterschiedliche, aber gleichermassen starke Baureihen. Das macht die Marke im Sammlermarkt so spannend. Es gibt nicht den einen typischen Fendt, sondern eine ganze Entwicklungslinie von der Vorkriegs- und Nachkriegsmechanik bis zum High-Tech-Schlepper der 1990er-Jahre. Genau diese Breite sorgt dafuer, dass sowohl Einsteiger als auch erfahrene Sammler ein passendes Fahrzeug finden koennen.
Das Dieselross ist der emotionalste Einstieg. Die fruehen Schlepper stehen fuer den Aufbruch der Motorisierung auf dem Land. Ihr Charme liegt in der Schlichtheit: sichtbare Technik, klarer Zweck, ehrliches Arbeiten. Viele Dieselross-Modelle wurden nie in sehr grossen Stueckzahlen gebaut, und genau das macht sie heute kultig. Ein gut gemachter F 18 oder F 22 zieht auf jedem Treffen sofort Blicke an, weil man hier noch spuert, wie Pionierarbeit aussieht.
Der Geraetetraeger ist dagegen ein Spezialist mit Charakter. Seine staerkste Eigenschaft ist die Vielseitigkeit: vorne, hinten und im Zwischenachsraum konnten Anbaugeraete genutzt werden. Das war fuer viele Betriebe enorm wertvoll, weil mit einem Fahrzeug mehrere Arbeitsgaenge moeglich wurden. Heute macht gerade diese eigenwillige Konstruktion den Reiz aus. Ein GT ist kein Allerweltsoldtimer, sondern ein technisch und optisch eigenstaendiges Sammlerstueck.
Die Farmer-Reihe bildet das Rueckgrat der Fendt-Geschichte. Sie ist breit, vertraut und auf dem Markt vergleichsweise gut verstaendlich. Vom fruehen Rundhauber bis zu den staerkeren 200er- und 300er-Modellen deckt sie viele Nutzungsprofile ab. Fuer Schweizer Sammler ist das besonders interessant, weil viele Farmer noch immer als Arbeitsoldtimer eingesetzt werden koennen. Wer einen Schlepper sucht, der auch an einem Traktorentreffen in der Zentralschweiz eine gute Figur macht, aber nicht nur in der Halle stehen soll, liegt hier oft richtig.
Die Favorit-Reihe steht fuer die Spitze des Programms. Sie ist kraftvoll, technisch anspruchsvoll und oft seltener als die Farmer. Besonders die spaeten Favorit 500C- und 800-Modelle wirken noch heute modern. Sie verbinden Leistungsreserven mit einer Praesenz, die Sammler schaetzen. Ein Favorit ist weniger schlicht als ein Dieselross, aber auch deutlich repräsentativer. Gerade fuer Liebhaber von grosser Landtechnik mit Charakter ist das ein starkes Argument.
Ein weiterer Reiz von Fendt liegt in der Markenidentitaet. Fendt-Traktoren haben nicht nur Technik, sondern auch Haltung. Sie wirkten frueh solide, hochwertig und sauber verarbeitet. Das zeigt sich in Details wie der Passgenauigkeit der Hauben, der robusten Kabinenstruktur oder der klaren Bedienlogik. Diese Qualitaet ist einer der Gruende, weshalb gut erhaltene Fahrzeuge heute oft hoeher bewertet werden als vergleichbare Modelle anderer Marken.
Technik
Technisch ist Fendt ein besonders dankbares Sammelthema, weil die Entwicklung klar nachvollziehbar ist. Die fruehen Dieselross-Modelle waren klassische Arbeitstiere mit einfacher, aber widerstandsfaehiger Mechanik. Sie standen fuer niedrige Leistungen, einfache Wartung und eine Bauweise, die sich in der Feldpraxis bewaehrte. Gerade in den 1930er- bis 1950er-Jahren war das ein enormer Vorteil, denn Verlaesslichkeit war wichtiger als Komfort.
Mit den F18-, F22-, F28- und F40-Modellen entwickelte sich das Dieselross vom Kleinschlepper zur ernstzunehmenden Landmaschine. Die Technik blieb uebersichtlich, aber die Motorisierung und die Zugleistung stiegen. Fuer heutige Besitzer ist das interessant, weil sich diese Fahrzeuge mechanisch gut verstehen lassen. Wer selbst schrauben will, findet hier oft noch eine gewisse Logik, die modernen Maschinen fehlt.
Der Geraetetraeger GT ist konstruktiv einer der spannendsten Klassiker ueberhaupt. Das Layout mit mittig angeordnetem Motor und den besonderen Anbauoptionen machte ihn zu einer Spezialmaschine fuer viele Einsaetze. In der Praxis bedeutete das hohe Wendigkeit und gute Sicht auf das Arbeitsgeraet. Vor allem in der kommunalen Nutzung, im Rebenbau oder bei Pflegearbeiten war das ein echter Vorteil. Gleichzeitig verlangt genau diese Konstruktion bei der Restaurierung Sorgfalt, weil Ersatzteile und passende Komponenten nicht immer leicht zu finden sind.
Die Farmer-Reihe brachte dann mehr Komfort und mehr Leistung in die Fendt-Welt. Ab 1958 in der ff-Reihe und spaeter in den bekannten Serien entwickelte sich der Farmer zum vielseitigen Standardtraktor. Besonders wichtig war die Turbomatik ab dem Farmer 3S von 1966. Diese hydraulische Kupplung machte den Umgang mit dem Schlepper deutlich angenehmer und schuetzte zugleich den Antriebsstrang. Im Alltag war das ein echter Fortschritt, vor allem bei haeufigem Anfahren mit Last.
Auch die Getriebe verdienen Beachtung. Fendt war frueh bekannt fuer sauber abgestufte Schaltboxen und praxisgerechte Uebersetzungen. Der Favorit 1 zeigte schon Ende der 1950er-Jahre, dass Fendt Leistung und Bedienbarkeit verbinden konnte. Spaeter folgten leistungsstarke Aggregate mit viel Gangzahl und guten Zugreserven. Wer einen Favorit aus den 1970er- oder 1980er-Jahren faehrt, merkt schnell, dass hier nicht bloss Kraft, sondern auch fein dosierbare Technik im Vordergrund steht.
Mit dem Favorit 926 Vario kam 1995 schliesslich das stufenlose CVT-Konzept, das Fendt international bekannt machte. Aus heutiger Sicht ist das ein Schluesselmodell, weil es den Uebergang von klassischer Mechanik zur modernen Traktortechnik markiert. Fuer Sammler bedeutet das: Fendt deckt eine aussergewoehnlich breite technische Spanne ab, von einfacher Vorkriegstechnik bis zur High-End-Entwicklung der 1990er-Jahre.
Marktübersicht
Der Fendt Oldtimermarkt ist lebendig und klar differenziert. Wer einen Fendt Oldtimer kaufen moechte, sollte zuerst definieren, ob es um Museumscharakter, regelmaessige Nutzung oder ein besonders wertstabiles Sammlerstueck geht. In der Schweiz spielt zusaetzlich die Frage nach Zulassung, Zustand und Erreichbarkeit von Teilen eine wichtige Rolle. Bei Oldtimern ist die MFK oft ein zentrales Thema, in franzoesischsprachigen Kantonen spricht man vom Contrôle technique. Ein sauber dokumentiertes Fahrzeug ist hier immer im Vorteil.
Preislich beginnt der Einstieg beim Dieselross noch relativ moderat, zumindest im Vergleich zu vielen anderen Klassikern. Ein Restaurierungsprojekt liegt oft bei CHF 1'500 bis CHF 4'000, ein gutes, fahrbereites Exemplar bei CHF 4'000 bis CHF 10'000. Voll restaurierte Dieselross-Modelle erreichen etwa CHF 15'000 bis CHF 25'000, je nach Seltenheit und Zustand auch mehr. Gerade bei originalen Details und stimmiger Historie kann der Preis deutlich steigen.
Die Geraetetraeger liegen im Markt meist hoeher, weil das Konzept seltener und die Nachfrage konstant ist. Ein GT in einfachem Zustand kostet oft CHF 5'000 bis CHF 10'000, ein gutes Exemplar CHF 12'000 bis CHF 25'000. Seltene Varianten wie der GT 380 oder GT 395 bewegen sich schnell zwischen CHF 25'000 und CHF 45'000. Besonders interessant sind kommunale Versionen oder Fahrzeuge mit besonderer Ausstattung, weil diese in der Szene stark gesucht sind.
Farmer-Modelle bilden den breitesten Marktbereich. Fruehe Farmer aus den 1960er- und 1970er-Jahren liegen oft bei CHF 5'000 bis CHF 12'000. Die Farmer 100-Serie bewegt sich meist zwischen CHF 7'000 und CHF 18'000. Fuer die Farmer 200- und 300-Serie sind je nach Zustand, Leistung und Seltenheit CHF 15'000 bis CHF 50'000 realistisch. Damit sind diese Traktoren fuer viele Sammler attraktiv, weil sie sowohl emotional als auch nutzungsorientiert funktionieren.
Favorit-Modelle sind staerker im Premiumbereich verankert. Fruehe Favorit kosten oft CHF 8'000 bis CHF 20'000. Die Favorit 600-Serie liegt im Bereich von CHF 10'000 bis CHF 25'000. Besonders gefragt ist die Favorit 500C-Serie, die mit CHF 45'000 bis CHF 65'000 gehandelt werden kann. Ein Favorit 824 Turboshift wurde 2025 bei Cheffins mit umgerechnet rund CHF 70'000 verkauft. Das zeigt, dass top erhaltene oder seltene Fendt-Modelle international eine starke Nachfrage haben.
Fuer Schweizer Kauefer lohnt auch der Blick auf die Einsatzgeschichte. Fahrzeuge aus Bergregionen sind oft kompakt und gut dokumentiert, wurden aber haeufig intensiv genutzt. Das bedeutet: wenig Kosmetik, viel Substanz. Genau das ist fuer Oldtimerfreunde oft ideal. Ein ehrlicher Zustand kann wertvoller sein als ein oberflaechlich schoen gemachtes Fahrzeug. Wer in der Schweiz kauft, sollte deshalb immer auf Rahmen, Achsen, Hydraulik, Blech und Originalitaet achten.
Fahrerlebnis
Ein Fendt Oldtimer faehrt sich nicht wie ein moderner Traktor, und genau das macht den Reiz aus. Das Fahrerlebnis ist mechanisch, direkt und voller Rueckmeldung. Wer sich in ein Dieselross setzt, spuert sofort, dass hier jede Bewegung bewusst ausgefuehrt werden will. Starten, kuppeln, schalten und lenken sind Handgriffe mit Charakter. Der Motor klingt ehrlich, nicht gefiltert, und der ganze Traktor vermittelt das Gefuehl, an einem Stueck Landtechnikgeschichte zu arbeiten.
Im Farmer wird das Erlebnis komfortabler, aber nicht weniger authentisch. Die Fahrzeuge sind immer noch robust und bodenstaendig, bieten aber mehr Ruhe im Umgang. Besonders die Modelle mit Turbomatik sind angenehm zu fahren, weil sie weich anfahren und dabei dennoch kraftvoll wirken. Auf kleinen Schweizer Feldern, in Hanglagen oder auf Hofwegen mit engen Kurven ist genau diese Mischung aus Kraft und Kontrolle ein echter Vorteil.
Der Geraetetraeger fuehlt sich anders an als ein klassischer Traktor. Er ist wendiger, spezieller und in seinem Einsatzprofil sehr klar definiert. Wer so ein Fahrzeug bewegt, merkt schnell, warum es bei Pflegearbeiten und Sonderkulturen beliebt war. Die Uebersicht ist gut, der Bezug zum angehaengten Geraet stark, und die Maschine wirkt fast wie eine Arbeitsplattform auf Raedern. Auf einer Vorfuehrung oder einem Traktorentreffen zieht ein GT deshalb oft besondere Aufmerksamkeit auf sich.
Ein Favorit wiederum vermittelt Kraft und Souveraenitaet. Hier steht nicht mehr die Schlichtheit im Vordergrund, sondern Leistung, Reserven und eine gewisse Grandezza. Die Kabinen der spaeten Modelle bieten einen fuer die Zeit erstaunlich guten Schutz, und die Getriebe sind auf anspruchsvolle Arbeit ausgelegt. Wer einen Favorit bewegt, erlebt eine Mischung aus klassischem Traktorgefuehl und beinahe moderner Bedienlogik.
Gerade in der Schweiz ist der emotionale Wert solcher Fahrzeuge hoch. Oldtimer-Traktorentreffen in verschiedenen Kantonen zeigen regelmaessig, wie stark die Szene ist. Dort geht es nicht nur um technische Daten, sondern auch um Erinnerung, Herkunft und handwerkliche Kultur. Ein Fendt auf eigener Achse ist deshalb oft mehr als ein Sammlerstueck: Er ist ein fahrendes Zeugnis einer ganzen Generation landwirtschaftlicher Entwicklung.
Design
Fendt hat nie auf modische Effekte gesetzt, sondern auf eine Formensprache, die aus der Funktion heraus entstand. Gerade deshalb wirkt die Marke heute so charakteristisch. Ein Dieselross ist puristisch und fast asketisch: lange Haube, schmale Kotfluegel, offene Arbeitsposition und wenig dekorative Elemente. Dennoch hat diese Schlichtheit eine starke Ausstrahlung. Sie ist ehrlich, direkt und ohne Umwege.
Mit der ff-Reihe kam mehr Form in die Marke. Die runden Hauben der fruehen Farmer und Favorit Modelle sind bis heute ein zentrales Erkennungsmerkmal. Sie lassen die Fahrzeuge freundlicher und zugleich kompakter wirken. Viele Sammler schaetzen genau diese Rundhauber-Optik, weil sie den Uebergang von der Vorkriegsmechanik zur Nachkriegsmoderne sichtbar macht. Es ist ein Design, das nicht laut ist, aber im Gedächtnis bleibt.
Spaetere Fendt-Traktoren setzten auf klare Kanten, bessere Kabinenintegration und eine sachlichere Gesamtwirkung. Diese Entwicklung passt zum Zeitgeist der 1970er- und 1980er-Jahre und macht die Fahrzeuge heute sofort erkennbar. Besonders die 300er- und 500er-Serien wirken funktional, aber keineswegs beliebig. Ihre Proportionen sind ausgewogen, die Farbgebung praegt das Markenbild, und die Bedienarchitektur folgt einer klaren Logik.
Der Geraetetraeger ist designtechnisch ein Sonderfall. Seine Form folgt der Funktion so konsequent, dass daraus fast ein eigenes Genre entstand. Der Mittelmotor, die besondere Gewichtsverteilung und die Moeglichkeit, Anbaugeraete an mehreren Positionen zu nutzen, schufen ein Fahrzeug mit unverwechselbarer Silhouette. Gerade die spaeten GT-Modelle mit ihrer kantigen Kabine und dem kompakten Aufbau haben heute eine starke visuelle Wirkung.
Fendt-Grün gehoert natuerlich dazu. Die Marke hat aus der Farbe eine Identitaet geformt, die im Oldtimerbereich sofort erkannt wird. Auf einem Feld, an einem Scheunenrand oder auf einem Treffen wirkt ein Fendt oft stilvoll, ohne ins Kuenstlerische zu kippen. Diese Mischung aus Nuesse, Nutzen und Wiedererkennbarkeit ist ein wesentlicher Teil des Reizes.
Sonstiges
Zur Fendt-Kultur gehoert eine sehr aktive Szene. In Deutschland, Oesterreich und der Schweiz gibt es zahlreiche Treffen, bei denen Fendt-Oldtimer nicht nur ausgestellt, sondern auch bewegt werden. Gerade in der Schweiz ist der Austausch unter Besitzern stark, weil viele Fahrzeuge im privaten oder halbprofessionellen Einsatz erhalten geblieben sind. Traktorentreffen in verschiedenen Kantonen schaffen eine Buehne, auf der Dieselross, Farmer, GT und Favorit regelmaessig ihre Fangemeinde finden.
Auch die Ersatzteillage ist ein wichtiges Thema. Fuer Farmer und Favorit der spaeteren Jahrzehnte gibt es oft noch gute Versorgung ueber spezialisierte Haendler und Clubs. Bei Dieselross und fruehen Geraetetraegern ist die Suche anspruchsvoller, aber nicht hoffnungslos. Entscheidend ist, ob ein Fahrzeug moeglichst original und komplett ist. Fehlende Hauben, Instrumente oder spezielle GT-Komponenten koennen den Aufwand deutlich erhoehen. Wer kauft, sollte deshalb nicht nur auf den Kaufpreis schauen, sondern auf das ganze Paket aus Zustand, Vollstaendigkeit und Dokumentation.
Fuer Schweizer Besitzer ist die Zulassung ein weiterer Punkt. Oldtimerfahrzeuge muessen je nach Kanton und Nutzung die Anforderungen der MFK erfuellen. Ein gepflegtes Fahrzeug mit nachvollziehbarer Historie, sauberer Technik und plausibler Originalitaet hat dabei klare Vorteile. Bei gruendlicher Vorbereitung lassen sich viele Fendt-Klassiker gut in die schweizerische Oldtimerpraxis einordnen. Das gilt besonders, wenn der Traktor nicht nur gesammelt, sondern auch gelegentlich gefahren werden soll.
Die Marke hat zudem einen hohen Erinnerungswert. Viele Menschen verbinden mit Fendt den Hof der Eltern oder Grosseltern, die ersten eigenen Fahrerlebnisse oder den Klang eines Traktors, der im Dorf unverwechselbar war. Solche emotionalen Bindungen sind im Oldtimermarkt nicht zu unterschaetzen. Sie erhoehen die Nachfrage nach gut erhaltenen Fahrzeugen und sorgen dafuer, dass Fendt auch langfristig eine feste Groesse bleibt.
Fazit
Fendt Oldtimer sind fuer Sammler und Fahrer gleichermassen spannend, weil sie technische Entwicklung, Markenidentitaet und Nutzwert sehr geschickt verbinden. Vom ersten Dieselross ueber den spezialisierten Geraetetraeger bis zum kraftvollen Favorit spannt sich ein Bogen, der in der Traktorenwelt nur selten so konsequent zu finden ist. Wer einen Fendt Oldtimer kaufen moechte, entscheidet sich damit nicht nur fuer ein Fahrzeug, sondern fuer eine sehr klar erkennbare technische Kultur.
Fuer Einsteiger sind Farmer-Modelle oft der beste Zugang, weil sie eine gute Mischung aus Verfuegbarkeit, Fahrbarkeit und Ersatzteilchancen bieten. Wer etwas Seltenes sucht, blickt auf Dieselross und GT. Wer mehr Leistung und Praesenz moechte, landet beim Favorit. In allen Faellen gilt: Originalitaet, Zustand und nachvollziehbare Geschichte sind entscheidend. Gerade bei klassischen Traktoren zahlt sich Substanz immer aus.
In der Schweiz kommt hinzu, dass Fendt perfekt zur alpinen Landwirtschaft und zur lebendigen Oldtimer-Szene passt. Ob fuer die MFK, ein Traktorentreffen oder die private Sammlung: Ein Fendt bringt Charakter, technische Glaubwuerdigkeit und viel Ausstrahlung mit. Finden Sie bei Classic Trader den passenden Fendt Oldtimer und kaufen Sie einen Klassiker, der mehr ist als nur ein alter Traktor: ein Stueck lebendige Landtechnikgeschichte.