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Brabus Oldtimer kaufen

Brabus steht seit 1977 für besonders konsequente Mercedes-Benz-Veredelung aus Bottrop. Finden Sie dokumentierte Brabus Oldtimer, vom kompakten 190 E 3.6S bis zur leistungsstarken V12-Limousine, bei Classic Trader.

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"Brabus" Inserats-Referenzen von Classic Trader

Im Folgenden finden Sie Inserate zu Ihrer Suche, die nicht mehr auf Classic Trader verfügbar sind. Für eine bessere Kaufentscheidung können Sie sich mit Hilfe dieser Informationen ein besseres Bild über Verfügbarkeit, Wertentwicklung und aktuellen Preis eines "Brabus" machen.

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Bild 1/43 von Brabus SV 12 (2004)

2004 | Brabus SV 12

2004 Mercedes-Benz Brabus SV12 BiTurbo Roadster

Preis auf Anfragevor 11 Monaten
GB flag
Händler
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Bild 1/46 von Brabus G 700 6x6 (2014)

2014 | Brabus G 700 6x6

6X6

CHF 746'629vor 2 Jahren
🇶🇦
Privat
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Bild 1/26 von Brabus 650 (2021)

2021 | Brabus 650

Mercedes-Benz C63 Brabus C650

CHF 165'143vor 4 Jahren
GB flag
Händler
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Bild 1/15 von Brabus 800 (2018)

2018 | Brabus 800

BRABUS B800 im Neuzustand

CHF 216'428vor 5 Jahren
DE flag
Händler
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Bild 1/11 von Brabus G 800 Widestar (2013)

2013 | Brabus G 800 Widestar

Preis auf Anfragevor 5 Jahren
GB flag
Händler
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Bild 1/15 von Brabus G 700 6x6 (2015)

2015 | Brabus G 700 6x6

G 63 AMG 6x6 Brabus700 Limited 1 of 15 NewCar

CHF 922'134vor 6 Jahren
DE flag
Händler
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Bild 1/15 von Brabus G 700 6x6 (2015)

2015 | Brabus G 700 6x6

G 63 AMG 6x6 Brabus700 Limited 1 of 15 NewCar

CHF 922'134vor 6 Jahren
DE flag
Händler
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Bild 1/15 von Brabus G 700 6x6 (2015)

2015 | Brabus G 700 6x6

G63 AMG 6x6 Brabus700 Limited 1 of 15 NewCar

CHF 944'816vor 6 Jahren
DE flag
Händler
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Bild 1/19 von Brabus E V12 800 (2009)

2009 | Brabus E V12 800

Bis zu 370 km/h Höchstgeschwindigkeit

CHF 188'925vor 7 Jahren
DE flag
Händler

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Geschichte und Erbe von Brabus

Brabus ist ein Fahrzeughersteller und Veredler, keine bloss angebrachte Zubehörmarke. Diese Unterscheidung entscheidet bei einem klassischen Fahrzeug oft über Herkunft, Zulassungsfähigkeit und Wert. Bodo Buschmann gründete das Unternehmen 1977 in Bottrop gemeinsam mit Klaus Brackmann; aus den ersten drei Buchstaben beider Nachnamen entstand Brabus. Brackmann stieg früh aus, Buschmann prägte das Haus danach über Jahrzehnte. Ausgangspunkt war Mercedes-Benz, doch der Anspruch war von Beginn an umfassender als ein Satz Räder oder ein sportlicher Auspuff: Motor, Fahrwerk, Bremsen, Aerodynamik, Innenraum und Instrumentierung sollten als Gesamtpaket funktionieren.

In den frühen achtziger Jahren machte Brabus diesen Anspruch mit Umbauten sichtbar, die heute zu den spannendsten Kapiteln der Marke gehören. Der 190 E V8 von 1983 brachte den 4,973-Liter-M117 aus der S-Klasse in die kompakte W201-Limousine. Der Eingriff erforderte Änderungen am Vorderwagen und an der Peripherie; mit 250 PS und einer von Brabus genannten Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in sechs Sekunden lag das Ergebnis weit ausserhalb des Mercedes-Serienprogramms. Parallel bewies der aerodynamisch überarbeitete W124 230 E 1985 mit einem cW-Wert von 0,26, dass die Bottroper nicht nur nach Spitzenleistung suchten.

Ende der achtziger Jahre entstanden Fahrzeuge, die das heutige Bild klassischer Brabus besonders stark prägen. Der 190 E 3.6S auf Basis des 190 E 2.6 erhielt einen auf 3,6 Liter vergrösserten Reihensechszylinder, Bilstein-Dämpfer, Eibach-Federn, stärkere Bremsen und Monoblock-Räder. Mit rund 272 PS bei nur etwa 1.342 Kilogramm war er kein luxuriös ausgestatteter Boulevardwagen, sondern ein sehr direkter Sportler. Gerade diese Verbindung aus überschaubarer Karosserie und grossem Saugmotor macht einen sauber belegten 3.6S heute für Sammler interessant.

1993 folgte der E V12 auf W124-Basis und stellte die gewohnte Hierarchie der schnellen Limousinen auf den Kopf. Brabus setzte einen 6,9-Liter-V12 in den E 500 ein und nannte 509 PS sowie 710 Nm. Der W124 blieb optisch vergleichsweise zurückhaltend, beschleunigte aber laut Werksangaben in 4,6 Sekunden auf 100 km/h. Die zweite E-V12-Generation im W210 erhielt 1996 einen 7,3-Liter-V12 mit 582 PS und 772 Nm. Mit 330 km/h begrenzter Höchstgeschwindigkeit erhielt sie einen Guinness-Rekord als schnellste strassenzugelassene Limousine. Das war kein isolierter PR-Gag, sondern Ausdruck einer Philosophie: eine vollwertige Reisekarosserie mit aussergewöhnlicher Leistung zu verbinden.

In den zweitausender Jahren verschob sich die Technik in Richtung Biturbo, elektronisch gesteuerter Fahrwerke und noch höherer Drehmomente. Der E V12 auf W211-Basis leistete mit seinem 6,3-Liter-Biturbo-V12 640 PS und 1.026 Nm; Brabus meldete 2005 am Nardo-Ring mehr als 350 km/h. Auf dem CLS basierte ab 2006 der Rocket, der mit 362,4 km/h einen Rekord für viertürige Limousinen erreichte. Daneben gehören Smart Brabus, Roadster, Kombis, G-Modelle und später Projekte auf AMG- oder Maybach-Basis zum Spektrum. Eine Brabus-Make-Seite muss diese Breite abbilden: Die Marke steht nicht nur für eine einzelne Baureihe, sondern für mehrere Epochen der Veredelung.

Charakter und wichtige Brabus Merkmale

Der Reiz eines historischen Brabus liegt in der Konsequenz der Ausführung. Bei frühen Spitzenmodellen bedeutete Hubraum statt bloss Software oft eine neue Kurbelwelle, geänderte Kolben, bearbeitete Zylinderköpfe, Nockenwellen, Ansaug- und Abgasseite sowie angepasste Kühlung. Ein Motorumbau brauchte deshalb passende Bremsen, Dämpfer, Federn, Räder und eine standfeste Kraftübertragung. Wer einen Brabus Oldtimer kauft, erwirbt im Idealfall ein in sich abgestimmtes Fahrzeug und nicht die Summe einzelner Tuningteile.

Typisch für viele klassische Umbauten ist ihr Understatement. Monoblock-Felgen, Frontspoiler, Seitenschweller, ein kleiner Heckspoiler oder ein Tacho mit erweitertem Skalenbereich verändern die Grundform eines Mercedes oft weniger, als es die Leistung vermuten lässt. Andere Fahrzeuge, etwa ein Rocket oder ein Widestar, tragen ihre stärkere Auslegung deutlich sichtbarer. Beides kann sammelwürdig sein. Entscheidend sind zeitgerechte Spezifikation, gute Passung der Teile und eine belastbare Dokumentation.

Vier Fahrzeugtypen zeigen die Spannweite sinnvoll: Der 190 E 3.6S spricht Käufer an, die ein analoges, leichtes Fahrerauto suchen. Ein W124-Brabus verbindet die robuste klassische Limousine mit ungewöhnlicher Motorisierung. E V12 und V12T verkörpern die schnelle Limousine beziehungsweise den rasanten Kombi für lange Distanzen. Ein SV12 Biturbo Roadster oder ein früher Rocket steht für die spätere Biturbo-Ära mit komplexer Elektronik und enormem Drehmoment. Diese Fahrzeuge haben unterschiedliche Käufergruppen, Unterhaltsprofile und Marktpreise; eine pauschale Brabus-Bewertung wird ihnen nicht gerecht.

Der Umfang des nachweisbaren Umbaus ist wichtiger als die Liste der Ausstattungswünsche. Zeitgenössisch montierte Räder, ein Lenkrad oder eine Lederausstattung können attraktiv sein, machen aber aus einem serienmässigen Fahrzeug keinen Komplettumbau. Besonders wertvoll sind Brabus-Auftrag, Originalrechnung, Datenblatt, Zertifikat, alte Fotos, ein passender Eintrag in den Fahrzeugpapieren und nachvollziehbare Wartungsbelege. Bei manchen frühen Fahrzeugen ist keine vollständige Akte mehr erhalten. Dann sollten Nummern, Bauteile, handwerkliche Ausführung und die Geschichte des Fahrzeugs umso kritischer von einem Kenner geprüft werden.

Technische Daten ausgewählter Brabus Klassiker

Die folgende Übersicht ordnet bekannte Referenzfahrzeuge ein. Brabus fertigte viele Fahrzeuge kundenindividuell; Leistung, Übersetzung, Gewicht und Ausstattung können vom jeweiligen Auftrag abhängen. Wo Brabus keine belastbare Stückzahl veröffentlicht hat, ist ein Inserat mit einer angeblichen Limitierung kein Ersatz für einen Werksnachweis.

Die Zahlen machen klar, warum eine fachgerechte Wartung Vorrang vor einer bloss schönen Präsentation hat. Beim grossvolumigen Saugmotor sind Kompression, Öldruck, Kühlkreislauf, Leerlauf und Qualität der Umbauarbeit wesentlich. Der Biturbo-V12 stellt zusätzlich hohe Anforderungen an Ladeluftstrecke, Kraftstoffversorgung, Abgasanlage, Zündung und Motormanagement. Ein alter Prüfstandsausdruck ist ein willkommenes Zeitdokument, ersetzt aber keine heutige Diagnose, Probefahrt und Untersuchung auf der Hebebühne.

Marktübersicht und Kauftipps in der Schweiz

Der Markt für Brabus Klassiker ist klein, international und sehr uneinheitlich. Reale Auktionsergebnisse helfen bei der Einordnung, dürfen aber nicht unkritisch übertragen werden. Ein 2004er Brabus SV12 Biturbo Roadster mit 30.459 Meilen, Historie und frischem Service wurde im November 2025 bei Iconic Auctioneers für £66.375 verkauft. Ein 2012er smart Brabus Ultimate 120 erzielte im Dezember 2024 bei Bonhams Cars £24.661. Beide Resultate sind konkrete Einzelverkäufe inklusive ihrer jeweiligen Laufleistung, Auktion, Servicegeschichte und Marktsituation – keine allgemeingültige Preisliste in CHF.

Für die Schweiz kommt zur Fahrzeugqualität die Einfuhr- und Zulassungsfrage. Bei einem Import braucht es vor der ersten Zulassung in der Regel die Zollunterlagen, insbesondere die Prüfungsrapport- beziehungsweise Einfuhrdokumentation 13.20 A, sowie die technischen Papiere und einen Eigentumsnachweis. Abgaben, Mehrwertsteuer, Transport und die kantonale Zulassung gehören in die Gesamtrechnung, nicht erst in die Woche nach dem Kauf. Bei einem Fahrzeug aus der EU ist der Ursprung des Fahrzeugs nicht automatisch gleichbedeutend mit zollfreier Einfuhr. Käufer sollten den konkreten Fall vor Vertragsabschluss beim Schweizer Zoll und beim zuständigen Strassenverkehrsamt klären.

Die MFK ist bei einem stark veredelten Fahrzeug besonders wichtig. Leistungssteigerung, Bremsanlage, Räder, Reifen, Fahrwerk, Abgasanlage und Karosserieanbauteile müssen technisch nachvollziehbar sein. Originale Brabus-Unterlagen, deutsche Eintragungen oder zeitgenössische Gutachten sind sehr hilfreich, garantieren aber keine automatische kantonale Anerkennung. Fragen Sie vor dem Import, welche Nachweise für genau dieses Chassis verlangt werden. Ein später erforderliches Einzelgutachten, nicht passende Reifenfreigaben oder fehlende Geräusch- und Abgasunterlagen können den vermeintlich günstigen Kauf deutlich verteuern.

Bei Fahrzeugen ab 30 Jahren kann unter den kantonalen Voraussetzungen eine Zulassung als Veteranenfahrzeug in Betracht kommen. Erwartet wird dabei ein weitgehend originaler, erhaltenswerter Zustand; ein echter, zeitgenössisch dokumentierter Brabus kann besser passen als ein späterer Umbau aus Zubehörteilen. Die Nutzung ist bei Veteranenfahrzeugen eingeschränkt und die Regeln werden kantonal umgesetzt. Wer den Wagen häufig im Alltag bewegen oder auf langen Reisen einsetzen möchte, sollte deshalb nicht allein wegen eines möglichen Veteranenstatus kaufen.

Die Kernfrage vor der Besichtigung lautet: Was genau wurde wann von wem ausgeführt? Fordern Sie Fahrgestellnummer, Brabus-Rechnung oder Auftragsnummer, Zertifikat, Wartungsheft, Rechnungen, frühere Inserate und Fotos an. Eine Anfrage bei Brabus oder bei einem anerkannten Spezialisten kann Angaben plausibilisieren. Vorsicht ist bei schwer lesbaren Plaketten, neu wirkenden Schriftzügen, unpassenden Felgendimensionen, nachgerüsteten Universalteilen und unklaren Leistungsangaben angebracht. Ein Brabus-Emblem ist kein Herkunftsnachweis.

Auch die Basis verdient eine gründliche Prüfung. Bei W201, W124 und W210 sind Wagenheberaufnahmen, Achsaufnahmen, Radläufe, Türunterkanten, Kofferraumboden, Federaufnahmen und Unterboden auf Korrosion zu kontrollieren. Bei älteren Limousinen können Standschäden an Kraftstoffanlage, Bremsen, Dichtungen und Klimaanlage das Budget belasten. Prüfen Sie die Monoblock-Räder auf Risse, Bordsteinschäden und korrekte Kennzeichnung; die richtige, erneuerte Bereifung ist bei sehr leistungsstarken Fahrzeugen Sicherheits- und MFK-Thema zugleich.

Beim Motor gehören ein echter Kaltstart, die Beobachtung von Rauch und Kühlmittelgeruch, eine Sichtprüfung auf Ölverlust und eine lange Probefahrt zum Pflichtprogramm. Unruhiger Leerlauf, Ladedruckfehler, Notlauf oder ein hart schaltendes Getriebe gehören schriftlich festgehalten. Bei aufgeladenen Modellen sollte eine Fachwerkstatt die Steuergeräte auslesen und die Kalibrierung auf Plausibilität prüfen. Beim R230 sind Dachhydraulik, ABC-Fahrwerk, Batterie- und Ladesystem sowie die Elektronik wichtige Kostenstellen. Ein niedriger Kilometerstand ist ohne regelmässige Bewegung und Rechnungen kein Vorteil, sondern Anlass für zusätzliche Fragen.

Die Teileversorgung ist zweigeteilt. Mercedes-Benz-Verschleissteile für verbreitete Basen sind in Europa oft gut erreichbar. Brabus-spezifische Motorinnenteile, Karbonteile, historische Interieurkomponenten, Abgasanlagen, Felgen oder Elektronik können dagegen lange Lieferzeiten haben oder nur gebraucht auffindbar sein. Schweizer Käufer sollten daher vor dem Abschluss nicht nur nach dem Kaufpreis fragen, sondern auch eine Werkstatt mit Erfahrung für den jeweiligen Motor, die Beschaffung und einen gesicherten Stellplatz einplanen. Ein Vorabcheck kostet deutlich weniger als die Korrektur einer falschen Spezifikation.

Fahrerlebnis vom 3.6S bis zum V12

Ein Brabus Oldtimer bietet kein einheitliches Fahrerlebnis. Der 190 E 3.6S wirkt kompakt, mechanisch und erstaunlich unmittelbar. Die Sitzposition, das Geräusch des grossen Reihensechszylinders und die direkte Reaktion auf Gasbefehle geben ihm einen Charakter, den spätere Turbomotoren nicht kopieren. Gleichzeitig bleibt spürbar, dass die Basis aus den achtziger Jahren stammt: Lenkung, Bremsgefühl und Fahrwerksbewegungen verlangen Aufmerksamkeit. Das macht einen guten 3.6S nicht zu einem modernen Tracktool, sondern zu einem anspruchsvollen und reizvollen Zeitzeugen.

W124- und W210-Umbauten erzeugen eine andere Faszination. Sie wirken im Teillastbereich wie komfortable, solide Reiselimousinen; beim Beschleunigen verschiebt das hohe Drehmoment die gewohnte Vorstellung vom Mercedes dieser Zeit. Gerade ein V12 verlangt Respekt auf nasser Fahrbahn und mit kalten Reifen. Sein Wert liegt weniger im Ampelsprint als im souveränen Durchzug, in langen Etappen und in der verblüffenden Diskrepanz zwischen zurückhaltender Karosserie und Vortrieb.

R230, W211 und Rocket-Projekte verbinden diese Idee mit mehr Elektronik, höherem Gewicht und einer deutlich grösseren thermischen Belastung. Ihre Beschleunigung ist müheloser, aber die Rechnung für Bremsen, Fahrwerk, Reifen und Diagnose ebenfalls anspruchsvoller. Wer ein solches Sammlerfahrzeug fährt, sollte Öl und Getriebe auf Temperatur bringen, nach langer Standzeit behutsam vorgehen und Wartungsintervalle ernst nehmen. Regelmässig, aber schonend bewegte Fahrzeuge mit sauberer Historie sind oft überzeugender als extrem niedrig gelaufene Exemplare ohne Nachweise.

Design, Innenraum und Markenbild

Brabus arbeitete überwiegend mit der Architektur der Basisfahrzeuge statt gegen sie. Frühe Fahrzeuge zeigen klare Flächen, funktionale Luftführungen und Räder, die den Radkasten ausfüllen, ohne die Silhouette vollständig zu verändern. Die Monoblock-Räder sind dabei nicht bloss ein Gestaltungselement: Ausführung, Grösse, Herstellerkennzeichnung und zeitliche Richtigkeit helfen bei der Authentizitätsprüfung. Spätere Generationen setzten sichtbarer auf Karbon, grössere Lufteinlässe und verbreiterte Kotflügel.

Im Innenraum trafen Leder, Holz oder Karbon auf Brabus-Lenkräder, Instrumente, Schaltknäufe und individuelle Kundenwünsche. Eine Patina an originalen Materialien ist meist glaubwürdiger als eine unsaubere Neuanfertigung. Entscheidend ist die Stimmigkeit: Passen Tacho, Sitze, Plaketten, Holzart und Rechnungen zum Baujahr und zum dokumentierten Auftrag? Ein hervorragend restaurierter Serieninnenraum kann sinnvoll sein, sollte aber nicht als seltene Brabus-Sonderausstattung ausgegeben werden.

Das Markenbild reicht damit vom diskreten Schnellläufer bis zum bewusst auffälligen Hochleistungsfahrzeug. Für Sammler ist diese Vielfalt attraktiv, solange sie nicht mit Beliebigkeit verwechselt wird. Ein überzeugender Brabus zeigt an jeder Stelle dieselbe Geschichte: technisch plausibel, optisch zeitgerecht und durch Unterlagen abgesichert.

Fazit: dokumentierte Brabus Oldtimer finden

Brabus Klassiker reichen vom handlichen 190 E 3.6S über die grossen E V12-Limousinen bis zu Biturbo-Roadstern und Rocket-Projekten. Ihre Qualität liegt nicht im Schriftzug, sondern in der belegten Verbindung aus Engineering, Mercedes-Grundsubstanz und zeitgenössischer Ausführung. Finden Sie bei Classic Trader Brabus Oldtimer, prüfen Sie die Umbauakte, MFK- und Importfähigkeit sowie den technischen Zustand sorgfältig und lassen Sie ein ernsthaftes Kaufobjekt vor dem Abschluss von einem Spezialisten untersuchen.

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