1960 | Porsche 356 B 1600
1960 Porsche 356 B (T5) 1600. Im Auktionsverkauf. Schätzwert: 60.000 € - 80.000 €.
1960 Porsche 356 B (T5) 1600. Im Auktionsverkauf. Schätzwert: 60.000 € - 80.000 €.
1960 Porsche 356 B (T5) 1600. Im Auktionsverkauf. Schätzwert: 60.000 € - 80.000 €.
1960 Porsche 356 B (T5) 1600. Im Auktionsverkauf. Schätzwert: 60.000 € - 80.000 €.
Seit rund 40 Jahren beim heutigen Besitzer Über zwei Kontinente hinweg in einer Hand Vor rund drei Jahren umfassend überarbeitet Motor vollständig überholt und Innenraum erneuert
Als Porsche im Herbst 1959 den 356 B präsentierte, war aus dem ursprünglich erstaunlich einfachen Konzept über ein Jahrzehnt ein ernst zu nehmendes Automobil geworden. Der 356 A hatte daran großen Anteil: hübsch, leicht, sportlich und inzwischen ausreichend kultiviert, um auch Kunden anzusprechen, die ihre Wochenenden nicht grundsätzlich mit Startnummern auf den Türen verbringen wollten.
Mit dem 356 B wollte Porsche diesen Weg weitergehen. Eine Revolution war weder notwendig noch erwünscht. Stattdessen wurde an unzähligen Details gearbeitet, wobei die intern T5 genannte Karosserie deutlich moderner wirkte. Die Stoßfänger wanderten nach oben, ebenso die Scheinwerfer, die nun weniger tief in den Kotflügeln saßen. Die vorderen Blinker rückten ebenfalls höher, die Lufteinlässe unter der Stoßstange wurden größer und der Griff der vorderen Haube breiter. Am Heck änderten sich Leuchten, Stoßfänger und Kennzeichenbeleuchtung. Alles zusammen ließ den B kräftiger und erwachsener erscheinen, ohne dass jemand Zweifel daran haben konnte, einen 356 vor sich zu haben.
Auch unter dem Blech wurde weiterentwickelt. Fahrwerk und Bremsen erfuhren Detailverbesserungen, während Porsche seine bekannten luftgekühlten Vierzylinder stetig verfeinerte. Zur Wahl standen zunächst der 1600 mit 60 PS, der 1600 Super mit 75 PS und der Super 90 mit – die Modellbezeichnung verriet es ausnahmsweise – 90 PS. Letzterer brachte den kleinen Porsche bereits in eine Leistungsklasse, in der er erheblich stärkeren Autos unangenehm werden konnte. Wenig Gewicht und ausgezeichnete Aerodynamik waren schließlich ebenfalls eine Form von Leistung.
Im Innenraum ging es kultivierter zu als beim Vorgänger. Lenkrad, Sitze und Armaturen wurden überarbeitet, die Alltagstauglichkeit verbessert. Der 356 sollte längst nicht mehr nur schnell sein, sondern auch bequem weit fahren können.
1961 folgte mit dem T6 bereits die nächste Evolutionsstufe. Damit blieb der T5 eine vergleichsweise kurze Episode. Gerade darin liegt heute sein Reiz: Er verbindet noch viel von der filigranen Erscheinung des 356 A mit jener Reife, die den späten 356 auszeichnete. Kein Neubeginn, sondern typisch Porsche: Man nahm etwas bereits sehr Gutes und änderte so lange Kleinigkeiten, bis es wieder ein bisschen besser war.
Dieses Porsche 356 B T5 Coupé wurde laut vorhandenem Certificate of Authenticity 1960 über Intercontinental Motors in San Antonio, Texas, ausgeliefert. Signalrot mit hellgrauer Kunstlederausstattung war die Kombination ab Werk. Später führte sein Weg nach Tulsa, Oklahoma, wo ihn sein heutiger Einbringer vor mittlerweile rund 40 Jahren entdeckte und kaufte.
Der gebürtige Amerikaner nahm den Porsche anschließend mit nach Miami, wo er den 356 regelmäßig fuhr und entsprechend warten ließ. Als ihn sein beruflicher Weg wenig später nach Europa führte, durfte auch der Porsche mit übersiedeln. So kam das Coupé gemeinsam mit seinem Besitzer nach Wien und wurde auch dort über viele weitere Jahre gefahren. Ein Auto für besondere Sonntage war der 356 also keineswegs, sondern über Jahrzehnte ein treuer Begleiter.
Nach einer derart langen gemeinsamen Geschichte machten schließlich Motorprobleme eine größere technische Überarbeitung notwendig. Statt sich jedoch auf das Notwendigste zu beschränken, entschied sich der Einbringer vor rund drei Jahren für das ganze Programm. Der 356 wurde bei bekannten Wiener Porsche-Restaurierungsbetrieben von Grund auf aufgearbeitet. Dabei wurde unter anderem der Motor vollständig überholt, der Innenraum erneuert und zahlreiche weitere Arbeiten an Technik und Fahrzeug ausgeführt.
Heute verbindet dieser 356 deshalb zwei Dinge, die nur selten zusammenkommen: eine außergewöhnlich lange und persönliche Besitzgeschichte und eine erst kürzlich abgeschlossene umfassende Restaurierung. Von Oklahoma über Miami bis nach Wien hat das Coupé seinen Besitzer über rund vier Jahrzehnte und zwei Kontinente begleitet.
Manche Autos wechseln im Laufe ihres Lebens ein Dutzend Mal den Besitzer. Dieser Porsche wechselte lieber gemeinsam mit seinem.
Chassis: 111493
Motor / Engine: P*71567*
Papiere / Documents: Österreichische Einzelgenehmigung (historisch) Geburtsurkunde von Porsche Austria Auslieferungsbescheinigung von Reutter US-Title (1991)
Schätzwert / Estimate: EUR 60.000 – 80.000
Ort / Location: CLASSIC EXPO Salzburg Messezentrum Salzburg Am Messezentrum 1 5020 Salzburg
Datum / Date: 17. Oktober 2026 11:00 bis 13:00 und ab 16:00
Besichtigung / Viewing: 16. und 17. Oktober 2026

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