Vorratsstatus: In Kürze erwartet
Kennzeichen: 99-YD-76
Hersteller: Gallery Aaldering Arnhemsestraat 47 6971AP BRUMMEN, NL 0575564055 http://www.gallery-aaldering.com info@gallery-aaldering.com
Der Fiat 500 wurde 1957 als kleines und erschwingliches Automobil für den täglichen Verkehr vorgestellt. Er war einfach, leicht und kompakt, besaß aber vor allem eine Form, die wirklich jeder sofort erkannte. Auf einem Parkplatz, auf dem heute ein einziges SUV steht, hätten Sie bildlich gesprochen gleich zwei davon unterbringen können. Und wahrscheinlich wäre sogar noch genügend Platz geblieben, um dazwischen hindurchzugehen.
Der 500 F erschien 1965 und entwickelte sich zur meistproduzierten Version des klassischen Fiat 500. Diese Ausführung erhielt unter anderem konventionell angeschlagene Türen sowie verschiedene technische Verbesserungen am Antriebsstrang. Serienmäßig musste er sich mit einem luftgekühlten Zweizylindermotor mit 499,5 Kubikzentimetern Hubraum und 18 PS begnügen. Nicht schnell, aber darum ging es beim ursprünglichen Konzept schließlich auch überhaupt nicht.
Den dokumentierten Informationen zufolge begann dieser Fiat sein Leben als Fiat 500 F und wurde im Zuge einer vollständigen Restaurierung komplett neu aufgebaut und neu interpretiert. Dabei wurde der gesamte Dachbereich hinter dem Windschutzscheibenrahmen entfernt. Die Türen und die vollständigen seitlichen Karosseriestrukturen blieben erhalten, wodurch es sich ausdrücklich nicht einfach um einen gewöhnlichen Fiat 500 mit geöffnetem Stoffdach handelt. Vielmehr haben wir es hier mit einem individuell aufgebauten, vollständig offenen Fiat 500 zu tun, für dessen Endergebnis der Name „Apri“ – italienisch für „offen“ – ausgesprochen passend gewählt wurde.
Natürlich erinnert er an die berühmten Strandautos jener Zeit. Auch der von Ghia gebaute Jolly war vollständig offen, besaß jedoch keine konventionellen Türen und war üblicherweise mit Korbsitzen sowie einem abnehmbaren Dach ausgestattet. Dieses Exemplar hingegen hat seine Türen, den Windschutzscheibenrahmen und die unverwechselbare Karosserie des Fiat 500 behalten. Also kein Jolly und auch kein Versuch, heimlich einen solchen nachzubauen. Einfach eine ganz eigene Interpretation der Idee eines offenen Fiat. Und dabei blieb es nicht.
Im Heck arbeitet ein kräftiger 650-Kubikzentimeter-Motor, der mit Komponenten von Nanni aufgebaut wurde. Das italienische Unternehmen Nanni beschäftigt sich bereits seit 1960 mit sportlichen Komponenten und technischen Optimierungen unter anderem für den Fiat 500 und Fiat 126. Entsprechend genießt der Name unter Enthusiasten längst einen ausgezeichneten Ruf als Spezialist auf diesem Gebiet.
Das F stand ursprünglich natürlich nicht für „Fast“. Bei diesem Fiat können wir aber durchaus so tun, als wäre es anders. Dank des größeren Motors fährt sich dieser 500 deutlich flotter als ein serienmäßiges Exemplar. Und genau das möchte man schließlich, denn ein offener Fiat sollte nicht nur im Stand Freude bereiten. Er sollte sich leicht anfühlen, spontan reagieren und Ihnen in jedem Kreisverkehr das Gefühl vermitteln, deutlich schneller unterwegs zu sein, als Sie es tatsächlich sind.
Auch beim Äußeren wurde nicht gespart. Allein in die Lackierung wurden mehr als 5.000 Euro investiert. Das Ergebnis ist beinahe zu schön zum Fahren. Beinahe – denn einen Fiat 500 ohne Dach nur deshalb drinnen stehen zu lassen, weil er so schön geworden ist, wäre natürlich ebenfalls ein wenig merkwürdig.
Die Restaurierung ist dokumentiert, und das Fahrzeug wird mit niederländischer Zulassung geliefert. Ein vollständig neu aufgebauter Fiat 500 F, ausgestattet mit einem 650-Kubikzentimeter-Motor mit Nanni-Komponenten und ausgeführt als dauerhaft offenes Fahrzeug. Dieser Fiat hat schlicht beschlossen, dass er kein Dach mehr braucht.
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