1963 | DKW Auto Union 1000 Spezial
1963 Auto Union 1000 Sp Coupé. Im Auktionsverkauf. Schätzwert: 15.000 € - 20.000 €. Ohne Mindestpreis!
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Eines von nur 5.004 gebauten CoupésDie oberbayrische Interpretation des ThunderbirdsVor 20 Jahren umfangreich restauriert Bestens dokumentierte Historie
Während Europa noch wieder aufgebaut wurde, wuchsen in Übersee die Automobile in neue Dimensionen. Länger, breiter, stärker, die Heckflossen höher und die Zierde umso glänzender. Davon konnte man im Deutschland der 1950er bestenfalls träumen, auch wenn das Wirtschaftswunder zusehends Fahrt aufnahm, begleitet von einer zunehmenden Motorisierung der Bevölkerung. Mit dem Thunderbird zeigte Ford in den USA, wie automobile Sehnsucht auszusehen hatte, was auch in Ingolstadt nicht unbemerkt blieb. Dort war die neu gegründete Auto Union mit DKW, Frontantrieb und Zweitaktmotor erfolgreich wieder auf die Beine gekommen. Ihre Personenwagen entstanden zunächst im Werk Düsseldorf, während in Ingolstadt Motorräder und Nutzfahrzeuge gebaut wurden. Mit dem 1957 präsentierten Auto Union 1000 kehrten schließlich die vier Ringe als Markenname auf einen Personenwagen zurück.
Im selben Jahr zeigte die Auto Union auf der IAA mit dem »1000 Sp« – Sp wie Spezial – ein sportliches Coupé, das seine amerikanische Inspiration kaum verleugnen konnte. Panoramascheibe, Chrom und Heckflossen erinnerten unübersehbar an den Thunderbird. Einen V8 brauchte es dafür nicht. Drei Zylinder mussten reichen. 1958 ging der Zweisitzer in Serie, gebaut wurden die Karosserien bei »Baur« in Stuttgart.
Unter dem amerikanischen Kleid blieb hingegen vieles vertraut. Vorne arbeitete ein 981 ccm großer Dreizylinder-Zweitakter, der 55 PS an die Vorderräder schickte und die schicken Coupés und Roadster auf rund 140 km/h beschleunigte. Bis 1965 entstanden bei Baur 5.004 geschlossene Coupés und ab 1961 auch 1.640 offene Roadster.
Dieses 1000 Sp Coupé ging im Oktober 1963 an die Karl Brod OHG, das heutige Audi Zentrum Ingolstadt. Nach einem dreiviertel Jahr als Vorführwagen fand es mit einem Ingolstädter Bankangestellten im Juli 1964 einen ersten Besitzer. In und um Ingolstadt blieb das Coupé bis Mai 1975 angemeldet, ehe es stillgelegt wurde.
Wieder zugelassen wurde der 1000 Sp erst wieder im Jahr 2006. Mehrere Handvoll Fotos lassen keinen Zweifel daran, dass das hübsche Coupé davor einen im wahrsten Sinne des Wortes grundlegenden Restaurierung unterzogen wurden. Ausgehend von einer soliden Basis war die Karosserie vom Rahmen abgenommen worden und Chassis und Blechkleid anschließend auf blanker Basis saniert worden. Genauso gibt es vom Motor einen Vorher-/Nachher-Vergleich. Der Rest der Mechanik wurde ebenso wenig ausgespart wie das Interieur.
Drei Jahre nach der Wiederinbetriebnahme übersiedelte das 1000 Sp Coupé im Jahr 2009 mit seinem letzten Halter nach Österreich. Äußerlich kaum gealtert, bedarf der bildhübsche Flitzer nach einem Jahrzehnt Dornröschenschlaf nun sicherlich einiger Handgriffe zur Wiederinbetriebnahme. Der Umfang der vorangegangenen Restaurierung weiß allerdings auch heute noch zu überzeugen.
Chassis: 6815005761
Motor / Engine: –
Papiere / Documents: Österreichische Einzelgenehmigung (historisch) Deutsche Zulassungsbescheinigung Teil II (2006) Deutscher Kraftfahrzeugbrief (1963)
Schätzwert / Estimate: € 15.000 – 20.000 Ohne Limit / Without Reserve
Ort / Location: CLASSIC EXPO Salzburg Messezentrum Salzburg Am Messezentrum 1 5020 Salzburg
Datum / Date: 17. Oktober 2026 11:00 bis 13:00 und ab 16:00
Besichtigung / Viewing: 16. und 17. Oktober 2026

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