1964 | Citroën 2 CV Sahara 4x4
1964 Citroën 2CV 4×4 „Sahara“. Im Auktionsverkauf. Schätzwert: 60.000 € - 80.000 €.
1964 Citroën 2CV 4×4 „Sahara“. Im Auktionsverkauf. Schätzwert: 60.000 € - 80.000 €.
1964 Citroën 2CV 4×4 „Sahara“. Im Auktionsverkauf. Schätzwert: 60.000 € - 80.000 €.
1964 Citroën 2CV 4×4 „Sahara“. Im Auktionsverkauf. Schätzwert: 60.000 € - 80.000 €.
Einer von nur 694 gebauten Allrad-2CVFünf davon sollen in Belgien montiert worden seinEines der unkonventionellsten Geländefahrzeuge aller ZeitenBeste Basis für ein lohnende Restaurierungsprojekt
Als Citroën 1958 den einen allradgetriebenen 2CV präsentierte, war das Konzept ebenso simpel wie französisch unkonventionell: Zwei Motoren für zwei angetriebene Achsen. So entstand ausgerechnet auf Basis des französischen Volkswagens einer der ungewöhnlichsten Geländewagen seiner Zeit.
Gedacht war der spätere »Sahara« getaufte 2CV vor allem für jene Gegenden, in denen Straßen eher als unverbindliche Empfehlung verstanden wurden. Ölfirmen, Geologen, Militär und Behörden brauchten in Nordafrika ein leichtes Fahrzeug, das Sand, Geröll und schlechte Wege bewältigen konnte. Statt ein kompliziertes Allradsystem zu entwickeln, montierte Citroën einen zweiten luftgekühlten Zweizylinder ins Heck. Einer trieb die Vorder-, der andere die Hinterräder an. Beide verfügten über ein eigenes Getriebe und konnten gemeinsam oder unabhängig voneinander betrieben werden. Jeder Motor leistete 13 PS, gemeinsam waren sie für 105 km/h gut, allein nur für 65 km/h. Fiel ein Motor aus, fuhr man eben mit dem anderen weiter. Mechanische Redundanz auf sehr französische Art.
Damit der hintere Motor Platz fand, wanderte das Reserverad auf die Motorhaube, während zusätzliche Luftöffnungen in den hinteren Kotflügeln für Kühlung sorgten. Zwei 15-Liter-Benzintanks unter den Vordersitzen versorgten die beiden Aggregate. Der Rahmen wurde verstärkt und mit einem Unterfahrschutz versehen. Komfort blieb dagegen ungefähr dort, wo er beim normalen 2CV ohnehin lag: weit unten auf der Prioritätenliste.
Im Gelände war der leichte Citroën dafür erstaunlich talentiert. Wo schwere Fahrzeuge einsanken, hoppelte die Ente einfach weiter. Billig war diese Extravaganz allerdings nicht. Der Sahara kostete zeitweise beinahe doppelt so viel wie ein gewöhnlicher 2CV und blieb entsprechend selten.
Nur 694 Exemplare entstanden zwischen 1960 und 1968. Mit der Unabhängigkeit Algeriens änderte Citroën 1962 den Namen auf »4×4 bimoteur«. Ein Auto mit zwei Motoren, zwei Getrieben und gerade einmal zwei Zylindern an jedem Ende – komplizierter konnte Einfachheit kaum sein.
Nur eine knappe Handvoll Allrad-2CV soll im Citroën-Werk in Brüssel montiert worden sein. Diese ist eine davon. Sie ist weit gereist, war einst in Belgien zugelassen, später in Spanien, dann in England und zuletzt in den Niederlanden. Sie läuft, aber momentan nur mit einem Motor. Es einige Handgriffe brauchen, bevor man sie wieder in die Wüste schickt. Viel eher noch hätte sich der höchst seltene Vogel eine komplette Restaurierung verdient.
Chassis: 1100111
Motor / Engine: 05300052 und 05300065
Papiere / Documents: Holländischer Kentekenbewijs (2023) Englisches Registration Document (2013, Kopie) Spanische Zulassung (2008, Kopie)
Schätzwert / Estimate: EUR 60.000 – 80.000
Ort / Location: CLASSIC EXPO Salzburg Messezentrum Salzburg Am Messezentrum 1 5020 Salzburg
Datum / Date: 17. Oktober 2026 11:00 bis 13:00 und ab 16:00
Besichtigung / Viewing: 16. und 17. Oktober 2026

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