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Suzuki Motorrad kaufen
Seit 1952 prägt Suzuki den Motorradmarkt mit kompromissloser Zweitakt-Technik und wegweisenden Viertakt-Sportlern. Vom charakteristischen GT 750 Wasserbüffel bis zur revolutionären GSX-R – japanische Ingenieurskunst mit Rennsport-DNA.
Zoekresultaten


1980 | Suzuki GN 400
PE 400 !!


1989 | Suzuki GSX-R 750
REALLY NEW !!

1981 | Suzuki PE 175
Suzuki 175 PE

1989 | Suzuki GSX-R 750 RK/RR
Suzuki GSXR 750 RK RR 1/500Stück Mod.1989 erst 2.373km

1980 | Suzuki DR 400S
1980 Suzuki DR400 396cc

1977 | Suzuki GS 750
1977 Suzuki GS750 748cc

2010 | Suzuki GSX-R 1000
2010 Suzuki GSX-R1000 Anniversary LE 999cc

1999 | Suzuki GSX Hayabusa 1300
Suzuki HAYABUSA GSX 1300 R

1999 | Suzuki TL 1000R
Suzuki TLR 1000

1986 | Suzuki DR 600 S
Suzuki DR 600

1987 | Suzuki GS 450 S
Suzuki GS 450 S

1999 | Suzuki TL 1000R
Suzuki TL 1000 R

1992 | Suzuki RGV 250 Gamma
Suzuki RGV GAMMA 250
Geschichte & Erbe
Die Suzuki Motor Corporation wurzelt in der 1909 gegründeten Suzuki Loom Works, einem Webstuhlhersteller aus Hamamatsu. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte 1952 der Einstieg in die Motorradproduktion mit der Power Free – einem Fahrrad mit 36-ccm-Hilfsmotor und bescheidenen 1 PS. Was als Experiment begann, entwickelte sich binnen weniger Jahre zur Weltmacht: 1955 folgte die Colleda COX mit Einzylinder, 1956 die erfolgreichere Colleda TT mit 250-ccm-Zweizylinder-Zweitakt und 16 PS.
Die 1960er Jahre markierten Suzukis Aufstieg zum Großserienhersteller. Während Konkurrenten bereits auf Viertakt-Motoren setzten, perfektionierte Suzuki die Zweitakt-Technologie. 1963 begann die internationale Expansion mit Produktionsstätten in Los Angeles, Thailand und Europa. Das Unternehmen ging 1949 an die Börse in Tokio, Osaka und Nagoya, firmierte ab 1954 als "Suzuki Motor Co., Ltd." und führte 1958 das charakteristische "S"-Logo ein.
Der Durchbruch im Rennsport kam Anfang der 1960er Jahre, zunächst in den 50- bis 125-ccm-Klassen. 1962 feierte Suzuki bei der Isle of Man TT den ersten Sieg, im selben Jahr holte der Deutsche Ernst Degner den ersten Solo-Weltmeistertitel. 1963 folgte der Neuseeländer Hugh Anderson. Den Durchbruch in der Königsklasse schaffte 1976 der Brite Barry Sheene mit dem 500-ccm-WM-Titel – der Beginn einer Ära, in der Suzuki mehrfach den Herstellertitel gewann.
1971 revolutionierte die GT 750 den Markt: Ein wassergekühlter Dreizylinder-Zweitakter mit 67 PS, der bis 1977 gebaut und jährlich modifiziert wurde. Der liebevoll "Wasserbüffel" genannte Tourer gilt heute als Inbegriff der Suzuki-Zweitakt-Ära. 1976 läutete die GS-Baureihe den Viertakt-Umstieg ein. Die GS 400 mit Zweizylinder überzeugte bis 1983 durch Zuverlässigkeit und Handling.
1982 setzte Suzuki mit der GSX-Reihe neue Maßstäbe: Während die 550er noch rennsportorientiert war, eroberten die 750er und 1100er Modelle die Herzen von Tourern und Freizeitfahrern. Parallel debütierte 1980 die Katana mit futuristischem Keildesign – eine Halbverkleidung, die nahtlos in den Tank überging. Technisch basierten die Katana-Modelle auf GS/GSX-Komponenten, wurden aber wegen ihres polarisierenden Designs nur verhalten angenommen. Die geringe Stückzahl macht sie heute zu begehrten Sammlerobjekten.
1985 dominierte die GSX-R 750 das 24-Stunden-Rennen von Le Mans mit einem Doppelsieg: 100 PS bei nur 200 kg Trockengewicht setzten neue Maßstäbe. Die GSX-R-Linie entwickelte sich zur erfolgreichsten Supersport-Baureihe Suzukis und definiert bis heute den Superbike-Standard.
1995 exportierte Suzuki das 20-millionste Motorrad – ein Meilenstein, der die Position als einer der größten Motorradhersteller weltweit untermauerte.
Highlights & Besonderheiten
Suzukis Erfolgsgeschichte fußt auf technologischer Sturheit und Innovationskraft. Während andere Hersteller in den 1970er Jahren Zweitakter aufgaben, trieb Suzuki die Technologie zur Perfektion: Wassergekühlte Dreizylinder-Aggregate, Doppelscheibenbremsen vorne und ein charakteristisches Klangbild prägten Modelle wie den GT 750 Wasserbüffel. Der bullige Tourer vereinte 67 PS mit entspannter Sitzposition und galt als zuverlässiger Langstreckengleiter.
Die GS-Serie markierte 1976 den Paradigmenwechsel zum Viertakt. Die GS 400 mit luftgekühltem Zweizylinder bot 27 PS und wurde zum Bestseller dank unverwüstlicher Mechanik und erschwinglicher Unterhaltskosten. Höhepunkt der Linie war die GS 1000 mit DOHC-Vierzylinder und 90 PS – ein Sporttourer, der gleichermaßen auf Landstraße und Rennstrecke überzeugte.
1982 debütierte die GSX-Linie mit der GSX 550, GSX 750 und GSX 1100 – letztere mit 100 PS und 16-Ventil-Motor. Die GSX 1100 ES entwickelte sich zum komfortablen Reiseenduro mit Vollverkleidung und wurde bis in die 1990er gebaut.
Das ikonischste Suzuki-Design stammt von 1980: Die Katana brach radikal mit Konventionen. Die von Targetsdesign entworfene spitze Halbverkleidung und das minimale Windschild polarisierten, die niedrige Produktionszahl (1980–1984) macht GSX 1100 SZ Katana heute zu seltenen Sammlerstücken mit Wertsteigerungspotenzial.
Ab 1985 revolutionierte die GSX-R 750 die Supersport-Klasse: Aluminium-Rahmenkonstruktion, Vollverkleidung, 100 PS bei 176 kg Trockengewicht. Die GSX-R wurde zum Synonym für leichte, kompromisslose Rennmaschinen mit Straßenzulassung. Die GSX-R 1100 (ab 1986) bot 125 PS und galt als erschwingliche Alternative zu italienischen Exoten.
Exotischer Sonderweg: Die RE 5 von 1974–1976 war Suzukis Experiment mit Wankelmotor. Norton Wankel-Lizenz, 62 PS aus 497 ccm Kammer volume – ein technischer Irrweg, der heute als kurioser Sammlergegenstand geschätzt wird.
Die Hayabusa GSX 1300 (ab 1999) schrieb Geschichte als schnellstes Serienmotorrad der Welt: 175 PS, über 300 km/h Spitze – bevor die Selbstbeschränkung auf 300 km/h kam. Ihr aerodynamisches Design und die schiere Leistung machen sie zur modernen Ikone.
Technische Daten
Marktübersicht und Kauftipps
Der Suzuki-Markt unterteilt sich in drei Sammler-Segmente: Zweitakt-Klassiker (GT-Serie), frühe Viertakter (GS/GSX-Linie) und Supersport-Ikonen (GSX-R/Katana).
GT 750 Wasserbüffel (1971–1977)
Gut erhaltene Exemplare mit originalen Kühlerverkleidungen und intakter Chrom-Optik bewegen sich zwischen 8.000 und 15.000 €. Restaurierte Showroom-Zustand-Maschinen können bis 20.000 € erreichen. Hauptprobleme: Kühlsystem-Dichtigkeit (häufig undichte Wasserpumpen), Vergaser-Synchronisation bei drei Mikunis, Rost in Auspuffanlage und Rahmen. Ersatzteile sind verfügbar, aber Spezialteile wie Wasserpumpen oder Vergaserkits teuer. Achten Sie auf Originalität der Lackierung (Candy-Farben) und Vollständigkeit der Anbauteile.
GS-Serie (1976–1983)
Die GS 400 ist mit 3.000–6.000 € erschwinglich und dank robuster Technik ideal für Einsteiger. Die GS 1000 liegt bei 5.000–10.000 €, originale unverbastelte Exemplare erzielen Premiumpreise. Schwachstellen: Rost in Benzintank und Auspuff, verschlissene Kupplungen bei Vielfahrern, undichte Gabelöl-Simmerringe. Ersatzteile hervorragend verfügbar, große Szene in Europa. Prüfen Sie Rahmennummern auf Originalität, achten Sie auf unsachgemäße Umbauten (Lenkerumbau, Auspuffanlagen).
GSX 1100 SZ Katana (1980–1984)
Die seltenste und begehrteste Suzuki: Preise starten bei 12.000 € für fahrbare Projekte und reichen bis 30.000 € für museale Originalzustände. Entscheidend: Originalität der Verkleidung (oft beschädigt oder ersetzt), Vollständigkeit der Targetsdesign-Elemente, Zustand des charakteristischen Sitzbankdesigns. Mechanisch robust (GSX-Basis), aber Ersatzteile für Verkleidungsteile extrem rar und teuer. Nur 6.000 Exemplare weltweit gebaut – Wertsteigerung wahrscheinlich.
GSX-R 750 (1985–1987) und GSX-R 1100 (1986–1988)
Frühe GSX-R 750 "Slabbies" (wegen Slab-Side-Design) liegen bei 8.000–15.000 €, die GSX-R 1100 bei 10.000–18.000 €. Schwachstellen: Rahmenrisse bei Renneinsätzen (häufiges Problem bei misshandelten Exemplaren), überhitzte Motoren bei Track-Days, verschlissene Vergaserschieber. Ersatzteile gut verfügbar, aber Originalverkleidungen schwer zu finden. Prüfen Sie Rahmennummern auf Unfallschäden, achten Sie auf Service-Historie (regelmäßige Ventileinstellung!).
RE 5 Wankel (1974–1976)
Exotisches Sammlerstück: 10.000–20.000 € für funktionsfähige Exemplare. Hauptproblem: Ersatzteilmangel für Wankelmotor-Spezifikationen, hoher Verschleiß an Dichtspitzen, schlechter Kraftstoffverbrauch (12–15 l/100 km). Nur für Enthusiasten mit Fachwerkstatt-Zugang geeignet. Originalität entscheidend – viele Exemplare mit Motorschäden oder Ersatzmotoren.
Hayabusa GSX 1300 (1999–2007)
Die "moderne Klassikerin" beginnt bei 6.000 € für höhere Laufleistungen, unverbastelte Exemplare der ersten Generation kosten 10.000–15.000 €. Achtung: Viele Maschinen mit Tuning-Historie, Turboumbau oder Drag-Race-Einsatz. Prüfen Sie Motor auf Originalität (Serien-VIN), achten Sie auf Originalverkleidung (oft bei Unfällen beschädigt). Ersatzteile problemlos verfügbar, aber Versicherungen stufen Hayabusa als Hochrisiko ein.
Allgemeine Kaufempfehlungen
Einsteiger: GS 400/GS 500 – robust, günstig, verfügbar. Sammler: Katana, frühe GSX-R, GT 750 – Wertsteigerung wahrscheinlich. Fahrer: GSX 1100 ES, GS 1000 – alltagstauglich, erschwingliche Wartung.
Suzuki-Markt profitiert von hervorragender Ersatzteilversorgung durch spezialisierte Händler wie Pyramid Parts, Wemoto oder Nippon-Classic. Prüfen Sie vor Kauf: Rahmennummer-Originalität, Motorblockstempel (Motor- und Rahmennummer müssen übereinstimmen), Originalität von Verkleidungen und Anbauteilen.
Fahrverhalten & Performance
Suzukis Motorrad-Persönlichkeit wandelt sich mit der Modellgeneration. Der GT 750 Wasserbüffel ist ein entspannter Langstreckengleiter: Der wassergekühlte Dreizylinder-Zweitakter entwickelt seine 67 PS mit charakteristischem Zweitakt-Klang, die aufrechte Sitzposition ermöglicht komfortable Tagesetappen. Bei 4.000 U/min setzt das Drehmoment kraftvoll ein, bei 6.500 U/min erreicht der Motor seine Nenndrehzahl. Die Gabel ist weich abgestimmt, das Fahrwerk eher touring-orientiert – keine Rennmaschine, aber ein unermüdlicher Reisebegleiter mit kultiger Zweitakt-Charakteristik.
Die GS-Serie markiert den Übergang zum modernen Viertakt-Fahrverhalten. Die GS 400 bietet neutrales Handling mit leichtgängiger Lenkung, der Zweizylinder dreht bis 10.000 U/min und entwickelt sein Maximum bei 9.000 U/min. Bremsen sind für damalige Verhältnisse gut (Doppelscheibe vorne), das Fahrwerk stabil auch bei Vollbeladung. Die GS 1000 mit ihrem DOHC-Vierzylinder und 90 PS ist aggressiver abgestimmt: straffe Federung, direkte Lenkgeometrie, kraftvolle Mittenleistung. Bei 8.500 U/min erreicht der Motor seine Spitzenleistung mit kernigem Vierzylinder-Sound.
Die GSX 1100 SZ Katana ist trotz futuristischem Design eine gemäßigte Sportlerin. Die aufrechte Sitzposition hinter der flachen Verkleidung bietet guten Windschutz, der 1075-ccm-Vierzylinder liefert 111 PS bei 8.500 U/min. Das Fahrwerk ist straffer als bei der GSX ES, aber nicht kompromisslos rennsportorientiert. Die Katana lässt sich flüssig durch Kurven zirkeln, fordert aber Respekt bei nasser Fahrbahn – die Bereifung der 1980er Jahre ist heutigen Standards unterlegen.
Die GSX-R 750 (1985–1987) definierte Supersport neu: Der Aluminiumrahmen und die aggressive Sitzposition (Knie eng, Oberkörper tief) fordern Fitness. Bei 10.500 U/min entwickelt der 749-ccm-Vierzylinder seine 100 PS, der Motor dreht bis 12.000 U/min. Kraftentfaltung ist linear mit explosivem Endspurt ab 8.000 U/min. Die Lenkpräzision ist messerscharf, das Fahrwerk straff abgestimmt – jede Unebenheit spürt man im Handgelenk. Die Bremsen (Doppelscheibe 310 mm) bieten hervorragende Verzögerung. Keine Maschine für Langstrecke, aber auf Landstraße und Rennstrecke kompromisslos.
Die GSX-R 1100 bietet mehr Mittelleistung bei entspannterer Sitzposition. 125 PS bei 9.500 U/min, massives Drehmoment ab 6.000 U/min. Die zusätzlichen 100 ccm machen sich in Durchzugskraft bemerkbar – Überholmanöver erledigt die 1100er mit einer Handgelenkbewegung. Das Handling ist trotz 210 kg überraschend agil, das Fahrwerk verzeiht Fahrfehler großzügiger als die 750er.
Die Hayabusa GSX 1300 ist ein aerodynamisches Wunder: 175 PS bei 9.800 U/min, maximales Drehmoment von 138 Nm bei 7.000 U/min. Die Beschleunigung ist brutal – 0 auf 100 km/h in 2,7 Sekunden, 0 auf 200 km/h in unter 10 Sekunden. Die tiefe, windschlüpfrige Sitzposition ermöglicht überraschend komfortable Autobahnfahrten, aber Stadt- und Landstraßeneinsatz sind anstrengend. Die Hayabusa fordert Respekt: Drosselklappeneinsatz will dosiert sein, Kurvengeschwindigkeiten liegen jenseits öffentlicher Straßenlimits. Die Bremsen (Doppelscheibe 320 mm) sind der Leistung angemessen, aber auch ein schweres Motorrad mit 215 kg braucht Bremsweg.
Design & Ästhetik
Suzukis Designphilosophie folgte stets der Funktion. Die frühen Colleda-Modelle der 1950er waren pragmatische Konstruktionen ohne stilistische Ambitionen. Erst mit dem GT 750 Wasserbüffel (1971) entwickelte Suzuki eine erkennbare Formensprache: Die bullige Kühlerverkleidung, die breiten Seitendeckel und der tropfenförmige Tank schufen ein charakteristisches Erscheinungsbild. Die Candy-Lackierungen (Blau, Orange, Grün) und die großzügige Chromapplikation an Schutzblechen und Auspuff spiegelten die 1970er-Ästhetik wider.
Die GS-Serie (ab 1976) setzte auf cleanes, funktionales Design. Schlanker Tank, schmale Seitendeckel, reduzierte Chromelemente – ein Viertakt-Design, das bewusst mit der barocken Zweitakt-Ästhetik brach. Die GS 1000 führte die Doppelscheibenbremse und die Vierzylinder-Silhouette ein, die GSX-Linie verfeinerte das Konzept mit integrierter Halbverkleidung und aerodynamischer Formgebung.
Der radikalste Bruch kam 1980 mit der Katana. Das deutsche Designstudio Targetsdesign (Hans Muth) entwarf eine zukunftsweisende Keilform: spitze Halbverkleidung, die nahtlos in den Tank übergeht, minimales Windschild, integrierte Sitzbank. Die Katana polarisierte – viele empfanden das Design als zu aggressiv, zu futuristisch. Suzuki baute nur bis 1984, die geringe Akzeptanz machte sie zum kommerziellen Flop. Heute gilt die Katana als Designikone der 1980er, ihr Wert steigt kontinuierlich.
Die GSX-R 750 (1985) führte die Vollverkleidung in der Mittelklasse ein. Das Slab-Side-Design mit flachen Seitenverkleidungen (ohne Lufteinlässe) und die spitze Bugverkleidung definierten die Supersport-Ästhetik der späten 1980er. Blau-weiße Werbelackierung, Doppelscheinwerfer, kompakte Proportionen – ein Design, das bis heute wiedererkennbar ist.
Die Hayabusa GSX 1300 (1999) brach mit allen Konventionen: Die aerodynamische Tropfenform mit breiter Bugverkleidung, integrierter Lufthutze und fließenden Seitenlinien war rein auf Windschlüpfigkeit optimiert. Targetdesigner bevorzugten Funktion über Form – das Ergebnis ist ein polarisierendes, aber unverwechselbares Design, das zum Synonym für Geschwindigkeitsrekorde wurde.
Suzuki vermied stets verspielte Details zugunsten klarer Linien. Charakteristisch: breite Tanks (18–22 Liter), aufrechte Sitzpositionen (außer GSX-R und Hayabusa), funktionale Instrumentierung. Das "S"-Logo in verschiedenen Ausführungen ziert alle Modelle ab 1958, die Farbgebung reicht von dezenten Uni-Lacken bis zu auffälligen Candy- und Metallic-Tönen der 1970er.
Rennsport & Kultur
Suzukis Rennsport-Erfolge prägten die Markenidentität. Der Einstieg in die Grand-Prix-WM erfolgte Anfang der 1960er Jahre, zunächst in den kleinen Klassen. 1962 holte Ernst Degner auf Suzuki den ersten Solo-Weltmeistertitel in der 50-ccm-Klasse, 1963 siegte Hugh Anderson. Die Zweitakt-Technologie erwies sich als dominant in den kleinen Kubaturen, Suzuki sammelte mehrere Titel in der 50-, 125- und 250-ccm-Klasse.
Der Durchbruch in der Königsklasse kam 1976 mit Barry Sheene und seinem 500-ccm-Weltmeistertitel. Sheene wiederholte den Erfolg 1977 und machte Suzuki zur ernstzunehmenden Kraft gegen die etablierten Marken Yamaha und MV Agusta. Die RG 500 mit Vierscheiben-Zweitaktmotor dominierte Ende der 1970er und Anfang der 1980er die GP-Rennstrecken. Spätere 500-ccm-Weltmeister auf Suzuki: Marco Lucchinelli (1981), Franco Uncini (1982), Kevin Schwantz (1993), Kenny Roberts Jr. (2000).
Die GSX-R 750 schrieb 1985 Motorsport-Geschichte mit dem Doppelsieg beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Die Seriennähe der Rennmaschine bewies die Alltagstauglichkeit des Konzepts. Die GSX-R-Linie dominierte fortan Langstreckenrennen und Superbike-Meisterschaften, etablierte sich als Referenz im Supersport-Segment.
Kulturell prägte Suzuki vor allem die 1970er und 1980er. Der GT 750 Wasserbüffel wurde zum Symbol entspannter Langstreckentourer-Kultur, beliebt bei Weltreisenden und Pendlern gleichermaßen. Die Katana entwickelte sich zur Kultikone der 1980er-Ästhetik, häufig in Filmen und Werbung als Inbegriff futuristischen Designs inszeniert.
Die Hayabusa wurde in den 2000ern zum Synonym für Geschwindigkeitsrausch. Die Debatte um Höchstgeschwindigkeitsbegrenzung (1999 einigten sich japanische Hersteller auf 300 km/h Selbstbeschränkung) machte die Hayabusa zur Legende. Drag-Racer und Tuner wählten sie zur bevorzugten Plattform für Leistungssteigerungen, viele Exemplare erreichen mit Turbolader über 300 PS.
Fazit
Suzuki vereint japanische Ingenieurskunst mit klarer Funktionsästhetik. Von der Zweitakt-Ära des GT 750 Wasserbüffel über die robusten GS-Viertakter bis zur revolutionären GSX-R-Linie zeigt die Marke konsequente Weiterentwicklung ohne stilistische Sprünge. Die Katana bleibt gestalterischer Ausreißer und gefragtes Sammlerstück, die Hayabusa setzt bis heute Maßstäbe in Sachen Höchstgeschwindigkeit.
Für Sammler bieten sich drei Einstiegspunkte: Zweitakt-Enthusiasten wählen den GT 750, Tourer setzen auf GSX 1100 ES oder GS 1000, Sportfahrer auf frühe GSX-R 750/1100. Die Katana bleibt Spekulations- und Liebhaberobjekt mit Wertsteigerungspotenzial. Ersatzteilversorgung und Szene sind aktiv, Suzuki-Klassiker bieten solides Preis-Leistungs-Verhältnis ohne italienische Exotik-Aufschläge.
Wer Suzuki fährt, wählt Zuverlässigkeit, Rennsport-Erbe und japanische Präzision. Die Marke meidet protzige Inszenierung zugunsten handfester Leistung – eine Philosophie, die sich in jedem Modell manifestiert.














