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BMW Motorrad kaufen
Seit 1923 verlassen Boxermotoren das Werk in München – jedes Motorrad trägt die Handschrift einer Marke, die Technik und Fahrvergnügen verbindet. Von der R 32 bis zur G/S: BMW schrieb Motorradgeschichte und prägt den österreichischen Klassikermarkt.
Suchergebnisse

1950 | BMW R 51/2
Villach Collection – Oldtimer / Sammlerfahrzeug aus Museumsbestand
€ 9.000 - € 12.500
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1970 | BMW R 50/5
Villach Collection – Oldtimer / Sammlerfahrzeug aus Museumsbestand
€ 5.000 - € 6.500
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1963 | BMW R 69 S
Villach Collection – Oldtimer / Sammlerfahrzeug aus Museumsbestand
€ 14.000 - € 18.000
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1959 | BMW R 26
Villach Collection – Oldtimer / Sammlerfahrzeug aus Museumsbestand
€ 5.000 - € 7.000
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1954 | BMW R 25/3
Villach Collection – Oldtimer / Sammlerfahrzeug aus Museumsbestand
€ 5.000 - € 7.500
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1981 | BMW R 80 G/S
BMW R80 G/S in Original-Zustand // 24400 km // vollständige Revision

1990 | BMW K1
BMW K1





2000 | BMW R 1150 GS
24.000 KM !!! COMPLETLY NEW !!!

2021 | BMW R NineT
ONLY 1.685 KM !!! 1OF 2 Units made in 2021 !!!

1981 | BMW R 100 RS
BMW R 100 RS

1992 | BMW R 100 G/S "Paris-Dakar"
BMW R 100 GS PD
Geschichte & Erbe
Nach dem Ersten Weltkrieg musste BMW die Flugmotorenproduktion einstellen. Konstrukteur Max Friz entwickelte 1923 die R 32 – das erste BMW-Motorrad mit quer eingebautem Boxermotor und Kardanantrieb. Die 494 cm³ leisteten 8,5 PS, die Höchstgeschwindigkeit lag bei 95 km/h. Diese Konfiguration – Zweizylinder-Boxer längs zur Fahrtrichtung mit Wellenantrieb – prägt BMW bis heute. Von den 3.090 produzierten R 32 überlebten nur wenige; Museumsstücke erzielen heute Preise weit über 100.000 Euro. In Österreich sind frühe Vorkriegsmodelle wie die R 42 oder R 52 seltene Gäste bei Auktionen, werden aber in Sammlerkreisen zwischen Wien und Salzburg hoch gehandelt.
Die Nachkriegsproduktion begann 1948 mit der R 24 (247 cm³ Einzylinder). 1951 folgte die R 51/3 mit 494 cm³ und 24 PS – das erste bedeutende Boxermodell der Nachkriegszeit. Die R 69 S (1960–1969) setzte mit 594 cm³ und bis zu 42 PS neue Maßstäbe. Sie gilt als einer der begehrtesten Luftboxer und erzielt heute zwischen 12.000 und 22.000 Euro, je nach Zustand und Dokumentation. In Österreich ist die R 69 S aufgrund ihrer Zuverlässigkeit auf Alpenpässen besonders geschätzt.
1973 revolutionierte Designer Hans Muth das BMW-Design: Die R 90 S war das erste Serienmotorrad mit integrierter Cockpitverkleidung. Silber-Metallic-Lackierung, Doppelscheibenbremse vorne, 67 PS aus 898 cm³ – die R 90 S kostete 1973 stolze Summen und erreichte 200 km/h. Muth, der zuvor im Automobildesign tätig war, verlieh BMW eine neue Formensprache: technisch durchdacht, aerodynamisch optimiert.
1976 folgte die R 100 RS, das erste vollverkleidete Serienmotorrad der Welt. Im Windkanal entwickelt, schuf BMW die Sport-Tourer-Kategorie. 980 cm³, 70 PS, über 200 km/h – die R 100 RS wurde zum Maßstab für Langstreckentauglichkeit. Auf dem österreichischen Gebrauchtmarkt finden sich heute gut erhaltene Exemplare, die oft für Touren durch das Salzkammergut oder die Steiermark genutzt wurden.
1983 brach BMW mit der Tradition: Die K 100 erhielt einen längs eingebauten, wassergekühlten Vierzylinder-Reihenmotor mit 987 cm³ und 90 PS. Der "Flying Brick" mit Bosch LE-Jetronic-Einspritzung erreichte 216 km/h. Die K-Baureihe gab es als Naked Bike, sportliche RS-Version und vollverkleidete Tourer (RT, LT). Heute sind K 100 in Österreich ab etwa 1.500 Euro zu haben; hochwertige Café-Racer-Umbauten erreichen oft über 9.000 Euro.
Parallel entwickelte BMW eine Enduro-Größe: Die R 80 G/S (1980–1987) vereinte Gelände- und Straßentauglichkeit. Hubert Auriol gewann 1981 und 1983 die Rallye Paris-Dakar auf einer G/S – und bewies, dass ein Boxer mit Kardanantrieb im Sand funktioniert. Die einseitige Monolever-Schwinge wurde zur BMW-Signatur. Die G/S begründete die Adventure-Tourer-Kategorie, die in den österreichischen Alpen bis heute dominiert.
1988 brachte BMW die K1 mit avantgardistischer Vollverkleidung, 16-Ventil-Motor und 100 PS. Optional gab es ABS – BMW war der erste Hersteller, der 1988 ein elektronisch-hydraulisches Antiblockiersystem anbot. Das System regulierte den Bremsdruck per Kolben und isolierte Bremshebel-Vibrationen über ein Kugelventil.
Highlights & technische Besonderheiten
BMW setzte seit Jahrzehnten Standards, die andere Hersteller erst später übernahmen:
1935 führte BMW die weltweit erste hydraulisch gedämpfte Teleskopgabel ein (R 12/R 17). 1980 folgte die Monolever-Hinterradschwinge (R 80 G/S), 1987 die Paralever-Aufhängung (R 100 GS), die Antriebsreaktionen des Kardans neutralisiert. 1993 kam Telelever: Die Vorderradführung trennt Radaufhängung von Dämpfung und Federung – für präziseres Handling, besonders vorteilhaft bei Bergabfahrten auf steilen Passstraßen.
ESA (Electronic Suspension Adjustment) ermöglicht die elektronische Anpassung von Federvorspannung, Dämpfung und Federrate per Knopfdruck. ESA II erweiterte dies um die Federraten-Verstellung, Dynamic ESA passt die Dämpfung automatisch an Fahrsituation und Modus an.
Die R 90 S war das erste Serienmotorrad mit Cockpitverkleidung, die R 100 RS das erste vollverkleidete. Beide Designs stammen von Hans Muth, der BMWs Ansatz von „erst Technik, dann Design" umkehrte und aerodynamische Form mit Funktion verband.
Die K 100 ("Flying Brick") war BMWs erste Flüssigkühlung und der erste Reihenvierzylinder. Der längs eingebaute Motor senkte den Schwerpunkt und verbesserte die Gewichtsverteilung. 12.871 Einheiten wurden bis 1990 produziert.
Die R 80 G/S definierte eine neue Fahrzeuggattung: weder reine Straßenmaschine noch Enduro, sondern beides. BMW-Werksfahrer dominierten 1979–1980 die ISDT (International Six Days Trial) – diese Siege führten direkt zur G/S-Entwicklung.
Technische Daten
Antriebstechnik: Alle Boxermotoren mit Kardanantrieb; K-Baureihe mit längs eingebautem Reihenmotor und Kardan. Getriebe: meist 5-Gang, frühe Modelle 3- oder 4-Gang.
Federung: Frühe Modelle mit Federbeinrahmen, ab 1935 Teleskopgabel. Späte Airheads mit Monolever/Paralever, K-Baureihe mit Monolever.
Marktübersicht und Kauftipps
BMW-Oldtimer decken in Österreich ein breites Preisspektrum ab – von einsteigerfreundlichen K 100 unter 2.000 Euro bis zu sechsstelligen R 32-Museumsstücken. Ein wichtiger Faktor für österreichische Käufer ist die NoVA (Normverbrauchsabgabe). Bei Oldtimern, die älter als 30 Jahre sind und als historisches Fahrzeug eingestuft werden, entfällt die NoVA bei einem Import nach Österreich oft, sofern sie im Originalzustand sind.
R 32 (1923–1926): Extrem selten. Bei internationalen Auktionen 2024/2025 erzielen gute Exemplare oft über 120.000 Euro. In Österreich sind solche Maschinen fast ausschließlich in privaten Sammlungen oder Museen zu finden. Wer eine R 32 kaufen möchte, muss meist auf den internationalen Markt ausweichen.
R 51/3 und R 69 S (1951–1969): Die R 69 S ist der gefragteste Luftboxer. In Österreich liegen gut restaurierte Exemplare mit Dokumentation zwischen 16.000 und 22.000 Euro. Ein 1963er Modell der R 27 wurde kürzlich in Oberösterreich für rund 16.500 Euro angeboten, was das hohe Preisniveau für gepflegte Einzylinder unterstreicht. Achten Sie auf Originalität (Earles-Gabel, korrektes Getriebe) und Rostfreiheit am Rahmen.
R 90 S (1973–1976): Begehrtes Sammlerstück mit Hans-Muth-Design. Preise in Österreich bewegen sich je nach Zustand zwischen 12.000 und 26.000 Euro. Originallack (Silver Smoke Metallic oder Daytona Orange) ist selten und wertvoll. Prüfen Sie die Cockpitverkleidung auf Risse und den Motor auf Ölverlust an der Kurbelwellen-Hauptdichtung.
R 100 RS (1976–1984): Sport-Tourer-Klassiker mit Vollverkleidung. In Österreich werden gute Exemplare zwischen 7.000 und 12.000 Euro gehandelt. Achten Sie auf Unfallschäden unter der Verkleidung und den Zustand der Gummiteile. Die Teileversorgung über Spezialisten ist hervorragend.
K 100 (1983–1995): Einsteigerfreundlich ab etwa 1.500 Euro für Standardmodelle. In Österreich sind K 100 oft die Basis für hochwertige Umbauten, die dann Preise von 8.000 Euro und mehr erzielen. Häufige Probleme sind das Kraftstoffpumpen-Relais und die Kupplungsverzahnung bei Modellen vor 1989.
R 80 G/S (1980–1987): Die berühmte Adventure-Maschine. Preise in Österreich liegen stabil zwischen 8.000 und 16.000 Euro, wobei Paris-Dakar-Editionen deutlich teurer sein können. Prüfen Sie den Heckrahmen auf Risse und die Monolever-Schwinge auf Lagerspiel.
Allgemeine Kauftipps für Österreich:
- Pickerl (§ 57a Begutachtung): Achten Sie auf ein aktuelles Pickerl. Bei historischen Fahrzeugen ist das Intervall oft auf zwei Jahre verlängert, was die Betriebskosten senkt.
- Historische Zulassung: Prüfen Sie, ob das Motorrad bereits als historisches Fahrzeug in Österreich zugelassen ist. Dies bringt Vorteile bei der Versicherung, schränkt aber die Nutzung auf 120 Tage pro Jahr ein (Fahrtenbuchpflicht).
- Ölverlust: Die hintere Kurbelwellen-Hauptdichtung ist bei Airheads oft eine Schwachstelle ab 70.000 Kilometern.
- Servicehistorie: Dokumentierte Wartung durch österreichische Fachbetriebe erhöht den Wiederverkaufswert erheblich.
Fahrverhalten & Performance
Der BMW-Boxer fährt sich anders als Reihen- oder V-Motoren. Die quer herausstehenden Zylinder senken den Schwerpunkt, was besonders auf den kurvenreichen Straßen der Alpen für ein stabiles Handling sorgt. Das Resultat ist ein sanftes Drehmoment und ein charakteristischer Rhythmus. Beim Gasgeben in Schräglage hebt sich das Motorrad leicht auf (Kreiselmoment), was anfangs gewöhnungsbedürftig ist, aber den Boxer bei Langstreckenfahrern beliebt macht.
Die R 69 S mit Earles-Gabel fährt sich gutmütig: softes Ansprechen, lange Federwege und eine präzise Lenkung. 165 km/h Höchstgeschwindigkeit reichen für entspanntes Reisen durch das Burgenland oder entlang der Donau. Die Doppelscheibenbremse vorne (ab 1967) bietet eine für die Zeit gute Dosierbarkeit.
Die R 90 S ist deutlich sportlicher: 67 PS und 200 km/h Spitze. Die Cockpitverkleidung reduziert den Winddruck spürbar, was auf österreichischen Autobahnen von Vorteil ist. Der 898-cm³-Boxer zieht kräftig ab 3.000 U/min durch und bietet ein Fahrwerk, das auch heute noch Vertrauen einflößt.
Die R 100 RS ist der Langstrecken-Maßstab. Die Vollverkleidung eliminiert die Windlast fast vollständig, was lange Etappen von Wien nach Vorarlberg zum Vergnügen macht. Der Kardanantrieb bedeutet minimalen Wartungsaufwand – kein Kettenschmieren nach einer Regenfahrt über den Großglockner.
Die K 100 bietet eine völlig andere Charakteristik. Der längs eingebaute Vierzylinder dreht kultiviert hoch und liefert eine souveräne Beschleunigung. Trotz des Gewichts von 239 kg ist die K 100 dank des niedrigen Schwerpunkts erstaunlich agil. Die vollverkleideten RT-Versionen bieten maximalen Tourenkomfort für Reisen durch ganz Europa.
Die R 80 G/S verbindet zwei Welten. Mit 50 PS und 185 kg ist sie auf Schotterwegen und unbefestigten Straßen in ihrem Element. In den Alpen zeigt sie ihre Stärken durch die hohe Sitzposition und die langen Federwege. Sie ist der ideale Allrounder für Entdecker, die auch abseits asphaltierter Wege unterwegs sein wollen.
Design & Accessoires
BMW-Motorräder waren lange rein funktional gestaltet. Max Friz schuf 1923 die R 32 mit einem klaren, reduzierten Design, das die Technik in den Vordergrund stellte. Die freiliegenden Zylinder und das Kardanrohr wurden zu Markenzeichen, die bis heute in der Heritage-Linie zitiert werden.
Mit Hans Muth änderte sich die Philosophie in den 1970er Jahren. Die R 90 S (1973) erhielt die erste integrierte Cockpitverkleidung, die nicht nur aerodynamisch sinnvoll war, sondern auch optisch neue Wege ging. Die Rauchglas-Scheibe und die markanten Lackierungen wie Daytona Orange machten BMW plötzlich modern und begehrenswert. Muth entwarf auch die R 100 RS, deren Vollverkleidung im Windkanal perfektioniert wurde.
Die K-Baureihe brach optisch mit der Boxer-Tradition. Die kompakte Silhouette des "Flying Brick" und die modernen Verkleidungen wirkten in den 1980er Jahren futuristisch. Die K1 (1988) setzte dem Ganzen die Krone auf: Eine avantgardistische Vollverkleidung, die heute als Design-Statement der 80er Jahre gilt.
Das BMW-Logo ziert seit der R 32 jedes Motorrad. Es symbolisiert die bayrische Herkunft und ist ein Zeichen für Qualität und Langlebigkeit, das auch in Österreich einen hohen Stellenwert genießt.
Zubehör: BMW war Vorreiter bei integrierten Koffersystemen. Die klassischen Krauser-Koffer oder die späteren BMW-Systemkoffer sind bei Tourenfahrern unverzichtbar. Originales Zubehör wie Windschilde, Sturzbügel oder beheizbare Griffe (ein Segen bei herbstlichen Fahrten in den Alpen) sind auf dem Gebrauchtmarkt gesucht und steigern den Wert einer Maschine.
Sonstiges
Rennsport-Kultur: BMW dominierte Ende der 1970er Jahre die Enduro-Szene. Die Siege bei der ISDT führten direkt zur Entwicklung der G/S-Modelle. In Österreich hat der Endurosport eine lange Tradition, und viele BMW-Fahrer nutzen ihre Maschinen für klassische Geländefahrten. Die Erfolge bei der Rallye Paris-Dakar durch Hubert Auriol und Gaston Rahier festigten den Ruf der Unzerstörbarkeit.
Österreichischer Markt: BMW hat in Österreich eine treue Fangemeinde. Viele Maschinen wurden über Jahrzehnte gepflegt und sind heute erstklassige Oldtimer. Bei Importen aus Deutschland oder anderen EU-Ländern ist zu beachten, dass die österreichischen Behörden bei der Einstufung als historisches Fahrzeug sehr genau auf den Originalzustand achten. Ein Umbau zum Café Racer kann die historische Zulassung gefährden.
Popkultur: BMW-Motorräder sind in vielen Filmen präsent, was ihren Status als Charaktermaschinen unterstreicht. In Österreich sind sie oft Teil von Oldtimer-Treffen und Ausfahrten, wo sie für ihre technische Ästhetik bewundert werden.
Fazit
BMW Motorrad steht für über 100 Jahre Ingenieurskunst und Zuverlässigkeit. Von der wegweisenden R 32 über die designprägenden Modelle von Hans Muth bis hin zur G/S-Revolution bietet BMW für jeden Klassiker-Liebhaber das passende Modell. Der Boxermotor mit Kardanantrieb bleibt das Herzstück der Marke – langlebig, charaktervoll und ideal für die anspruchsvollen Straßen Österreichs.
Sammler finden in der R 69 S einen begehrten Luftboxer (16.000–22.000 Euro), während die R 90 S und R 100 RS das Design-Erbe der 70er Jahre repräsentieren (7.000–26.000 Euro). Die K 100 bietet einen günstigen Einstieg in die Welt der BMW-Klassiker, und die R 80 G/S bleibt die unangefochtene Wahl für Abenteurer.
Achten Sie beim Kauf auf Originalität, eine lückenlose Dokumentation und die Besonderheiten der österreichischen Zulassung als historisches Fahrzeug. Die exzellente Teileversorgung und die schrauberfreundliche Technik machen BMW-Motorräder zu nachhaltigen Investitionen. Wer die Faszination Boxer einmal erlebt hat – den Rhythmus des Motors und die Souveränität auf langen Strecken – wird die Marke BMW Motorrad immer schätzen. Finden Sie jetzt Ihr BMW-Motorrad auf Classic Trader.
Wartung & Pflege
Die Langlebigkeit eines BMW-Motorrads hängt maßgeblich von der regelmäßigen Wartung ab. Besonders bei den luftgekühlten Boxern (Airheads) ist das Ventilspiel alle 5.000 bis 7.500 Kilometer zu kontrollieren. Ein korrekt eingestelltes Ventilspiel sorgt nicht nur für optimale Leistung, sondern verhindert auch thermische Probleme an den Zylinderköpfen. In Österreich gibt es zahlreiche spezialisierte Werkstätten, die sich auf die Instandhaltung klassischer BMWs konzentrieren und oft über Jahrzehnte gewachsenes Know-how verfügen.
Ein weiterer kritischer Punkt ist der Ölwechsel. Nicht nur der Motor, sondern auch das Getriebe und der Endantrieb des Kardans benötigen frisches Schmiermittel. Da viele Oldtimer in Österreich über den Winter in Garagen stehen, empfiehlt sich ein Ölwechsel vor der Einwinterung, um korrosive Verbrennungsrückstände zu entfernen. Prüfen Sie dabei auch die Bremsflüssigkeit, die spätestens alle zwei Jahre gewechselt werden sollte, um die volle Bremsleistung auf Passabfahrten zu gewährleisten.
Für Besitzer einer K-Serie ist die Pflege der Kupplungsverzahnung (Splines) essenziell. Ein regelmäßiges Schmieren mit speziellem Hochtemperaturfett verhindert teure Folgeschäden am Antriebsstrang. Auch die Elektrik verdient Aufmerksamkeit: Korrodierte Steckverbindungen oder altersschwache Kabelbäume können zu unvorhersehbaren Ausfällen führen. Eine gründliche Reinigung und der Einsatz von Kontaktspray wirken hier oft Wunder.
Die BMW-Community in Österreich
Wer ein klassisches BMW-Motorrad in Österreich fährt, ist selten allein. Die Community ist groß und gut vernetzt. Zahlreiche Clubs und Stammtische bieten die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch und zu gemeinsamen Ausfahrten. Ob beim traditionellen BMW-Treffen in den Bergen oder bei regionalen Oldtimer-Messen – der Zusammenhalt unter den Fahrern ist spürbar.
Diese Netzwerke sind auch bei der Ersatzteilsuche oder bei technischen Problemen Gold wert. Oft findet sich in der Nachbarschaft ein erfahrener Schrauber, der mit Rat und Tat zur Seite steht. Auch Online-Foren und soziale Medien spielen eine wichtige Rolle, um seltene Teile zu finden oder Tipps für die nächste große Tour durch die Alpen zu erhalten. Die Leidenschaft für die bayrischen Maschinen verbindet Menschen über alle Bundesländer hinweg.
Wertentwicklung & Investment
Klassische BMW-Motorräder haben sich in den letzten Jahren als wertstabil erwiesen. Besonders seltene Modelle oder Maschinen im perfekten Originalzustand verzeichnen eine kontinuierliche Wertsteigerung. In Österreich ist die Nachfrage nach gut erhaltenen Boxern ungebrochen, was die Preise auf einem hohen Niveau hält.
Während eine R 32 bereits in preisliche Regionen vorgestoßen ist, die sie eher als Investmentobjekt denn als Fahrmaschine qualifizieren, bieten Modelle wie die R 90 S oder die frühen G/S-Modelle noch ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Fahrspaß und Wertpotenzial. Auch die K-Serie beginnt langsam, das Interesse von Sammlern zu wecken, was sich in steigenden Preisen für unverbastelte Exemplare widerspiegelt. Wer heute in ein gepflegtes BMW-Motorrad investiert, kauft nicht nur ein Stück Technikgeschichte, sondern oft auch eine wertbeständige Anlage.
Restaurierung & Originalität
Die Restaurierung eines BMW-Oldtimers erfordert Geduld und Fachwissen. In Österreich legen Sammler und Behörden großen Wert auf Originalität. Eine fachgerechte Lackierung in den Originalfarben und die Verwendung von zeitgenössischen Ersatzteilen sind entscheidend für den Erhalt des historischen Werts. Viele Teile sind über BMW Classic oder spezialisierte Händler noch neu verfügbar, was die Arbeit erheblich erleichtert.
Bei der Motorüberholung sollte man auf erfahrene Fachbetriebe setzen, die über die nötigen Spezialwerkzeuge verfügen. Eine komplette Revision kann zwar kostspielig sein, sichert aber die Zuverlässigkeit für die nächsten Jahrzehnte. Achten Sie darauf, alle Arbeitsschritte zu dokumentieren – eine lückenlose Restaurierungshistorie ist beim späteren Verkauf ein schlagkräftiges Argument.
Fazit für Käufer
Der Kauf eines klassischen BMW-Motorrads in Österreich ist eine Entscheidung für Qualität und Charakter. Die Maschinen bieten ein einzigartiges Fahrerlebnis, das moderne Motorräder oft vermissen lassen. Mit der richtigen Pflege und Wartung sind sie treue Begleiter für viele Jahre. Nutzen Sie die Marktübersicht auf Classic Trader, um das passende Modell zu finden, und achten Sie auf die beschriebenen Details, um lange Freude an Ihrem bayrischen Klassiker zu haben.









