Packard 160 Oldtimer kaufen
Der Packard 160 steht für amerikanische Luxusautomobile der Vorkriegsära und ist ein faszinierendes Beispiel für technische Innovation und Designqualität der späten 1930er und frühen 1940er Jahre. Für Liebhaber klassischer Fahrzeuge bietet der 160 sowohl im technischen Aufbau als auch beim Fahrkomfort Besonderheiten, die ihn von anderen Oldtimern aus der Ära abheben.
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1942 | Packard 160
Packard One-Sixty Cabriolet | 1942 | Route 66 Auctions - For sale by auction. Estimate 26500 EUR
Packard 160 Oldtimer: Preise & Marktwerte
Geschichte des Packard 160
Der Packard 160 wurde ab 1940 als Teil der Super Eight-Baureihe im US-amerikanischen Markt eingeführt. Er entstand aus dem Wunsch, anspruchsvolle Kunden mit einem hochklassigen Fahrzeug oberhalb der Mittelklasse anzusprechen. Während der Produktion bis 1942 setzte Packard beim 160 modernste Technik, insbesondere im Fahrwerk und bei den Motoren, ein. In der Geschichte der Marke markiert der 160 die letzte Phase der klassischen Achtzylinder-Luxusmodelle vor dem Kriegseintritt der USA. Das Ende des Modells kam mit der Umstellung auf Kriegsproduktion 1942. Die Wurzeln reichen zum legendären Packard Eight und die Nachfolge tritt die postwar Series an.
Modellgeschichte
Als Nachfolger des Packard Super Eight Series 120 brachte die 160er-Reihe zusätzliche Motorleistung, verbesserte Innenausstattung und feinere Karosseriedetails. Der 160 wurde meist als viertürige Limousine oder als Cabriolet angeboten. Für viele Puristen gilt der 160 als letzter echter Vertreter der großen, luxuriösen Vorkriegs-Packards. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren die Nachfolgemodelle technisch moderner, jedoch optisch weniger traditionsbewusst.
Besonderheiten des Packard 160
Im 160 kamen hochwertige Materialien zum Einsatz, das Fahrwerk zeigte für die Zeit einen hohen technischen Reifegrad mit Einzelradaufhängung vorne und hydraulischen Trommelbremsen rundum. Viele Fahrzeuge wurden individuell karossiert und mit Extras wie Radio, Zweifarblackierung oder Klimaanlage ausgestattet. Der Anteil von Packard 160 am Gesamtangebot der Marke ist in unseren Daten marginal: Laut interna liegt der Angebotsschnitt unter 1 %, was die Seltenheit des Modells unterstreicht.
Technische Daten
Sondermodelle und Sammlervarianten
Der Packard 160 war als Basis für zahlreiche Sonderkarosserien gefragt. Insbesondere die Cabriolets und Limousinen mit verlängertem Radstand, gefertigt von Karosserieschmieden wie LeBaron oder Henney, gelten heute als besonders gesucht. Auch kriegsbedingte Einzelstücke (z. B. Ambulanz- oder Polizeifahrzeuge) sind dokumentiert und als Sondermodelle zu betrachten.
Schwachstellen und bekannte Problemzonen
Typische Schwachstellen des Packard 160 betreffen vor allem Verschleiß an der Elektrik (z. B. Lichtmaschine und Anlasser), das Kühlsystem sowie Rost an Kotflügel und Unterboden. Ersatzteile für Motor und Fahrwerk sind aufgrund der Seltenheit des Modells oft schwer zu beschaffen. Eine genaue Überprüfung des Rahmens auf Korrosion ist ratsam, da durch jahrzehntelange Nutzung Substanzverluste auftreten können.
Motorisierung, Getriebe und Fahrverhalten
Der 3,8-Liter-Reihenachtzylinder beeindruckt durch Laufruhe und angemessenes Drehmoment, das schon bei niedrigen Drehzahlen anliegt. Mit seinem abgestimmten Fahrwerk bietet der Packard 160 für seine Zeit einen überdurchschnittlichen Komfort und eine stabile Straßenlage, vor allem auf Langstrecken. Das Schaltgetriebe verlangt jedoch Erfahrung im Umgang mit unsynchronisierten Gängen. Besonders geschätzt werden die 160 Touring-Sedan-Modelle für Alltagstauglichkeit und Komfort. Cabriolets bieten zusätzlich den besonderen Reiz offener Fahrfreude mit klassischem Ambiente.
Innenraum und Design: Materialien, Komfort und Besonderheiten
Der Innenraum ist geprägt von edlen Holzapplikationen, Ledersitzen und fein gearbeiteten Metallinstrumenten. Exterieur-Highlights sind die langen, eleganten Karosserien mit markantem Kühlergrill und charakteristischen Kotflügeln. Sonderausstattungen wie Radios, Klimageräte und zusätzliche Stoßstangen waren für den amerikanischen Markt typisch und finden sich bei erhaltenen Exemplaren oft als exklusive Ergänzungen.
Weitere Besonderheiten
Interessant sind zahlreiche nachgerüstete Details an vielen erhaltenen Packard 160-Modellen. Viele Fahrzeuge erhielten zeitgenössische Navigationssysteme oder zusätzliche Instrumente nach Erstzulassung, besonders für den Einsatz in Behörden oder als Limousinen für besondere Anlässe.
Zusammenfassung
Der Packard 160 gilt als Roman zwischen Automobilität und amerikanischer Ingenieurskunst. Seine Seltenheit, technische Qualität und die eleganten Ausstattungsdetails machen ihn zu einem außergewöhnlichen Vertreter der Vorkriegs-Luxusklasse. Für Sammler und Enthusiasten bietet der Packard 160 einen spannenden Einblick in den Luxusautomobilbau der späten 1930er und frühen 1940er Jahre.
