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Classic Auktion

1937 | Alvis Speed 25

1937 Alvis Speed 25 SB, Matching Numbers, dokumentierte Historie und Re-Karosserierung nach Vanden Plas Design No. 1460
Status:
Noch unter Mindestpreis
Schätzwert:
€ 115.000 - € 125.000
Endet um:
13.09.2026, 17:42:00 MESZ
Verbleibende Zeit: 14:19:43
Dieses Fahrzeug wird im Rahmen der Auktion von Vienna Calling versteigert. Das Fahrzeug kann während der Besichtigung am 12. und 13. September in Orth an der Donau im Großraum Wien besichtigt werden. Wir empfehlen für die Besichtigung eine Registrierung auf der Gästeliste.

Beschreibung

Highlights

Dieser Alvis Speed 25 SB von 1937 besitzt eine bemerkenswert weit zurückreichende Historie, die laut vorliegender Aufzeichnung mit seiner Verwendung als Werks-Demonstrationswagen beginnt. Seine Erstzulassung wird mit dem 23. Dezember 1937 angegeben; bereits im Februar 1938 führte sein Weg über Charles Follett zu W. G. MacGregor in London. Nach einem späteren Wiederaufbau erhielt der Wagen eine neue Karosserie nach Vanden Plas Design No. 1460. Hinzu kommen Teilnahmen an der Mille Miglia und der Ennstal-Classic – eine Historie, die diesen Speed 25 weit über seine technischen Daten hinaus interessant macht.

Allgemeines zum Alvis Speed 25

Der Speed 25 gehört zu den großen Sechszylindermodellen von Alvis aus der zweiten Hälfte der 1930er-Jahre. Für die Baureihe ist im Fahrzeugdatensatz eine Produktionszeit von 1936 bis 1940 hinterlegt. Die zum Inserat vorliegenden Angaben nennen für den Speed 25 insgesamt 391 Fahrgestelle der Varianten SB und SC.

Der 3.571 cm³ große Reihensechszylinder wird im aktuellen Fahrzeugdatensatz mit 115 PS beziehungsweise 85 kW geführt. Die vorliegende Modellbeschreibung nennt außerdem drei SU-Vergaser und eine siebenfach gelagerte Kurbelwelle. Die Kraftübertragung erfolgt bei diesem rechtsgelenkten Fahrzeug über ein manuelles Getriebe.

Bei einem Automobil wie diesem ist jedoch die individuelle Geschichte mindestens ebenso bedeutend wie die Konstruktion. Der heutige Tourer-Aufbau ist ausdrücklich Teil dieser Geschichte und keine unangetastete Werkskarosserie: Der Wagen wurde nach seiner Wiederentdeckung in den 1970er-Jahren wiederaufgebaut und nach einem historischen Vanden-Plas-Entwurf neu karossiert.

Dieses Fahrzeug

Exterieur

Heute präsentiert sich Chassis 14466 als offener Tourer in Weiß mit schwarzem Interieur. Die vorhandenen Fotografien zeigen einen klassischen offenen Aufbau mit langgestreckter Motorhaube, freistehenden Kotflügeln und einem nach hinten abfallenden Heck. Der aktuelle Aufbau folgt laut Historienaufzeichnung Vanden Plas Design No. 1460 für das Speed-25-Chassis und wurde als zweitüriger, viersitziger Tourer mit im Heck untergebrachtem Reserverad ausgeführt.

Interieur

Das Interieur ist im Datensatz als schwarzes Leder ausgewiesen. Der offene Viersitzer verbindet damit seine helle Außenfarbe mit einem bewusst kontrastierenden Innenraum. Die Fotografien zeigen zudem eine umfangreiche Instrumentierung – ein Detail, das interessanterweise bereits in der historischen Aufzeichnung zum Erwerb des Wagens im Jahr 1972 ausdrücklich erwähnt wird.

Technik

Der Alvis wird von einem 3.571 cm³ großen Reihensechszylinder angetrieben. Im aktuellen Datensatz sind 115 PS beziehungsweise 85 kW angegeben. Die Beschreibung zum Fahrzeug nennt darüber hinaus drei SU-Vergaser. Der Wagen ist rechtsgelenkt und besitzt ein manuelles Getriebe.

Der aktuelle Datensatz führt eine Laufleistung von 19.000 Kilometern. Aufgrund des Alters des Fahrzeugs und seiner umfangreichen Historie ist diese Angabe nicht als belegte Gesamtlaufleistung seit 1937 zu interpretieren.

Historie

Hier beginnt der eigentlich faszinierende Teil dieses Alvis. Laut der vorliegenden historischen Aufzeichnung begann CKV 868 sein Leben als Werks-Demonstrationswagen. Die Aufzeichnung bringt damit auch einzelne spätere Modifikationen am Fahrzeug in Verbindung. Die Erstzulassung erfolgte demnach am 23. Dezember 1937.

Am 4. Februar 1938 wurde der Alvis an Charles Follett weitergegeben, der ihn an W. G. MacGregor, 72 Onslow Gardens, London SW7, verkaufte. Für den Zeitraum von Februar 1938 bis August 1961 bezeichnet die historische Aufzeichnung selbst die Überlieferung als lückenhaft – ein wichtiger Hinweis, der bewusst nicht geglättet werden soll.

Ab August 1961 wird die Geschichte wieder greifbarer. Ein erhaltener Tax Disc wird in der Aufzeichnung mit Messrs. Boyle, Vater und Sohn, in Verbindung gebracht, die beim großen Jaguar-Händler in Glasgow beschäftigt gewesen sein sollen. Anschließend gelangte der Wagen zu David Templeton in Kilwinning, Ayrshire. Er soll den Alvis neun Jahre besessen, jedoch nicht benutzt haben. Danach folgte Stan Pollard aus Great Harwood bei Preston, der als lokaler Alvis-Enthusiast und Händler beschrieben wird.

Ein entscheidender Wendepunkt folgte am 4. August 1972. An diesem Tag kaufte Brian A. D’Arcy-Drake aus Alveston bei Bristol den Alvis laut Historienaufzeichnung als vollständiges Wrack. Bemerkenswert ist die damalige Beschreibung: Trotz des Zustands wurde der Wagen ausdrücklich als „matching numbers“ bezeichnet und seine drei Vergaser sowie die umfangreiche Instrumentierung hervorgehoben. Diese historische Aussage ist von einer heutigen technischen Matching-Numbers-Verifizierung zu unterscheiden.

In der Folge wurde der Wagen wiederaufgebaut und re-karossiert. Als Vorlage diente laut Dokumentation Vanden Plas Design No. 1460 für das Speed-25-Chassis. Der neue Aufbau entstand als zweitüriger, viersitziger Tourer mit einem in das abfallende Heck integrierten Reserverad. Gerade diese dokumentierte Re-Karosserierung ist heute ein wesentlicher Bestandteil seiner Identität.

1995 ging CKV 868 an Brians Sohn Angus James D’Arcy-Drake über. Dieser verkaufte den Wagen 2005 an einen deutschen Autohändler. Im Juli 2006 erwarb Rudolf W. Hug aus Zürich den Alvis und brachte ihn in der Schweiz unter dem Kennzeichen TI 33 791 wieder auf die Straße.

Im August 2008 wechselte der Speed 25 schließlich nach Österreich. Ein Sammler aus Wien erwarb den Wagen und ließ ihn laut Historienaufzeichnung unter dem passenden Kennzeichen W ALVIS 1 zu.

Mille Miglia und Ennstal-Classic

Dass dieser Alvis nicht lediglich gesammelt, sondern auch entsprechend eingesetzt wurde, zeigt seine Veranstaltungshistorie. Nach den bestätigten Angaben zum Fahrzeug nahm der Speed 25 bereits an der Mille Miglia teil. Ebenso war er bei der Ennstal-Classic am Start. Auch im Bildbestand des Inserats befinden sich historische Veranstaltungsaufnahmen, die diese Phase seiner jüngeren Geschichte dokumentieren.

Nach Angaben des Einlieferers ergibt sich aus der früheren Mille-Miglia-Teilnahme auch eine entsprechende Startberechtigung. Für eine künftige Teilnahme sind selbstverständlich die jeweils aktuellen Zulassungs- und Teilnahmebedingungen des Veranstalters maßgeblich.

Dokumentation

Zum Fahrzeug liegt eine schriftliche Historienaufzeichnung vor, aus der sich wesentliche Stationen seiner Geschichte von 1937 bis zur Übersiedlung nach Österreich nachvollziehen lassen. Darüber hinaus ist im aktuellen Fahrzeugdatensatz ein FIVA-Status hinterlegt. Die historische Matching-Numbers-Angabe ist für 1972 ausdrücklich dokumentiert; der aktuelle strukturierte Datensatz enthält hierzu allerdings eine widersprüchliche Angabe. Eine heutige Matching-Numbers-Bestätigung sollte daher separat anhand der Fahrzeugunterlagen beziehungsweise Nummern erfolgen.

Zusammenfassung

Dieser Alvis Speed 25 ist kein Vorkriegsautomobil mit einer bequem geglätteten Geschichte – und gerade das macht ihn interessant. Seine Überlieferung reicht vom mutmaßlichen Einsatz als Werks-Demonstrationswagen 1937 über britische Besitzer, Jahre des Stillstands und die Wiederentdeckung als Wrack 1972 bis zum Wiederaufbau mit einer Karosserie nach Vanden Plas Design No. 1460.

Später führte sein Weg über Deutschland und die Schweiz nach Österreich. Die Teilnahmen an Mille Miglia und Ennstal-Classic ergänzen diese Provenienz um eine aktive Veranstaltungsgeschichte. Statt eine Re-Karosserierung zu verschweigen, erzählt dieser Speed 25 offen von seinen verschiedenen Lebensphasen – und besitzt gerade dadurch eine außergewöhnlich vielschichtige Biografie.

Persönlicher Eindruck

Bei einem fast neunzig Jahre alten Auto interessiert mich nicht nur, wie makellos seine Vergangenheit klingt, sondern wie viel davon tatsächlich erzählt werden kann. Dieser Alvis hat einiges zu erzählen: Werks-Demonstrationswagen, London, Schottland, 1972 als Wrack wiederentdeckt, Wiederaufbau nach einem Vanden-Plas-Entwurf, später Schweiz und Wien – und dann Mille Miglia und Ennstal-Classic. Das ist keine sterile Provenienz. Es ist ein Automobilleben mit Brüchen, Wiedergeburt und Kilometern, die offenbar aus gutem Grund gefahren wurden.

Zustand & Zulassung

Zugelassen
Fahrbereit
FIVA

Fahrzeuggutachten

Nicht vorhanden
Inspection Report
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Technische Details

Fahrzeugdaten

Marke
Alvis
Modellreihe
Speed
Modell
Speed 25
Erstzulassung
Nicht angegeben
Baujahr
1937
Tachostand (abgelesen)
19 000 km
Fahrgestellnummer
14466
Motornummer
Nicht angegeben
Getriebenummer
Nicht angegeben
Matching numbers
Ja
Anzahl Besitzer
Nicht angegeben

Technische Details

Karosserieform
Cabriolet (Tourer)
Leistung (kW/PS)
85/115
Hubraum (cm³)
3571
Zylinder
6
Anzahl Türen
2
Lenkung
Rechts
Getriebe
Manuell
Gänge
Nicht angegeben
Antrieb
Heck
Bremse Front
Nicht angegeben
Bremse Heck
Nicht angegeben
Kraftstoff
Benzin

Fahrzeugkonfiguration

Außenfarbe
Weiß
Innenfarbe
Schwarz
Innenmaterial
Leder
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Gebote & Kommentare

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  • 10.09.2026, 13:51:59 MESZ
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    CH flagNutzer 151226
    € 60.000
  • 10.09.2026, 13:50:28 MESZ
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  • 10.09.2026, 13:50:01 MESZ
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  • 10.09.2026, 13:49:22 MESZ
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  • 08.09.2026, 19:50:06 MESZ
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  • 03.09.2026, 17:18:48 MESZ
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    CH flagNutzer 123421
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