1966 | Ford Cortina GT
- Status:
- Voorvertoning
- Schatting:
- € 10.000 - € 15.000
- Eindigt op:
- 13-09-2026, 19:45:00 CEST
Dieser Ford Cortina GT Mk I von 1966 präsentiert sich nicht als serienmäßiger Klassiker, sondern als konsequent auf historischen Rallye-Charakter ausgerichtetes Fahrzeug. Sichtbar sind unter anderem Überrollkäfig und Zusatzscheinwerfer; hinzu kommen laut Einbringer Weber-Doppelvergaser und Burton-Upgrades am Motor sowie ein achtfacher Radsatz. Der 1,5-Liter-Vierzylinder ist mit einem manuellen Vierganggetriebe und Hinterradantrieb kombiniert. Zur Entstehung des Umbaus und einer möglichen Motorsporthistorie liegen allerdings keine Belege vor; nach längerer Standzeit wurde der Cortina zudem nicht aktuell gestartet.
Der Ford Cortina Mk I gehört zu jener Generation kompakter Limousinen, bei denen überschaubare Abmessungen, geringes Gewicht und konventionelle Technik eine ausgesprochen direkte Grundlage bilden. Beim GT kam eine sportlichere Ausrichtung hinzu. Für das zugrunde liegende Cortina-GT-Modell nennt der Datensatz einen 1.500 cm³ großen Reihenvierzylinder, manuelles Vierganggetriebe, Hinterradantrieb sowie ein Fahrzeuggewicht von rund 870 Kilogramm.
Diese einfache technische Architektur erklärt auch, weshalb Fahrzeuge dieser Art häufig für sportliche Einsätze umgebaut wurden. Beim angebotenen Cortina ist heute ein deutlich auf Rallye-Einsatz ausgerichteter Aufbau vorhanden. Ob und in welchem Umfang dieses konkrete Fahrzeug tatsächlich im historischen Wettbewerb eingesetzt wurde, ist jedoch nicht dokumentiert. Entsprechend wird es hier bewusst als Cortina GT mit Rallye-Umbau und nicht als historisch belegtes Wettbewerbsfahrzeug beschrieben.
Die zweitürige Karosserie präsentiert sich in Rot. Schon auf den ersten Blick unterscheidet sich dieser Cortina von einem serienmäßigen GT. Die sichtbaren Zusatzscheinwerfer verleihen der Front jene funktionale Optik, die eng mit klassischen Rallyefahrzeugen verbunden ist. Der Gesamteindruck ist entsprechend weniger der eines zurückhaltenden Straßenklassikers als der eines für sportliche Zwecke modifizierten Mk I.
Zum Fahrzeug gehört laut Einbringer eine achtfache Bereifung. Die Fotografien dokumentieren den heutigen optischen Zustand und die vorhandenen Umbauten. Ob Rot der ursprünglichen Werksfarbe entspricht und wann die Karosserie beziehungsweise der Rallye-Aufbau entstanden sind, ist mangels entsprechender Dokumentation nicht verifiziert. Auch zur Unfallfreiheit oder zu früheren Karosseriearbeiten liegen keine belastbaren Angaben vor.
Auch im Innenraum wird die Ausrichtung des Fahrzeugs unmittelbar sichtbar. Wesentliches Merkmal ist der verbaute Überrollkäfig, der den Charakter des Cortina klar vom serienmäßigen Straßenfahrzeug entfernt. Der Datensatz nennt Rot als Innenraumfarbe und Stoff als Material.
Gerade bei einem derart modifizierten Klassiker ist die Trennung zwischen sichtbarem Ist-Zustand und historischer Provenienz wichtig. Die heute vorhandenen Rallye-Komponenten können beschrieben werden; wann sie montiert wurden, wer den Umbau ausführte und ob die Konfiguration einer bestimmten historischen Wettbewerbsperiode entspricht, ist dagegen nicht dokumentiert.
Als technische Basis nennt der Fahrzeugdatensatz einen 1.500 cm³ großen Reihenvierzylinder sowie ein manuelles Vierganggetriebe und Hinterradantrieb. Für das Cortina-GT-Modell sind 76 PS beziehungsweise 56 kW hinterlegt. Diese Serienangabe darf jedoch nicht mit der aktuellen Leistung des modifizierten Motors gleichgesetzt werden.
Der Einbringer nennt Burton-Motor-Upgrades und Weber-Doppelvergaser. Die Vergaseranlage ist am Fahrzeug als Bestandteil des heutigen Umbaus erkennbar; zu Art und Umfang der Burton-Modifikationen liegen dagegen keine Rechnungen oder weiterführenden technischen Unterlagen vor. Eine daraus resultierende Motorleistung ist nicht dokumentiert und wird deshalb nicht geschätzt.
Auch FIN und Motornummer sind im vorliegenden Datensatz nicht hinterlegt. Eine Aussage zu Matching Numbers ist daher nicht möglich. Gleiches gilt für eine mögliche FIA- oder FIVA-Konformität; entsprechende Nachweise liegen nicht vor.
Technisch ist vor einer erneuten Nutzung eine eingehende Überprüfung erforderlich. Der Cortina wurde laut Einbringer seit längerer Zeit nicht gestartet. Eine aktuelle Probefahrt oder erfolgreiche Wiederinbetriebnahme ist nicht dokumentiert. Das Fahrzeug ist derzeit nicht zugelassen und als nicht fahrbereit geführt.
Zur individuellen Besitzgeschichte dieses Cortina liegen derzeit keine detaillierten Angaben vor. Ebenso fehlt eine Dokumentation darüber, wann der Rallye-Umbau entstand und ob der Wagen in dieser oder einer früheren Konfiguration tatsächlich an Wettbewerben teilgenommen hat.
Der Datensatz weist einen Tachostand von 155.693 Kilometern aus. Da keine entsprechenden Unterlagen zur Laufleistung vorliegen, wird dieser Wert lediglich als angezeigter beziehungsweise hinterlegter Kilometerstand wiedergegeben und nicht als originale Gesamtlaufleistung bezeichnet.
Zu Wartung, früheren Motorarbeiten und dem Zeitpunkt des Umbaus liegen keine geprüften Rechnungen oder weiterführenden Belege vor. Die Burton-Upgrades werden daher als Angabe des Einbringers wiedergegeben. Auch eine historische Motorsportdokumentation ist nicht vorhanden.
Matching Numbers und Matching Colors sind nicht verifiziert. Ebenso liegt kein separates Zustands-, Wert- oder Motorsportgutachten vor. Nach der längeren Standzeit empfiehlt sich vor jedem Startversuch beziehungsweise einer Wiederinbetriebnahme eine umfassende Prüfung der mechanischen und sicherheitsrelevanten Komponenten.
Dieser Cortina GT ist kein Fahrzeug, dessen Reiz aus lückenloser Provenienz oder unangetasteter Originalität entsteht. Sein Charakter liegt vielmehr im sichtbar ausgeführten Rallye-Umbau: Überrollkäfig, Zusatzscheinwerfer, Weber-Doppelvergaser und die vom Einbringer genannten Burton-Modifikationen machen aus der kompakten zweitürigen Limousine ein ausgesprochen sportlich auftretendes Fahrzeug.
Gleichzeitig bleibt Raum für weitere Recherche. Eine tatsächliche historische Wettbewerbsteilnahme ist ebenso wenig belegt wie Entstehungszeit und Urheber des Umbaus. Nach längerer Standzeit verlangt der Wagen zudem nach einer sorgfältigen technischen Wiederinbetriebnahme. Für Interessenten liegt der Reiz deshalb vor allem in der leichten, mechanisch überschaubaren Cortina-GT-Basis und dem bereits vorhandenen Rallye-Aufbau – nicht in einer behaupteten, aber undokumentierten Rennhistorie.
Ein früher Cortina braucht nicht viel, um nach Motorsport auszusehen: zwei Türen, wenig Gewicht und Hinterradantrieb sind schon eine ziemlich überzeugende Ausgangslage. Überrollkäfig, Zusatzscheinwerfer und Weber-Doppelvergaser erledigen hier den Rest. Was mir gefällt, ist gerade die notwendige Ehrlichkeit dieses Autos: Wir wissen nicht, ob es einst um Sekunden und Pokale ging. Wir sehen aber sehr wohl, dass jemand einen Cortina GT mit klarer sportlicher Absicht aufgebaut hat. Jetzt braucht er zunächst Technik statt Heldengeschichten.

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