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Honda Motorrad kaufen
Vom ersten motorisierten Fahrrad in Hamamatsu zum globalen Marktführer hat Honda die Motorradwelt nachhaltig geprägt. Ob bahnbrechende Vierzylinder-Technik der CB-Serie oder die unverwüstlichen Reiseenduros der Africa-Twin-Reihe, Honda steht für technische Perfektion und japanische Ingenieurskunst auf höchstem Niveau.
Suchergebnisse

1976 | Honda Z 50 J Monkey
beliebter Klassiker der 70er-Jahre im Mini-Format

1974 | Honda Z 50 M Monkey
frühes Modell mit hohem Kult- und Sammlerwert

1989 | Honda CN 250 Helix
Villach Collection – Oldtimer / Sammlerfahrzeug aus Museumsbestand

1978 | Honda CX 500
Villach Collection – Oldtimer / Sammlerfahrzeug aus Museumsbestand

1985 | Honda Camino
Villach Collection – Oldtimer / Sammlerfahrzeug aus Museumsbestand


1992 | Honda GL 1500 Gold Wing
Honda GL 1500 Gold Wing

1971 | Honda CB 750 Four
Honda CB 750 FOUR

1981 | Honda CBX 1000
1981 Honda CBX '81



1973 | Honda CB 350
PRISTINE !!!

1980 | Honda CB 750 K
AFRICA TWIN !!!

1980 | Honda CR 250R Elsinore
250R ELSINORE !!!

1999 | Honda XRV 750 Africa Twin
Honda AFRICA TWIN XRV 750
Hondas Aufstieg in Österreich ist eng mit dem Namen Josef Faber verbunden, der als Importeur die japanischen Maschinen in den 1960er Jahren auf dem heimischen Markt etablierte. Was mit einfachen, aber zuverlässigen Alltagsmaschinen begann, entwickelte sich rasch zu einer Leidenschaft für technologisch überlegene Hochleistungs-Motorräder. Heute sind klassische Honda-Modelle in der österreichischen Oldtimer-Szene fest verankert, geschätzt für ihre Langlebigkeit und die im Vergleich zu europäischen Exoten oft unkomplizierte Ersatzteilversorgung.
Geschichte & Erbe
Die Geschichte von Honda ist die Geschichte eines Mannes, der Träume in Metall goss. Soichiro Honda gründete 1948 die Honda Motor Co., Ltd. und begann in einer Zeit des Wiederaufbaus, die Mobilität neu zu definieren. Während die ersten Modelle wie die Dream Type D noch bescheiden auftraten, zeigte sich bereits früh der Wille zur Perfektion. In Österreich gewannen die Maschinen besonders durch ihre Zuverlässigkeit an Boden, ein Argument, das in den alpinen Regionen mit ihren anspruchsvollen Passstraßen schwer wog.
Ein entscheidender Wendepunkt war der Einstieg in den internationalen Rennsport. Honda nutzte die Isle of Man TT als Testgelände. Der Erfolg kam schnell und mit ihm das Prestige. In den 1960er Jahren dominierte Honda die kleinen Klassen mit technologischen Wunderwerken – Vierzylinder mit 125 ccm und Sechszylinder mit 250 ccm, die Drehzahlen jenseits der 20.000 U/min erreichten. Diese Rennsport-DNA floss direkt in die Serienproduktion ein.
1969 präsentierte Honda die CB 750 Four. Es war das erste Mal, dass ein Vierzylinder-Reihenmotor für die breite Masse erschwinglich wurde. Mit Scheibenbremse vorne und elektrischem Starter setzte sie Maßstäbe, an denen sich die europäische Konkurrenz über Jahre die Zähne ausbiss. In Österreich, wo Motorradfahren oft als sportliche Herausforderung verstanden wird, wurde die CB 750 zum Statussymbol einer neuen Generation von Fahrern.
In den 1970er und 1980er Jahren festigte Honda seinen Ruf als Innovator. Mit der Gold Wing GL1000 schuf man das Segment der Luxus-Tourer, während die CBX 1000 mit ihrem Sechszylinder-Kraftwerk die Grenzen des Machbaren verschob. Für die Offroad-Enthusiasten brachte die Africa Twin XRV 750, inspiriert von den Triumphen bei der Rallye Paris-Dakar, die Freiheit auf zwei Rädern direkt in die heimischen Garagen. Diese Modelle bilden heute den harten Kern der Honda-Sammlergemeinschaft in Österreich.
Highlights & Besonderheiten
Wer heute ein Honda-Motorrad sucht, stößt auf eine beeindruckende Vielfalt an Meilensteinen der Technikgeschichte. Jedes Modell hat seinen eigenen Charakter und seine spezifische Bedeutung für Sammler.
Die CB 750 Four bleibt das Fundament. Besonders die frühen Sandcast-Modelle (K0) sind heute hochdotierte Sammlerstücke. Ihr Wert ergibt sich aus der Seltenheit der sandgegossenen Motorgehäuse der ersten Serie. Aber auch die späteren K-Modelle und die sportliche F-Serie genießen Kultstatus. In Österreich werden diese Maschinen oft aufwendig restauriert, wobei die Originalität der 4-in-4 Auspuffanlage ein entscheidendes Preiskriterium darstellt.
Ein weiteres Highlight ist die CBX 1000. Ihr Sechszylinder-Motor ist nicht nur ein technisches Statement, sondern eine akustische Offenbarung. Wer einmal den Klang eines frei drehenden CBX-Motors gehört hat, versteht die Faszination, die von dieser Maschine ausgeht. In der österreichischen Szene ist die CBX ein seltener Gast bei Ausfahrten, aber ein Star bei jedem Oldtimer-Treffen.
Die Africa Twin XRV 750 nimmt eine Sonderstellung ein. Sie ist vielleicht der "jüngste" Klassiker, der bereits jetzt eine treue Anhängerschaft hat. In einem Land wie Österreich, das ideale Bedingungen für Enduro-Wanderungen bietet, ist die Africa Twin mehr als nur ein Sammlerstück – sie ist ein zuverlässiger Begleiter für große Touren. Ihre Robustheit ist legendär, und gepflegte Exemplare mit Originallackierung erzielen mittlerweile beachtliche Preise.
Nicht zu vergessen ist die VFR 750R RC30. Als Homologationsmodell für die Superbike-Weltmeisterschaft konzipiert, verkörpert sie Rennsport-Technik pur. Einarmschwinge, Titan-Pleuel und zahnradgetriebene Nockenwellen machen sie zu einer der begehrtesten Wertanlagen auf zwei Rädern. In Österreich existieren nur wenige dieser Maschinen, was sie zu einem absoluten Exoten auf dem Markt macht.
Technische Daten
Hier finden Sie die wichtigsten Eckdaten der bedeutendsten Honda-Klassiker im Überblick:
Marktübersicht und Kauftipps
Der österreichische Markt für Honda-Klassiker zeichnet sich durch eine stabile Nachfrage und ein gesundes Preisgefüge aus. Während internationale Plattformen oft als Referenz dienen, haben lokale Gegebenheiten wie der Zustand österreichischer Papiere (Typenschein) und die Historie beim Importeur Faber einen direkten Einfluss auf den Marktwert.
Honda CB 750 Four: Der ewige Klassiker
Die CB 750 ist in Österreich gut vertreten. Für fahrbereite Exemplare im Zustand 3 muss man mit 7.500 bis 10.000 € rechnen. Top-restaurierte Maschinen der K1- bis K6-Serie bewegen sich zwischen 15.000 und 18.000 €. Die extrem seltenen Sandcast-Modelle (K0) knacken bei Auktionen, etwa im Dorotheum, regelmäßig die 35.000 €-Marke, sofern sie eine lückenlose Historie aufweisen können. Kauftipp: Achten Sie auf die Originalität der Abgasanlage. Ein Satz originaler 4-in-4-Rohre kostet heute ein kleines Vermögen. Auch die Tankinnenbeschichtung sollte geprüft werden, da Rost hier oft zu verstopften Vergasern führt.
Honda CBX 1000: Das Sechszylinder-Monument
Die CBX ist in Österreich seltener zu finden. Gute Exemplare beginnen bei etwa 12.000 €. Für Maschinen im Sammlerzustand mit geringer Laufleistung werden oft Preise zwischen 20.000 und 25.000 € aufgerufen. Besonders die frühen Modelle (CB1) mit der vollen Leistung sind begehrter als die späteren Pro-Link-Modelle mit Verkleidung. Kauftipp: Der Motor ist mechanisch komplex. Klappergeräusche bei warmem Motor können auf verschlissene Primärketten oder Probleme mit dem Kettenspanner hindeuten – eine teure Reparatur. Ein Blick in die sechs Vergaser verrät viel über die Standzeit und den Wartungseifer des Vorbesitzers.
Honda Africa Twin XRV 750: Die unzerstörbare Legende
Hier hat sich ein echter Kult entwickelt. Während man vor einigen Jahren noch Schnäppchen für 3.000 € machen konnte, liegen gute RD04- oder RD07-Modelle heute bei 5.000 bis 8.500 €. Sammler suchen vor allem nach unverbastelten Maschinen in den klassischen HRC-Farben (Weiß-Blau-Rot). Kauftipp: Prüfen Sie die Abtriebswelle am Ritzel. Wenn die Verzahnung durch mangelnde Schmierung oder eine zu fest gespannte Kette verschlissen ist, muss der gesamte Motor gespalten werden. Auch der Regler und die Benzinpumpe sind bekannte, aber leicht zu behebende Schwachstellen.
Die kleineren Vierzylinder: CB 500 und CB 350 Four
Diese Modelle bieten einen hervorragenden Einstieg. Eine schöne CB 500 Four ist für 5.000 bis 7.500 € zu finden. Sie fährt sich oft handlicher und agiler als die große Schwester. Die CB 350 Four ist aufgrund ihrer geringen Bauzeit seltener und erzielt oft ähnliche oder sogar höhere Preise als die 500er, besonders wenn sie im Originalzustand ist.
Rechtliches in Österreich: Das "historische Kennzeichen"
In Österreich bietet die Einstufung als historisches Fahrzeug Vorteile bei der Versicherung und der Pickerl-Überprüfung (§57a). Voraussetzung ist ein Baujahr, das mindestens 30 Jahre zurückliegt, und ein Erhaltungszustand, der dem Original entspricht. Ein Eintrag im Typenschein als "historisches Kraftrad" bedeutet jedoch auch Nutzungseinschränkungen (max. 120 Tage pro Jahr), die in einem Fahrtenbuch zu dokumentieren sind. Für viele Sammler überwiegen jedoch die Vorteile und der Erhalt des kulturellen Erbes.
Fahrverhalten & Performance
Das Fahrerlebnis auf einer klassischen Honda ist geprägt von einer für die jeweilige Ära untypischen Souveränität. Während viele zeitgenössische Konkurrenten mit Vibrationen oder eigenwilligem Handling kämpften, boten die Japaner bereits früh ein hohes Maß an Benutzerfreundlichkeit.
Die CB 750 Four vermittelt ein massives, vertrauenerweckendes Fahrgefühl. Der Motor schiebt gleichmäßig an und das charakteristische Fauchen aus den vier Rohren ist Musik in den Ohren jedes Enthusiasten. Auf österreichischen Landstraßen fühlt sie sich beim Gleiten am wohlsten. Die Bremsleistung der vorderen Scheibe war 1969 revolutionär, nach heutigem Standard erfordert sie jedoch eine kräftige Hand.
Wer die CBX 1000 besteigt, erlebt eine ganz andere Welt. Der Motor dominiert alles. Die Laufruhe des Sechszylinders ist beeindruckend, fast turbinenartig. In Kurven macht sich das Gewicht von fast 250 kg bemerkbar, aber auf geraden Strecken oder weiten Radien bietet die CBX eine Erhabenheit, die ihresgleichen sucht.
Die Africa Twin hingegen ist die Königin der Vielseitigkeit. Die Sitzposition ist aufrecht und komfortabel, ideal für lange Tage im Sattel. Der V2-Motor hat einen kernigen Charakter und liefert ausreichend Drehmoment aus dem Drehzahlkeller. Ob auf einer Schotterstraße im Kärntner Hinterland oder auf der Großglockner Hochalpenstraße – die Africa Twin vermittelt stets das Gefühl, für jede Situation gerüstet zu sein.
Design & Ästhetik
Das Design einer klassischen Honda folgt meist dem Prinzip der funktionalen Eleganz. Es gibt keine unnötigen Schnörkel, jede Linie dient dem Zweck oder unterstreicht die technische Komponente.
Bei der CB-Serie ist es die Symmetrie, die besticht. Die Tankform, die Sitzbanklinie und natürlich die verchromten Auspuffanlagen bilden eine harmonische Einheit. Die Lackierungen in Candy-Farben (wie Candy Gold oder Candy Ruby Red) haben eine Tiefe und Brillanz, die heute nur noch schwer zu reproduzieren ist.
Die CBX 1000 bricht mit dieser Zurückhaltung. Hier wird der Motor zur Skulptur. Das Kraftwerk ist so breit, dass es links und rechts unter dem Tank hervorsticht und die optische Dominanz übernimmt. Es ist ein Design der Machtdemonstration, das bis heute niemanden kaltlässt.
Die Gold Wing GL1000 wiederum zeigte 1975 ein sehr nüchternes, fast schon europäisch anmutendes Design. Ohne die später üblichen Verkleidungen wirkt sie wie ein massiver, aber eleganter Roadster. Das Fehlen eines sichtbaren Kraftstofftanks (der eigentliche Tank liegt unter der Sitzbank) ermöglichte eine flache Silhouette, die damals sehr modern wirkte.
Rennsport & Kultur
Hondas Rennsport-Erfolge haben die Marke in Österreich tief verwurzelt. Die Siege bei der Tourist Trophy oder in der Formel 750 mit Fahrern wie Dick Mann legten den Grundstein. Später waren es die Erfolge in der Superbike-WM und natürlich die Dominanz bei der Rallye Paris-Dakar, die das Image der Marke prägten.
In Österreich gibt es eine lebendige Clubszene. Der Honda Classic Club Austria oder spezialisierte Foren für die Africa Twin bieten eine Plattform für Austausch, gemeinsame Ausfahrten und Hilfe bei der Ersatzteilsuche. Diese Gemeinschaft ist ein wesentlicher Faktor für den stabilen Wert der Fahrzeuge, da Wissen und Teile innerhalb der Szene zirkulieren.
Auch in der Popkultur hinterließen Honda-Klassiker ihre Spuren. Ob in Filmen oder als begehrte Objekte für Custom-Umbauten (Cafe Racer) – die Basismodelle von Honda sind aufgrund ihrer soliden Technik und der klaren Linienführung weltweit beliebt. In der österreichischen Szene legt man jedoch zunehmend Wert auf den Erhalt im Originalzustand, was die Preise für unverbastelte Exemplare weiter steigen lässt.
Fazit
Ein klassisches Honda-Motorrad zu kaufen, ist in Österreich nicht nur eine Entscheidung für ein technisches Kulturgut, sondern oft auch eine vernünftige Investition. Die Kombination aus japanischer Zuverlässigkeit, einer hervorragenden Ersatzteilversorgung und einer aktiven Sammlerszene macht den Einstieg leicht.
Ob Sie sich für die geschichtsträchtige CB 750 Four, das technische Wunderwerk CBX 1000 oder die abenteuerlustige Africa Twin entscheiden – eine Honda bietet Fahrspaß und Wertbeständigkeit. Der Markt in Österreich ist reif und bietet vom Restaurierungsobjekt bis zum "Concours"-Zustand alles, was das Herz eines Motorrad-Enthusiasten begehrt.
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