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CZ Motorrad kaufen

Aus Strakonice an die Weltspitze: CZ-Motorräder holten in den 1960er Jahren sieben Motocross-Weltmeistertitel und waren beim ISDT jahrelang unschlagbar. Für österreichische Sammler sind die tschechischen Zweitakter gut erreichbar – und die Szene lebt.

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Bild 1/50 von CZ 250 Moto Cross (1970)

1970 | CZ 250 Moto Cross

-

Preis auf Anfrageletztes Jahr
🇮🇹
Händler
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Bild 1/50 von CZ 125 Cross (1986)

1986 | CZ 125 Cross

-

Preis auf Anfragevor 2 Jahren
🇮🇹
Händler
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Bild 1/18 von CZ 125 (1962)

1962 | CZ 125

CZ 125  Modell 453

€ 3.000vor 3 Jahren
🇩🇪
Händler
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Bild 1/24 von CZ 150 (1950)

1950 | CZ 150

Jawa CZ 150

€ 2.400vor 5 Jahren
🇩🇪
Händler
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Bild 1/19 von CZ 175 Mirimin (1963)

1963 | CZ 175 Mirimin

CZ 175 Cezeta 502

€ 2.200vor 6 Jahren
🇩🇪
Händler
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Bild 1/16 von CZ 125 (1947)

1947 | CZ 125

Classic Cars & Racing Bikes, 08.12.2016, 703

Preis auf Anfragevor 9 Jahren
🇩🇪
Händler
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Bild 1/2 von CZ 150 (1939)

1939 | CZ 150

CZ-150

€ 1.690vor 10 Jahren
🇩🇪
Händler
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Bild 1/11 von CZ 250 Moto Cross (1972)

1972 | CZ 250 Moto Cross

CZ 250 Motocross

€ 3.990vor 10 Jahren
🇩🇪
Händler
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Bild 1/7 von CZ 250 Moto Cross (1985)

1985 | CZ 250 Moto Cross

CZ 250

€ 1.190vor 10 Jahren
🇩🇪
Händler
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Starten mit Startmaschine Eigenbau

1982 | CZ 380

€ 4.000vor 10 Jahren
🇩🇪
Privat

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Geschichte & Erbe

Die Geschichte von CZ beginnt nicht auf einer Rennstrecke, sondern in einer Waffenfabrik. Im Jahr 1919 wurde in Strakonice – einer mittelböhmischen Stadt, keine 200 Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt – die Česká Zbrojovka (Tschechische Waffenfabrik) gegründet. Ein Rüstungsbetrieb zunächst, der Pistolen und Polizeiwaffen fertigte. Der Schritt zum Motorrad folgte 1931 – wirtschaftliche Not und neues Marktpotenzial trieben den Wandel.

Die ersten CZ-Motorräder waren bescheidene Konstruktionen: ein Fahrrad-Hilfsmotor mit 76 cm³ in einem Fahrradrahmen. Doch bereits kurze Zeit später folgte das erste vollständige Motorrad mit verstärktem Rahmen und einem 98-cm³-Zweitaktmotor. In den 1930er Jahren wuchs das Programm rasch: 175-cm³- und 250-cm³-Varianten kamen hinzu, dann eine 350-cm³-Einzylinder- und eine 500-cm³-Zweizylinder-Maschine. CZ entwickelte dabei eigene Technik, darunter das patentierte Diagonal-Spülsystem, das die Effizienz der Zweitaktmotoren verbesserte.

1939 beschlagnahmte Deutschland die Werke; bis Kriegsende diente die Fabrik der deutschen Rüstung. 1946 startete CZ neu mit einer 125-cm³-Maschine – schlicht, zuverlässig, und genau das, was die erschöpfte Nachkriegsgesellschaft brauchte. 1948 folgte die Teleskopgabel, bald darauf die Hinterradfederung. Die optische Ähnlichkeit mit JAWA-Maschinen war kein Zufall: 1949 wurden CZ und JAWA unter kommunistischer Verwaltung zu einem staatlichen Konzern zusammengeführt, behielten aber ihre eigenen Markennamen.

In den frühen 1950er Jahren brachten die Gebrüder Walter – erfahrene Rennmotoren-Konstrukteure – ihre Expertise bei CZ ein. Mit Königswellen-Einzylinder-Viertaktern von 175 bis 350 cm³ fuhr CZ auf nationalen und internationalen Rennen ganz vorne mit. Fahrer wie Fanta Bartos, Vaclav Parus und Bohumil Roucka sorgten für Aufsehen weit über die tschechoslowakischen Grenzen hinaus.

Die 1960er Jahre waren CZs goldenes Jahrzehnt. Während die Straßenmodelle (125er, 175er) solide Alltagsmaschinen blieben, entwickelte das Rennsportteam eine neue Generation von Motocross-Maschinen, die alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen sollte. 1964 gewann Joel Robert (Belgien) die 250-cm³-Motocross-Weltmeisterschaft auf einer CZ. 1965 folgte der sowjetische Fahrer Viktor Arbekov – ebenfalls auf CZ. In der 500-cm³-Klasse holte Paul Friedrichs (DDR) drei Weltmeistertitel hintereinander: 1966, 1967 und 1968, alle auf CZ.

Parallel dominierte Tschechoslowakei beim ISDT (Internationales Sechstagesrennen), dem härtesten Langstrecken-Endurowettbewerb der Welt, an dem auch österreichische Fahrer regelmäßig teilnahmen. Die tschechoslowakische Mannschaft auf CZ-Maschinen holte die begehrte Trophée d'Or (Goldene Trophäe) für das zuverlässigste Nationalteam mehrfach – eine Leistung, die CZ auch in Österreich bekannt und respektiert machte.

Die 1970er Jahre brachten die charakteristischen Coffin-Tank-Modelle – benannt nach dem kastenförmigen Tank. Diese Generation der CZ 250 und CZ 380 wurde zum Sinnbild des Motocross-Booms, sowohl in den USA als auch in Europa. In den 1980ern geriet CZ technisch ins Hintertreffen. 1992 wurde die Firma umgewandelt, 1993 reprivatisiert. 1997 endete die Motorradproduktion – 66 Jahre und Hunderttausende gebauter Zweiräder.

Highlights & Besonderheiten

Fünf Modelle bestimmen den CZ-Sammlermarkt – jedes für eine andere Facette der Marke:

Die CZ 125 Straßenmodell (ab 1946) war das Alltagsmotorrad der tschechoslowakischen Nachkriegsgesellschaft und durch regen Grenzhandel und Verwandtschaftsbesuche auch in Österreich gut bekannt. Einfach konstruiert, wartungsfreundlich, zuverlässig. Für Sammler interessant: frühe Vorkriegsbaujahre und die Modelle mit Geradweg-Federung der späten 1940er Jahre.

Die CZ 250 Twin Port (Typ 968, ca. 1964–1966) ist der Heilige Gral der CZ-Sammler. Zwei Auspuffrohre führen aus einem einzigen Zylinder – das patentierte System reduziert Zylinderdistortion durch Überhitzung und ermöglichte rund 22 PS bei minimalem Gewicht. Joel Robert gewann auf diesem Motorrad 1964 die WM, Viktor Arbekov 1965. Heute das begehrteste und teuerste CZ-Sammlerstück überhaupt.

Die CZ 360 Motocross (ab 1966) ist die Maschine, auf der Paul Friedrichs seine erste von drei Weltmeisterschaften holte. Der hochgezogene Auspuff auf der rechten Seite – Erkennungsmerkmal der „Side Pipe"-Generation – wurde zum Markenzeichen. Mit 360 cm³ Hubraum für die 500-cm³-Klasse startend, war die CZ 360 zuverlässiger und gleichmäßiger als frühere Modelle. Selten und historisch bedeutsam.

Die CZ 380 Motocross (ab 1968) war die Weiterentwicklung. Mit 380 cm³, verstärktem Rahmen und verbesserter Federung holte Friedrichs 1968 seinen dritten Titel. Die 380er blieb in verschiedenen Versionen bis Mitte der 1970er im Programm und wurde auch an Privatfahrer verkauft – konkurrenzfähiger als Husqvarna oder Bultaco bei deutlich niedrigerem Preis.

Die CZ 250/380 Coffin-Tank (ab 1973) ist der zugänglichste Einstieg. Der kastige Reservoirform macht diese Generation sofort erkennbar. Auf österreichischen und deutschen Veteranen-Motocross-Events – etwa beim ÖAMTC-Oldtimertreffen oder dem VÖSK-Vintage-Motorradrennen – sind Coffin-Tank-CZ regelmäßig zu sehen. Für Einsteiger in den CZ-Markt die ideale Wahl.

Technische Daten

Hinweis: Alle CZ-Motoren sind Zweitakter und benötigen Kraftstoff-Öl-Gemisch (1:25 bis 1:30). Leistungsangaben für Motocross-Modelle im Werkszustand.

Marktübersicht und Kauftipps

Der CZ-Markt ist in Österreich gut verankert: Die geografische Nähe zur Tschechischen Republik erleichtert die Teilebeschaffung, und österreichische Sammler profitieren von einem regen Grenzhandel sowie aktiven Clubs auf beiden Seiten der Grenze.

CZ 250 Twin Port (ca. 1964–1966)

Das Premiumsegment: €8.000–€15.000 für gut erhaltene Exemplare, restaurierte Rennmaschinen mit dokumentierter Rennhistorie bis €20.000. Fälschungsgefahr ist real – viele spätere CZ-Bikes wurden nachträglich mit Twin-Port-Zylindern versehen. Rahmennummer und Motorcode unbedingt prüfen. Auf willhaben.at erscheinen Twin-Port-CZ selten – meist werden sie unter Sammlern gehandelt.

CZ 360/380 Motocross (1966–frühe 1970er)

€4.000–€9.000 für fahrbare Exemplare, restaurierte Maschinen bis €12.000. Referenzpreise: CZ 380 Moto-Crosser (1974) wurde bei Bonhams Paris Januar 2025 mit €4.500–€5.500 geschätzt. Auf österreichischen Plattformen (willhaben.at, eBay.at) erscheinen 360er/380er regelmäßig, oft aus tschechischen oder deutschen Nachlässen. Schwachstellen: Ceriani-Gabeln (rosten, Öldichtungen undicht), Federbeindämpfer (verlieren Druck), Kunststoffverkleidungen (brüchig).

CZ 250/380 Coffin Tank (ab 1973)

Zugänglichster Einstieg: €2.500–€5.500 für fahrbare Exemplare, restaurierte Maschinen bis €7.000. Referenz: 1974er CZ 250 MX wurde im November 2025 bei Bring a Trailer für $2.650 versteigert. Die Coffin-Tank-Generation ist die häufigste am Markt. Über willhaben.at findet man regelmäßig Angebote aus Österreich und den tschechischen Nachbarregionen. Ersatzteile: Über österreichische CZ-Händler und den Oldtimer Club Strakonice gut verfügbar.

CZ 125/175 Straßenmodelle (1946–1970er)

€1.200–€4.000 je nach Baujahr. In Österreich besonders interessant: Frühe Nachkriegsmodelle mit Geradweg-Federung fanden sich häufig in Haushalten entlang der alten Handelsrouten zwischen Wien, Linz und Prag. Schwachstellen: Rost in Tank und Rahmen, verschlissene Zweitakt-Zylinder, defekte Magnetzündung.

Kaufempfehlungen für österreichische Käufer

Grenznahe Ersatzteilbeschaffung: Österreich grenzt direkt an Tschechien. Teile von CZ-Spezialisten wie Retro Moto CZ in Prag sind oft in wenigen Stunden erreichbar. Der Oldtimer Club Strakonice – Heimatstadt von CZ – organisiert regelmäßig Treffen, bei denen auch Ersatzteile gehandelt werden.

ÖAMTC-Oldtimerzulassung: CZ-Motorräder aus der Zeit vor 1980 qualifizieren sich für das österreichische Oldtimerkennzeichen (rotes Kennzeichen, begrenzte Nutzung) oder die Vollzulassung als historisches Fahrzeug. Voraussetzung: Originalzustand oder zeitgenössischer Umbau, Begutachtung durch ÖAMTC oder ARBÖ.

Veteranen-Motocross in Österreich: Der VÖSK (Verband Österreichischer Sportmotorradklubs) und regionale Vereine organisieren Oldtimer-Motocross-Events, bei denen CZ-Bikes in der „Pre-1980"-Klasse starten. Gute Gelegenheit, Maschinen im Einsatz zu sehen und Kontakt zur Szene herzustellen.

Kompressionstest vor Kauf: Alle CZ-Motoren sind Zweitakter. Mindestens 10–12 bar Kompression bei Motocross-Modellen, 8–10 bar bei Straßenmaschinen. Liegt die Kompression darunter, droht Zylinderaufarbeitung (Kosten: €300–€800).

Fahrverhalten & Performance

CZ-Motorräder zu fahren ist eine Reise in eine andere Ära des Motorradfahrens – ehrlich, direkt, ohne jede Elektronik.

Die CZ 125/175 Straßenmodelle vermitteln das Fahrgefühl der tschechoslowakischen Nachkriegszeit: Der Einzylinder-Zweitakter erwacht nach wenigen Tritten am Kickstarter, läuft ruhig warm und trägt den Fahrer mit bescheidener, aber zuverlässiger Kraft über Landstraßen. 5,5 PS aus 125 cm³ fordern keine Eile – diese Maschinen entfalten ihren Charme auf Nebenstraßen, nicht auf Autobahnen. Das Fahrwerk mit früher Geradweg-Federung (Modelle ab 1946) oder Teleskopgabel (ab 1948) absorbi schlechte Straßen tolerierbar. Für Österreich typisch: Diese Modelle fanden sich oft auf Bergwegen und in kleinen Gemeinden, wo sie als einziges motorisiertes Transportmittel dienten.

Die CZ 250 Twin Port verlangt Respekt. Der Motor entwickelt bis etwa 5.000 U/min wenig, dann setzt die Kraft schlagartig ein und zieht bis zur Nenndrehzahl durch – klassische Rennzweitakter-Charakteristik. Das Gewicht von rund 100 Kilogramm erscheint beherrschbar, doch auf rutschigem Untergrund braucht man echte Motocross-Technik. Das Fahrwerk für die damalige Zeit kompetent: lange Federwege, robuste Konstruktion, reaktionsschnelles Einlenken. Wer die CZ 250 Twin Port einmal auf einer Waldlichtung bewegt, versteht, warum Joel Robert darauf Weltmeister werden konnte.

Die CZ 380 Coffin-Tank fährt sich gutmütiger: Mehr Drehmoment aus dem Keller, breitere Kraftentfaltung, mehr Vergeben von Fahrerfehlern. Auf österreichischen Veteranen-Motocross-Veranstaltungen – etwa dem Oldtimer-MX in Stetten oder dem Veteranen-Motocross in Weyer – sind Coffin-Tank-CZ regelmäßig am Start und bereiten ihren Fahrern echte Freude.

Der Zweitakt-Sound aller CZ-Maschinen ist unverwechselbar: ein metallisches Hämmern im Leerlauf, das bei Vollgas in ein hohes Schreien übergeht. Auf österreichischen Bergstrecken – wo dieses Geräusch früher zum Sommeralltag gehörte – hat es heute Seltenheitswert und zieht Blicke auf sich.

Design & Ästhetik

CZ-Design folgt tschechischer Ingenieursphilosophie: Funktion vor Form, Robustheit vor Eleganz.

Die frühen Straßenmodelle der 1930er und 1940er zeigen klassische mitteleuropäische Motorradästhetik: tropfenförmiger Tank, verchromte Schutzbleche, schmaler Rahmen mit sichtbaren Kühlrippen. Dezente Farben – Dunkelrot, Schwarz, Dunkelblau. Keine Spielereien, nur nötige Elemente.

Die Motocross-Generation der 1960er setzte auf minimales Gewicht. Die CZ 250 Twin Port ist an den beiden Auspuffrohren erkennbar – ein technisches Merkmal, das zum Designelement wurde. Farbgebung oft in kräftigem Rot oder Orange, Rahmen unverkleidet. Keine Verkleidung, kein Schnickschnack – pure Funktionalität.

Der Coffin Tank (ab 1973) war ein radikaler Schritt: Der kastige, rechteckige Tank brach mit der organischen Motorrad-Ästhetik der Vorjahre. In Österreich und Deutschland löste er zunächst Schmunzeln aus – doch er funktionierte gut, bot viel Volumen und ließ sich einfach reinigen. Heute ist der Coffin-Tank das visuelle Markenzeichen der populärsten CZ-Sammlergeneration.

Authentische Originalteile – insbesondere Auspuffanlagen für Twin-Port-Modelle – sind begehrte Sammlerstücke. Für Coffin-Tank-Modelle gibt es über US-amerikanische und tschechische Spezialisten noch ein breiteres Angebot.

Rennsport & ISDT-Erbe

CZs Motorsporterbe ist außergewöhnlich. Zwischen 1964 und 1968 gewann die Marke sieben FIM-Motocross-Weltmeisterschaften:

  • 250cc: Joel Robert (BEL) 1964, Viktor Arbekov (URS) 1965, Joel Robert (BEL) 1966, Joel Robert (BEL) 1968
  • 500cc: Paul Friedrichs (DDR) 1966, 1967, 1968

Paul Friedrichs gewann 29 Grand-Prix-Siege – unter schwierigen Bedingungen des Kalten Krieges, als Werksfahrer eines sozialistischen Staatsbetriebs. Seine Leistung ist umso beeindruckender, wenn man bedenkt, dass er Husqvarna, Bultaco und später japanische Werksmaschinen mit begrenzten Ressourcen schlug.

Beim ISDT (Internationales Sechstagesrennen) – dem wichtigsten Ausdauer-Endurowettbewerb – war die tschechoslowakische Mannschaft jahrelang die dominierende Kraft. Österreich war Austragungsland des ISDT mehrfach (1934 Salzburg, 1939 Salzburg, 1952 Bad Aussee); bei diesen Veranstaltungen liefen CZ-Maschinen regelmäßig in den Topklassen. Diese gemeinsame Geschichte macht CZ für österreichische Sammler nicht nur sportlich, sondern auch kulturell bedeutsam.

Fazit

CZ ist eine der großen Underdog-Geschichten des Motorsports: ein tschechoslowakischer Rüstungsbetrieb aus einer Provinzstadt – nur eine Grenzstunde von Österreich entfernt – trotzte der Weltkonkurrenz und gewann sieben Motocross-Weltmeisterschaften. Die CZ 250 Twin Port und die CZ 380 Motocross stehen für diese Glanzzeit: selten, wertvoll, von Sammlern weltweit gesucht.

Für österreichische Käufer bietet der Markt konkrete Vorteile: geografische Nähe zur tschechischen Ersatzteilszene, aktive DACH-Clubs, und regelmäßige Angebote auf willhaben.at und bei deutschen Auktionshäusern. Einsteiger finden in der CZ 250/380 Coffin-Tank-Generation (ab 1973) den idealen Zugang: gutes Angebot, solide Preise, gute Ersatzteilversorgung. Wer Straßenklassiker bevorzugt, findet in den CZ 125/175 Alltagsmodellen nostalgische Verbindungen zu einer Zeit, als tschechoslowakische Zweitakter auf österreichischen Landstraßen allgegenwärtig waren.

Eine CZ zu kaufen bedeutet, ein Stück Motorsportgeschichte zu erwerben – aus der Nachbarschaft, mit echter Rennhistorie.