Zastava 750 Oldtimer kaufen
Der Zastava 750 ist die jugoslawische Lizenzversion des Fiat 600 aus dem Werk Kragujevac. Der kompakte Hecktriebler wurde von 1956 bis 1985 gebaut, besitzt meist den 767-cm³-Vierzylinder und erreicht rund 110 km/h. Mit 923.487 gebauten Exemplaren ist der „Fićo“ ein prägender Kleinwagen des ehemaligen Jugoslawiens.
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1984 | Zastava 750L
Zastava 750 | 1984 | Route 66 Auctions - For sale by auction. Estimate 3600 EUR
"Zastava 750" Inserats-Referenzen von Classic Trader
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1984 | Zastava 750L
Zastava 750 | 1984 | Route 66 Auctions - For sale by auction. Estimate 3500 EUR

1985 | Zastava 750L
'FIĆO'

1978 | Zastava 750L
Perfect Condition

1983 | Zastava 750L

1983 | Zastava 750L
Oldtimer Fiat

1967 | Zastava 750L
ZASTAVA (FIAT) 750
Zastava 750 Oldtimer: Preise & Marktwerte
Geschichte des Zastava 750
Der Zastava 750 entstand als Lizenznachbau des Fiat 600 bei Zavod Crvena Zastava in Kragujevac. Bereits 1956 wurden die ersten 25 Fahrzeuge montiert; die Fertigung lief bis 1985. Gegenüber dem Fiat-Vorbild war der Zastava etwas länger ausgeführt.
Als kleinster von Zastava gebauter Personenwagen erfüllte der 750 die Aufgabe eines einfachen, kompakten Alltagsautos. Sein Beiname „Fićo“ gehört untrennbar zur Modellgeschichte. Die lange Bauzeit und die Stückzahl von 923.487 Zastava 750 machen deutlich, welche Bedeutung dieser Kleinwagen im damaligen Jugoslawien hatte.
Modellgeschichte und Einordnung
Frühe Zastava besaßen noch den 633-cm³-Vierzylinder mit 22 PS. Der namensgebende Zastava 750 erhielt einen 767-cm³-Ottomotor. Als kräftigere Ausführung wird der 750 SE genannt.
1980 ergänzte Zastava den 850. Er entspricht dem 750 weitgehend, verwendet aber einen Motor mit größerem Hubraum. Vom Zastava 850 entstanden 36.481 Exemplare. Der 750 blieb damit die deutlich häufiger gebaute Grundversion der Baureihe.
Besonderheiten des Zastava 750
- Lizenzbau des Fiat 600 aus Kragujevac, aber mit gegenüber dem italienischen Vorbild leicht verlängerter Karosserie.
- 767-cm³-Vierzylinder als typische Motorisierung des Zastava 750.
- Hinterradantrieb und Viergang-Handschaltung.
- Mit 923.487 gebauten Fahrzeugen ist der Zastava 750 die prägende Ausführung der Fićo-Baureihe.
- Für historische Motorsport-Umbauten eignen sich Abarth-inspirierte Komponenten wie Weber-Vergaser, Sportfahrwerk, Cromodora-Felgen, Sportsitze und periodengerechte Stoßfänger.
Technische Daten
Sondermodelle und Abarth-Umbauten
Als stärkere Variante ist der Zastava 750 SE überliefert. Daneben existieren Fahrzeuge, die als Abarth Replica aufgebaut wurden. Dabei handelt es sich nicht um ein reguläres Zastava-Sondermodell, sondern um individuelle Umbauten nach dem Vorbild der Fiat-Abarth-Rennfahrzeuge.
Solche Aufbauten können einen 903-cm³-Motor, Weber-Vergaser, überarbeitete Vorderachse, Sportstoßdämpfer, breitere 13-Zoll-Räder, Schalensitze, Renngurte und einen FIA-konformen Überrollbügel umfassen. Eine Leistung von etwa 70 PS ist bei entsprechend aufgebauten Motoren möglich und nicht mit der Serienausführung gleichzusetzen.
Schwachstellen und worauf beim Kauf zu achten ist
Konkrete, baureihentypische Schwachstellen sind hier nicht dokumentiert. Bei restaurierten Zastava 750 sollte deshalb besonders sauber zwischen originaler Substanz und erneuerten Komponenten unterschieden werden.
Wichtige Punkte sind die Nachvollziehbarkeit von Arbeiten an Schwellern, Kanten, Türen und Unterboden sowie Angaben zu Sandstrahlung, Lackaufbau und Unterbodenversiegelung. Bei technisch überarbeiteten Fahrzeugen verdienen Bremsanlage, Bremsleitungen, Hauptbremszylinder, Radzylinder, Stoßdämpfer, Querlenker und Lagergummis eine genaue Prüfung. Bei getunten Motoren sind Rechnungen oder Fotodokumentationen zu Kolben, Ölpumpe, Wasserpumpe, Zündung, Riemen und Schläuchen besonders aussagekräftig.
Motor, Fahrverhalten und Fahrwerk
Der Zastava 750 verbindet seinen kleinen Vierzylinder mit Hinterradantrieb und einem Vierganggetriebe. Die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 110 km/h beschreibt den Charakter als leichter Kleinwagen, nicht als Reisewagen für dauerhaft hohes Tempo.
An der Hinterachse kommt eine Einzelradaufhängung mit querliegender Blattfeder zum Einsatz. Für sportlich orientierte Umbauten lässt sich die Vorderachse in Abarth-Spezifikation ausführen; dazu passen straffere Dämpfer, überholte Querlenker und Bremsen. Ein 903-cm³-Motor mit Weber-Vergaser und weiteren Maßnahmen verändert den Charakter erheblich und sollte stets als individueller Umbau bewertet werden. 1. Zastava 750 – 767-cm³-Vierzylinder, Hinterradantrieb und 4-Gang-Handschaltung. 2. Zastava 750 SE – als leistungsstärkere Variante des 750 genannt. 3. Zastava 850 – ab 1980 angebotene, weitgehend ähnliche Ausführung mit größerem Hubraum.
Karosserie, Innenraum und Details
Die Form des Zastava 750 folgt klar dem Fiat-600-Konzept, unterscheidet sich jedoch durch die etwas größere Fahrzeuglänge. Gerade bei einem restaurierten Exemplar sind original erhaltene Bleche, Schwellerbereiche, Türkanten und ein nachvollziehbarer Lackaufbau wichtige Merkmale.
Der Innenraum kann seriennah mit Standardinstrumententafel erhalten sein oder im Stil eines Rennsport-Umbaus auftreten. Neue Ledersitze, Kunstleder-Türverkleidungen, Sportsitze oder ein Sportlenkrad gehören zu möglichen nachträglichen Ausstattungen. Bei Abarth-inspirierten Fahrzeugen ergänzen Schalensitze, Renngurte, Überrollbügel, Sportstoßfänger und Cromodora-Felgen das Erscheinungsbild.
Dokumentation und Originalität
Bei einem Zastava 750 ist die Dokumentation einer Restaurierung besonders wertvoll: Sie kann den Zustand der Karosserie vor den Arbeiten, den Umfang der Instandsetzung und den Aufbau der Technik nachvollziehbar machen. Ein Certificate of Conformity sowie vorhandene Zulassungsunterlagen helfen zusätzlich bei der Einordnung eines Fahrzeugs.
Bei Abarth-Repliken sollte klar dokumentiert sein, welche Komponenten vom Umbau stammen. Das gilt insbesondere für Motor, Vergaseranlage, Bremsen, Fahrwerk, Räder und Sicherheitsausstattung.
Zusammenfassung
Der Zastava 750, meist als Fićo bezeichnet, ist der von 1956 bis 1985 gebaute Lizenznachbau des Fiat 600 aus Kragujevac. Sein 767-cm³-Vierzylinder, Hinterradantrieb und Vierganggetriebe kennzeichnen den kompakten jugoslawischen Kleinwagen. Neben seriennahen Fahrzeugen prägen Abarth-inspirierte Umbauten mit 903-cm³-Motor, Weber-Vergaser und Sportfahrwerk das Spektrum. Entscheidend sind eine nachvollziehbare Karosseriesubstanz, sauber ausgeführte Restaurierungsarbeiten und eine eindeutige Trennung zwischen Originalzustand und späteren Modifikationen.
