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Wiesmann Oldtimer kaufen
Wiesmann verbindet westfaelische Manufakturarbeit mit BMW-Technik und einem unverwechselbar kultigen Roadster-Charakter. Wer einen Youngtimer mit Seltenheitswert sucht, findet bei Wiesmann handgebaute Sportwagen mit starkem Sammlerprofil.
Suchergebnisse

1999 | Wiesmann Roadster MF28
MF 28 - Roadster -

2007 | Wiesmann Roadster MF5
Wiesmann MF5 V10 "Prototype - A collector's item" Equipped with the "notorious" BMW M5 V10 (S85), One of the first built MF5 - Only 43 were manufactured,The vintage retro design with serious supercar performance,Well-maintained and serviced, Stunning condition throughout, A hand-stitched "Brown over Black" leather interior, "If BMW hadn't stopped producing the V10 - Wiesmann would still be using it today",A collector's item,

2004 | Wiesmann Roadster MF3
3. Hand
"Wiesmann" Inserats-Referenzen von Classic Trader
Im Folgenden finden Sie Inserate zu Ihrer Suche, die nicht mehr auf Classic Trader verfügbar sind. Für eine bessere Kaufentscheidung können Sie sich mit Hilfe dieser Informationen ein besseres Bild über Verfügbarkeit, Wertentwicklung und aktuellen Preis eines "Wiesmann" machen.

2007 | Wiesmann Roadster MF5
Wiesmann MF5 V10 "Prototype" Equipped with the "notorious" BMW M5 V10 (S85), One of the first built MF5 - Only 43 were manufactured, Stunning condition throughout, A hand-stitched "Brown over Black" leather interior, "Wiesmann - Manufaktur der Individualisten",

2011 | Wiesmann GT MF5 "20th Anniversary Edition"
GT MF5- “20 Anniversary Edition”- RHD

2000 | Wiesmann Roadster MF3
Wiesmann MF 3 Roadster -Schalter- toporiginal !

2005 | Wiesmann Roadster MF3
Roadster MF3

2006 | Wiesmann Roadster MF3
Maserati Nouvelari Metallic / Sonderleder / Geringe Laufleistung

2010 | Wiesmann Roadster MF5
Wiesmann Roadster MF5 V10 1 von 43

2008 | Wiesmann GT MF4
Great Condition
Geschichte & Erbe
Wiesmann ist eine jener Marken, die nicht aus einem Großkonzern heraus entstanden sind, sondern aus einer sehr klaren Idee: ein Sportwagen soll Leidenschaft auslösen, sich individuell anfühlen und technisch zugleich vernünftig bleiben. Genau daraus entstand in Dülmen eine Manufaktur, die ab 1988 von Martin und Friedhelm Wiesmann aufgebaut wurde und sich schnell einen Namen in der Szene machte. Das Markenbild war von Anfang an eigenständig: kompakte, handgefertigte Roadster und Coupés mit klassischer Linienführung, dazu BMW-Aggregate, die Wartung und Ersatzteilversorgung im Vergleich zu vielen Exoten deutlich erleichtern.
Der erste grosse Schritt war der MF30 als frueher Einstieg in die Marke. Mit ihm zeigte Wiesmann, dass sich ein puristischer Zweisitzer mit klassischer Roadster-Form, aber moderner Alltagstauglichkeit bauen laesst. Noch bekannter wurde der MF3, der ab den 1990er-Jahren als offener Sportwagen mit Reihensechszylinder und spaeter mit BMWs S54-Hochdrehzahlmotor zum Kernmodell der Marke wurde. Genau dieser Wagen praegt bis heute das Bild vieler Sammler, weil er den typischen Wiesmann-Charakter in Reinform liefert: leicht, direkt, mechanisch und sehr individuell.
Ab den fruehen 2000er-Jahren erweiterte Wiesmann das Programm um den GT MF4, also ein geschlossenes Coupé mit mehr Langstreckenqualitaeten und spuerbar hoeherem Performance-Niveau. Der GT brachte die Marke aus der reinen Roadster-Nische in ein Feld, das auch fuer Sammler interessant wurde, die neben offenem Fahrspass einen reisetauglicheren Sportwagen suchten. Spaeter kamen leistungsstaerkere Varianten wie der Roadster MF4-S und der MF5 hinzu, der als Flaggschiff mit V10 oder spaeter Turbo-V8 die technische Spitze der Marke markierte. Gerade der MF5 verschob die Wahrnehmung von Wiesmann deutlich: Von der charmanten Manufaktur mit BMW-Technik hin zu einem ernst zu nehmenden Kleinserien-Hersteller mit Supercar-Anspruch.
Wichtig für den Markt ist auch die Produktionsgeschichte. Wiesmann baute nur in sehr kleinen Stückzahlen, und genau das macht die Marke heute für den Gebraucht- und Sammlermarkt spannend. Die Fertigung war stark handwerklich geprägt, die Fahrzeuge entstanden mit hoher Individualisierungstiefe und werden deshalb von vielen Besitzern nicht als klassische Gebrauchtwagen, sondern als persönliche Einzelstücke betrachtet. Der Produktionsstopp 2014 verstärkte diesen Effekt. Seitdem gelten viele Fahrzeuge als Youngtimer mit klar wachsendem Sammlerinteresse, weil sie die seltene Mischung aus Manufaktur, BMW-Technik und eigenständigem Design bieten.
Die Marke wurde spaeter neu belebt, doch fuer den klassischen Markt bleiben vor allem die bis 2010/2011 gebauten Modelle relevant. Genau dort beginnt auch der heutige Blick auf Wiesmann: nicht als Massenprodukt, sondern als kleine, kultige Baureihe mit echter Identitaet. Wer in Österreich einen Wiesmann kaufen moechte, sucht damit nicht nur einen Sportwagen, sondern ein sehr spezielles Stueck Automobilkultur.
Highlights & Besonderheiten
Was einen Wiesmann so besonders macht, ist die Mischung aus emotionalem Auftritt und sachlich guter Technikbasis. Viele Klassiker begeistern mit Charakter, aber nur wenige verbinden diesen Charakter mit einem Antriebsstrang, der sich bei Bedarf von BMW-Spezialisten relativ gut warten laesst. Genau das ist ein grosser Vorteil der Marke: Unter dem eigenstaendigen Blechkleid steckt weitgehend bekannte Grossserientechnik, und das reduziert fuer Käufer die Angst vor exotischen Reparaturen etwas.
Die Handarbeit ist eines der wichtigsten Verkaufsargumente. Wiesmann-Fahrzeuge wurden individuell gebaut, mit Leder nach Wunsch, besonderen Naehten, speziellen Farbkonzepten und oft in sehr persoenlicher Abstimmung mit dem Werk. Dadurch entstehen kaum zwei identische Autos. Fuer Sammler in Österreich ist das besonders interessant, weil solche Fahrzeuge auf dem heimischen Markt oft seltener auftauchen als in Deutschland oder den Niederlanden. Wer ein passendes Exemplar findet, sollte deshalb nicht nur auf Kilometerstand und Vorbesitzer achten, sondern auch auf die Spezifikation: Farbkombination, Innenraum, Felgen, Sitzanlage und Sonderwuensche koennen den Charakter und den Wert stark beeinflussen.
Technisch bietet Wiesmann mehrere klar unterscheidbare Reize:
- MF30: frueher Einstieg, leichter Roadster, vergleichsweise zugänglicher Preis.
- MF3: das meist gesuchte Kernmodell mit Hochdrehzahlcharakter und grosser Fangemeinde.
- GT MF4: geschlossenes Coupé mit mehr Nutzbarkeit und starkem Auftritt.
- Roadster MF4 / MF4-S: mehr Leistung, mehr Drehmoment, moderneres Fahrverhalten.
- MF5: Spitzemodell fuer Sammler mit hohem Seltenheitswert und Supercar-Aura.
Ein weiteres Plus ist die bewusste Gegenwelt zur digitalen Überladung moderner Sportwagen. Im Wiesmann sitzt man nicht in einer Bildschirmlandschaft, sondern in einem handgefertigten Cockpit mit klaren Rundinstrumenten und starker mechanischer Rueckmeldung. Das spricht Käufer an, die Autofahren nicht als User Experience verstehen, sondern als physische, direkte Handlung.
Auch die Form bleibt bemerkenswert konsistent. Wiesmann hat nie versucht, jedem Trend hinterherzulaufen. Stattdessen blieb die Marke bei einer wiedererkennbaren Silhouette mit langer Haube, kurzem Heck und klassisch gespannter Front. Gerade deshalb ist sie heute so gut als kultige Kleinserie einzuordnen. Das Design ist nicht laut, aber sehr praegnant, und genau diese Mischung laesst die Autos auch nach Jahren frisch wirken.
Technische Daten
Die technischen Werte zeigen bereits, warum Wiesmann im Youngtimer-Segment so interessant ist. Schon der MF3 ist kein blosses Designobjekt, sondern ein ernsthafter Sportwagen mit geringer Masse und sehr direkter Leistungsentfaltung. Der GT MF4 und der Roadster MF4 bringen deutlich mehr Drehmoment und Reisetauglichkeit mit, waehrend der MF5 in Leistung und Exklusivitaet weit in den Supercar-Bereich hineinragt.
Fuer Käufer in Österreich ist ausserdem die Bauart wichtig. Viele Fahrzeuge stammen aus Deutschland, den Niederlanden oder anderen EU-Maerkten und werden spaeter importiert. Ein sauberer Satz Papiere, eine nachvollziehbare Historie und moeglichst eine EU-Typgenehmigung oder ein gut dokumentierter Einzelgenehmigungsstatus sind deshalb essenziell. Gerade bei Kleinserienfahrzeugen kann eine gute Dokumentation spaeter viel Zeit und Geld sparen.
Marktübersicht und Kauftipps
Der Wiesmann-Markt ist klein, aber lebendig. Die Preise schwanken stark nach Modell, Zustand, Laufleistung, Farbwahl, Historie und Seltenheit der Spezifikation. Bei einer Marke mit so niedrigen Stueckzahlen fuehrt schon eine besondere Ausstattung oder eine seltene Motorisierung zu spuerbaren Aufschlaegen. In den letzten Jahren zeigte sich vor allem eines: gute Autos bleiben gesucht, waehrend gepflegte Spitzenexemplare in Auktionen und im Haendlerhandel regelmaessig sehr hohe Summen erreichen.
Als grobe Orientierung auf Basis aktueller Marktbeobachtungen 2024 bis 2026 lassen sich folgende Preisbänder nennen:
- MF30: etwa €65.000 bis €90.000. Ein im Jahr 2025 bei Collecting Cars erzieltes Ergebnis von rund €65.000 zeigt, dass der Einstieg noch erreichbar sein kann, wenn Laufleistung und Zustand passen.
- MF3: etwa €110.000 bis €175.000. Gute Standardfahrzeuge liegen meist im unteren bis mittleren Bereich, waehrend seltene oder besonders fruehe bzw. spaete Exemplare deutlich hoeher liegen. Ein gepflegter Roadster mit guter Historie kann schnell Richtung €140.000 gehen.
- GT MF4: etwa €115.000 bis €150.000. Bonhams erzielte fuer ein Coupé mit sehr niedriger Laufleistung mehr als €140.000, was zeigt, dass der GT als Sammlerstueck etabliert ist.
- Roadster MF4: etwa €150.000 bis €200.000. Spaete Fahrzeuge mit starker Ausstattung und guter Historie werden besonders stark bewertet.
- MF4-S: oft €170.000 bis €230.000 oder mehr, je nach Seltenheit und Zustand.
- MF5: etwa €250.000 bis €350.000+. Die allerbesten Autos, Prototypen oder extrem seltene Editionsfahrzeuge koennen deutlich darueber liegen.
Fuer den oesterreichischen Markt kommt eine weitere Ebene hinzu: der Import. Wer einen Wiesmann aus Deutschland oder einem anderen EU-Land holt, muss die Zulassung und die technische Genehmigung in Österreich sauber klaeren. Bei gebrauchten Fahrzeugen ist das meist einfacher als bei frischen Importen, aber trotzdem sollte man vor dem Kauf prüfen, ob COC-Unterlagen, Typenschein, Einzelgenehmigung oder ein Nachweis aus der Genehmigungsdatenbank vorhanden sind. Besonders bei Sonderumbauten, anderen Raedern, geaenderten Auspuffanlagen oder nicht seriennahen Details kann die §57a-Ueberpruefung beziehungsweise die Eintragung entscheidend werden.
Auch die steuerliche Seite darf nicht vergessen werden. Bei einem Kauf innerhalb der EU sind NoVA-Fragen, je nach Konstellation und Erstzulassung, relevant. Zudem gilt bei der Zulassung in Österreich nicht die Bequemlichkeit des Vorbesitzers im Ausland, sondern die heimische Vorgabe. Wer also einen importierten Wiesmann in Österreich bewegen will, sollte Unterlagen nicht erst nach dem Kauf zusammensuchen, sondern vorab klaeren. Das gilt umso mehr, wenn das Fahrzeug als Youngtimer genutzt werden soll und regelmaessig auf oesterreichischen Strassen sowie bei der periodischen Begutachtung bestehen muss.
Praktisch betrachtet ist der Markt fuer zwei Kaeufergruppen interessant: Einerseits fuer Enthusiasten, die einen sehr seltenen, emotionalen Sportwagen wollen, andererseits fuer Sammler, die ein klar begrenztes Angebot und eine nachvollziehbare Wertentwicklung suchen. Der Wiesmann ist kein Auto fuer Schnellentschlossene ohne Pruefung. Sehr gute Dokumentation, nachvollziehbarer Service bei BMW- oder Wiesmann-Spezialisten und möglichst unverbastelte Substanz sind fast immer wichtiger als ein paar tausend Euro Preisvorteil.
Besonders attraktiv sind Fahrzeuge mit:
- lueckenloser Historie
- originaler Lackierung oder hochwertiger, dokumentierter Neulackierung
- sauberer Motor- und Getriebehistorie
- frischen Belegen zu Bremsen, Kupplung und Fahrwerk
- vorhandenen Bordpapieren, Schluesseln und Kaufunterlagen
- moeglichst wenigen Umbauten
Weniger attraktiv sind Autos mit unklarer Herkunft, dubiosen Umbauten oder schlechter Nachlackierung. Bei Kleinserienfahrzeugen ist ein scheinbar guenstiger Preis oft nur ein Vorzeichen fuer hohe Folgekosten.
Fahrerlebnis
Ein Wiesmann faehrt sich nicht steril, sondern unmittelbar. Schon beim Start merkt man, dass hier nicht auf maximale Filterung, sondern auf direkte Rueckmeldung gebaut wurde. Lenkrad, Sitzposition und Blick ueber die lange Haube erzeugen ein Fahrgefuehl, das weit naeher an klassischem Sportwagenbau als an moderner Assistenzmobilitaet liegt. Wer einen Wiesmann bewegt, sitzt nicht bloss im Auto, sondern fast auf dem Vorderwagen – und genau das macht einen grossen Teil seines Reizes aus.
Der MF3 ist dabei vermutlich das reinste Erlebnis. Der Reihensechszylinder fuehlt sich willig, drehfreudig und mechanisch sauber an. Gerade im offenen Auto wird der Hochdrehzahlcharakter sofort zum Mittelpunkt. Unter Last kommt ein klares Ansaug- und Abgasgeraeusch dazu, das sehr direkt und ehrlich wirkt. Auf kurvigen Strecken in Österreich, besonders in alpinem Umfeld, spielt der MF3 seine Staerken aus: geringes Gewicht, unmittelbare Lenkung und genug Leistung, um aus Kurven heraus lebendig zu wirken, ohne das Auto zu ueberfordern.
Der GT MF4 und der Roadster MF4 geben dem Erlebnis mehr Gelassenheit. Der V8 schiebt souveraener an, das Auto wirkt erwachsener, und auf laengeren Strecken ist der GT besonders angenehm. Wer gerne ueber Alpenpässe faehrt, bekommt hier einen Sportwagen mit echter Langstreckenqualitaet. Gleichzeitig bleibt das Auto kompakt genug, um auf engen Passstrassen nicht zu gross zu wirken. Genau diese Mischung ist in Österreich reizvoll: Steile Anstiege, schnelle Wechselkurven und wechselnde Beläge zeigen sofort, ob ein Sportwagen wirklich kann, was er verspricht.
Der MF5 ist dann die brachiale Variante. Mehr Leistung, mehr Druck, mehr Präsenz. Dennoch bleibt auch er kein schwerfaelliger Luxuswagen, sondern ein vergleichsweise leichter Kleinserien-Sportler mit sehr hoher Emotion. Das Ergebnis ist kein anonymes Supercar, sondern ein deutlich charakterstärkeres Auto. Viele Käufer beschreiben gerade dieses Spannungsfeld als entscheidend: Man bekommt enorme Performance, aber nicht die Distanz eines rein technischen Hochleistungsgeraets.
Auf oesterreichischen Strassen kommt noch ein praktischer Aspekt dazu: Der Wiesmann ist kein Allwetter-Tourer fuer schlechte Sicht und Wintersalz. Seine Staerke liegt in sonnigen Wochenenden, Alpenausfahrten und klar geplanten Touren. Genau dort wirkt er am staerksten. Das Auto belohnt Fahrer, die bewusst fahren und die Mechanik respektieren. Wer den Wagen pflegt, warmfaehrt und sauber wartet, bekommt ein sehr intensives, fast analoges Fahrerlebnis.
Design & Karosserie
Wiesmanns Design ist sofort erkennbar, weil es nicht modisch wirkt, sondern bewusst klassisch. Die lange Motorhaube, das kurze Heck und die rund gezeichneten Frontdetails zitieren britische Roadster ebenso wie traditionelle Sportwagenformen. Trotzdem ist der Look nicht nostalgisch im negativen Sinn, sondern sehr zielgerichtet: Er soll Begeisterung wecken, ohne zu laut zu werden. Gerade deshalb wirken Wiesmann-Fahrzeuge auch heute noch frisch.
Die Karosserie besteht aus GFK-Elementen, die auf ein leichtes und stabiles Fahrwerk abgestimmt sind. Das hat einen grossen Vorteil: Rost ist bei der Aussenhaut kein typisches Problem. Das verschiebt den Fokus des Käufers aber auf andere Bereiche, etwa auf Reparaturqualitaet nach Unfällen, Passgenauigkeit von Anbauteilen und den Zustand des Unterbaus. Bei einem Kleinserienfahrzeug ist eine saubere Vorbesitzhistorie daher fast so wichtig wie der Kilometerstand.
Das Interieur ist eine der staerksten Seiten der Marke. Handnaehte, dickes Leder, starke Farbkontraste und oft sehr persoenliche Sonderwuensche geben dem Auto mehr Charakter als bei vielen Grossserien-Sportwagen. Wer einmal in einem sehr gut ausgestatteten Wiesmann gesessen hat, versteht schnell, warum die Marke Sammler anzieht: Es ist die Kombination aus Exklusivitaet und Vertrautheit. Man spuert Manufaktur, aber man muss nicht auf moderne Grundlogik verzichten.
Auch die Werksarchitektur in Dülmen trägt zur Mythenbildung bei. Das Gebaeude in Gecko-Form ist nicht nur ein PR-Gag, sondern eine bauliche Verlängerung der Markenidentitaet. Es zeigt, wie konsequent Wiesmann seine Sprache entwickelt hat: von der Form des Autos bis zur Form des Werks. Dieses konsequente Markenbild ist einer der Gruende, warum Wiesmann im Sammlermarkt oft mit Begriffen wie berühmt oder charakteristisch beschrieben wird.
Österreich: Zulassung, §57a und Import
Fuer den oesterreichischen Markt sind zwei Dinge besonders wichtig: die technische Zulassung und die laufende Begutachtung. Wer einen Wiesmann in Österreich zulassen moechte, sollte frueh klaeren, ob die vorhandenen Papiere eine einfache Registrierung erlauben oder ob eine Einzelgenehmigung bzw. weitere technische Nachweise noetig sind. Gerade bei importierten Fahrzeugen ist das entscheidend, weil die Unterlagenlage bei Kleinserienwagen je nach Herkunft stark variiert.
Bei der periodischen Begutachtung ist die §57a-Ueberpruefung das Stichwort, also das oesterreichische Pendant zum haeufig so genannten Pickerl bzw. zum deutschen TÜV-Kontext. Fuer einen Wiesmann ist das in der Regel gut machbar, solange das Auto technisch sauber und weitgehend original ist. Kritisch werden tiefergelegte Fahrwerke, Abgasanlagen ohne klare Nachweise, unpassende Rad/Reifen-Kombinationen oder schlecht dokumentierte Umbauten. Daher gilt: Wer importiert, sollte bereits vor dem Kauf pruefen, ob das Fahrzeug wirklich alltagstauglich fuer Österreich genehmigungsfaehig ist.
Beim Import aus der EU spielt zudem die Frage der Steuer- und Zulassungsfolgen eine Rolle. Ein gebrauchtes Fahrzeug ist zwar oft leichter als ein Neuwagen zu behandeln, aber dennoch muss die komplette Kette aus Kaufvertrag, Nachweisen, technischer Dokumentation und Zulassung sitzen. Bei besonderen Einzelstuecken, Prototypen oder Sondereditionen koennen die Behoerden genauer hinsehen. Das ist kein Grund zur Abschreckung, aber ein klares Argument fuer saubere Unterlagen.
In der Praxis ist der österreichische Markt fuer Wiesmann vor allem fuer Käufer spannend, die mit dem Wagen bewusst fahren wollen: etwa auf Wochenendtouren in der Steiermark, auf Passstrassen in Tirol oder im Salzburger Land. Gerade dort entfaltet der Wagen sein Potenzial. Die Alpen sind fuer so einen Sportwagen kein Hindernis, sondern die passende Buehne. Wer den Wagen in Österreich einsetzen will, sollte sich aber nicht nur fuer die Performance begeistern, sondern auch fuer Reifen, Bremsen, Bodenfreiheit und die lokale Begutachtungsrealitaet.
Ein importierter Wiesmann wirkt am Ende fast immer wie ein bewusst gewaehltes Statement. Genau darin liegt seine Attraktivitaet in Österreich: Er ist selten, auffallend, technisch spannend und zugleich gut genug mit deutscher Technik unterlegt, um nicht wie ein unberechenbarer Exot zu wirken.
Sonstiges
Wiesmann hat eine sehr loyale Fangemeinde, und das ist fuer Käufer ein echter Marktfaktor. Man kauft nicht nur ein Auto, sondern oft auch Zugang zu einer Community, die sich mit Ersatzteilen, Wissen und Erfahrung gegenseitig hilft. In einer Nische wie dieser ist das viel wert. Gerade bei handgebauten Fahrzeugen kann ein erfahrener Spezialist den Unterschied zwischen einer einfachen Wartung und einem teuren Fehlkauf machen.
Wichtig ist auch der Blick auf die Ersatzteillage. BMW-Komponenten sind generell gut verfuegbar, doch karosseriespezifische Teile, Innenraumdetails oder markenspezifische Verkleidungen koennen aufwendiger sein. Wer einen Wiesmann besitzt, sollte deshalb Verschleissteile und typische Servicepositionen nicht aufschieben. Wartung ist hier nicht nur Werterhalt, sondern auch Voraussetzung fuer stressfreien Betrieb. Ein gepflegter Wiesmann faehrt sich nicht nur besser, er bleibt auch leichter genehmigungs- und verkaufsfaehig.
Fuer Sammler sind ausserdem Sonderausstattungen und limitierte Varianten sehr interessant. Besonders begehrt sind fruehe MF3-Exemplare, gut dokumentierte GT MF4, spaete MF4-S und natuerlich die besonders seltenen MF5-Modelle. Je klarer die Historie und je besser die Spezifikation, desto staerker wirkt das Auto im Markt. Das gilt in Österreich ebenso wie im deutschen oder internationalen Handel.
Als Youngtimer stehen Wiesmann-Fahrzeuge an einer spannenden Schwelle. Sie sind jung genug, um regelmaessig genutzt zu werden, aber alt und selten genug, um sammelwürdig zu sein. Genau diese Mischung macht sie fuer Käufer attraktiv, die mehr suchen als reine Nutzbarkeit. Ein Wiesmann ist kein Auto fuer die Masse, sondern fuer Menschen, die ein sehr bewusstes Verhaeltnis zu Technik, Form und Individualitaet haben.
Fazit
Wiesmann ist eine der eigenstaendigsten deutschen Sportwagenmarken der letzten Jahrzehnte. Die Mischung aus handgebauter Karosserie, BMW-Technik und klarer Designlinie macht die Fahrzeuge bis heute begehrenswert. Fuer den österreichischen Markt kommt noch ein wichtiger Zusatznutzen dazu: Wer einen sauber dokumentierten Wiesmann findet, kann ihn mit etwas Vorbereitung gut importieren, zulassen und als besonderen Youngtimer bewegen.
Am begehrtesten bleiben der MF3 als Kernmodell, der GT MF4 als stilvoller Gran Turismo, der Roadster MF4 als kraftvoller Allrounder und der MF5 als Spitzenmodell mit echter Sammlerstrahlung. Wer kaufen will, sollte die Unterlagen, die technische Originalitaet und den Zustand des Chassis sowie der Antriebstechnik genau pruefen. Dann wird aus dem Kauf kein Risiko, sondern eine sehr gute Entscheidung.
Für Käufer in Österreich gilt am Ende: Ein Wiesmann ist selten, kultig und deutlich individueller als viele andere Sportwagen. Wer jetzt sucht, sollte genau hinschauen, denn die besten Fahrzeuge verschwinden nicht lange. Auf Classic Trader finden Sie passende Angebote und Preise, um Ihren Wiesmann zu kaufen und jetzt entdecken zu können.


