|

Porsche-Diesel Traktor kaufen

Porsche-Diesel Traktoren verbinden luftgekühlte Ingenieurskunst mit robustem Arbeitseinsatz und einer starken Sammlerszene. Für Österreich ist die Geschichte zusätzlich spannend, weil Hofherr-Schrantz in Wien Porsche-Traktoren schon vor 1956 unter Lizenz baute.

Weiterlesen

Suchergebnisse

Bild 1/8 von Porsche-Diesel Standard 218 (1957)
1 / 8

1957 | Porsche-Diesel Standard 218

Porsche-Diesel Standard 218 | 1957 | Route 66 Auctions - For sale by auction. Estimate 8500 EUR

Auktionsfahrzeug
NL flag
Auktionshaus
Fahrzeug ansehen
Bild 1/6 von Porsche-Diesel P 111 (1957)
1 / 6

1957 | Porsche-Diesel P 111

Sehr Guter Zustand. Sofort Verfügbar in 51674

€ 12.000
DE flag
Privat
Fahrzeug ansehen
Bild 1/15 von Porsche-Diesel Standard Star 219 (1961)
1 / 15

1961 | Porsche-Diesel Standard Star 219

1961 Porsche Standard STAR '61

€ 31.950
BE flag
Händler
Fahrzeug ansehen
Bild 1/19 von Porsche-Diesel Master 419 (1961)
1 / 19

1961 | Porsche-Diesel Master 419

PORSCHE Super "Master" 403 F418 // besser als neu // Referenz-Restaurierung

Preis auf Anfrage
DE flag
Händler
Fahrzeug ansehen

"Porsche-Diesel" Inserats-Referenzen von Classic Trader

Im Folgenden finden Sie Inserate zu Ihrer Suche, die nicht mehr auf Classic Trader verfügbar sind. Für eine bessere Kaufentscheidung können Sie sich mit Hilfe dieser Informationen ein besseres Bild über Verfügbarkeit, Wertentwicklung und aktuellen Preis eines "Porsche-Diesel" machen.

Abgelaufenes Inserat
Bild 1/8 von Porsche-Diesel Super Export 339 (1963)

1963 | Porsche-Diesel Super Export 339

Porsche-Diesel Super 339 | 1963 | Route 66 Auctions - For sale by auction. Estimate 9500 EUR

Preis auf Anfrageletzten Monat
NL flag
Händler
Abgelaufenes Inserat
Bild 1/8 von Porsche-Diesel Standard 218 (1960)

1960 | Porsche-Diesel Standard 218

Porsche Diesel Standard 218H | 1960 | Route 66 Auctions - For sale by auction. Estimate 10500 EUR

Preis auf Anfragevor 2 Monaten
NL flag
Händler
Abgelaufenes Inserat
Bild 1/20 von Porsche-Diesel Super N 308 (1960)

1960 | Porsche-Diesel Super N 308

Porsche Diesel Super, 308N, Schnellgang, Garantie

€ 35.000vor 3 Monaten
PL flag
Privat
Abgelaufenes Inserat
Bild 1/8 von Porsche-Diesel Master 408 (1958)

1958 | Porsche-Diesel Master 408

Restored

€ 51.890vor 5 Monaten
BE flag
Händler
Abgelaufenes Inserat
Bild 1/8 von Porsche-Diesel Super S 308 (1959)

1959 | Porsche-Diesel Super S 308

Superb Porsche

€ 32.899vor 5 Monaten
BE flag
Händler
Abgelaufenes Inserat
Bild 1/8 von Porsche-Diesel P 133 (1958)

1958 | Porsche-Diesel P 133

Porsche A133 Diesel tractor | 1958 | Route 66 Auctions - For sale by auction. Estimate 13500 EUR

Preis auf Anfragevor 6 Monaten
NL flag
Händler
Abgelaufenes Inserat
Bild 1/12 von Porsche-Diesel Junior L (1960)

1960 | Porsche-Diesel Junior L

Vollständig restauriert: Mechanik und Karosserie, abholbereit

€ 29.000vor 6 Monaten
IT flag
Privat
Abgelaufenes Inserat
Bild 1/50 von Porsche-Diesel Super Export 329 (1962)

1962 | Porsche-Diesel Super Export 329

Porsche Super Export 329 "Zugmachine" Restored by specialist, Equipped with the powerful 35 HP engine, Accompanied with the original German registration documents and "Betriebsanleitung", Beautiful addition to a Porsche man-cave

€ 24.950vor 6 Monaten
NL flag
Händler
Abgelaufenes Inserat
Bild 1/50 von Porsche-Diesel Super Export 329 (1962)

1962 | Porsche-Diesel Super Export 329

Porsche Super Export 329 "Zugmachine" PRICE REDUCTION! Restored by specialist, Equipped with the powerful 35 HP engine, Accompanied with the original German registration documents and "Betriebsanleitung", Beautiful addition to a Porsche man-cave

€ 21.500vor 7 Monaten
NL flag
Händler
Abgelaufenes Inserat
Bild 1/8 von Porsche-Diesel Junior K (1959)

1959 | Porsche-Diesel Junior K

Porsche Junior 108K tractor | 1959 | Route 66 Auctions - For sale by auction. Estimate 12500 EUR

Preis auf Anfragevor 7 Monaten
NL flag
Händler

Geschichte & Erbe

Die Geschichte des Porsche-Diesel Traktors ist eng mit dem Wiederaufbau der europäischen Landwirtschaft verbunden. Nach den frühen Porsche-Schlepperideen der 1930er-Jahre kam die eigentliche Serienzeit erst in den 1950er-Jahren richtig in Fahrt: 1956 gründete die Mannesmann AG die Porsche-Diesel Motorenbau GmbH in Friedrichshafen, und bis 1963 entstanden dort rund 125.000 Traktoren. Für Sammler ist das bemerkenswert, weil sich in diesem kurzen Zeitraum ein klar umrissenes Modellprogramm mit eigenständigem Charakter herausbildete.

Für Österreich hat diese Geschichte einen eigenen Akzent. Noch bevor die Friedrichshafener Produktion begann, baute Hofherr-Schrantz in Wien Porsche-Traktoren unter Lizenz für den heimischen Markt. Damit ist die Marke in Österreich nicht nur importiert, sondern auch industriell mit Wien verbunden. Genau das macht Porsche-Diesel hierzulande für viele Liebhaber besonders interessant: Die Maschinen gehören nicht nur zur deutschen Nachkriegsgeschichte, sondern auch zur österreichischen Landtechniktradition.

Die Baureihe war bewusst übersichtlich aufgebaut. Der Junior bildete den Einstieg, der Standard deckte den mittleren Bereich ab, der Super brachte mehr Drehmoment und Durchzug, und der Master war das kräftigste Modell der Serie. Diese klare Staffelung half damals Landwirten auf kleinen und mittleren Betrieben ebenso wie Obst- und Weinbauern, die je nach Gelände und Einsatz den passenden Schlepper suchten.

In Österreich spielte dabei die Topografie eine besondere Rolle. Bergbauern, Hanglagen und enge Wege verlangten Maschinen, die nicht nur Leistung, sondern auch Traktion und Zuverlässigkeit boten. Im Weinbau rund um Wachau, Südsteiermark oder das Burgenland waren schmale Schlepper gefragt, die zwischen den Reben arbeiten konnten. Genau dort passt der Porsche-Diesel in das Bild: kompakt, kräftig und technisch so aufgebaut, dass er auch unter schwierigen Bedingungen verlässlich blieb.

Dass die Traktoren bis heute so stark nachgefragt sind, liegt nicht nur am Namen, sondern an der Kombination aus Porsche-Technik, landwirtschaftlicher Alltagstauglichkeit und der markanten Formensprache. Viele Stücke haben über Jahrzehnte auf Höfen gearbeitet und wurden erst später zu Sammlerstücken. Dadurch ist der Markt breit genug für Einsteiger, aber zugleich differenziert genug für Kenner.

Besonderheiten

Was den Porsche-Diesel von vielen anderen Oldtimer-Traktoren abhebt, ist seine technische Eigenständigkeit. Die Motoren sind luftgekühlt, arbeiten mit Bosch-Einspritzung und sind modular aufgebaut. Besonders clever: Die Zylinder lassen sich einzeln demontieren. Das war im harten Hofalltag ein echter Vorteil, weil Reparaturen ohne komplett zerlegte Aggregate möglich waren. Für heutige Besitzer bedeutet das: gute Wartbarkeit, nachvollziehbare Technik und eine solide Basis für fachgerechte Restaurierungen.

Ein weiteres Kennzeichen ist die hydraulische Kupplung beziehungsweise der Voith-Koppler bei bestimmten Ausführungen. Er machte das Schalten angenehmer und schonte den Antriebsstrang. Gerade auf unebenem Boden oder bei langsamer Arbeit in Hanglagen ist das ein Plus, das man im Praxiseinsatz sofort versteht. Wer einen Porsche-Diesel fährt, merkt schnell: Diese Maschinen wurden nicht nur gebaut, um gut auszusehen, sondern um lange zu funktionieren.

Typisch ist auch die Optik mit der spitz zulaufenden Haube und der charakteristischen roten Front. Der Spitzname „Rotnase“ ist bis heute geläufig. Das Karminrot nach RAL 3002 in Verbindung mit elfenbeinfarbenen Rädern nach RAL 1014/1015 prägt den Auftritt stark. Auf Oldtimertreffen in der Steiermark oder in Tirol steht ein sauber restaurierter Porsche-Diesel deshalb nie unscheinbar da.

Zur Besonderheit zählt ebenso die große Modellbandbreite bei ähnlicher Grundarchitektur. Wer einen Junior kennt, erkennt die Familie im Standard wieder, und auch der Super und der Master bleiben trotz unterschiedlicher Zylinderzahl klar als Porsche-Diesel lesbar. Das ist für Sammler wichtig, weil sich Ersatzteile, Technikverständnis und Marktkenntnis oft auf ähnliche Baugruppen stützen.

Nicht zuletzt gibt es eine starke Club- und Teilebasis. Der Porsche-Diesel-Club Europa (PDCE) ist für viele Besitzer erste Anlaufstelle, wenn es um Erfahrungsaustausch, Teilebeschaffung oder Dokumentation geht. Gerade bei einem Traktor, der Jahrzehnte alt ist, ist ein aktives Netzwerk oft mehr wert als ein glänzender Lack.

Technische Daten

Technisch folgen alle Porsche-Diesel-Traktoren einer klaren Philosophie: robust, überschaubar, servicefreundlich. Die luftgekühlten Motoren verzichten auf Kühler und Wasserpumpe, was im landwirtschaftlichen Alltag eine mögliche Fehlerquelle weniger bedeutet. Das war in den 1950er- und 1960er-Jahren praktisch und ist heute ein Grund, warum viele Exemplare trotz ihres Alters noch laufen.

Die Kombination aus Bosch-Einspritzung, solider Kurbeltrieb-Auslegung und gut zugänglichen Baugruppen machte die Traktoren langlebig. Gleichzeitig sind gerade Verschleißteile wie Pumpen, Lager, Dichtungen oder Blechteile je nach Zustand nicht billig. Für Käufer ist daher wichtig zu unterscheiden zwischen fahrbereiter Substanz und rein optischer Aufbereitung.

Bei den Leistungsstufen lässt sich die Modellfamilie grob so einordnen: Der Junior eignet sich für leichtere Arbeiten, Hofeinsätze und kleinere Flächen. Der Standard ist der Allrounder für viele Sammler und Nutzer. Der Super bietet mehr Reserve, etwa im Gelände oder bei schwereren Anbaugeräten. Der Master ist die stärkste, aber auch weniger häufige Variante, die vor allem bei Sammlern mit Blick auf Vollständigkeit und Leistung gefragt ist.

Ein technisches Detail mit Sammlerwert ist die Ablesbarkeit der Originalität. Werksnahe Typenschilder, korrekte Farbgebung, passende Felgen und die richtige Ausführung von Haube, Luftführung und Anbauteilen sind bei Porsche-Diesel oft entscheidend für den Preis. Gerade in Österreich werden gute, ehrliche Fahrzeuge mit nachvollziehbarer Historie immer stärker geschätzt.

Marktübersicht und Kauftipps

Der Markt für Porsche-Diesel ist lebendig, aber nicht einheitlich. Entscheidend sind Modell, Zustand, Originalität, Technik und Herkunft. Österreichische Käufer achten zusätzlich oft auf einen nachvollziehbaren Vorbesitz im Alpenraum, denn Maschinen aus Hang- oder Weinbaubetrieben bringen meist einen passenden Einsatzkontext mit. Das kann den Kauf spannender machen, weil die Historie greifbar bleibt.

Preisniveau nach Modell

Junior: Fahrbereite Exemplare liegen meist bei 7.000 bis 12.000 €. Gute Restaurierungen gehen darüber hinaus, vor allem wenn Farbe, Blechsubstanz und Technik sauber zusammenpassen. Der Junior ist der Einstieg in die Baureihe, aber keineswegs ein Billigobjekt.

Standard: Hier bewegen sich solide Fahrzeuge meist bei 9.000 bis 15.000 €. Weil der Standard vergleichsweise oft gebaut wurde und für viele Einsatzzwecke passt, ist er für Einsteiger und Sammler oft die vernünftigste Wahl. Besonders interessant sind unverbastelte Maschinen mit sauberer Dokumentation.

Super: Gute Fahrzeuge kosten häufig 20.000 bis 32.000 €. Der Super ist bei Kennern beliebt, weil er Leistung, Präsenz und Sammlerwert gut verbindet. In Südtirol, Österreich und Bayern ist diese Klasse besonders gefragt, weil Hanglagen und Weinbau ein passendes Umfeld bilden.

Master: Hier sind 30.000 bis 45.000 € realistisch, in sehr gutem Zustand auch mehr. Der Master ist das stärkste Serienmodell und damit für viele Käufer die begehrteste Variante, wenn Leistung und Seltenheit zusammenkommen.

Real erzielte Marktwerte bestätigen diese Spannen. BaT meldete im Dezember 2025 einen Super 329 mit einem Zuschlag von 35.000 US-Dollar. RM Sotheby’s erzielte 2023 für einen Junior 108 S Vineyard 58.800 US-Dollar. Solche Ergebnisse zeigen, dass Sonderausführungen, gute Präsentation und saubere Historie deutliche Preisaufschläge bringen können.

Auch die Herkunft kann den Wert beeinflussen. Bonhams versteigerte einen Porsche Diesel Standard von 1959 mit österreichischer Provenienz, verkauft über Hofherr-Schrantz Wien, für 14.375 €. Solche Stücke sind für österreichische Sammler besonders reizvoll, weil sie die lokale Verbindung der Marke sichtbar machen.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Kaltstart: Ein Porsche-Diesel sollte kalt sauber anspringen. Warmlaufen vor der Besichtigung ist ein Warnsignal, weil Startprobleme kaschiert werden können. Achten Sie auf Rauchverhalten, gleichmäßigen Lauf und saubere Gasannahme.

Kompression und Motorlauf: Luftgekühlte Dieselmotoren leben von guter Kompression. Unruhiger Leerlauf, starke Blow-by-Anzeichen oder auffällige Geräusche deuten auf teure Arbeiten hin. Eine Überholung kann rasch im Bereich von mehreren Tausend Euro liegen.

Ölleckagen: Prüfen Sie Motorblock, Einspritzpumpe, Getriebe und Achsen sorgfältig. Ein wenig Schwitzen ist bei alten Traktoren normal, aber ölfeuchte Gehäuse, Tropfstellen oder frisch gewaschene Unterböden können Probleme verdecken.

Hydraulik und Kupplung: Falls Ihr Wunschmodell eine hydraulische Kupplung hat, sollte diese sauber arbeiten. Ruckeln, Schlupf oder fehlende Funktion mindern den Fahrkomfort und den Wert.

Blechteile und Lack: Die Rotnase ist beliebt, aber Nachlackierungen sind häufig. Originalität bei Farbtönen, Linienführung und Emblemen ist ein Wertfaktor. Achten Sie auf Haube, Kotflügel, Trittbretter und die typischen Stellen an der Vorderpartie.

Ersatzteile: Die Lage ist besser als bei vielen anderen Landmaschinen der 1950er-Jahre, aber nicht jedes Teil liegt im Regal. Über den PDCE und spezialisierte Händler lässt sich vieles organisieren, doch gerade gute Originalteile sind gesucht.

Dokumente: Betriebsanleitung, Ersatzteilliste, alte Zulassungspapiere und Restaurierungsrechnungen erhöhen das Vertrauen. Bei einem Traktor mit österreichischer Geschichte sind Fotos, Hofunterlagen oder alte Kennzeichnungen besonders wertvoll.

Zulassung in Österreich

Für österreichische Besitzer ist die technische Abnahme ein wichtiger Punkt. Statt TÜV spricht man hier von der §57a-Begutachtung beziehungsweise dem Pickerlservice. Bei gut erhaltenen Porsche-Diesel-Traktoren ist das grundsätzlich machbar, solange Bremsen, Beleuchtung, Lenkung und allgemeine Verkehrssicherheit stimmen. Wer ein Fahrzeug mit historischem Anspruch fahren will, sollte außerdem die Regeln für Oldtimer- bzw. H-Kennzeichen im Blick behalten; die Grundlogik ist der deutschen Oldtimerzulassung ähnlich, auch wenn die genaue Abwicklung österreichisch geregelt ist.

Gerade bei landwirtschaftlichen Fahrzeugen oder Sammlerfahrzeugen lohnt sich eine frühzeitige Klärung, wie das Fahrzeug eingesetzt werden soll: nur Sammlung, gelegentliche Ausfahrten, Veranstaltungen oder tatsächlich noch Arbeit am Hof. Diese Entscheidung beeinflusst nicht nur die Suche, sondern auch die Frage nach Technikzustand, Originalität und Umbauten.

Fahrerlebnis

Ein Porsche-Diesel fährt sich nicht wie ein moderner Schlepper. Das beginnt schon beim Starten: Man hört das Anlassen, das Verdichten, das tiefe Einrasten des Motors und spürt sofort, dass hier Mechanik arbeitet, nicht Elektronik. Der Klang ist trocken, rhythmisch und je nach Modell erstaunlich präsent. Ein Junior klingt fast knorrig und direkt, während Super und Master mit mehr Volumen auftreten.

Auf dem Feld oder auf Nebenstraßen wird schnell klar, warum diese Traktoren so geschätzt wurden. Die Lenkung ist direkt, aber schwerer als bei heutigen Maschinen. Die Sitzposition ist schlicht, die Übersicht gut, die Bedienung mechanisch nachvollziehbar. Alles wirkt ehrlich und funktional. Genau das mögen viele Sammler: Man fährt nicht nur ein Fahrzeug, man erlebt eine Arbeitswelt vergangener Jahrzehnte.

Besonders angenehm ist bei entsprechend ausgestatteten Modellen das Schalten mit hydraulischer Unterstützung. Das macht das Fahren entspannter und ist gerade in hügeligem Gelände ein Vorteil. Auf langen Arbeitsfahrten, etwa im Obstbau oder bei leichten Transportaufgaben, entsteht ein ruhiger, gleichmäßiger Rhythmus. Wer einen Porsche-Diesel bewegt, versteht schnell, warum diese Maschinen damals so viel Vertrauen gewonnen haben.

Im Alpenraum passt dieses Fahrerlebnis besonders gut. Auf steilen Wiesen, schmalen Zufahrten oder im Weinberg zeigt sich, dass kompakte Bauweise und gute Zugkraft wichtiger sein können als reine Geschwindigkeit. Viele österreichische Besitzer schätzen genau diese Charakteristik: Ein Porsche-Diesel ist kein Schaustück ohne Funktion, sondern ein Traktor mit echter Nutzergeschichte.

Auch bei Treffen wirkt er anders als viele andere Klassiker. Während Sportwagen oft glänzen und beeindrucken, zieht ein Porsche-Diesel durch seine Mischung aus Arbeitsspuren, Form und Klang Aufmerksamkeit an. Ein sauberer Originalzustand mit Patina kann dabei genauso überzeugen wie eine perfekte Restaurierung. Entscheidend ist, dass das Fahrzeug stimmig bleibt.

Design

Das Design des Porsche-Diesel ist klar aus der Funktion entwickelt, aber dennoch mit großer Wiedererkennbarkeit versehen. Die Front mit der schmal zulaufenden Motorhaube, die klaren Flächen und die markante Farbtrennung schaffen einen Auftritt, der sofort ins Auge fällt. Der rote Vorderwagen ist dabei mehr als nur Farbe: Er ist ein starkes Markenzeichen und ein Grund, warum die Baureihe bis heute so leicht wiederzuerkennen ist.

In der Serie wirkt die Form nie überladen. Die Technik wird nicht versteckt, sondern sichtbar mitgedacht. Das passt zu einer Zeit, in der Landmaschinen vor allem arbeiten mussten. Gleichzeitig zeigt Porsche-Diesel aber einen Anspruch an Gestaltung, der über das rein Zweckmäßige hinausgeht. Genau deshalb stehen diese Traktoren heute nicht nur auf Höfen, sondern auch in Sammlungen, Museen und privaten Ausstellungen.

Die österreichische Perspektive macht das Design zusätzlich interessant. Maschinen mit Hofherr-Schrantz-Historie oder regionalem Vorleben werden oft mit besonderem Interesse betrachtet, weil sie die Verbindung zwischen deutscher Konstruktion und österreichischer Umsetzung sichtbar machen. In Wien gefertigte Lizenzmaschinen, alpine Einsatzspuren und spätere Sammlerrestaurierungen ergeben zusammen ein dichtes historisches Bild.

Wer ein Exemplar kaufen will, sollte auf Details achten: richtige Felgenfarbe, passende Reifen, korrekte Embleme, saubere Blechkanten und stimmige Anbauteile. Gerade beim Porsche-Diesel entscheidet oft nicht das makellose Finish allein, sondern die Glaubwürdigkeit des Gesamtbilds. Eine gute Restaurierung respektiert die ursprüngliche Linie.

Sonstiges

Porsche-Diesel ist auch deshalb gefragt, weil die Szene lebendig geblieben ist. In Österreich treffen sich Liebhaber auf Oldtimertreffen in der Steiermark, in Tirol oder im Burgenland, aber auch auf markenspezifischen Veranstaltungen mit Porsche-, Schlepper- und Landtechnikbezug. Dort wird schnell sichtbar, welche Rolle Originalität, Historie und technische Ehrlichkeit spielen.

Ein weiterer Punkt ist die Ersatzteil- und Wissenslage. Ohne ein Netzwerk aus Clubs, Spezialisten und engagierten Besitzern wäre vieles schwieriger. Der PDCE und regionale Szeneakteure helfen beim Finden von seltenen Komponenten, beim Abgleich von Typen und bei Fragen zur Restauration. Das ist besonders wichtig, weil nicht jeder Porsche-Diesel gleich ist und Umbauten aus späteren Jahrzehnten oft zu Verwirrung führen.

Auch bei der Bewertung spielen Details eine große Rolle: Stimmen Motor und Typenschild zusammen? Ist das Fahrzeug original lackiert oder überlackiert? Sind Anbaugeräte zeitgenössisch? Passt die Maschine zu ihrer Geschichte? Solche Fragen sind beim Porsche-Diesel wichtig, weil die Wertspanne zwischen ehrlichem Arbeiter und teuer aufpoliertem Sammlerstück beträchtlich sein kann.

Für Händler und Käufer in Österreich ist außerdem die regionale Provenienz ein Plus. Ein Schlepper, der aus einem steirischen Weingut, einem Tiroler Bergbetrieb oder einem Wiener Vorleben stammt, erzählt mehr als nur Technik. Er erzählt Einsatzgeschichte. Genau das macht den Markt für Liebhaber so spannend.

Fazit

Der Porsche-Diesel Traktor ist für Käufer in Österreich weit mehr als ein alter Schlepper mit bekanntem Namen. Er verbindet die Porsche-Konstruktion der Nachkriegszeit mit der österreichischen Landtechnikgeschichte, etwa über Hofherr-Schrantz Wien, und bleibt zugleich ein äußerst brauchbares Sammlerfahrzeug mit klarer Modellstruktur.

Wer einen Junior sucht, findet einen zugänglichen Einstieg. Der Standard ist der breiteste und oft vernünftigste Kauf. Der Super bietet mehr Präsenz und Leistung, während der Master das stärkste und seltenere Serienmodell ist. Die Marktpreise sind stabil bis hoch, vor allem wenn Zustand, Originalität und Historie stimmen.

Für Österreich gelten eigene praktische Punkte: §57a-Begutachtung, guter technischer Gesamtzustand und eine nachvollziehbare Dokumentation sind zentral. Wer das berücksichtigt, findet im Porsche-Diesel einen Traktor, der auf Treffen, am Hof und in der Sammlung gleichermaßen überzeugt.

Finden Sie jetzt Ihren Porsche-Diesel auf Classic Trader – Angebote und Preise entdecken und kaufen.