Kennzeichen: LA-19-41
Hersteller: Gallery Aaldering Arnhemsestraat 47 6971AP BRUMMEN, NL 0575564055 http://www.gallery-aaldering.com info@gallery-aaldering.com
Anfang der 1960er-Jahre baute Lancia in Turin mit rund 5.000 Mitarbeitern Automobile. Das Werk arbeitete sechs Tage pro Woche, nahezu rund um die Uhr. Und dennoch verließen historischen Berichten zufolge manchmal kaum zweihundert Fahrzeuge pro Woche die Produktion. Sie verstehen: Eile war nicht der wichtigste Bestandteil des Fertigungsprozesses. Gut musste es sein. Sehr gut.
Und wenn ein Buchhalter vielleicht einmal vorsichtig fragte, ob sich ein bestimmtes Bauteil nicht günstiger einkaufen ließe, arbeiteten die Ingenieure vermutlich schweigend weiter daran, ihre Komponenten noch weiter zu perfektionieren.
In jener Zeit war die Flaminia das Spitzenmodell von Lancia. Ein teures, technisch außerordentlich anspruchsvolles Automobil für Menschen, die verstanden, warum eine komplizierte Lösung manchmal besser sein konnte als eine konventionelle. Für den Preis einer einzigen Flaminia Berlina konnte man in Italien ungefähr zehn Fiat 500 kaufen. Doch keiner dieser zehn Wagen besaß ein Getriebe, das einzeln zwei Stunden lang bei 2.000 Umdrehungen geprüft worden war.
Bei der Flaminia waren Getriebe und Differenzial gemeinsam an der Hinterachse angeordnet. Diese Konstruktion verfügte sogar über eine eigene Ölpumpe. Jede Transaxle-Einheit soll anschließend zwei Stunden lang getestet worden sein, und wenn sie dabei nicht vollkommen geräuschlos lief, wurde sie aussortiert. Nicht repariert. Aussortiert.
Lancia fertigte sogar die eigenen Stoßdämpfer, weil die Marke diese lieber nicht von einem anderen Hersteller beziehen wollte. Auch den Komponenten der Radaufhängung wurde beinahe obsessiv viel Aufmerksamkeit gewidmet. Gussteile wurden sorgfältig nachbearbeitet, einzeln auf ihre Härte geprüft und mit dem Stempel desjenigen versehen, der die Kontrolle durchgeführt hatte. Man blickt auf Technik, doch beinahe fühlt es sich wie Kunst an. Und anschließend schickte Lancia das Chassis zu Zagato.
Bei Zagato erhielt die Flaminia eine leichte Aluminiumkarosserie mit dem vielleicht berühmtesten Dachprofil des italienischen Karosseriebauers: dem Double Bubble. Zwei Auswölbungen über den Insassen ermöglichten eine niedrige Dachlinie, ohne den Sitzkomfort einzuschränken. Funktional gedacht, mit einem wunderschönen Ergebnis.
Die Flaminia Sport wurde zu einem kompakten, aerodynamischen Zweisitzer mit langer Frontpartie, kurzem Heck und Linien, die sich aus jedem Blickwinkel zu verändern scheinen. Nicht jeder versteht einen Zagato auf Anhieb. Enzo Ferrari soll die Flaminia Sport als eines der fahrdynamisch besten Automobile bezeichnet haben, die jemals gebaut wurden. Auch wenn der genaue Wortlaut in verschiedenen Publikationen variiert, steht fest, dass das Fahrverhalten der Flaminia große Bewunderung hervorrief. Und bei diesem Exemplar ist das deutlich spürbar.
Der sportliche Ruf stammte zudem keineswegs nur aus einem Verkaufsprospekt. Giulio Cabianca und Piergiorgio Provolo fuhren 1961 mit einer Flaminia Sport Zagato auf den zweiten Platz bei der Mille Miglia. Darüber hinaus erzielte die Flaminia Sport mehrere Erfolge in der GT-Klasse bei bedeutenden italienischen Veranstaltungen.
Dieses Exemplar ist mit dem 2,5-Liter-V6 ausgestattet, gekoppelt an die handgeschaltete Transaxle-Einheit. Nach heutigen Maßstäben ist das kein überwältigend kraftvoller Motor, doch in Verbindung mit der flachen Karosserie, dem vergleichsweise geringen Gewicht, der ausgewogenen Gewichtsverteilung und dem sorgfältig entwickelten Fahrwerk entsteht genau jene Art von Automobil, bei der reine Motorleistung beinahe zur Nebensache wird. Eine Flaminia fühlt sich harmonisch an. Sportlich und komfortabel, entspannt, mit einem Getriebe, dessen Übersetzungen perfekt aufeinander abgestimmt sind. Eine leichtgängige Lenkung mit viel Gefühl – all das mag komplex klingen, doch sobald Sie eine Flaminia kennenlernen, werden Sie es selbst erleben.
Dieses Exemplar wurde tatsächlich bis ins kleinste Detail restauriert. Die Aluminiumkarosserie befindet sich in fantastischem Zustand, und die dunkelblaue Lackierung bildet eine wunderschöne Kombination mit dem hellbeigen Interieur. Außen dunkel. Innen hell. Und nahezu überall vollkommen korrekt ausgeführt. Dass diese Flaminia bereits einen Concours gewonnen hat, erzählt die Geschichte vielleicht am einfachsten. Dies ist ein qualitativ außergewöhnlich hochwertiger Lancia mit hervorragenden Restaurierungs- und Revisionsarbeiten.
Eine Lancia Flaminia Sport Zagato 2.5 aus dem Jahr 1961 mit einer Aluminiumkarosserie im Double-Bubble-Design, einer außergewöhnlich hochwertigen Restaurierung und einem Zustand, der auf Concours-Niveau bewertet wurde. Lancia baute davon niemals zehn Stück am Tag. Wenn man sieht, wie viel Aufmerksamkeit in einem einzigen Automobil steckt, versteht man, weshalb. Haben Sie Interesse? Dann kontaktieren Sie noch heute Gallery Aaldering, seit 1975 aktiv. Wir verfügen über langjährige Erfahrung im weltweiten Export unserer Fahrzeuge und informieren Sie gerne über die verschiedenen Möglichkeiten.