1969 | Kaimann Formel Vau IV 1300
1969 Kaimann Mk IV Formel Vau 1300. Im Auktionsverkauf. Schätzwert: 10.000 € - 20.000 €. Ohne Mindestpreis!
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Einer der schnellsten Formel-Vau-Wagen seiner ZeitMit Kurt Bergmann bei den Jubiläumsfeiern in DaytonaFrühes Mk IV Modell von 1969
Als im Rahmen des Flugplatzrennens 1965 in Innsbruck-Kranebitten Porsche-Rennleiter Huschke von Hanstein erstmals einen Einsitzer-Rennwagen mit Volkswagen-Technik der österreichischen Öffentlichkeit vorstellte, war das Who-is-who der heimischen Rennsportszene geladen. Darunter ein gewisser Kurt Bergmann, der in Wien-Essling eine Opel-Werkstatt betrieb und nebenbei mit achtbarem Erfolg Go-Kart-Rennen fuhr. Bergmann war von den Rennern mit der Käfer-Serienmechanik fasziniert und durfte sich einen für drei Wochen zu Studienzwecken ausborgen. Während Bergmann an ersten Prototypen in seiner Esslinger Werkstatt baute, entstanden in ungleich professionellerem Umfeld auch bei Porsche Salzburg die ersten Austro-Vau-Rennwagen. Die Formel Vau war in Europa und auch in Österreich angekommen und schlug mit überwältigendem Erfolg ein. Kurt Bergmann nannte seine ersten Versuche noch Kraxn, mit denen Kart-Champ Walter Riedl und der Industriellen-Sprößling Fritz Glatz der Konkurrenz anfangs hinterherfuhren. Schon Ende 1966 stieß ein gewisser Dieter Quester dazu, und als Erich Glavitza ein grünes Krokodil auf rotem Hintergrund auf sein Auto pickte, war auch ein Name für das Team gefunden: Kaimann. 1967 gelang Quester der erste Sieg für das neue Team und der Teamchef, der anfangs auch selbst noch hinterm Volant gesessen war, konzentrierte sich fortan ganz auf das, was er am besten konnte: tüfteln und konstruieren. Schließlich war der 60-PS-Motor für alle der gleiche, das Chassis war es, das den Unterschied machte. Gemeinsam mit Fritz Indra, Assistent an der TU, und Heinz Lippitsch entstanden neue Ideen und Konstruktionen, die den Kaimann zum Siegerwagen machten. Der „Masta“, wie sie Bergmann nannten, brauchte sich um gute Fahrer nicht zu kümmern. Die rannten ihm die Türen ein, denn die Kaimann-Renner waren der Konkurrenz voraus. Nicht einmal die Übermacht aus der Salzburger Alpenstraße musste er fürchten, die Kaimänner gewannen alles in Österreich, in Europa und sogar in Übersee. 1971 gab es mit der Super Vau eine zweite, stärkere Klasse, die mit Flügel, mehr Hubraum und Leistung auf Formel 3-Niveau war. Im selben Jahr holte sich Erich Breinsberg den Sieg in Daytona, dem jährlichen Vergleichskampf zwischen Europa und Amerika. Neben den bereits genannten verdienten sich auch Niki Lauda, Helmut Marko, Helmut Koinigg, Jo Gartner, Harald Ertl, Jochen Mass oder Keke Rosberg erste Sporen in Kurt Bergmanns Kaimann-Team. Sie alle sollten Karriere in der Königsklasse machen, zwei von ihnen dort sogar Weltmeister werden.
Über den Werdegang dieses Kaimanns ist mangels Dokumentation wenig bekannt. Seine Seriennummer weist ihn als frühen Mk IV des Jahres 1969 aus. Von wem, wo und mit welchem Erfolg er eingesetzt wurde, liegt bislang noch im Dunkeln. Ehre von höchsten Gnaden wurde ihm in jüngerer Zeit zuteil. Denn als 2013 „Masta“ Kurt Bergmann zum 50-Jahre-Jubliäum der Formel Vau nach Daytona reiste, war es dieser Kaimann, der ihn begleitete. Dank seiner einfachen Technik sollte sich seine Mechanik nach Jahren des Stillstands ohne allzu große Mühen wieder in Bewegung bringen lassen. Damals wie heute ist die Formel Vau immer noch eine der attraktivsten und gleichzeitig den Kontostand schonenden Rennsportklassen. Dass die Kaimänner mehr als tauglich sind, haben sie hinlänglich bewiesen.
Chassis: FV690088
Motor / Engine: –
Papiere / Documents: ohne Papiere
Schätzwert / Estimate: € 10.000 – 20.000 Ohne Limit / Without Reserve
Ort / Location: CLASSIC EXPO Salzburg Messezentrum Salzburg Am Messezentrum 1 5020 Salzburg
Datum / Date: 17. Oktober 2026 11:00 bis 13:00 und ab 16:00
Besichtigung / Viewing: 16. und 17. Oktober 2026

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