1985 | Ferrari 328 GTB
- Status:
- Kein Mindestpreis
- Schätzwert:
- € 110.000 - € 120.000
- Endet um:
- 13.09.2026, 17:54:00 MESZ
Dieser Ferrari 328 GTB von 1985 verbindet eine außergewöhnlich geringe, belegte Laufleistung von 27.121 Kilometern mit einer umfangreichen Dokumentation und langjähriger österreichischer Historie. Der Wagen wurde als junger Gebrauchter vom damaligen österreichischen Ferrari-Generalimporteur Denzel an einen Architekten verkauft und wechselte vor rund zehn Jahren mit 27.030 garantierten Kilometern in die heutige Sammlung. Originalrechnung, Bordmappe, sämtliche vorhandenen Servicebelege und die österreichische Einzelgenehmigung des Generalimporteurs sind vorhanden und geprüft. Matching Numbers und Matching Colors wurden ebenfalls bestätigt; 2025 erhielt der Ferrari einen Service einschließlich neuem Zahnriemen.
Der Ferrari 328 GTB gehört zu jener Generation von Mittelmotor-Ferrari, bei der die Mechanik noch unmittelbar Teil des Fahrerlebnisses ist. Ein kompakter V8, ein manuelles Fünfganggetriebe, Hinterradantrieb und eine vergleichsweise puristische Bedienung prägen seinen Charakter. Die Linienführung verbindet die klassische Keilform dieser Ferrari-Generation mit weicheren Übergängen und integrierten Stoßfängern.
Im 328 GTB arbeitet ein 3.185 cm³ großer V8 mit 270 PS beziehungsweise 199 kW. Anders als beim offenen beziehungsweise herausnehmbar überdachten GTS bildet der GTB ein geschlossenes Coupé. Laut den vorliegenden Fahrzeugunterlagen entstanden zwischen 1985 und 1989 lediglich 1.344 Exemplare des 328 GTB. Diese vergleichsweise geringe Stückzahl bildet heute einen zusätzlichen Aspekt seiner Sammlerrelevanz.
Der Ferrari präsentiert sich in der klassischen Kombination Rot über beigem Leder. Auf den vorhandenen Fotografien zeigt sich die charakteristische flache Silhouette des 328 GTB mit geschlossener Dachlinie, Klappscheinwerfern, schwarzen Karosseriedetails und den typischen seitlichen Lufteinlässen. Die Außenfarbe entspricht nach den geprüften Angaben der verifizierten Originalfarbkonfiguration des Fahrzeugs.
Die Bilder vermitteln einen gepflegten und geschlossen wirkenden Gesamteindruck. Eine belastbare Aussage zu Lackschichtstärken, möglichen früheren partiellen Lackarbeiten oder zur Unfallfreiheit lässt sich daraus jedoch nicht ableiten; entsprechende weitergehende Angaben liegen nicht vor. Ein separates Zustands- oder Wertgutachten ist ebenfalls nicht vorhanden.
Im Innenraum trifft die rote Karosserie auf beiges Leder – eine Farbkombination, die eng mit dem klassischen Erscheinungsbild eines Ferrari dieser Epoche verbunden ist. Die Fotografien zeigen das fahrerorientierte Cockpit mit analoger Instrumentierung, schwarzem Armaturenbrett und der für einen handgeschalteten Ferrari zentralen mechanischen Schaltkulisse.
Die beige Lederausstattung ist als Matching Colors verifiziert. Zusammen mit der Bordmappe und den vorhandenen Unterlagen trägt sie zum nachvollziehbaren Gesamtbild dieses ungewöhnlich wenig gefahrenen Exemplars bei.
Hinter den Sitzen arbeitet der 3,2-Liter-V8 mit 270 PS. Geschaltet wird über ein manuelles Fünfganggetriebe, die Kraft gelangt an die Hinterräder. Die FIN lautet ZFFWA19B000061003, als Motorkennung ist in der Fahrzeugdokumentation 484 angegeben. Matching Numbers wurden anhand der geprüften Unterlagen bestätigt.
Besondere Aufmerksamkeit verdient bei einem wenig bewegten Ferrari die Wartung. Obwohl das Fahrzeug während der vergangenen rund zehn Jahre lediglich wenige Kilometer zurücklegte, wurde es nach den vorliegenden Angaben regelmäßig gestartet und für kurze Bewegungsfahrten genutzt. Der Zahnriemen wurde vorsorglich erneuert. Zuletzt erfolgte 2025 ein Service einschließlich neuem Zahnriemen.
Im Juli 2026 wurde der Ferrari erneut problemlos gestartet und gefahren. Aktuell ist er nicht zugelassen und im Datensatz als nicht fahrbereit hinterlegt. Der erfolgreiche jüngste Probelauf sollte dabei nicht mit einem unabhängigen Zustandsbericht gleichgesetzt werden; ein separates Gutachten liegt nicht vor.
Die österreichische Geschichte dieses 328 GTB ist besonders nachvollziehbar. Als junger Gebrauchter wurde er vom damaligen österreichischen Ferrari-Generalimporteur Denzel an einen Architekten verkauft, der mit dem heutigen Eigentümer bekannt war. Die zugehörige Dokumentation wurde geprüft.
Vor rund zehn Jahren gelangte der Ferrari mit 27.030 garantierten Kilometern in die heutige Sammlung. Dort wurde er nicht auf den Sammler zugelassen und nur sehr zurückhaltend bewegt. Der aktuelle Datensatz weist 27.121 Kilometer aus. Damit kamen während dieser langen Sammlungsphase lediglich rund 90 Kilometer hinzu.
Gerade diese Laufleistungsentwicklung ist bemerkenswert, weil sie nicht isoliert als niedriger Tachostand dasteht, sondern von Originalrechnung, Bordmappe und Serviceunterlagen begleitet wird. Für die Einordnung eines Ferrari dieser Generation ist eine solche dokumentarische Kontinuität von erheblicher Bedeutung.
Zum Fahrzeug gehören die Originalrechnung, die originale Bordmappe, sämtliche vorhandenen Servicebelege sowie die österreichische Einzelgenehmigung des Generalimporteurs. Die Unterlagen wurden geprüft und bestätigen die wesentlichen Angaben zur Historie und Laufleistung.
Auch während der geringen Nutzung in der Sammlung wurde der Zahnriemen vorsorglich erneuert. Der jüngste dokumentierte Service einschließlich Zahnriemenwechsel stammt aus dem Jahr 2025. Matching Numbers und Matching Colors wurden bestätigt. Ein separates Zustands- oder Wertgutachten liegt nicht vor.
Ein Ferrari 328 GTB ist bereits durch seine klassische Kombination aus V8-Mittelmotor, Handschaltung und geschlossenem Coupé-Aufbau ein charakteristischer Vertreter der Marke. Bei diesem Exemplar kommt eine ungewöhnlich niedrige und nachvollziehbare Laufleistung hinzu: 27.121 Kilometer, davon nur rund 90 Kilometer während der vergangenen zehn Jahre in der heutigen Sammlung.
Entscheidend ist dabei die begleitende Dokumentation. Originalrechnung, Bordmappe, Servicehistorie, österreichische Einzelgenehmigung, Matching Numbers und Matching Colors geben dem Wagen eine belastbare Identität. Der 2025 erneuerte Zahnriemen ist angesichts der geringen Nutzung ebenfalls ein wichtiger Punkt. In Verbindung mit der österreichischen Historie und der klassischen Farbkombination ergibt sich ein 328 GTB, dessen Sammlerrelevanz vor allem in Laufleistung, Dokumentation und nachvollziehbarer Konfiguration liegt.
Beim 328 GTB ist eigentlich alles da, was einen klassischen Ferrari reizvoll macht: ein V8 direkt hinter dem Fahrer, fünf handgeschaltete Gänge und eine Karosserie, die selbst im Stand nach Geschwindigkeit aussieht. Bei diesem Wagen ist für mich aber die Zahl 27.121 fast ebenso interessant wie die 270 PS. Noch wichtiger: Sie steht nicht allein, sondern wird von einer bemerkenswert geschlossenen Dokumentation begleitet. Ein Ferrari, der offenbar sehr bewusst bewahrt wurde – ohne dabei die Wartung des Zahnriemens zu vergessen.

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