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Piaggio Motorroller kaufen

Von den Trümmern des Zweiten Weltkriegs zur weltweiten Mobilitätsrevolution: Piaggio prägt seit 1946 das Stadtbild mit der Vespa. In Österreich verbindet die Marke eine besondere Geschichte mit den Puch-Werken in Graz, die den Kultroller einst in Lizenz fertigten.

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Bild 1/14 von Piaggio Vespa 125 (1961)
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1961 | Piaggio Vespa 125

charmanter Zweitakt-Klassiker aus der Vespa-Erfolgsgeschichte

€ 3.500 - € 4.800

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Bild 1/13 von Piaggio Vespa 125 (1954)
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1954 | Piaggio Vespa 125

Villach Collection – Oldtimer / Sammlerfahrzeug aus Museumsbestand

€ 8.000 - € 10.000

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Bild 1/11 von Piaggio Vespa 150 GS (1961)
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1961 | Piaggio Vespa 150 GS

Villach Collection – Oldtimer / Sammlerfahrzeug aus Museumsbestand

€ 7.000 - € 9.000

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Bild 1/11 von Piaggio Vespa 50 N Special (1981)
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1981 | Piaggio Vespa 50 N Special

Villach Collection – Oldtimer / Sammlerfahrzeug aus Museumsbestand

€ 2.250 - € 3.000

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Bild 1/10 von Piaggio Vespa PX 200 E (1978)
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1978 | Piaggio Vespa PX 200 E

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Bild 1/17 von Piaggio Bravo (1981)
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1981 | Piaggio Bravo

Villach Collection – Oldtimer / Sammlerfahrzeug aus Museumsbestand

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Bild 1/11 von Piaggio Vespa Cosa 125 (1989)
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1989 | Piaggio Vespa Cosa 125

Villach Collection – Oldtimer / Sammlerfahrzeug aus Museumsbestand

€ 1.000 - € 1.600

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Bild 1/50 von Piaggio Vespa 150 Sprint (1967)
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1967 | Piaggio Vespa 150 Sprint

Piaggio VESPA 150 SPRINT

€ 7.200
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Bild 1/20 von Piaggio Vespa 200 Rally (1976)
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1976 | Piaggio Vespa 200 Rally

Neuwertige Vespa , Vollständig restauriert !!!!!

€ 9.980
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Bild 1/50 von Piaggio Vespa 125 Super (1966)
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1966 | Piaggio Vespa 125 Super

Piaggio VESPA 125 SUPER

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Bild 1/45 von Piaggio Vespa 150 (1958)
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1958 | Piaggio Vespa 150

Piaggio VESPA VB1 150

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Bild 1/50 von Piaggio Vespa 150 "Struzzo" VL (1956)
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1956 | Piaggio Vespa 150 "Struzzo" VL

Piaggio VESPA VL3T 150 "STRUZZO"

€ 8.000
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Bild 1/4 von Piaggio Vespa 50 N Special (1981)
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1981 | Piaggio Vespa 50 N Special

Vendo Vespa 50 Special per inutilizzo.

€ 3.900
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Bild 1/35 von Piaggio Vespa 150 GS (1958)
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Die charakteristische Silhouette einer Vespa mit ihrer selbsttragenden Blechkarosserie ist aus der Geschichte der motorisierten Zweiräder nicht wegzudenken. Seit über 75 Jahren verlassen diese Roller das Stammwerk in Pontedera und haben sich von einem einfachen Transportmittel für die Massen zu einem begehrten Sammlerobjekt entwickelt. In Österreich genießt Piaggio einen besonderen Status, nicht zuletzt durch die historische Kooperation mit Puch, die in den 1950er-Jahren die Lizenzfertigung in Graz übernahm. Heute umfasst der Piaggio-Konzern namhafte Marken wie Aprilia, Moto Guzzi und Derbi, doch das Herzstück bleibt der Motorroller, der einst Italien und später ganz Europa wieder in Bewegung brachte.

Geschichte & Erbe

Die Wurzeln von Piaggio reichen zurück bis ins Jahr 1884, als Rinaldo Piaggio in Sestri Ponente bei Genua ein Unternehmen für Schiffsausstattung gründete. Rasch expandierte die Firma in den Bereich der Eisenbahnwaggons und schließlich in die Luftfahrtindustrie. Während der Weltkriege war Piaggio ein bedeutender Produzent von Wasserflugzeugen, Bombern und Motoren. Die Zerstörung der Werke in Pontedera durch alliierte Bombenangriffe im Jahr 1943 zwang das Unternehmen zur Neuerfindung. Enrico Piaggio, Rinaldos Sohn, erkannte den Bedarf an einem günstigen, einfachen und sauberen Fortbewegungsmittel für die kriegszerstörte Bevölkerung.

Der erste Versuch, der Prototyp MP5, bekannt als „Paperino“ (Entchen), überzeugte Enrico Piaggio nicht. Er beauftragte den Luftfahrtingenieur Corradino d'Ascanio, der eine tiefe Abneigung gegen herkömmliche Motorräder hegte. D'Ascanio störte sich an der schmutzigen Kette, der unbequemen Sitzposition und dem schwierigen Radwechsel. Sein Entwurf für die MP6 brach mit allen Konventionen: Er nutzte eine selbsttragende Monocoque-Karosserie aus Stahlblech, eine einseitige Vorderradaufhängung (ähnlich einem Flugzeugfahrwerk) und platzierte den Motor direkt am Hinterrad. Als Enrico Piaggio den Prototyp sah, rief er aus: „Sembra una vespa!“ – Sie sieht aus wie eine Wespe. Damit war eine Legende geboren.

Die Vespa 98 kam 1946 auf den Markt und leistete bescheidene 3,2 PS. Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage wurde sie ein sofortiger Erfolg. In Österreich begann die Geschichte der Vespa offiziell in den 1950er-Jahren. Eine Besonderheit des österreichischen Marktes ist die Puch-Vespa. Zwischen 1958 und 1960 fertigte die Steyr-Daimler-Puch AG in Graz die Vespa unter Lizenz. Diese Modelle, oft erkennbar an spezifischen Details und dem Puch-Logo, sind heute bei österreichischen Sammlern besonders hoch im Kurs. Sie symbolisieren die Verbindung italienischen Designs mit österreichischer Ingenieurskunst jener Zeit.

In den 1960er-Jahren festigte Piaggio seine Marktführerschaft. Modelle wie die Vespa 150 GS (Gran Sport) setzten neue Maßstäbe in Sachen Leistung und Design. Mit der Einführung der Vespa 50 im Jahr 1963 erschloss Piaggio den Markt für Jugendliche, da dieser Roller in vielen Ländern führerscheinfrei oder mit geringen Auflagen gefahren werden konnte. Parallel dazu entwickelte sich das Dreirad Ape (Biene) zum unverzichtbaren Helfer für Kleingewerbetreibende, während das Mofa Ciao ab 1967 eine neue Ära der unkomplizierten Mobilität einläutete.

Die 1970er-Jahre brachten mit der Vespa Rally 200 das erste Modell mit elektronischer Zündung und einem Hubraum von fast 200 cm³, was sie zur idealen Reisemaschine machte. In den folgenden Jahrzehnten passte sich Piaggio den wechselnden Anforderungen an: Die PX-Serie, 1977 vorgestellt, wurde zum Dauerbrenner und blieb mit Unterbrechungen fast 40 Jahre im Programm. Mit der Übernahme von Marken wie Puch (Lizenzrechte 1987), Derbi, Aprilia und Moto Guzzi wuchs Piaggio zum größten Zweiradhersteller Europas heran. Heute kombiniert die Marke in Modellen wie der Vespa GTS modernste Viertakt-Technik mit dem zeitlosen Design der klassischen Blechroller.

Highlights & Features

Das herausragende Merkmal fast aller Piaggio-Roller, insbesondere der Vespa-Linie, ist die Stahlblechkarosserie. Im Gegensatz zu den meisten modernen Rollern, die auf einen Rohrrahmen mit Kunststoffverkleidung setzen, fungiert das Blechkleid der Vespa als tragendes Element. Dies verleiht den Fahrzeugen eine einzigartige Steifigkeit und eine haptische Wertigkeit, die Kunststoffmodelle nicht erreichen können. Ein Klopfen auf das Beinschild einer Vespa erzeugt den charakteristischen metallischen Klang, der für Kenner untrennbar mit der Marke verbunden ist.

Ein weiteres technisches Highlight ist die einseitige Vorderradschwinge. Ursprünglich aus dem Flugzeugbau entlehnt, ermöglicht sie einen extrem einfachen Radwechsel – ein entscheidender Vorteil auf den schlechten Straßen der Nachkriegszeit. Auch die Positionierung des Motors direkt an der Triebsatzschwinge des Hinterrads ist ein Geniestreich d'Ascanios. Dadurch entfällt die wartungsintensive Kette, und der gesamte Antrieb bildet eine kompakte Einheit.

Unter den Sammlermodellen nimmt die Vespa 150 GS eine Sonderstellung ein. Sie war die erste „Sport-Vespa“ und erreichte Geschwindigkeiten von über 100 km/h. Ihr Design mit dem gewölbten Beinschild und dem markanten Lenkerkopf gilt als einer der Höhepunkte der Rollergestaltung. In Österreich sind zudem die Puch-Vespa 125 und 150 Modelle von enormer Bedeutung. Sie unterscheiden sich in Details wie der Elektrik (oft Bosch-Komponenten) und natürlich dem Emblem von ihren italienischen Geschwistern.

Für Langstreckenfahrer ist die Vespa Rally 200 das Maß der Dinge unter den klassischen Schaltrollern. Mit ihrem robusten Motor und der für damalige Verhältnisse hohen Leistung ist sie auch heute noch ein zuverlässiger Begleiter für Touren über die Alpenpässe. Die Vespa PX, insbesondere in der 200-cm³-Variante, gilt als der „VW Käfer“ unter den Rollern: unzerstörbar, einfach zu reparieren und mit einer schier unendlichen Auswahl an Zubehör und Tuningteilen gesegnet.

In der jüngeren Geschichte hat Piaggio mit der Vespa GTS 300 bewiesen, dass das klassische Konzept auch im 21. Jahrhundert funktioniert. Mit moderner Wasserkühlung, Einspritzung und ABS bietet sie Fahrleistungen, die sie voll autobahntauglich machen, ohne den Charme des Originals zu verlieren. Die limitierte Vespa 946 hingegen ist ein reines Designobjekt, das mit handgefertigten Aluminiumteilen und einer futuristischen Interpretation der Ur-Vespa vor allem Sammler anspricht.

Technische Daten

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die wichtigsten technischen Eckdaten einiger der bedeutendsten Piaggio-Modelle über die Jahrzehnte hinweg.

Antrieb und Technik: Die klassischen Piaggio-Modelle bis in die 1990er-Jahre setzen fast ausschließlich auf luftgekühlte Einzylinder-Zweitaktmotoren. Die Kraftübertragung erfolgt über ein handgeschaltetes Getriebe, das über den linken Lenkergriff bedient wird – ein charakteristisches Merkmal, das heute nur noch bei wenigen Modellen zu finden ist. Moderne Piaggio-Roller nutzen hingegen effiziente Viertaktmotoren (i-get oder hpe Technologie) mit stufenloser Variomatik, was den Fahrkomfort im Stadtverkehr erheblich steigert.

Marktübersicht und Kauftipps

Der Markt für Piaggio-Roller in Österreich ist lebendig und bietet für jedes Budget das passende Fahrzeug. Man muss jedoch zwischen reinen Gebrauchsfahrzeugen und wertvollen Klassikern unterscheiden.

Vespa 150 GS (1955–1961): Sie ist die „Blaue Mauritius“ unter den Rollern. In Österreich erzielen gut restaurierte Exemplare Preise zwischen 12.000 € und 18.000 €. Absolute Spitzenfahrzeuge im Originalzustand (O-Lack) können sogar die 25.000 €-Marke durchbrechen. Beim Kauf ist höchste Vorsicht geboten: Viele Modelle wurden aus verschiedenen Teilen zusammengebaut („Bastelbuden“). Achten Sie auf die Rahmennummer und die spezifischen GS-Teile wie den Tacho und die Sitzbank. Rost ist vor allem am Mitteltunnel und unter den Trittbrettern ein Thema.

Puch-Vespa (1958–1960): Diese in Graz gefertigten Modelle sind eine österreichische Besonderheit. Sie sind seltener als ihre italienischen Pendants und werden oft mit einem Aufschlag gehandelt. Eine fahrbereite Puch-Vespa 125 in ordentlichem Zustand ist kaum unter 6.000 € zu finden. Restaurierte Exemplare liegen oft bei 9.000 € bis 12.000 €. Sammler achten hier besonders auf das originale Puch-Typenschild und die korrekte elektrische Anlage.

Vespa Rally 200 (1972–1979): Die Rally ist der gesuchteste Tourenroller. In Österreich liegen die Preise für gute Exemplare aktuell zwischen 8.500 € und 13.000 €. Da die Rally oft für weite Reisen genutzt wurde, ist der technische Zustand des Motors entscheidend. Ein revidierter Motor ist ein großes Plus. Achten Sie auf Risse im Rahmen im Bereich der Motoraufnahme und auf die Funktion der elektronischen Zündung (Femsatronic), für die Ersatzteile teuer sein können.

Vespa PX-Serie (ab 1977): Die PX ist der ideale Einstieg in die Welt der Blechvespas. Eine solide PX 125 oder 150 aus den 80er-Jahren ist in Österreich für 3.500 € bis 5.000 € zu finden. Die begehrten 200er-Modelle kosten meist ab 5.500 € aufwärts. Die Ersatzteillage ist hervorragend, und fast jeder Mechaniker kann diese Roller reparieren. Schwachstellen sind Durchrostungen am Trittbrett (besonders unter den Gummimatten) und verschlissene Schaltkreuze, die sich durch herausspringende Gänge bemerkbar machen.

Piaggio Ciao und Mofas: Das Ciao hat in Österreich eine große Fangemeinde. Einfache, fahrbereite Modelle starten bei etwa 800 €. Für seltene Varianten oder perfekt restaurierte Stücke werden bis zu 2.500 € aufgerufen. Achten Sie beim Kauf auf einen sauberen Tank (Rostgefahr!) und darauf, dass die Pedale und der Dekompressionshebel einwandfrei funktionieren.

Moderne Vespas (GTS, Primavera): Hier bestimmt das Alter und die Laufleistung den Preis. Eine gebrauchte GTS 300 der ersten Generation (ab 2005) ist ab ca. 3.000 € erhältlich. Neuere Modelle mit dem hpe-Motor liegen gebraucht oft noch bei 5.000 € bis 7.000 €. Wichtig ist hier ein lückenloses Serviceheft, da die modernen Viertakter wartungsintensiver sind als die alten Zweitakter. Achten Sie auf Sturzschäden, die bei der Blechkarosserie teure Spenglerarbeiten nach sich ziehen.

Allgemeine Tipps für den Kauf in Österreich:

  1. Einzelgenehmigung: Bei Importen aus Italien oder Deutschland muss das Fahrzeug in Österreich einzelgenehmigt werden. Das kann bei älteren Modellen ohne Papiere mühsam sein. Bevorzugen Sie Fahrzeuge mit österreichischen Papieren („Typenschein“).
  2. Zustand des Rahmens: Motor und Technik lassen sich vergleichsweise einfach reparieren. Ein verzogener oder durchgerosteter Blechrahmen hingegen ist ein wirtschaftlicher Totalschaden. Nutzen Sie einen Magneten, um Spachtelmasse an kritischen Stellen aufzuspüren.
  3. Probefahrt: Achten Sie auf den Geradeauslauf. Zieht der Roller in eine Richtung, könnte der Rahmen verzogen sein. Die Schaltung sollte präzise einrasten, und die Kupplung darf nicht rupfen.

Fahrverhalten

Das Fahren einer klassischen Piaggio Vespa ist ein Erlebnis, das sich grundlegend von modernen Motorrädern unterscheidet. Durch die kleinen Räder (meist 8 oder 10 Zoll) reagiert der Roller extrem direkt auf Lenkimpulse. Was in der Stadt für unschlagbare Wendigkeit sorgt, erfordert auf der Landstraße bei höheren Geschwindigkeiten eine ruhige Hand. Das Fahrwerk mit der einseitigen Schwinge vorn neigt beim Bremsen zum Eintauchen, was gewöhnungsbedürftig ist.

Die Sitzposition auf einer Vespa ist aufrecht und entspannt, fast wie auf einem Sessel. Der Durchstieg ermöglicht ein bequemes Aufsteigen, was besonders im Stadtverkehr geschätzt wird. Der Schwerpunkt liegt durch den tief eingebauten Motor sehr niedrig, was das Handling beim Rangieren erleichtert. Das charakteristische „Knattern“ des Zweitaktmotors und der Geruch von verbranntem Gemisch gehören zum nostalgischen Fahrgefühl einfach dazu.

Eine Vespa Rally 200 fährt sich im Vergleich zu den älteren 8-Zoll-Modellen deutlich stabiler. Die 10-Zoll-Räder bügeln Unebenheiten besser weg, und der kräftige Motor erlaubt ein Mitschwimmen im modernen Verkehr, ohne zum Hindernis zu werden. Ganz anders das Piaggio Ciao: Mit seinen großen Speichenrädern und dem geringen Gewicht fühlt es sich eher wie ein Fahrrad mit Hilfsmotor an. Es ist das ideale Gefährt für die gemütliche Fahrt zum Heurigen oder zum Badesee, wobei man Steigungen eher gemächlich angeht.

Moderne Modelle wie die Vespa GTS 300 bieten ein völlig anderes Fahrverhalten. Dank moderner Fahrwerkstechnik, größerer Räder und leistungsstarker Bremsen mit ABS fahren sie sich fast wie ein Motorrad. Der Durchzug des 300er-Motors ist beeindruckend und erlaubt souveräne Überholvorgänge. Dennoch bleibt das typische Vespa-Gefühl durch die aufrechte Sitzposition und die gute Übersicht erhalten. In Österreich, mit seinen vielen Bergstraßen, ist die GTS die erste Wahl für alle, die auch vor Passstraßen nicht zurückschrecken.

Design & Zubehör

Das Design der Vespa ist ein Paradebeispiel für italienische Formgebung: funktional, elegant und zeitlos. Corradino d'Ascanio nutzte sein Wissen aus dem Flugzeugbau, um eine Form zu schaffen, die den Fahrer vor Schmutz und Wind schützt. Das breite Beinschild und die fließenden Linien der Seitenhauben sind nicht nur ästhetisch ansprechend, sondern auch aerodynamisch durchdacht. Die „Wespentaille“ verleiht dem Roller seine charakteristische Leichtigkeit.

Über die Jahrzehnte hat Piaggio immer wieder Mut zur Farbe bewiesen. Von den pastelligen Tönen der 50er-Jahre über das knallige Orange und Gelb der 70er bis hin zu eleganten Metallic-Lacken der Neuzeit – eine Vespa ist immer auch ein modisches Statement. In Österreich waren die Puch-Modelle oft in etwas dezenteren Farben gehalten, was ihren sachlichen Charakter unterstrich.

Das Thema Zubehör spielt bei Piaggio eine riesige Rolle. Kaum ein Roller bleibt im Originalzustand. Beliebt sind zeitgenössische Extras wie Sturzbügel aus Chrom, Gepäckträger für vorn und hinten oder die klassischen Windschutzscheiben („Parabrezza“). In der Mod-Szene der 60er-Jahre wurde das Anbringen von unzähligen Spiegeln und Zusatzscheinwerfern zum Kult, was man auch heute noch auf Treffen bewundern kann.

Für die Reise-Vespas gibt es spezielle Koffersysteme und Sitzbänke, die den Komfort auf Langstrecken erhöhen. Auch technisches Tuning ist weit verbreitet. Marken wie Malossi, Polini oder Pinasco bieten alles an, um aus einem braven Stadtroller ein echtes Kraftpaket zu machen. In Österreich ist dabei jedoch immer die rechtliche Komponente (Eintragung in die Papiere) zu beachten, um bei einer Kontrolle keine Probleme zu bekommen.

Sonstiges

Piaggio ist mehr als nur ein Fahrzeughersteller; es ist ein Stück Kulturgeschichte. In Österreich gibt es eine sehr aktive Clubszene. Der Vespa Club Austria koordiniert zahlreiche Aktivitäten und Treffen im ganzen Land. Von den „Vespa World Days“, die bereits in Österreich stattfanden, bis hin zu kleinen regionalen Ausfahrten – die Gemeinschaft der „Vespisti“ ist groß und hilfsbereit.

Ein interessantes Kapitel ist auch die Ape. Das dreirädrige Lastentier von Piaggio ist in den engen Gassen italienischer Bergdörfer zu Hause, hat aber auch in Österreich seinen Platz gefunden. Ob als originelles Werbefahrzeug, mobiler Kaffeestand oder einfach als praktischer Helfer für den Garten – die Ape zaubert den Menschen immer ein Lächeln ins Gesicht. Ältere Modelle mit der Kabine der Vespa (Ape C) sind heute gesuchte Sammlerstücke.

Auch im Rennsport hat Piaggio seine Spuren hinterlassen. Obwohl die Vespa nie als Rennmaschine gedacht war, gab es immer wieder Wettbewerbe. In Österreich sind besonders die Gleichmäßigkeitsprüfungen und Bergrennen für klassische Roller beliebt, bei denen es weniger um Höchstgeschwindigkeit als vielmehr um Geschicklichkeit und Zuverlässigkeit geht.

Das Museo Piaggio in Pontedera ist für jeden Fan eine Reise wert. Dort kann man nicht nur die Ur-Vespa bewundern, sondern auch skurrile Exponate wie die Militär-Vespa mit Kanone oder die von Salvador Dalí gestaltete Vespa. Es zeigt eindrucksvoll, wie eine einfache Idee die Welt verändern konnte.

Fazit

Wer einen Piaggio Motorroller kauft, entscheidet sich für ein Stück Lebensgefühl. Ob es die nostalgische Fahrt auf einer alten Puch-Vespa durch die steirische Toskana ist oder das tägliche Pendeln mit einer modernen GTS durch Wien – Piaggio bietet für jeden Zweck das richtige Fahrzeug. Die Kombination aus zeitlosem Design, robuster Technik und einer weltweiten Fangemeinde macht diese Roller zu einer wertstabilen Investition und einem Quell ständiger Freude.

In Österreich ist die Marke durch die historische Verbindung zu Puch besonders tief verwurzelt. Die Ersatzteilversorgung ist dank spezialisierter Händler hervorragend, und die Community bietet Unterstützung bei allen technischen Fragen. Eine klassische Blechvespa ist kein bloßes Fortbewegungsmittel, sondern ein Kulturgut auf zwei Rädern, das auch nach Jahrzehnten nichts von seiner Faszination verloren hat.

Finden Sie jetzt Ihren Piaggio Motorroller auf Classic Trader – entdecken Sie die Vielfalt von der seltenen GS bis zur alltagstauglichen PX, von der österreichischen Puch-Vespa bis zu den neuesten Modellen. Angebote & Preise für jeden Geschmack warten auf Sie. Jetzt entdecken und den Traum vom italienischen (oder österreichischen) Rollerfahren wahr machen!


Hinweis: Die genannten Preise beziehen sich auf den Marktstand 2024/2025 in Österreich und können je nach individuellem Zustand und Originalität des Fahrzeugs variieren.