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IMZ-Ural Motorrad kaufen
Vom sibirischen Arbeitstier zum Kult-Gespann für die Alpen: Seit 1941 trotzt IMZ-Ural mit seinen unverwüstlichen Boxermotoren jedem Gelände. Entdecken Sie die Faszination russischer Ingenieurskunst, die heute in Kasachstan weiterlebt und in Österreich eine treue Fangemeinde gefunden hat.
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Fahrzeug inserieren"IMZ-Ural" Inserats-Referenzen von Classic Trader
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1991 | IMZ-Ural M 62
URAL UH 650 Sidecar IMZ 8 103 10
1954 | IMZ-Ural M72
Custom Ural M-72 1954
1961 | IMZ-Ural M61
Ural M 62 M 72 M61 Gespann Oldtimer deutscher Brief!
1953 | IMZ-Ural M72
Ural M 72 M61 K750 Gespann Oldtimer deutscher Brief!
1961 | IMZ-Ural M61
Ural Dnepr K750 Gespann Oldtimer deutscher Brief!
1960 | IMZ-Ural M61
Ural Dnepr K750 Gespann Oldtimer deutscher Brief!
1945 | IMZ-Ural M72
Motorteile von BMW
1959 | IMZ-Ural M61
Ural Dnepr K750 Gespann Oldtimer deutscher Brief!
1960 | IMZ-Ural M61
Ural M 72 M61 Gespann Oldtimer deutscher Brief!
1965 | IMZ-Ural M72
Ural M72, M63 Gespann Oldtimer deutsche Papiere!
1956 | IMZ-Ural M72
Cj 750 Gespann M1M fahrbereit Bj. 1956!
1958 | IMZ-Ural M72
M 72 M 61 Gespann Oldtimer mit BRD Brief
1961 | IMZ-Ural M72
M 72 M 61 Gespann Oldtimer mit BRD Brief
1960 | IMZ-Ural M72
M61/ M 72 fahrbereit deutsche Papiere!
1960 | IMZ-Ural M61
M 72/ M 61 fahrbereit, restauriert, BRD Brief
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Fahrzeug inserierenGeschichte & Erbe
Die Geschichte von IMZ-Ural ist untrennbar mit den geopolitischen Verwerfungen des 20. Jahrhunderts verbunden. Alles begann nicht mit einer zivilen Vision, sondern mit der dringenden Notwendigkeit der Roten Armee, ihre Truppen im Angesicht des drohenden Zweiten Weltkriegs zu mobilisieren. Joseph Stalin und seine Militärstrategen erkannten nach dem Überfall auf Polen, dass die sowjetische Kavallerie gegen die motorisierten Verbände der Wehrmacht keine Chance hatte. Die Lösung sollte ein schweres, geländegängiges Motorradgespann sein.
Die Wahl fiel auf die BMW R71, ein deutsches Meisterwerk der Ingenieurskunst, das damals als das fortschrittlichste Gespann seiner Zeit galt. Über die genaue Herkunft der ersten Pläne ranken sich bis heute Mythen. Während offizielle sowjetische Quellen oft von einer Lizenzvereinbarung sprachen, deutet vieles auf ein klassisches Reverse Engineering hin. Fünf Einheiten der BMW R71 wurden heimlich über Schweden in die UdSSR geschmuggelt, in Moskau bis auf die letzte Schraube zerlegt und exakt nachgebaut. Das Ergebnis war die M-72, die im August 1941 offiziell präsentiert wurde.
Als die deutschen Truppen 1941 tief in sowjetisches Territorium vordrangen, wurde die Produktion des Moskauer Werks (MMZ) evakuiert. In einer logistischen Meisterleistung wurden die Maschinen und Arbeiter in den Osten verlegt, weit hinter den Ural-Bergen. In der Stadt Irbit entstand so das Irbiter Motorradwerk (IMZ). Unter extremen Bedingungen, oft unter freiem Himmel bei eisigen Temperaturen, produzierten Frauen und Jugendliche die Gespanne, die an der Front über Sieg oder Niederlage entscheiden sollten. Bis Kriegsende wurden fast 10.000 Einheiten der M-72 gefertigt.
Nach 1945 wandelte sich das Bild. Die militärische Produktion wurde fortgesetzt, doch der Fokus verschob sich zunehmend auf den zivilen Sektor. In der riesigen Sowjetunion, in der befestigte Straßen oft Mangelware waren, wurde das Ural-Gespann zum unverzichtbaren Arbeitstier. Ob in der sibirischen Tundra oder in den Steppen Zentralasiens – die Ural fuhr dort weiter, wo Lastwagen stecken blieben. In den 1950er Jahren begannen die ersten Exporte, zunächst in die Bruderstaaten des Warschauer Pakts, später auch in den Westen.
In Österreich hat die Marke eine besondere Tradition. Während der Besatzungszeit und später im Kalten Krieg waren sowjetische Fahrzeuge in der Alpenrepublik keine Seltenheit. Die Robustheit der Ural-Gespanne sprach vor allem Landwirte und Abenteurer in den Bergregionen an. Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 geriet das Werk in Irbit in eine schwere Krise. Die Privatisierung und der Wegfall staatlicher Aufträge führten fast zum Ruin. Doch die Marke überlebte dank einer Gruppe von Investoren und einer Neuausrichtung auf den westlichen Freizeitmarkt.
Ein entscheidender Wendepunkt war die Gründung von Ural Motorcycles in den USA, die heute den weltweiten Vertrieb steuert. Die Produktion wurde modernisiert, ohne die klassische DNA zu opfern. Komponenten von namhaften Herstellern wie Brembo, Denso und Sachs hielten Einzug. Im Jahr 2022 folgte die nächste Zäsur: Aufgrund der politischen Situation verlegte Ural die Endmontage von Russland nach Petropawl in Kasachstan. Heute ist Ural der weltweit einzige Hersteller, der sich ausschließlich auf die Produktion von Gespannen spezialisiert hat und damit eine Nische besetzt, die von Sammlern und Individualisten gleichermaßen geschätzt wird.
Highlights & Besonderheiten
Was macht eine Ural so besonders? Es ist die konsequente Verweigerung gegenüber modernen Trends wie Leichtbau oder elektronischen Fahrhilfen. Eine Ural ist Ehrlichkeit in Stahl. Das Herzstück ist seit jeher der luftgekühlte Zweizylinder-Boxermotor. Mit einem Hubraum von 749 ccm leistet das aktuelle Triebwerk rund 41 PS. Das klingt im Vergleich zu modernen Superbikes bescheiden, doch bei einer Ural geht es nicht um Spitzenleistung, sondern um Drehmoment im Keller. Der Motor ist darauf ausgelegt, ein vollbeladenes Gespann samt Beifahrer und Gepäck durch tiefen Schlamm oder über steile Passstraßen zu wuchten.
Das Alleinstellungsmerkmal der Marke ist der zuschaltbare Beiwagenantrieb (2WD), der vor allem bei den Modellen Ranger (in den USA als Gear-Up bekannt) zum Einsatz kommt. Über einen einfachen mechanischen Hebel wird die Kraft starr auf das Beiwagenrad übertragen. Da es kein Differential gibt, graben sich beide Räder mit der gleichen Geschwindigkeit durch den Untergrund. Das macht die Ural zu einem echten Offroad-Monster, das im Schnee oder Sand kaum aufzuhalten ist. Auf festem Asphalt muss der Antrieb jedoch deaktiviert werden, da das Gespann sonst nur noch geradeaus fahren will.
Ein weiteres technisches Highlight ist die Achsschenkellenkung (Leading Link Fork) an der Front. Im Gegensatz zu einer herkömmlichen Teleskopgabel taucht diese beim Bremsen nicht ein und bietet eine deutlich höhere Stabilität im Gespannbetrieb. Die drei Räder sind bei den meisten Modellen identisch und untereinander austauschbar – ein Erbe aus der Militärzeit, das heute noch bei Pannen im Nirgendwo Gold wert ist. Ein vollwertiges Reserverad gehört bei den Offroad-Modellen zur Standardausrüstung.
Die Modellpalette für den österreichischen Markt umfasst heute im Wesentlichen drei Linien:
- Ural cT: Das Einstiegsmodell mit Einradantrieb, tiefergelegtem Beiwagen und 18-Zoll-Rädern. Sie ist wendiger und ideal für den urbanen Einsatz oder gemütliche Landstraßentouren.
- Ural Ranger: Das klassische Abenteuer-Gespann mit 2WD, Reserverad, Spaten und Benzinkanister. Sie ist die erste Wahl für Weltenbummler und Winterfahrer.
- Ural Expedition: Die voll ausgestattete Variante für extreme Touren, inklusive verstärktem Fahrwerk, zusätzlichem Schutz für Motor und Beiwagen sowie umfangreichem Gepäcksystem.
Die Langlebigkeit einer Ural ist legendär, sofern man bereit ist, sich auf die Maschine einzulassen. Eine Ural verlangt nach regelmäßiger Wartung und einem Besitzer, der keine Angst vor öligen Fingern hat. Die Technik ist so simpel gehalten, dass viele Reparaturen mit dem umfangreichen Bordwerkzeug selbst durchgeführt werden können. In einer Welt voller Wegwerfprodukte ist die Ural ein Statement für Nachhaltigkeit und mechanische Beständigkeit.
Technische Daten
Um die Entwicklung der Marke zu verstehen, lohnt ein Blick auf die technischen Eckdaten der verschiedenen Epochen. Hier der Vergleich zwischen dem Ur-Modell M-72 und der aktuellen Euro-5-Generation.
IMZ M-72 (1941–1960)
Ural Ranger / Gear-Up (Modelljahr 2024/2025)
Marktübersicht und Kauftipps
Der Markt für IMZ-Ural in Österreich ist klein, aber fein. Wer ein solches Gespann sucht, landet früher oder später bei Ural Austria in Linz (Leonding). Der Generalimporteur ist seit Jahrzehnten die zentrale Anlaufstelle für Neu- und Gebrauchtfahrzeuge sowie für die Ersatzteilversorgung in der gesamten Alpenrepublik.
Preisgefüge in Österreich
Die Preise für Ural-Gespanne sind in den letzten Jahren stabil geblieben, wobei die Inflation und die Verlagerung der Produktion nach Kasachstan zu einem leichten Anstieg geführt haben.
- Neufahrzeuge: Eine neue Ural cT startet in Österreich bei ca. 19.000 Euro. Für eine voll ausgestattete Ural Ranger mit 2WD müssen Sie mit etwa 23.000 bis 25.000 Euro rechnen. Sondermodelle oder die "Expedition"-Variante können die 30.000-Euro-Marke durchbrechen.
- Gebrauchte (Moderne Ära ab 2014): Gespanne mit der elektronischen Einspritzung (EFI) sind sehr gefragt. Ein gut gepflegtes Exemplar aus den Jahren 2016-2020 kostet zwischen 12.000 und 16.000 Euro. Der Wertverlust ist im Vergleich zu herkömmlichen Motorrädern gering.
- Gebrauchte (Vergaser-Modelle 2002-2013): Diese Modelle mit dem 750er-Motor sind bei Schraubern beliebt. Preise liegen hier oft zwischen 7.000 und 10.000 Euro. Achten Sie hier besonders auf den Zustand der Kurbelwelle und der Getriebelager.
- Klassiker (M-72, K-750, M-67): Hier wird es kompliziert. Echte M-72 aus der Kriegs- oder frühen Nachkriegszeit sind in Österreich selten. Preise für fahrbereite Exemplare mit Papieren starten bei 6.000 Euro und können für perfekt restaurierte Stücke bis zu 12.000 Euro reichen. Vorsicht ist bei "Scheunenfunden" aus Osteuropa geboten – oft sind dies Bastelbuden aus verschiedenen Modellen (Ural/Dnepr-Mix).
Die NoVA-Hürde und das "Pickerl"
In Österreich ist beim Kauf eines Motorrads die Normverbrauchsabgabe (NoVA) ein wichtiges Thema. Bei Neufahrzeugen ist diese im Bruttopreis enthalten. Wenn Sie jedoch ein Gespann aus dem Ausland (z.B. Deutschland) eigenständig importieren, müssen Sie die NoVA beim Finanzamt nachentrichten. Da Urals aufgrund ihres Gewichts und der Technik nicht gerade zu den Sparwundern gehören, kann dies bei neueren Modellen einen spürbaren Betrag ausmachen.
Ein großer Vorteil für Besitzer von Klassikern ist die Eintragung als historisches Fahrzeug. Wenn das Motorrad älter als 30 Jahre ist und sich in einem originalgetreuen Erhaltungszustand befindet, kann es als Oldtimer zugelassen werden. Das bedeutet:
- Pickerl-Intervall: Die Begutachtung nach § 57a muss nur alle zwei Jahre stattfinden.
- Fahrtenbuch: Es dürfen offiziell nur 120 Tage im Jahr gefahren werden (was für ein Hobbyfahrzeug meist völlig ausreicht).
- Versicherung: Viele Versicherer bieten spezielle, sehr günstige Oldtimer-Tarife an.
Worauf beim Kauf zu achten ist
Beim Kauf einer gebrauchten Ural sollten Sie folgende Punkte auf Ihre Checkliste setzen:
- Rost: Die russische Lackqualität war früher eher mäßig. Prüfen Sie den Rahmen, die Unterseite des Beiwagens und die Felgen auf Korrosion.
- Getriebe: Schalten sich die Gänge sauber? Der Rückwärtsgang sollte sich leicht einlegen lassen. Ein lautes Krachen ist bei Ural normal, aber "Herausspringen" von Gängen deutet auf Verschleiß hin.
- Beiwagenantrieb: Testen Sie den 2WD auf losem Untergrund. Er muss kraftschlüssig zuschalten und darf keine mahlenden Geräusche machen.
- Ölundichtigkeiten: Ein Boxer "schwitzt" gerne. Solange es kein massiver Ölverlust ist, ist es meist unbedenklich. Prüfen Sie dennoch den Bereich um die Zylinderfußdichtungen und den Endantrieb.
- Dokumentation: In Österreich ist ein lückenloser Typenschein oder ein Einzelgenehmigungsbescheid essenziell. Ohne diese Papiere ist die Zulassung ein bürokratischer Albtraum.
Fahrverhalten & Fahrgefühl
Vergessen Sie alles, was Sie über Motorradfahren wissen. Eine Ural zu fahren, hat mehr mit dem Steuern eines kleinen Traktors oder eines Flugzeugs am Boden zu tun als mit dem Kurvenräubern auf einer Ducati. Ein Gespann ist asymmetrisch. Das bedeutet, es verhält sich beim Beschleunigen anders als beim Bremsen.
Wenn Sie Gas geben, will der Beiwagen aufgrund seiner Trägheit zurückbleiben, und das Gespann zieht nach rechts. Wenn Sie bremsen, schiebt der Beiwagen nach vorne, und die Fuhre drängt nach links. Ein erfahrener Ural-Pilot nutzt diese Effekte aktiv aus. In Rechtskurven wird leicht Gas gegeben, um den Beiwagen "herumzudrücken". In Linkskurven hilft ein kurzer Bremsimpuls, um das Heck eindrehen zu lassen.
In den österreichischen Alpen ist die Ural in ihrem Element. Während moderne Bikes auf den Kehren des Großglockners oder der Silvretta Hochalpenstraße oft unterfordert sind, ist jede Kehre mit der Ural ein kleines Abenteuer. Man arbeitet mit dem ganzen Körper. In Rechtskurven lehnt man sich weit über den Beiwagen, um zu verhindern, dass das dritte Rad abhebt. In Linkskurven drückt man sich gegen die Fliehkraft nach innen. Es ist ein physisches Erlebnis, das nach einem langen Tag in den Bergen für angenehmen Muskelkater sorgt.
Das Fahrgefühl ist geprägt vom stetigen Brummen des Boxers. Bei einer Reisegeschwindigkeit von 80 bis 90 km/h fühlt sich die Ural am wohlsten. Man nimmt die Umgebung viel intensiver wahr als hinter einer hohen Windschutzscheibe. Der Geruch von frisch gemähten Bergwiesen, die kühle Luft in den Waldstücken und das mechanische Klappern der Ventile verschmelzen zu einer meditativen Erfahrung. Eine Ural entschleunigt. Man kommt nicht schnell an, aber man kommt mit einem breiten Grinsen an.
Besonders im Winter zeigt die Ural ihre wahre Stärke. Wenn andere Motorradfahrer ihre Maschinen einwintern, fängt für den Ural-Besitzer der Spaß erst an. Mit dem zuschaltbaren Beiwagenantrieb und guten Winterreifen (z.B. Heidenau K28) wühlt sich das Gespann durch verschneite Bergstraßen, an denen moderne SUVs mit Sommerreifen kläglich scheitern. Es gibt kaum ein erhabeneres Gefühl, als im tiefsten Winter eine einsame Almhütte anzusteuern, während der Schnee leise auf den Beiwagendeckel rieselt.
Design & Ausstrahlung
Das Design einer Ural ist ein Anachronismus. Es ist die Antithese zum modernen "Edge-Design" japanischer oder europäischer Hersteller. Eine Ural sieht heute fast noch so aus wie 1941, und genau das ist ihr größtes Kapital. Die runden Formen des Tanks, die massiven Schutzbleche aus Stahl und der freiliegende Boxermotor strahlen eine archaische Kraft aus.
Die Ästhetik ist rein funktional. Jedes Teil hat eine Aufgabe. Der Spaten am Beiwagen ist kein modisches Accessoire, sondern ein Werkzeug für den Fall, dass man sich im Schlamm festwühlt. Der Benzinkanister erhöht die Reichweite in einsamen Regionen. Die massiven Sturzbügel schützen die Zylinder bei Umfallern im Gelände. Es ist ein Design, das keine Ausreden braucht.
In den letzten Jahren hat Ural jedoch bewiesen, dass man auch mit klassischen Formen spielen kann. Die Limited Editions sind oft innerhalb weniger Wochen ausverkauft. Ob die "Sahara" in Wüstenoptik, die "Red Sparrow" mit ihren mattschwarzen Akzenten oder die "Baikal" in leuchtendem Blau – Ural versteht es, das Thema Abenteuer visuell perfekt zu inszenieren.
In Österreich ziehen Ural-Gespanne die Blicke magisch an. Egal ob vor dem Kaffeehaus in Wien oder auf dem Parkplatz einer Almhütte in Tirol – man bleibt sofort mit Menschen ins Gespräch. Die Ural weckt keine Neidreflexe, sondern Sympathie. Sie erinnert viele ältere Menschen an die Zeit, als Motorräder noch einfache Maschinen waren, und fasziniert Jüngere durch ihre kompromisslose Andersartigkeit.
Sonstiges
Die Community in Österreich
Wer eine Ural kauft, erwirbt nicht nur ein Fahrzeug, sondern wird Teil einer verschworenen Gemeinschaft. Die Ural-Fahrer in Österreich sind gut vernetzt. Es gibt regelmäßige Treffen, wie das legendäre Ural-Treffen in Oberösterreich, bei dem Gespannfahrer aus ganz Europa zusammenkommen. Hier geht es nicht um Selbstdarstellung, sondern um den Austausch von Tipps, das gemeinsame Schrauben und natürlich das gemeinsame Fahren.
Ural in Film und Fernsehen
Obwohl die Marke im Vergleich zu Giganten wie Harley-Davidson oder BMW klein ist, hat sie eine beachtliche Präsenz in der Popkultur. Oft wird die Ural in Filmen eingesetzt, um eine raue, osteuropäische Atmosphäre zu schaffen oder um den Charakter eines eigenwilligen Abenteurers zu unterstreichen. In Dokumentationen über Weltreisen ist die Ural fast schon ein Standard-Requisit. Wer kennt nicht die Bilder von Gespannen, die sich durch die Mongolei oder über den Pamir-Highway quälen?
Die Zukunft aus Kasachstan
Die Verlagerung der Produktion nach Kasachstan im Jahr 2022 war ein mutiger und notwendiger Schritt. Für die Marke bedeutete dies den Erhalt des Zugangs zu westlichen Märkten und Komponenten. Die Qualität der in Kasachstan assemblierten Maschinen gilt unter Experten als die bisher beste in der Geschichte der Marke. Die Lieferketten wurden stabilisiert, und die Zusammenarbeit mit internationalen Zulieferern wurde intensiviert. Ural ist heute besser aufgestellt als je zuvor, um auch in einer Welt strenger Emissionsvorschriften und sich wandelnder Mobilitätsbedürfnisse zu bestehen.
Fazit
Die Entscheidung für eine IMZ-Ural ist keine rationale Entscheidung. Wer PS-Zahlen vergleicht oder Wert auf modernste Elektronik legt, wird mit einer Ural niemals glücklich werden. Doch wer ein Fahrzeug sucht, das eine Seele hat, das Geschichten erzählt und das einen an Orte bringt, die man mit keinem anderen Motorrad erreicht, für den ist die Ural alternativlos.
In Österreich bietet die Ural die perfekte Kombination aus historischem Charme und moderner Abenteuertauglichkeit. Ob als restaurierter Klassiker M-72 für die Sonntagsausfahrt oder als brandneue Ranger für die Wintertour durch die Alpen – das russisch-kasachische Gespann ist ein Statement für Individualität.
Der Markt in Österreich ist dank des engagierten Generalimporteurs stabil und bietet sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Sammler gute Möglichkeiten. Die Ersatzteilversorgung ist für moderne Modelle hervorragend, und für die alten Schätze gibt es eine lebendige Szene, die mit Rat und Tat zur Seite steht.
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