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Graham-Paige Six Oldtimer kaufen

Der Graham-Paige Six steht exemplarisch für die amerikanische Mittelklasse der späten 1920er- und frühen 1930er-Jahre. Wer sich für technische Raffinesse und das typisch amerikanische Automobildesign dieser Ära interessiert, findet im Graham-Paige Six ein vielseitiges und authentisches Fahrzeug.

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Bild 1/10 von Graham-Paige Standard Six (1930)
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"Graham-Paige Six" Inserats-Referenzen von Classic Trader

Im Folgenden finden Sie Inserate zu Ihrer Suche, die nicht mehr auf Classic Trader verfügbar sind. Für eine bessere Kaufentscheidung können Sie sich mit Hilfe dieser Informationen ein besseres Bild über Verfügbarkeit, Wertentwicklung und aktuellen Preis eines "Graham-Paige Six" machen.

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Bild 1/9 von Graham-Paige Model 68 Standard Six (1934)

1934 | Graham-Paige Model 68 Standard Six

Graham - Standard Six Two-Door Touring Sedan

Preis auf Anfragevor 9 Jahren
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Graham-Paige Six Oldtimer: Preise & Marktwerte

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Einleitung und Geschichte des Graham-Paige Six

Die Graham-Paige Six-Modelle läuten eine spannende Phase der amerikanischen Automobilgeschichte ein. Das Unternehmen Graham-Paige, gegründet 1927 von den Graham-Brüdern nach Übernahme der Paige-Detroit Motor Car Company, setzte schon früh auf innovative technische Lösungen. Die Six-Serie bediente sich seiens des langen Know-hows aus der Nutzfahrzeugfertigung der Brüder, übersetzte dies aber in solide, alltagstaugliche Touring- und Limousinenfahrzeuge für den aufstrebenden Mittelstandsmarkt. Besonders bekannt waren Graham-Paige-Automobile für ihren verhältnismäßig kräftigen Sechszylindermotor, der deutlich ruhiger und laufstärker arbeitete als die damals weit verbreiteten Vierzylinder-Konstruktionen.

Modellgeschichte

Im Verlauf ihrer Geschichte bot Graham-Paige verschiedene Baureihen innerhalb der Six-Serie an, die sich durch Hubraum, Komfortausstattung und Karosserievarianten unterschieden. Der direkte Vorgänger war das Vier-Zylinder-Modell von Paige, Nachfolger wurden mit der Überarbeitung in Richtung Graham-Modelle und den frühen Supercharged-Modellen in den Fokus gerückt. Die Produktionsdauer der Six-Serie erstreckte sich vor allem vom späten 1920er-Jahrzehnt bis Mitte der 1930er-Jahre, wobei die Modellreihe immer wieder technisch und optisch überarbeitet wurde.

Besonderheiten des Graham-Paige Six

Die Graham-Paige Six-Modelle weisen Details auf, die in dieser Fahrzeugklasse keineswegs selbstverständlich waren. Dazu gehören in vielen Versionen hydraulische Bremsen, eine innovative Rahmenkonstruktion und Innenausstattungen, die den europäischen Luxus-Vorbildern nacheiferten. Beachtlich ist zudem, dass die Fahrzeuge oft mit teils sehr individuellen Karosserien ausgeliefert wurden – von Werks-Coupés bis zu maßgeschneiderten Limousinen.

Technische Daten

Sondermodelle und Sammlervarianten

Einige besonders hochwertig ausgestattete Limousinen und Coupés wurden in niedrigen Stückzahlen gefertigt, teilweise mit individuellen Ausstattungen und Karosseriebau durch externe Spezialisten. Fahrzeuge, die mit Sonderlackierungen, luxuriöser Innenausstattung oder besonderen Radkappen ausgeliefert wurden, sind bei Sammlern gesucht.

Schwachstellen und typische Probleme

Obwohl der robuste Aufbau der Graham-Paige Six für Zuverlässigkeit sprach, gibt es im hohen Alter typische Schwachstellen. Neben Rost an Rahmen und Karosserie sind vor allem das Getriebe und die Bremsanlage bei häufiger Nutzung wartungsintensiv. Ersatzteile für spezielle Anbauteile wie originale Armaturen oder Handgriffe sind nur noch schwer zu finden, der mechanische Teil kann hingegen meist gut instandgesetzt werden.

Motorisierung, Fahrverhalten und Technik

Die Sechszylinder-Reihenmotoren bieten eine für ihre Zeit sehr laufruhige und elastische Kraftentfaltung. Dank des vergleichsweise langen Radstands fahren die Graham-Paige Six im Komfortbereich ihrer Klasse. Das Handling ist typisch amerikanisch: leichtgängig, aber für sportliche Lenkmanöver weniger geeignet. Die Bremsanlage mit hydraulischer Unterstützung ist in der Wartung aufwendiger, bietet aber spürbare Vorteile gegenüber mechanischen Systemen.

Bekannte Modelle aus der Six-Serie sind die Various „Model 610“ oder „Model 615“, die sich durch verschiedenen Ausstattungsoptionen und Karosserieformen auszeichnen. Die Motorleistungen der Six-Serie liegen je nach Jahr und Modell zwischen 50 und 75 PS, häufig kombiniert mit robusten mechanischen Dreiganggetrieben. Ein auffälliges Feature war das ruhige Laufverhalten, das den Graham-Paige gegenüber Vierzylinder-Konkurrenzmodellen absetzte. undefined

Innenraum, Komfort und Außendesign

Das Design der Graham-Paige Six verbindet amerikanische Funktionalität mit Elementen des Art-déco-Stils. Im Innenraum sorgen teils lederbezogene Sitzbänke, hochwertige Holzeinlagen in Armaturen und Türen sowie massive Metallteile für eine unverkennbare Wertigkeit. Außen betonen große, runde Scheinwerfer, längliche Kotflügel und massive Chromstoßstangen das Erscheinungsbild. Sonderlackierungen waren gegen Aufpreis möglich. Einige Modelle boten zudem Zusatzoptionen wie Gepäckträger, Weißwandreifen oder Radiointegration.

Weitere Besonderheiten

Relevante Besonderheiten bilden etwa Originalitätsnachweise und Historienpapiere, da diese die Werthaltigkeit eines Graham-Paige Six deutlich steigern können. Besonders Fahrzeuge mit nachweisbarer Familienhistorie oder Erstzulassung in Europa sind auf dem Markt rar.

Zusammenfassung

Die Graham-Paige Six-Reihe bietet Einstieg in die amerikanische Autowelt der 1920er- und 1930er-Jahre – technisch solide, charaktervoll im Design, und mit interessanter Marktposition im Segment der historischen Mittelklassemodelle. Wer Wert auf fahrzeughistorische Authentizität legt, findet im Graham-Paige Six ein spannendes, lohnendes Projekt.